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Mighty No. 9

Entwickler: Inti Creates
Publisher: Deep Silver

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 29,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Wii U, Xbox One

Inhalt:

Mighty_No_9_Logo

Die Roboter drehen durch! Keiner weiß, woran das liegt und die einzige Hoffnung liegt in der Hand von Mighty No. 9.



Meinung:

Blauer Bomber MIA
Kickstarter entwickelt sich immer mehr und mehr zu der Plattform, auf der die verschiedensten Spiele von Interessenten finanziert werden. Immer mehr und mehr bekannte Spieleentwickler nutzen diese Seite, um ihre Träume und ihre eigenen Spiele zu produzieren. Manchmal werden damit auch Fortsetzungen zu beliebten Spielereihen finanziert. Mehr oder weniger jedenfalls.

Für Keiji Inafune war Kickstarter die Möglichkeit, eine Fortsetzung für die beliebte Mega Man-Reihe entwickeln zu können, wobei die Rechte zu dem bekannten Blauen Bomber bei Capcom lagen, die jedoch in der letzten Zeit nicht wirklich dadurch auffielen, dass sie ein neues Spiel dazu entwickeln würden. Das letzte Lebenszeichen war Mega Man Legends 3, das für den 3DS herauskommen sollte, dann allerdings in der Entwicklung eingestellt wurde, sehr zur Frustration der Fans.

The Return of Blauer Bomber?
Daher war die Freude groß, als 2013 Inafune auf Kickstarter Mighty No. 9 vorstellte. Schnell wurden die jeweiligen Backinggoals erreicht und die Entwicklung begann. Doch schon bald gab es erste Verzögerungen. Die Fans wurden immer ungeduldiger, bis endlich im Juni 2016 das Game herauskam. Doch die Reaktionen… waren überwiegend negativ?

War dies übertrieben? Wurde zu viel Hype erzeugt? Die Antwort liegt mehr dazwischen.

Spielt sich wie Mega Man, ist nicht Mega Man
Wer Mighty No. 9 gekauft hat, weil er ein Mega Man-artiges Game erwartet, der wird nicht enttäuscht werden. Bis auf einige wenige Gameplay-Unterschiede spielt es sich genau wie der blaue Bomber von Capcom. Man läuft von links nach rechts und schießt auf Roboterfeinde. Am Ende einer jeden Stage wartet ein Robotermeister, der auf einem bestimmten Thema basiert. Ist dieser erledigt, erhält man eine Spezialwaffe, gegen die ein anderer Robotermeister schwach ist.

Doch es gibt auch genügend Unterschiede, um den Vorwurf eines Plagiats schon von vorneherein abzuwehren, denn Mighty No. 9 beherrscht zum Beispiel keine Walljumps. Stattdessen kann er in jede Richtung dashen. Außerdem kann er Feinde schwächen und so ihre Waffenelemente für einen kurzen Zeitraum absorbieren. Darüberhinaus erhält er dadurch für einen kurzen Augenblick einen Schub an Kraft und Geschwindigkeit. Man kann außerdem das Dashen und Absorbieren miteinander verbinden und so Combos aufbauen.

Schwierig und herausfordernd
Man darf allerdings nicht erwarten, dass man einfach so durch die Level laufen kann, denn man merkt dem Game an, dass es von Keiji Inafune, der die Mega Man-Spiele mit entwickelt hat, stammt. Die wiederum waren für ihren hohen Schwierigkeitsgrad bekannt und das darf man auch von Mighty No. 9 erwarten.

Es wird viele Gelegenheiten geben, bei denen man entnervt das Gamepad in die Ecke werfen möchte. Einige Passagen mögen unfair erscheinen, etwa wenn man von allen Seiten gleichzeitig angegriffen wird, weshalb auswendig lernen angesagt ist. Doch auch das gehört mit zu dem Spiel. Es muss so herausfordernd sein, es muss schwierig sein. Schließlich handelt es sich bei Mighty No. 9 um einen geistigen Nachfolger der Mega Man-Reihe. Dementsprechend muss man sich in das Gameplay reinfuchsen. Doch es lohnt sich meiner Meinung nach.

Wenn die Grafik nicht mitspielt
Allerdings heißt das noch lange nicht, dass das Spiel deswegen uneingeschränkt zu empfehlen ist, denn es hat deutliche Schwächen. Vor allem im Grafikbereich schwächelt das Game ungemein.

Leider wirkt das Game nämlich nicht so, als ob es für modernen Konsolen entwickelt worden wäre. Besonders die Hintergründe wirken detail- und polygonarm. Es wirkt weniger für PS3/PS4 entwickelt, als für die PS2. Auch die Explosionen wirken lächerlich. Hier hätte man mehr erwartet.

Wenn man nicht weiß, ob man weinen oder lachen soll
Ganz zu schweigen von den merkwürdigen "Cutscenes". Hierbei handelt sich um minimal animierte Bilder, bei denen die Charaktere reden und nicht die Münder bewegen, was irritierend wirkt.

Allgemein ist die Synchro lachhaft grottig! Wiederholt weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Die Sprecher haben sich leider keine Mühe gegeben. Immerhin kann der Soundtrack überzeugen, wo rockige Stücke auf einen warten.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

Mighty No.9 erinnert vom Gameplay her sehr an die Mega Man-Reihe. Es gibt zwar Unterschiede, wie zum Beispiel die Fähigkeit von Mighty No. 9 normale Feinde zu absorbieren, aber ansonsten macht es dies bezüglich durchaus Spaß, eben weil es wie ein Mega Man-ähnliches Spiel ist. Allerdings stellen ihm Grafik und Sound ein Bein. Die Grafik kann nicht überzeugen und die Cutscenes wirken lachhaft. Beim Sound ist die Synchro lächerlich, was insofern schade ist, als dass der Soundtrack ansonsten überzeugen kann.



Mighty No. 9  - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.8125 Grafik: 5.00
Sound: 6.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 8.25
Wertung: 6.8125
  • Ein Spiel, das sich wie Mega Man anfühlt
  • Möglichkeit, sowohl am Boden als auch in der Luft zu dashen
  • Absorbieren von kleineren Gegnern
  • Grottige Grafik
  • Miese Synchro

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Rezension vom: 04.07.2016
Kategorie: Action
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