Auch in diesem Jahr waren Computerspiele wieder
der absolute Renner unterm Weihnachtsbaum! Bei mehr als zwei Dritteln
der Kids standen sie ganz oben auf der Wunschliste. Und das, obwohl
die virtuellen Games nach wie vor umstritten sind. Dr. Siegfried
Lehrl von der Uni Erlangen beschäftigt sich schon sehr lange mit der
Wirkung von Computerspielen und beweist, dass sie uns im Alltag
helfen können. Seine aktuellste Studie belegt zum Beispiel, dass
viele der Spiele Intelligenz und Gedächtnis fördern. Getestet hat er
dafür 30 verschiedene Angebote aus dem digitalen PC-Shop 'Gamesload'.
Herr Dr. Lehrl, von welchen Computerspielen reden wir denn hier?
"Wir haben hier ein breites Spektrum von Spielen gehabt. Da
waren strategische Spiele dabei, aber auch Fitness-Anreger. Und dann
Spiele für mentale Lebenskompetenz, an denen man etwas lernt. Für
Sportinteressierte war auch einiges dabei oder für kriminalistisch
Interessierte wie CSI."
Und welche Spiele davon sind besonders gut, um meine
grauen Zellen zu trainieren?
"Ein Spiel, das man sehr gut einsetzen kann, um geistig sehr
schnell angeregt zu werden, wäre Mahjongg oder Bejeweled. Da müsste
man aber so nach zehn Minuten etwa aufhören und dann das tun, was man
eigentlich tun wollte. Also, wenn man sich vorher nicht so aufraffen
konnte, ist das wunderbar."
Was genau passiert denn in meinem Kopf, wenn ich
Computer spiele - was wird trainiert?
"Spiele erhöhen vor allem die
Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, fordern zu schnellen
Reaktionen heraus und helfen, besser mit Mitmenschen umzugehen. Das
heißt, ich kann schwierigere Aufgaben lösen als sonst."
Interessant! Aber jetzt ist ja einer der häufigsten
Vorwürfe an Computerspiele, dass die Gamer vereinsamen und
abstumpfen. Sie dagegen sagen, die Spiele können helfen, besser mit
anderen Menschen zu Recht zu kommen. Passt das zusammen?
"Ja, das ist eine Frage der Dauer der Anwendung. Wenn man
sehr lange spielt und Spiele hat, die nur für Einzelpersonen gedacht
sind, dann kann man schon vereinsamen. Wenn man ein Spiel aber nur
kurz nimmt, dann kann man dadurch aktiviert werden. Man wird
kommunikationsfreudiger und wenn man das nutzt, kann man leichter auf
Menschen zugehen."
Okay, danke für die Infos, Herr Dr. Lehrl! Bleibt festzuhalten:
Computerspielen kann uns schlauer machen, wenn wir es nicht
übertreiben. Also die Kiste auch mal ausschalten
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