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Halo Wars 2

Entwickler: Creative Assembly
Publisher: Microsoft Game Studios

Genre: Strategie
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 52,99 €

Systeme: PC, Xbox One

Inhalt:
Halo_Wars_2_Logo

Als Konsolero muss man leider damit Leben, das manche Genres Mangelware sind - so wie etwa das Genre der Echtzeitstrategiespiele. Dabei bewies Microsoft vor acht Jahren mit Halo Wars, das Echtzeitstrategie und Konsole durchaus zusammenpassen. Dies wollen sie nun ein weiteres Mal beweisen, denn auch Halo Wars 2 ist neben dem PC auch für die Xbox One erschienen (dank Xbox Play Anywhere lässt sich die digitale Version auf beiden Systemen spielen). Natürlich habe ich mir sofort die Konsolen-Version geschnappt und getestet, ob auch Halo Wars 2 so gut (oder sogar noch besser?) funktioniert.

Meinung:


Das Wichtigste zuerst: Die Controller-Steuerung in Halo Wars 2 funktioniert einwandfrei! Das ist aber ehrlich gesagt kein Wunder, denn obwohl mit Creative Assembly ein neuer Entwickler am Werk war, hat man sich doch sehr an die Mechaniken des ersten Teils (der von den mittlerweile geschlossenen Ensemble Studios entwickelt wurde) gehalten. Wer Halo Wars, oder die kürzlich veröffentlichte Definitive Edition, gespielt hat, wird wissen, was das bedeutet: Anstatt seine Basis selbst gestalten zu können, gibt es auch diesmal wieder einen eingeschränkten Basisbau, bei dem man nur an bestimmten Stellen seine Gebäude errichten kann. Dies geschieht über ein übersichtliches Ringmenü, das es einem erlaubt seine Fahrzeug-Fabrik, Kaserne, Hangar, Waffenkammer oder die Produktionsgebäude für Ressourcen, mit nur wenigen Klicks zu erbauen. Auch das Befehligen der Einheiten funktioniert tadellos und in wenigen Schritten. Dabei kann man entweder alle oder auch nur einen bestimmten Einheiten-Typen befehligen oder auch die Spezialattacken der einzelnen Einheiten-Typen mit einem Tastendruck ausführen.

Das Comeback der Spirit of Fire
Neben der Steuerung ist natürlich auch das Spielerische elementar, schließlich nutzt es wenig, wenn man alles gut steuern kann, aber das Gameplay nicht funktioniert. Doch diese Angst muss man bei Halo Wars 2 wirklich nicht haben. Ganz vorne steht dabei die Story-Kampagne, die auch im Koop gespielt werden kann, zu nennen. Diese spielt 28 Jahre nach den Geschehnissen aus dem ersten Teil (Halo-Kenner wissen damit auch, das das Geschehen hier kurz vor Halo 5: Guardians spielt) und zeigt in einer tollen Eröffnungssequenz, dass es hier wieder um das aus dem ersten Teil bekannte UNSC-Schiff "Spirit of Fire" geht, das seit den Geschehnissen vor 28 Jahren als verschollen galt. Nun ist es aber wieder da und mit ihm auch dessen Crew. Kurz nachdem diese aus ihrem Cryoschlaf erwacht ist, fällt ihr auf das sie sich bei einer Arche der Blutsväter befinden. Bei näherer Untersuchung treffen sie auf Atriox, einem Brute, der sich damals gegen die Allianz stellte und dafür verbannt wurde. Das Eintreffen der Spirit of Fire-Crew sieht er als gute Chance, sich dafür endlich zu rächen. Aber nicht etwa allein - an seiner Seite hat er eine ganze Armee, mit der man sich nun auseinandersetzen muss.

Abwechslungsreich ohne Überraschungen
Die Story ist nun wahrlich kein Meisterwerk und die meisten werden deren Geschehen wahrscheinlich schnell wieder vergessen haben. Dennoch ist sie doch so gut, dass man sich zumindest für den Augenblick gut unterhalten und ins Spiel rein versetzt fühlt. Einen großen Anteil daran, hat aber auch deren Präsentation. Gerade in der ersten Hälfte der Kampagne wird einem das Geschehen nämlich in aufwendigen Zwischensequenzen gezeigt. Leider lässt dies in der zweiten Hälfte aber massiv nach und wird erst wieder zum Ende hin mehr.
Bis man das Ende sieht, muss man aber zunächst einmal 12 Missionen meistern, die jeweils zwischen 20 und 40 Minuten andauern.
Die Missionen sind dabei relativ abwechslungsreich gestaltet worden - ohne dabei wirklich Neues zu bieten. In der Regel muss man sich eine Basis errichten und mit den dort produzierten Einheiten Gegner angreifen, deren Basen zerstören, Generatoren ausschalten, in einer Art Tower Defense gegnerische Angriffe ausstehen oder Bosskämpfe ausfechten. Ab und an muss man aber auch ohne Basis auskommen, wobei es natürlich besonders darauf ankommt, auf seine Einheiten zu achten. Neben den Hauptaufgaben, die man natürlich erledigen muss, erwarten einen zudem etliche optionale Aufgaben sowie Nebenaufgaben.

Schere-Stein-Papier
Die eigenen und die gegnerischen Einheiten beruhen auf dem altbekannten Schere-Stein-Papier-Prinzip, was bedeutet, das jede Einheit gegenüber einer anderen Einheit zwar stärker, gegen eine andere aber auch schwächer ist. Grob gesagt verhält es sich so, das Fliegende Einheiten stark gegen Fahrzeuge sind, dafür aber anfällig für Infanterie ist und die Infanterie gegen Fahrzeuge den kürzeren zieht. Dies ist aber wie gesagt nur sehr grob umrissen, denn es gibt auch spezielle Einheiten, die zwar theoretisch zu einer der drei oben genannten Klassen gehören, aber sich dennoch etwas anders verhalten.
Neben den Einheiten hat man als Spieler zudem noch die Möglichkeit, sogenannte Kommandanten-Fähigkeiten einzusetzen und etwa ein Bombardement anzufordern oder für die eigenen Einheiten eine Heilungsfläche zu aktivieren.
Für wirklich ausgefeilte Taktiken reicht das alles natürlich nicht aus, Blindlinks in den Kampf laufen darf man aber auch nicht.

Mehrspielermodi
Noch interessanter als die Story-Kampagne ist für viele aber sicherlich der Multiplayermodus. Für die Duelle gegen menschliche Kontrahenten bietet einem das Spiel auch gleich drei unterschiedliche Spielmodi.
Als Erstes wäre da Dominanz. Hier kämpfen die zwei Kontrahenten um Kontrolltürme, für dessen Eroberung man Dominanzpunkte erhält. Wer zuerst eine bestimmte Anzahl an Dominanzpunkten gesammelt hat, gewinnt das Match.
Im Modus Festung geht es hingegen darum, Festungen zu erobern. Im Gegensatz zu Dominanz, muss man hier nicht auf seine Ressourcen achten, denn die sind hier unbegrenzt. Zu guter Letzt gibt es natürlich auch noch den klassischen Deathmatchmodus. Wie die beiden anderen Spielmodi, kann man auch Deathmatch entweder zu sechst, sprich 3-vs.-3, oder aber gegen die KI auskämpfen.
Gekämpft wird übrigens auf acht unterschiedlichen Maps, die alle ganz nett gestaltet wurden und nie irgendeinem Team einen unfairen Vorteil verschaffen. Ein nettes Gimmick sind zudem die Schädel, mit denen man die Matches anpassen kann. Manche davon wirken sich direkt aufs Spielgeschehen aus - man kann zum Beispiel einstellen, das Marines bei ihrem Tod explodieren. Andere sind einfach nur zum Spaß da, wie etwa der "I mog di"-Schädel, der veranlasst das die Strahlenwaffen von den Locustst und Scarabs Regenbögen verschießen. So kann man seine Matches ein wenig individualisieren und sorgt so für ein bisschen mehr Abwechslung.

Auch Halo Wars hat jetzt Spielkarten
Neben den klassischen Mehrspielermodi gibt es aber noch einen weiteren, ganz neuen Spielmodus. Dieser nennt sich Blitzmodus und führt die in anderen Spielen schon länger beliebten Sammelkarten ins Spiel ein. Mit diesen Sammelkarten stellt man sein Deck aus Einheiten zusammen, von denen manche über spezielle Fähigkeiten verfügen. In den Matches gilt es nun seine Einheiten bzw. Karten, von denen man stets vier auf der Hand hat und jederzeit ausgetauscht werden können, auszuspielen, wobei jede Einheit und jede Fähigkeit Energiepunkte kosten. Diese erhält man wiederum auf den Maps an unterschiedlichen Positionen, die es natürlich zu verteidigen gilt.
Wie bei den normalen Spielmodi, unterliegen auch die Einheiten auf den Spielkarten dem Schere-Stein-Papier-Prinzip. Damit man immer sofort sieht welche Einheit gegen welche besonders Effektiv ist, sind die Vorteile auf den Karten gut erkennbar markiert.
Insgesamt spielt sich dieser Modus recht rasant und die Schlachten sind, vorausgesetzt man hat einen gleichwertigen Gegner, auch immer sehr spannend. Dies gilt auch für die Feuergefecht-Variante, in der man alleine oder gemeinsam mit einem weiteren Spieler gegen KI-gesteuerte Angriffswellen antritt.

An Karten kommen
Die Spielkarten für den Blitzmodus kann man auf verschiedene Weisen erhalten. Auf der einen Seite erhält man sie kostenlos, wenn man zum Beispiel die Story-Kampagne oder einen anderen Modus in Halo Wars 2 spielt. Die andere Variante um an Karten zu gelangen ist die, sie sich gegen Echtgeld zu kaufen. Gerade letzteres bringt allerdings einen faden Beigeschmack mit sich. Denn wenn man eine Karte öfters in seinem Deck hat, levelt diese sich automatisch auf und wird so stärker. Genau dies dürfte für viele genug Anreiz sein, sich Decks zu kaufen (auch wenn diese mit 2,99 Euro für drei Decks bis hin zu 99,99 Euro für 135 Decks, nicht gerade billig sind). Schließlich sind die Chancen Karten mehrmals (und damit de facto stärkere Karten) zu erhalten, wesentlich größer, als wenn man sie mühselig in der Kampagne freispielt. Natürlich hat dies den Charakter von "Pay-to-Win", was wirklich schade ist. Denn wenn man auf einen gleichwertigen Gegner trifft, ist dieser Modus wirklich eine Bereicherung für das gesamte Spiel.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Halo Wars 2 beweist auf eindrucksvolle Art das Echtzeitstrategie und Konsolen sehr wohl zusammenpassen. Auch wenn man im Basisbau und in Sachen taktischer Tiefe zurückstecken muss, ist Halo Wars 2 dennoch ein rundum gelungenes Echtzeitstrategiespiel, das eine Menge Spaß macht. Dank intensiver und spannender Multiplayermodi inklusive dem nagelneuen Blitzmodus dauert dieser Spaß auch etliche Stunden an.
Dank Halo Wars 2 muss man als Konsolero nun also endlich nicht mehr neidisch auf die PCler gucken, sondern hat nun selber einen mehr als würdigen Genrevertreter!

Halo Wars 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.125 Grafik: 8.50
Sound: 7.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.00
Wertung: 8.125
  • Wunderschöne Zwischensequenzen
  • Hübsche Grafik mit vielen Effekten
  • Sehr gute Controllersteuerung
  • Story-Kampagne im Koop spielbar
  • Drei unterschiedliche Multiplayermodi
  • Wenige Taktische Finessen
  • Storykampagne recht kurz
  • Unspektakuläre Story
  • Eingeschränkter Basisbau
  • Blitz-Modus Kartenpakete gegen Echtgeld kaufbar

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Rezension vom: 10.03.2017
Kategorie: Strategie
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