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Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste

FIFA 11

Entwickler: Electronic Arts
Publisher: Electronic Arts

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 53,40 €

Systeme: PC, PlayStation 2, PlayStation 3, Xbox 360

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Die Bundesliga steht momentan Kopf. Topfavorit Bayern nur auf Platz 9, andere Mitfavoriten wie Schalke, Stuttgart und Köln (Träumen darf man ja wohl) stehen gar auf den Abstiegsrängen. Die vermeintlich kleinen wie Dortmund und Mainz rocken nach acht Spieltagen noch immer die Liga und schauen nach wie vor von oben auf die Tabelle runter. Wenn Dir das auch zu viel Durcheinander ist, kannst Du im neu erschienenen FIFA 11 die Kräfte wieder zurechtrücken oder Deinen Lieblingsverein nach ganz oben schießen. Doch braucht man dafür eigentlich FIFA 11? Schließlich galt bereits FIFA 10 als großartig, und so viel besser kann das neue FIFA dann doch auch nicht sein, oder etwa doch?

Meinung:
Auf den ersten Blick hat FIFA 11 wirklich nicht viel Neues zu bieten. Klar, die Kader sind aktualisiert und die russische Premjer-Liga bzw. Rossijskaja Futbolnaja Premjer-Liga erweitert das ohnehin riesige Lizenz-Angebot (das nun sage und schreibe 28 lizenzierte Ligen mit über 500 realen Teams und über 15000 Originalspieler beinhaltet) auch auf PS3 und Xbox 360 um eine weitere Liga, aber sonst? Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass auch ein neuer Modus in die Mannschaft gerutscht ist.

Der Mann zwischen den Pfosten
Dieser heißt Be a Goalkeeper und gibt einem, wie der Name bereits vermuten lässt, nun auch die Möglichkeit das Spielgeschehen als Torhüter mitzuerleben. Dies kann man entweder in einem Einzelspiel, in einer ganzen Karriere oder Online mit zehn weiteren Teamkameraden spielen. Obwohl sich das im ersten Moment nicht gerade spannend anhört, schließlich hat man als Torwart über die gesamte Spielzeit gesehen am wenigsten zu tun, erweist sich das Geschehen zwischen den Pfosten als sehr motivierend.

Ausschlaggebend dafür ist nicht nur der Nervenkitzel, dass jeder Fehler dem gesamten Team den Sieg kosten könnte, sondern vor allem die durchdachte Steuerung und optischen Hilfsmitteln. So bekommt man beispielsweise gezeigt, wo man am besten positioniert sein sollte oder wie die Flugbahn des Balls sein wird. Dies alles hilft im richtigen Moment den rechten Stick (für Hechtsprünge), die Y- bzw. Dreieck-Taste (um den Ball zum Beispiel nach Flanken hinunter zu holen) oder die X- bzw. Viereck-Taste (um aus dem Kasten zu kommen) zu drücken. Und wenn das Spiel einmal nicht vor dem eigenen Kasten abläuft, kann man seine Mitspieler durch Zurufe dirigieren.
All dies sorgt dafür, dass das Spiel als Torwart eine echte Alternative ist, und zwar nicht nur für diejenigen, die mit dem Ball nichts anfangen können.

Spieler, Manager oder doch beides?
Der Karrieremodus ist natürlich nicht neu. Allerdings wurde er ein wenig überarbeitet. Und so kann man sich von nun an am Anfang einer Karriere dafür entscheiden, ob man lieber nur als Spieler, als Manager oder doch als Spielertrainer agieren möchte. Die Unterschiede sind dabei natürlich gravierend. Als Spieler muss man sich (genau wie beim früheren Be a Pro-Modus) nur um seine eigene Karriere Gedanken machen und steuert ausschließlich einen einzigen Spieler. Als Manager eines Vereins hat man hingegen auch noch alle anderen Spieler unter sich und muss sich bis zu 15 Jahre auch noch zusätzlich um den Club kümmern. Soll heißen, dass man die Aufstellung bestimmt und sich vor allem um Transfers kümmert.

Der Kampf um den Spieler
Wer den Managermodus in FIFA 10 gespielt hat, wird schnell feststellen, dass die Transfers diesmal etwas anders über die Bühne laufen. Einfach ein hohes Angebot abgeben und abzuwarten bis der gewünschte Spieler zu einem kommt, klappt hier nicht mehr. Ab sofort muss man drauf achten, ob der Spieler nicht noch andere Angebote bekommt, oder aber man muss ihn erst einmal überreden zu einem zu kommen. Dies sorgt dafür, dass man sich tatsächlich wie ein echter Manager fühlt. Leider kann man im Gegensatz zu FIFA 10 seine Mitarbeiter nicht mehr aufleveln.
In der dritten Möglichen Karriere, also in der des Spielertrainers, muss man sich auch um all diese alltäglichen Geschäfte kümmern. Allerdings hat man auf dem Spielfeld weiterhin nur seinen eigenen Spieler unter Kontrolle.

Die Wahrheit liegt auf dem Platz
Wie sagte Otto Rehhagel doch mal so schön: „Die Wahrheit liegt auf dem Platz“. Und so ist es natürlich auch bei FIFA 11. Wer die Reihe in den letzten Jahren verfolgt hat, wird wissen, das hier großartige Arbeit abgeliefert wurde. Dieses Jahr wurde das Gameplay nochmals verbessert. Die größten Veränderungen hat dabei das Passspiel erfahren. Denn obwohl es viele für gut hielten, waren die Entwickler selbst nicht davon überzeugt und nannten es etwas abschätzig „Ping-Pong Passing“. 2010 sollte dies endlich nicht mehr der Fall sein und so entschieden sie sich für einen realistischen Spielablauf. Pässe, die wie am Faden gezogen beim Mitspieler landen, gibt es nicht mehr. Stattdessen hängt die Passgenauigkeit nun  mehr als sonst von der Richtung, der Stärke des Passes und von der Fußhaltung des Spielers ab. Zudem kommt noch eine weitere Variable hinzu: das neue Personality+-Feature.

It’s my personality
Dieses neue Feature soll dafür sorgen, dass die virtuellen Spieler ihren realen Vorbildern spielerisch und physisch noch mehr ähneln. Im Klartext: Dauerläufer Ivica Olic rennt auch in Fifa 11 die ganze Zeit das Feld rauf und runter oder super Techniker wie ein Lionel Messi oder Mesut Özil können besser mit dem Ball umgehen als z.B. ein Daniel van Buyten oder Mario Gomez. Das merkt man natürlich vorallem, wenn solche Spieler von der KI gesteuert werden. Hier spielt Messi selbst in einer unmöglichen Ausgangslage noch einen sauberen Pass oder dribbelt Gegenspieler aus.

Apropos KI, die ist wieder verbessert worden und agiert nun klüger als im Vorgänger. Vor allem in der Abwehr und beim Torwart ist dies zu merken. Tore oder auch nur Torschüsse muss man sich wirklich erarbeiten, was dem Simulationsanspruch noch mehr entgegen kommt.

Intensivere Zweikämpfe
Natürlich wurde auch die Ballphysik weiter verfeinert. Konnte man im Vorgänger noch von einem „Nebeneinander her traben" reden, sieht man nun, wie erbittert um das Leder gekämpft wird. Da wird geschoben, gehakt und gezupft was das Zeug hält. Und all das sieht dank der butterweichen Animationen auch noch herrlich aus. Allerdings muss man auch sagen, dass sich außer der Animationen, grafisch seit FIFA Fussball Weltmeisterschaft 2010 Südafrika nicht mehr viel getan hat.

Wer das Spiel kennt, wird das kaum dramatisch finden, schließlich sah der WM-Ableger bereits sehr gut aus. Ein besonderes Lob muss man den Entwickler aber für den Sound machen. Nicht nur das neue Kommentatorenduo Frank Buschmann (für mich ohnehin der beste deutsche Sportkommentator) und Reporterlegende Manni Breuckmann machen ihren Job besser als Sebastian Hellmann und Tom Beyer. Auch der Soundtrack ist diesmal ausgesprochen gut gelungen. Es gibt kaum einen Track, der keine Ohrwurmqualität besitzt. Natürlich kann sich auch die Soundkulisse während des Spiels wieder hörenlassen.

Fazit:
stefanSo langsam wird mir Electronic Arts unheimlich. Obwohl man glaubt, dass irgendwann mal das Ende der Fahnenstange erreicht sein müsste, schaffen sie es doch jedes Jahr aufs Neue noch eins draufzusetzen.
Allein durch das geniale Personality+-Feature sowie das überarbeitete Pass-System und den intensiveren Zweikämpfen gestaltet sich FIFA 11 so realistisch wie noch kein Fußballspiel zuvor.
Hinzu kommt noch der neue Be a Goalkeeper-Modus, der einen endlich das Geschehen als Torhüter hautnah miterleben lässt.
Das alles, zusammen mit den gewohnten Stärken der FIFA-Reihe (großes Lizenz-Paket, viele Modi, tolle Grafik, gute Kommentatoren usw.) sorgt dafür, dass man als Fußball-Fan den Controller gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.

thommi01_1PC-Kicker dürfen sich freuen, auch dieses Jahr macht Rasenschach am Computer genau soviel Spaß wie auf der Konsole - Controller vorausgesetzt. Ein dickes Lob, dass die Entwickler, ähnlich wie die Kollegen des ewigen Kontrahenten PES, auf mehr Realismus gesetzt haben.
Für Sportspiel-Veteranen ist das natürlich ein echter Fortschritt, Gelegenheitskicker werden sich mit diesem Konzept schwerer tun. Ein Torschuss wird zur echten Schweißarbeit. Landet der Ball aber endlich im Netz, ist die Freude umso größer. Weiter so EA!
Abzüge gibt es bei der Grafik. Zwar wurden FIFA 11 weitere tolle Animationen spendiert, bei den Spielergesichter gibt es aber noch ordentlich Luft nach oben. Von einem Branchenriesen wie EA erwarte ich mehr.
Trotzdem gehört FIFA 11 natürlich wieder in jedes gut sortierte Sportspiele-Regal. Anfänger sollten aber Probe spielen.

FIFA 11 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.125 Grafik: 9.00
Sound: 9.00
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.50
Wertung: 9.125
  • Personality+-Feature
  • Intensivere Zweikämpfe
  • Be a Goalkeeper
  • Neues Kommentatorenduo
  • Riesiges Lizenzpaket
  • Grafisch nicht viel Neues
  • Unsinnige Streichungen im Managermodus

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Rezension vom: 21.10.2010
Kategorie: Sport
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