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Total War: Warhammer

Entwickler: Creative Assembly
Publisher: Sega

Genre: Strategie
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 54,99 €

Systeme: PC

Testsystem: Windows 10 64 Bit, 16 GB RAM, intel i5-4679 3,40 GHZ, Nvida Geforce GTX 970 4GB

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:

Total_War_Warhammer_Logo

Etwas läuft falsch im Imperium. Viele meiner Städte stehen kurz vor der öffentlichen Rebellion, das Chaos greift um sich und die Vampire lauern in den Schatten. Für mich, als Imperator Karl Franz, bedeutet dies Höchsteinsatz, um zu verhindern, dass mir alles um die Ohren fliegt, doch dann wird ein Attentat auf mich verübt und der nächste Krieg bricht aus. Wie soll ich das nur überstehen?



Meinung:

Realität trifft Phantasie
Seit dem Jahr 2000 existiert jetzt schon die Total War-Reihe. Seit damals wird sie immer noch von dem Entwicklungsstudio Creative Assembly programmiert, allerdings haben sich in den letzten Jahren gewisse Ermüdungserscheinungen breitgemacht. Rome II und Attila waren zwar gute Spiele, aber sie erreichten längst nicht dieselbe Qualität, wie damals die ersten Teile. Man konnte fast den Eindruck haben, dass die Reihe stagnieren würde, bis auf der letzten E3 eine Zusammenarbeit zwischen Creative Assembly und Games Workshop bekannt gegeben wurde. Letztere Firma ist ein Unternehmen, das vor allem durch die Warhammer und Warhammer 40K Tabletop-Spiele bekannt ist, zwei Produkte, zu denen auch jede Menge Bücher, Comics und auch Videospiele herausgekommen sind. In der letzten Zeit konnte man beobachten, wie immer mehr Games basierend auf diesen beiden Marken herausgebracht wurden, wie zum Beispiel Vermintide, über das wir hier geschrieben haben.

Eine Rückkehr zur alten Größe
Bekannt gegeben wurde, dass zum ersten Mal in der Existenz der Total War-Reihe keine historische Epoche Gegenstand eines Spiels sein würde, sondern dass stattdessen Warhammer als Setting für den sich damals in der Entwicklung befindenden Teil bekanntgegeben wurde. Das war auch die richtige Entscheidung, denn Total War: Warhammer kann an die Qualität der früheren Teile der Spielereihe anknöpfen.

4 plus 1 ergibt 4 
Im Vergleich zu den letzten Spielen ist Warhammer quasi geschrumpft. Man hat nur noch fünf verschiedene Völker zur Verfügung, die zusätzlich auch nur über je zwei Helden verfügen. So kann man sich zwischen den Menschen, den Zwergen, den Orks, den Vampiren und dem Chaos entscheiden, wobei letztere Fraktion für die Leute, die das Spiel gleich zu Beginn gekauft hatten, bis zum 01. Juni als kostenloser DLC zur Verfügung stand.

Die Tatsache, dass man dieses interessante Volk für Spätkäufer quasi hinter einer Paywall versteckt, ist schade und auch ehrlich gesagt unschön. Das müsste nicht sein.

Zwerg ungleich Ork ungleich Vampir ungleich Mensch
Immerhin wird man lange Zeit mit den verschiedenen Völkern zu tun haben. Gleichzeitig wird auch gemunkelt, dass weitere DLCs in Arbeit sind. Diese sollen dann die Rassen beinhalten, die bislang noch nicht im Hauptspiel enthalten sind, was durchaus Sinn macht. So wäre es interessant, wie die Skaven ins Game eingebaut werden würden, bzw. was für Eigenheiten sie haben werden.

Das ist auch das Hauptargument, wieso Total War: Warhammer so gut geworden ist: Jedes der Völker spielt sich extrem unterschiedlich im Vergleich zu den anderen Völkern. Das fängt schon mit den zur Verfügung stehenden Einheiten an. Die Zwerge zum Beispiel haben keine Kavallerie, während man bei den Orks später richtige Giganten steuern kann. Ebenso können die entsprechenden Rassen nicht jede andere Stadt erobern. Zwerge sind nur in der Lage, die Städte ihrer Zwergennachbarn und der Orks einzunehmen. Die Städte der Menschen und Vampire können sie nur zerstören.

Es gibt keinen Groll, der zu alt ist!
Ebenso ist die Bewegung auf den Gebieten der Vampire und des Chaos für Nichtangehörige dieser Völker quasi mit Verlusten verbunden, da sie dort jedes Mal einen gewissen Verschleiß haben. Also quasi ein natürlicher Schutz dieser Völker vor ungebetenen Gästen.

Auch sozial gibt es viele Sachen zu beachten. Die Zwerge führen ein Grollbuch und je mehr Grolls darin sind, bzw. diese darin verbleiben, desto unzufriedener wird das Volk. Die Orks hingegen haben eine gewisse Feindseligkeit, die, wenn sie zu niedrig ausfällt, dazu führt, dass sie sich untereinander bekämpfen. Das hat zur Konsequenz, dass man quasi dazu gezwungen ist, ständig aktiv zu sein, was immerhin den Vorteil hat, dass man irgendwann einen Waagh auslösen kann, einen gigantischen Feldzug der Orks.

Held B ist nicht relevant
Das alles sind nur ein paar Eigenheiten, die die verschiedenen Völker auszeichnen. Dies alles hat zur Folge, dass die Spielweise der Völker extrem unterschiedlich ausfällt, wobei allen gemein ist, dass man zu Beginn die Wahl zwischen zwei verschiedenen Helden hat, also quasi den führenden Köpfen. Die können im Spiel auch alleine losziehen und dabei zum Beispiel Attentate oder Sabotageakte verüben, was für das Spiel auch extrem wichtig ist.

Wer allerdings darauf hofft, dass es pro Held auch eine unterschiedliche Story gibt, der wird enttäuscht sein. Die Erzählung konzentriert sich allein auf den Haupthelden. Der Nebenheld wird nur am Rande erwähnt, auch wenn man ihn hauptsächlich spielt.

Eine Story zum... *schnarch*
Allgemein darf man von Total War: Warhammer keine packende Geschichte erwarten. Im Gegenteil: Der Plot, wenn man so will, existiert allerhöchstens bruchstückhaft und wird nur selten weiterentwickelt, was schade ist, aber eben auch Total War. Man spielt das Spiel nicht wegen einer Geschichte, man spielt es wegen der Herausforderung, wegen der Kämpfe.

Hier hat sich nichts geändert. Egal welches Volk man wählt, man wird teilweise gut in die Defensive gedrängt. Selbst bei den Zwergen, die ja explizit als leicht angegeben werden, wird man über kurz oder lang auf ein Hindernis stoßen. Dann nämlich, wenn die Orks in einem Waagh einen überrennen und man absolut nicht vorbereitet ist.

Ist Leben wichtiger als Geld?
Klar, gewiefte Taktiker können selbst bei eigentlich unterlegenen Gefechten noch das Blatt wenden, doch wenn man sich als Anfänger mit einer vollzähligen Armee gleich zwei anderen Armeen gegenübersieht, hat man schon verloren. Das heißt, man muss alles tun, um gleichzeitig eine entsprechend große Streitmacht und eine volle Staatskasse zu haben, was alles andere als einfach ist, da die Einheiten natürlich Unterhalt kosten und man oft abwägen muss, was man jetzt am besten macht: Neue Truppen oder den Ausbau einer Stadt.

Aber das ist eben Teil des Charmes von Total War, das und die gut gemachten Gefechte, wobei man sich nie allzusehr auf die KI verlassen darf, denn die hat selten einen Glanzmoment, sondern neigt manchmal zu merkwürdigen Entscheidungen. Beispielsweise hat sie eine Wegfindung, die alles andere als gut ist.

Jetzt weiß ich, wie man zwergisch spricht
Grafisch ist das Spiel ohne Frage sensationell. Jede Einheit ist wunderbar designt und es gibt immer wieder etwas, woran man sich erfreuen kann. Das UI ist geräumig und man kann ohne Probleme innerhalb von wenigen Augenblicken auf das Gewünschte zugreifen. Es gibt nur wenige graphische Bugs, wie zum Beispiel das Verschwinden einer Stadt, die im Prinzip noch da sein sollte.

Auch die Musik ist fantastisch. Die Stücke wird man so schnell nicht vergessen. Auch die Soundeffekte sind sehr gut ausgewählt und ein Highlight des Games. Interessant ist, dass die Sprachausgabe der Einheiten Englisch ist, obwohl die Menüs und der Erzähler deutschsprachig sind.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

Total War: Warhammer ist eine gelungene Wiederauffrischung der Total War-Reihe. Das Game kann mit vier Völkern an die Qualität der früheren Teile anschließen, bzw. fünf Völker, wenn man den hinter einer Paywall versteckten DLC mit dem Chaos hat. Die Völker sind grundverschieden und steuern sich dementsprechend. Man wird jede Menge Spaß haben, die unterschiedlichen Spielweisen herauszufinden. Das Game hat zwar eine Story, doch ist die vernachlässigbar, genauso wie die Nebenhelden nicht richtig in die Erzählung eingebaut sind. Die KI ist überwiegend gut, hat jedoch auch manchmal schwache Momente. Grafik und Sound sind super. Insgesamt ist dies ein geniales Game!



Total War: Warhammer - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.75 Grafik: 9.00
Sound: 9.00
Steuerung: 8.25
Gameplay: 8.75
Wertung: 8.75
  • Eine Rückkehr zur alten Stärke
  • Herausfordernd
  • Völker spielen sich extrem unterschiedlich
  • Super designte Einheiten
  • Chaos ist für Nicht-Erstkäufer hinter einer Paywall versteckt
  • KI hat schwache Momente
  • Vernachlässigbare Story
  • Nebenhelden sind storytechnisch nicht relevant

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Rezension vom: 04.06.2016
Kategorie: Strategie
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