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Dragon Quest Monsters - Joker 2

Entwickler: Square Enix
Publisher: Nintendo

Genre: Handheld
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 37 €

Systeme: DS

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Dragon Quest Monsters hat als Ableger der JRPG-Reihe Dragon Quest inzwischen ein nicht zu knappes Eigenleben entwickelt. Mit Dragon Quest Monsters – Joker 2 erscheint nun der insgesamt fünfte Teil der Handheld-Reihe, bei dem man sich wieder auf die Reise begibt, Monster zu finden, zu trainieren und zu noch stärkeren Biestern zu synthetisieren. Alles, um schließlich beim großen Monsterturnier die Nummer Eins zu werden – doch irgendwie läuft für den Helden dieses Mal nicht alles so, wie geplant.

Meinung:

82 Stunden und 21 Minuten, das zeigt der Speicherstand meines Gameboy-Moduls an, auf dem sich der erste Teil, Dragon Quest Monsters, befindet. Ich habe dort das Turnier gewonnen und einige richtig gute Monster gezüchtet, wie z.B. den Goldschleim. Dennoch gäbe es auch dort noch eine Menge zu tun. Noch bessere Monster züchten, neue Welten entdecken usw. Auch bei Dragon Quest Monsters - Joker 2 merkt man schnell, dass man es hier nicht mit einem Spiel für Zwischendurch zu tun hat. Pokemon ist bei weitem nicht so zeitintensiv und komplex wie dies hier. Doch es lohnt sich, denn das Kampf-, das Synthese- und das Skillsystem bieten dem Handheld-Rollenspieler eine Menge mehr als ähnliche Titel. Man braucht sich nur die zahlreichen Fanseiten mit ihren Synthese-Guides etc. anschauen.

Verschollen
In Joker 2 schleicht sich der vom Spieler zu benennende Protagonist auf ein Luftschiff, welches die Titelverteidigerin zum Monsterturnier bringen soll. Man will es schließlich auch mal als Monsterscout versuchen. Natürlich wird man erwischt, doch das richtige Problem kommt erst noch: Das Luftschiff stürzt auf einer nur von Monstern bewohnten Insel ab. Auf der Suche nach den anderen Passagieren und einer Möglichkeit, die Insel zu verlassen, findet man auch sehr gesprächige Monster, die nicht nur Bücher und Überbleibsel einer vergangenen Menschenzivilisation aufbewahren. Sie sehen in uns vielmehr auch einen Auserwählten, für den sie ein Turnier abhalten müssen.

Noch größer
Im Gegensatz zu Gameboy-Zeiten steuert man die Spielfigur nun in der Third-Person-Ansicht durch eine dreidimensionale Welt. Dabei entdeckt man immer neue Gebiete auf der Karte, die man betreten kann. Diese bestehen aus mehreren anfangs kleineren, später größeren Arealen, die durch Ein- und Ausgänge oder durch Höhlen miteinander verbunden sind. In diesen Gebieten halten sich nicht nur normale Monster auf, hin und wieder geht auch ein richtig großer Brocken auf die Jagd. Dann ändert sich die Musik und die kleinen Monster flüchten – sie hinterlassen manchmal sogar etwas Beute. Graben sie Erdlöcher, um in ein unterirdisches Höhlensystem zu kommen, kann man ihnen folgen und muss nicht unbedingt die regulären Höhleneingänge benutzen. Schatzkisten und andere Items findet man natürlich auch: Blaue Kisten füllen sich wieder, wenn man die Region neu betritt, rote lassen sich nur einmal öffnen.

Monster-Ökosystem
Alles in allem befindet man sich in Dragon Quest Monsters - Joker 2 in einer sehr lebendigen, großen und abwechslungsreichen Welt, bei der man zwar einen - oder mehrere - rote Fäden verfolgt, meistens aber alles nichtlinear angehen darf. Das Wetter kann sich ändern, wenn man eine Region ab dem zweiten Mal betritt, was das Auftauchen anderer Monster zur Folge hat. Auch einen Tag-/Nachtwechsel gibt es dann, bei dem ebenfalls anderes Treiben in den Gebieten herrscht. So legt sich der riesige Flüguar (im englischen etwas spitzfindiger: Missing Lynx) tagsüber in seiner Höhle schlafen, wo er für uns ein viel leichteres Ziel abgibt, wenn man zuerst gegen sein schlangenhaftes Hinterteil kämpft. Doch Vorsicht: Explodieren bei den Kämpfen auf dem Weg zum Schlafplatz zu viele Felsbombenmonster, wacht das Biest auf.

So stark wie zwei. Oder drei.
Die Kämpfe selbst laufen klassisch rundenbasiert ab. Hier kann man entweder seine Befehle direkt geben oder für jedes Monster eine von vier Taktiken (gnadenlos sein, heilen, keine Magie, flexibel sein) einstellen. Drei Monster kann man in der Gruppe haben, ein Ersatzteam zum Einwechseln – auch während des Kampfes – kann man ebenfalls in die zu erkundenden Gebiete mitnehmen. Allerdings belegen größere Monster schon mal zwei oder gar drei Slots – wie man schon beim ersten Kampf gegen ein Riesenmonster erahnen kann. Diese Monster hauen aber dafür umso mächtiger zu.

Die Monster fängt man nicht einfach, man wirbt sie während eines Kampfes an. Dazu darf jedes Monster in der Gruppe seine Kräfte spielen lassen, um den Kontrahenten zu überzeugen. Dabei steigt eine Prozentanzeige, die angibt, wie hoch die Chance für ein erfolgreiches Anwerben steht. Durch das Ausrüsten von Waffen werden die Monster noch stärker, was auch sich beim Werben bemerkbar macht.

Monsterfabrik
Die Monster werden in acht Klassen unterteilt: Schleime, Natur, Drachen, Bestien, Material, Dämonen, Zombie und Unspezifiziert. Sobald ein Monster Level zehn erreicht hat, kann man es mit  einem zweiten synthetisieren, um ein neues und stärkeres zu erschaffen - auch Monster, die man nicht in der freien Wildbahn findet. Das funktioniert anscheinend rein technisch, denn Geschlechter und gelegte Eier wie auf dem Gameboy gibt es nicht mehr. Stattdessen muss man Positiv- und Negativ-Monster miteinander synthetisieren. Hat ein frisch gefundenes Monster nur zwei Talentbäume, kann man durch das Synthetisieren weitere vererben. Auch bereits gesetzte Talentpunkte werden teilweise weitergegeben.

Die Grafik ist durch die ältere Hardware zusammen mit dem Verwenden der 3D-Darstellung natürlich nicht „state of the art“. Natürlich war auch das Originalspiel keine Schönheit, die PSX-Remakes und der dritte Teil der Reihe, welcher für den GBA erschien, gefielen mir stilistisch aber besser. Dadurch kommt die Umgebung zwar etwas trist und verpixelt, aber gut genug rüber. Die Wettereffekte sind schön und die Riesenmonster machen echt was her. Auch die Kampfanimationen der Monster sind sehr gelungen. Was den Sound angeht, so hört man bekannte Effekte und Melodien, wie etwa auch eine neue Version des Stücks, das man einst beim Wandern durch die  zufallsgenerierten Gameboy-Welten zu hören bekam.

Bitte, kein Holerö mehr...
Eher unangenehme Erinnerungen weckt dagegen die Übersetzung. Bei Namen wie Heini Schielemann, Schantall, Gerda Gülden oder auch dem schwäbischen Dialekt von Dr. Klößle, dem Monster, das für die Synthetisierung zuständig ist, kommen unweigerlich Parallelen zu finstersten Holerö-Zeiten auf. Man ist von der Nintendo-Lokalisationsabteilung inzwischen einfach besseres gewohnt, allerdings könnte es durchaus sein, dass das Original da auch nicht besser ist. Immerhin sind die sonstigen sprechenden Monster originell und witzig, ja manchmal sogar interessanter als die wenigen menschlichen Charaktere.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Michael Hambsch michaelDragon Quest Monster – Joker 2 bietet das altbekannte Spielprinzip der Reihe, rundum verbessert. Große Areale, Riesenbestien und ein ebenso riesiger Spielumfang, bei dem der Spaß nach dem Durchspielen immer noch weiter geht. Ich schätze, dass man auch hier mit etwa 82 Stunden Spielzeit immer noch nicht alles erledigt hat. Wer also mal wieder richtig lange und tief in ein Handheld-RPG eintauchen wollte und am Synthetisieren und Skillen von Monstern Spaß findet, ist hier genau an der richtigen Adresse.
Lediglich die Grafik könnte schöner sein, aber auf dem DS waren keine Quantensprünge mehr zu erwarten. Ich frage mich sowieso, warum es Rollenspiele dieser Art nicht mehr für die Heimkonsolen gibt. Immerhin wurde für den 3DS wurde ein Remake des Gameboy-Originals angekündigt.

Dragon Quest Monsters - Joker 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Michael Hambsch

Screenshots








Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.625 Grafik: 8.25
Sound: 8.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 9.25
Wertung: 8.625
  • Große, lebendig wirkende Areale und schön animierte Monster.
  • Kleine, große und riesige Monster - und davon jede Menge
  • Umfangreiches Skill- und Talentsystem
  • Unerreicht vielfältige Monster-Synthese-Funktion
  • Online-Turniere und Zufallsbegegnungs-Modus
  • 3D-Umgebungsgrafik könnte besser aussehen
  • Touchscreen nicht mehr für Kampfbefehle bzw. Namenseingabe nutzbar

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Rezension vom: 20.10.2011
Kategorie: Handheld
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