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Moonchild

Entwickler: Aldorlea Games
Publisher: rokapublish

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ca. 20€ €

Systeme: PC

Testsystem: CPU: AMD Athlon64X2 mit 3 GHz; Grafikkarte: Radeon HD4850 mit 512MB VRAM; 4GB RAM; Windows 7

Anforderungen: DirectX Version: 9.0c; Arbeitsspeicher: 256 MB; Grafikkarte: DirectX kompatibel, 64MB; Prozessor: 1.2 GHz

Inhalt:

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Gerade im Indie-Bereich findet man eine Menge Spiele im Retro-Stil, ob 8Bit, 16Bit oder demnächst sogar mit Gameboy-Optik (Two Brothers). Normalerweise bleiben diese Spiele jedoch in den Download-Stores. Rokapublish geht mit dem PC-Rollenspiel Moonchild einen anderen Weg, und bringt eine günstige und schöne Retailversion mit Poster und Charakterkarten heraus, ganz so, wie es früher zum guten Ton gehörte. Ob bei Moonchild auch die inneren Werte überzeugen können, lest ihr in diesem Test.



Meinung:
Eigentlich wollte sie ja für ihre Mutter, Königin Calypso, ein Geschenk aus ihrem Zimmer holen, doch stattdessen wird Moonchild entführt. Einer der Entführer kann gestellt werden, kann sich aber an nichts mehr erinnern. Da er die einzige Spur zu ihrer Tochter darstellt, nehmen Calypso und ihr Ritter Gabriel den mysteriösen Mann mit zu den Elfen, die sein Gedächtnis wiederherstellen sollen. Damit beginnt die Retro-Reise, die rund zwanzig Stundern andauern soll.

Und was die Optik angeht, so fühlt man sich zunächst tatsächlich in selige SNES-Zeiten zurückversetzt. Die Schauplätze sehen einfach klasse aus, und besonders die Charaktere wirken genau so, als wären sie einem 16Bit-JRPG entsprungen, vom Zeichenstil bis zu den Animationen während den Cutscenes, die wie zu dieser Zeit üblich direkt im Spiel stattfinden.



Fast wie damals
Unter der Haube steckt ein solides Rollenspielgerüst mit rundenbasierten Kämpfen, einem herkömmlichen Item- und Fähigkeitensystem sowie zahlreichen Verzweigungen innerhalb der Dungeons. Hier gibt es also kaum Besonderheiten, aber auch keine großen Vereinfachungen wie z.B. damals in Final Fantasy VI, als die Dungeons schon viel linearer als in den Vorgängern waren.

Dem Vergleich zu den RPG-Perlen von damals muss sich Moonchild aber stellen, und da offenbaren sich auch einige Kritikpunkte. So gibt es zwar Parallax-Scrolling, aber schon das einfache Scrollen ist nicht ruckelfrei. Das kann daran liegen, dass es keine Vsync-Option gibt. Ohnehin hat man sowieso wenig Einstellungsmöglichkeiten. Hochskalieren geht nicht, das Spiel läuft stets in einer niedrigen Auflösung. Immerhin kann man Moonchild im Fenstermodus spielen, wodurch es gleich viel schicker und flüssiger wirkt – nur eben kleiner.

Gehe nie ohne Schirm
Was die Gestaltung der Menüs angeht, so muss sich Moonchild ebenfalls den alten SNES-Rollenspielen geschlagen geben. Die sehen nämlich völlig eintönig aus, besonders die Schriften sind alles andere als ein Blickfang. Lobenswert ist, dass es eine deutsche Übersetzung gibt. Gelungen ist die aber nicht. Die Dialoge sind, obwohl grammatikalisch meist korrekt, viel zu wörtlich übersetzt, im Ausrüstungs-Menü steht Schirm statt Schild, und an einigen Stellen tauchen Textfragmente auf, die wohl ehemals technische Platzhalter oder Kommentare zum Programm waren. Trotzdem kann man das Spiel wie auch dessen Story genießen.

Die Kämpfe halten sich eher an Dragon Quest als an Final Fantasy, denn man sieht die Gegner vor sich, die stets gut gezeichnet sind und auch recht groß sein können, während die gezeichnete Heldenriege am unteren Bildschirmrand zu sehen ist. Also nicht wie in den FF-Teilen, bei denen man das Geschehen von der Seite verfolgt. Großartige Animationen, also außer dass irgendwas aufblinkt, ein Zauber erscheint, etc. darf man nicht erwarten.

Sehen, was auf einen zukommt
Unüblich für ein 16Bit-RPG ist, dass man die Gegner alle auf der Oberwelt bzw. im Dungeon sieht, es also keine Zufallskämpfe gibt. Dabei steht nicht jeder Gegner für eine ganze Gruppe, sondern tatsächlich für einen einzelnen Gegner. Allerdings geraten Monster, die zusammengehören und in der Nähe sind, mit in den Kampf. Man kann sie sich also schlecht einzeln vorknöpfen. Chrono Trigger nutzte damals schon sichtbare Gegner, allerdings gilt dieses Spiel ohnehin als das beste der 16Bit-Ära, und trotz der dazwischenliegenden Jahre wäre es unfair ein Spiel, an dem damals schon Square und Enix zusammenarbeiteten mit einem Retro-RPG eines kleinen Entwicklers zu vergleichen.

Nicht mausfeindlich
Die Gegner verhalten sich dabei nicht aggressiv, wenn sie den Spieler sehen, dennoch haben sie durchaus auch weite Laufwege und ein Ausweichen ist nicht immer möglich. Was die Steuerung angeht, war die Tastatur meine erste Wahl. Auf dem (Xbox360-)Controller kann man nur mit dem Analogstick, nicht mit dem Steuerkreuz spielen, was nicht so gelungen ist. Außerdem sind die Buttons nicht so belegt, wie man es von früher her kennt oder wie es heutzutage noch in JRPGs üblich ist. Auch mit der Maus ist Moonchild spielbar. Man klickt dann dahin, wo man hin will, und es erscheint z.B. ein Sprechblasensymbol auf den NPCs, wenn man den Mauszeiger auf sie richtet.

Neben der Grafik kann Moonchild auch mit schöner Musik und gelungenen Soundeffekten aufwarten. Vor allem letztere klingen viel besser als vergleichbares auf damaligen Konsolen. Schade, dass man nicht auch an anderen Stellen die besseren Möglichkeiten von heute genutzt hat. Das schließt das Retro-Feeling und ein entsprechendes Design ja nicht aus.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Michael Hambsch michaelIch bin froh, dass es doch so einige Entwickler gibt (auch Hobbyentwickler), die sich Retro-Rollenspielen verschrieben haben, und Titel wie Moonchild erschaffen. Das RPG-Gerüst und die Story sind solide, Grafik und Musik sehr gelungen. Doch neben der recht misslungenen deutschen Übersetzung bietet Moonchild dennoch nicht genug, und vor allem nicht genug Besonderheiten, um es mit den Schwergewichten der 16Bit-Ära aufnehmen zu können. Chrono Trigger, Dragon Quest oder Final Fantasy waren damals aber schon absolute AAA-Spiele, während Aldorlea „nur“ ein Indie-Entwickler ist. Trotzdem bietet Moonchild viel Spaß und vor allem Nostalgie für wenig Geld.


Moonchild - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Michael Hambsch

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.625 Grafik: 7.75
Sound: 8.00
Steuerung: 7.25
Gameplay: 7.50
Wertung: 7.625
  • Schöne Retro-Grafik
  • Soundeffekte und Musik gelungen
  • Solides RPG
  • Wenig Besonderheiten
  • Deutsche Übersetzung misslungen
  • Keine hohen Auflösungen/kein Vsync

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Rezension vom: 11.07.2013
Kategorie: Rollenspiele
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