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Catherine

Entwickler: Atlus
Publisher: Atlus

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 49,99 €

Systeme: PlayStation 3, Xbox 360

Inhalt:
Als ich mein Testexemplar von Catherine bekam, und meine Frau das Cover erblickte, fragte sie mich, was denn das bitte wäre?! Wer die üppig ausgestattete Blondine, die mit ihren Reizen nicht geizt, auf dem Cover der PS3-Version erblickt, denkt wohl eher an Schmuddelspiele und weniger an hammerharten Rätselspaß. Die PR-Videos vor dem Release schlugen in die gleiche Kerbe - Erotik und viel nackte Haut, gepaart mit abstrusen Alptraumbildern. Nur das was Catherine wirklich ist, fällt so unter den Tisch.

Meinung:
Das Spiel besteht aus zwei spielerisch deutlich von einander getrennten Aspekten, die sich zeitlich ungefähr die Waage halten. Der erste Aspekt ist am ehesten vergleichbar mit einer Dating Sim. Man merkt hier ganz stark, dass die Entwickler der Persona-Rollenspielreihe ihre Hände im Spiel haben.

Man übernimmt die Rolle des 32-jährigen Vincent und verbringt mit ihm die meiste Zeit in einer Bar. Man spricht mit den Besuchern, den Barangestellten und seinen besten Freunden, die meist auch in der Bar abhängen. Jede Person hat ihre ganz persönliche Geschichte, auf die man hier und da etwas Einfluss nehmen kann. Durch unterschiedliche Antworten verändert man aber auch seine eigene Einstellung in Form einer Engel&Teufel-Skala, wobei der Engel für Katherine und der Teufel für Catherine steht. Und somit wären wir beim Hauptbestandteil des Spiels.

Catherine oder Katherine?
Man selbst gerät nämlich in einen spannenden Kampf um diese beiden Frauen, bzw. um das Vertuschen der jeweiligen Bekanntschaft. Die eine ist die langjährige Freundin, der eher konservative, klassische Part. Hier zählt Treue, Vernunft und wahre Liebe, aber auch grauer Alltag. Die andere Seite frivoles Abenteuer, keine Kompromisse und eher chaotisch. Ohne zu viel zu verraten, ganz schnell landet man mit Catherine im Bett, obwohl man gerade versucht, seine leicht angeknackste Beziehung zu Katherine zu retten. Das Dilemma nimmt seinen Lauf, spannend inszeniert entsteht hier eine Sogwirkung, die enorm ist. Kann man die Affäre vertuschen? Übernimmt man Verantwortung? Wird man erwachsen oder hat man doch nur Flausen im Kopf? Unzählige Fallstricke, die sich im Laufe der Zeit immer enger schließen.

Man selbst sieht sich dabei mit Fragen konfrontiert, die um Themen wie Moral, Liebe und Vernunft gehen. Da das eigene Handeln meist immer eine Konsequenz auf der Teufel&Engel-Skala hat, und das Spiel mit acht unterschiedlichen Enden glänzt, ist neben der Langzeitmotivation vor allem auch die spielerische Freiheit ein hervorstechendes Merkmal.

Kleine Auflockerungen
Während der Dating-Sim-Phase gibt es noch einige auflockernde Gameplayelemente. So kann man in der Bar freigeschaltete Musik in der Jukebox spielen lassen, an einem Arcadeautomat ein dem Rätselpart entsprechendes Spiel spielen, oder durch das Trinken unterschiedlicher Alkoholika wissenswertes zu Whiskey, Bier, Sake oder Cocktails in Erfahrung bringen.

Hammerhart
Nach der Simphase landet man spät abends immer in seinem Apartment. Beginn des Mystery- und Rätselparts! Denn neben der Beziehungsgeschichte gibt es eine zweite Storyline. Untreue, oder anders moralisch verwerflich handelnde Männer geraten des Nachts in Albträume, in denen ihre Ängste und Geheimnisse nach ihrem Leben trachten. Wer in den Träumen stirbt, gibt auch den Löffel im wahrem Leben ab. Und so erfährt man meist in der Simphase in der Bar über Gespräche oder einen Nachrichtensender, von Männern die ohne äußere Einflüsse sterben. Es heißt eine Hexe wäre dafür verantwortlich!

Man selbst weiß es besser – wird Vincent doch auch aufgrund des Seitensprungs und der inneren Zerrissenheit des Nachts auch immer wieder von Alpträumen heimgesucht. Überleben kann laut Legende nur einer, und das ist derjenige, der die Strapazen der Träume auf sich nimmt und überwindet. Und glaubt mir, die Strapazen in Form der Blockrätsel sind wirklich der wahre fordernde Alptraum für den Spieler! Atlus überträgt hier ganz hervorragend das Gefühl eines Alptraums auf den Spieler, und an sich eher trockene und logische Rätsel verkommen zum schwitzigen Kampf ums Überleben.  

Blöcke um Blöcke
Die Blockrätsel sind schnell erklärt. Man muss einen steilen Berg aus Blöcken hinaufklettern und oben angekommen an einer Glocke läuten. Jeden Block kann man anfassen, ziehen oder schieben – in jede Richtung. Da Vincent sich aber immer nur einen Block nach oben ziehen kann, und der Turm oft aus senkrechte Strecken von vielen Blöcken übereinander besteht, muss man geschickt und wohl überlegt die Blöcke stapeln.

Was an sich schon Gehirnjogging ist, wird weiter dadurch erschwert, dass sich nach einer gewissen Zeitspanne die unteren Blockreihen stetig auflösen. Im Laufe der Spielzeit gibt es dann noch Blöcke, die bei Berührung explodieren, welche die man nicht verschieben kann, Blöcke aus Eis, auf denen man ausrutscht oder auch welche mit Fallen, die einen sofort töten. Schon schweißnasse Hände? Wenn nicht jetzt, dann spätestens beim Spielen.

Und jetzt noch der Boss

Besonderes Leckerli sind dann die Bossphasen. Jeder Alptraum besteht aus drei Stufen, wovon die ersten zwei die oben beschriebenen Blockrätsel sind. Im letzten Teil kommt noch ein Bossmonster dazu. Dieses ist meist bildschirmfüllend, reißt in abartiger Geschwindigkeit die untersten Turmreihen ein, und hat meist eine Spezialattacke, die einem das Leben zusätzlich erschwert. Heißt, Hirn auf Turbo schalten, weil enormer Zeitdruck gepaart mit knackigen Kletterpassagen.

Ich sag es ganz ehrlich. Dieses Spiel ist nicht leicht. Das was die Simphase an Action und typischer Gameplayinteraktion auslässt, holt das Spiel hier doppelt nach. Frust kommt bei den meisten Spielern ganz sicher auf, aber dafür ist die Freude am Ende auch meist größer, wenn man Vincent gerettet hat.

Licht und Schatten
Auf der technischen Seite steht eine wundervolle Anime-Grafik, die das Geschehen wundervoll einfängt und von der Machart wie auch der Qualität einzigartig ist. Es gibt zwar nicht viel zu sehen, weil das Spiel auf wenige Standorte fixiert ist, diejenigen die man zu Gesicht bekommt sind aber sehr liebevoll umgesetzt.

Nicht ganz so überzeugen kann vor allem beim Rätselpart die Steuerung. Es mag an meinem Unvermögen liegen, aber die X-Taste für Blöcke loslassen und greifen, halte ich für unglücklich belegt. In jedem anderen Action-Adventure klettert man per X-Taste irgendwo hoch, bei Catherine bin ich so schon öfters durch das loslassen in den Abgrund gefallen. Und auch, dass die Steuerung, sobald Vincent hinter den Blöcken entlang hangelt, plötzlich horizontal umgekehrt wird, ist gerade in der Hektik äußerst nervig.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Christian Jacob christianGrößtes Problem von Catherine ist der große Kontrast aus spannender aber spielerisch null fordernder Simphase und hammerhartem Rätselspaß. Denn jeder Simfan, oder Freund von ungewöhnlichen und erwachsenen Geschichten, muss eben auch durch die fiesen Alpträume. Ob das jeder mag darf angezweifelt werden. Es sollte aber jeder zumindest versuchen! Denn Catherine ist ein ungewöhnliches Spiel, das sich erfrischend vom typischen Allerlei heutiger Tage abgrenzt. Wer sich darauf einlässt, wird bis zur letzten Minute wie gefesselt vor der Konsole hocken und diesen außergewöhnlichen Titel genießen. Somit beweist Atlus nach Demon Souls wieder sein Näschen für ungewöhnliche aber absolut spielenswerte Spiele. Bitte mehr davon! (Christian Jacob)

stefanIch kann meinem Kollegen nur zustimmen. Catherine ist wirklich ein erfrischendes Spiel, das sich durch einen gekonnten Genre-Mix von der Masse geschickt abhebt. Ich persönlich hoffe nur, dass dies auch so viele Zocker wie nur möglich erkennen, und sich das das Spiel kaufen. Es wäre nämlich schade, wenn solch grandiosen Spiele in Zukunft durch Desinteresse der Spieler hierzulande nicht mehr erscheinen würden. Darum auch mein einfacher Tipp an alle, die endlich mal wieder was anderes erleben wollen als irgendwelche x-beliebigen Helden, die die Welt vor dem Bösen retten oder alleine eine ganze feindliche Armee stoppen:
Geht in den Laden und kauft Euch Catherine – ihr werdet es nicht bereuen! (Stefan Heppert)

Catherine - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Christian Jacob

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.25 Grafik: 8.00
Sound: 8.50
Steuerung: 7.00
Gameplay: 9.50
Wertung: 8.25
  • Unterschiedliche Enden je nach Verhalten
  • Außergewöhnliches Setting
  • Tolle aber ungewöhnliche Mischung aus Rätselspiel und Dating Sim
  • Steuerung im Rätselmodus teilweise unübersichtlich

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Rezension vom: 08.03.2012
Kategorie: Adventure
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