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Mass Effect: Andromeda

Entwickler: BioWare
Publisher: Electronic Arts

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 59,00 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:

Mass_Effect_Andromeda_logo

Die Menschheit ist in eine neue Galaxie aufgebrochen, doch anstelle der versprochenen goldenen Welten finden sie einen Cluster vor, der durch eine mysteriöse Geißel beeinflusst wurde und von einer feindlichen Spezies namens Kett bedroht wird. Deine Aufgabe als Pathfinder ist es jetzt, für die Zukunft der dir Anvertrauten zu sorgen und diverse Rätsel zu lösen.



Meinung:

Auf nach Andromeda
Eine der besten Rollenspielserien der letzten Konsolengeneration war die Mass Effect Trilogie. Von 2007 bis 2012 konnte man als Commander Shepard sich daran machen, die Milchstraße vor der Bedrohung durch die Reaper, eine gefährliche Maschinenspezies, die regelmäßig in großen Zeiträumen die Galaxie überfielen und alle intelligenten Lebensformen "ernteten", zu bewahren. Allerdings war das Ende von Teil 3 ziemlich kontrovers, weil es den großen Pluspunkt der Reihe, dass nämlich alle Entscheidungen, die man in den Spielen vorher traf, von Bedeutung waren, in den Wind schlug und stattdessen ein unzufriedenes Finale erzählte.

Irgendwann wurde eine Fortführung angekündigt, eine Art Mass Effect 4 und 2015 auf der E3 wurde enthüllt, dass aus dem Teil 4 ein Mass Effect: Andromeda werden würde. Über mehre Monate hinweg wurde kräftig die PR-Trommel gerührt. Nach und nach wurde die Crew vorgestellt, deren Geschicke man steuern würde und wohin die Reise gehen würde. Jetzt ist das Spiel endlich draußen.

Viel zu tun!
Mass Effect: Andromeda
spielt knapp über 600 Jahre nach den Ereignissen der Mass Effect-Trilogie. Wir befinden uns im Jahr 2819 an Bord der HYPERION, der menschlichen Arche. Nach und nach wird die Crew aus der Stase erweckt, darunter auch der Protagonist oder die Protagonistin, je nach Wahl. Man spielt den Spross von Alex Ryder, dem menschlichen Pathfinder, dessen Aufgabe es ist, herauszufinden, welche Welten kolonisierbar sind und bei welchen noch was zu tun ist. Doch dann kollidiert das Schiff mit einem Geflecht und die ursprünglich anvisierte Welt, Habitat 7, erweist sich als nicht bewohnbar. Noch schlimmer ist, dass bei dem Versuch den Planeten zu erforschen man auf eine feindliche Spezies mit dem Namen Kett stößt und dann stirbt auch noch der Pathfinder, wobei er seine Aufgabe an euch übergibt. Zuguterletzt findet ihr auch noch heraus, dass die Nexus, die zentrale Raumstation, bei der sich alle anderen Archen treffen sollten, noch nicht fertiggestellt ist und die anderen Schiffe verloren sind. Eure Aufgabe ist es jetzt für die Reisenden aus der Milchstraße eine glorreiche Zukunft zu erschaffen und das Schicksal der anderen Archen herauszufinden.

Das ist die Ausgangslage, mit der ihr euch nach dem Prolog konfrontiert seht und vor euch liegen rund 100 Stunden Spielzeit, was natürlich nach einigem klingt.

Den kenn ich doch!
Wer die originale Mass Effect-Trilogie gespielt hat, der wird im Laufe des Spiels vieles wieder erkennen. Wiederholt bauen die Entwickler von Bioware Anspielungen auf vergangene Teile ein, sei es, in dem sie bekannte Rassen wie Kroganer oder Asari auftreten lassen oder indem sie auf den Shadow Broker oder Liara T'Soni anspielen. Alles Sachen, die man als Fan der ursprünglichen Trilogie bestens kennt. Trotzdem bietet und präsentiert das Game genug Eigenständiges, um nicht als simpler Abklatsch zu gelten.

Wie aus der ursprünglichen Trilogie bekannt, gilt es das Weltall zu erforschen und Planeten zu erkunden. Dies erinnert an eine Mischung aus Mass Effect 1 und 2, denn es gibt Welten, auf denen man landen kann und es gibt welche, die man nur scannen kann, wobei man hier diese nicht mehr Zentimeter für Zentimeter absuchen muss. Stattdessen wird sofort gesagt, dass ein Planet eine Anomalie hat, die man erforschen kann. Ebenso hat auch fast jedes Sonnensystem solch seltsame Vorkommnisse, die meistens Mineralien sind, die man beispielsweise für Upgrades braucht. Leider ist das sofortige Anzeigen, ob ein Sonnensystem etwas Interessantes hat oder nicht ein deutlicher Stimmungsdämpfer, da eben dies in Teil 2 spaßig war und immer noch interessanter ist, als das Abscannen von Planeten selbst.

Ich erforsche!
Wenn man eine Welt besucht, wird man sich übrigens vor Aufgaben nicht retten können. Hier spielt Mass Effect: Andromeda seine Trumpfkarte aus, da diese Oberflächen wirklich frei erforschbar sind und man immer wieder zurückkehren und neues entdecken kann. Die Aufgaben, die man dabei erhält, sind vielfältig. Mal muss man Mineralienvorkommen scannen, ein anderes Mal die Kett bekämpfen oder mysteriöse Gewölbe erforschen, die dafür sorgen, dass Welten bewohnbarer werden.

Allerdings merkt man nach einer Weile schnell, dass das Spiel nicht ganz sauber programmiert ist. Zu den grafischen Dingen komme ich später. Was einem vielmehr an dieser Stelle negativ aufstößt, ist die Tatsache, dass es wiederholt passieren kann, dass man nicht mehr weiterkommt, weil bestimmte Interaktionsmöglichkeiten nicht geladen werden. Ein Schalter ist nicht vorhanden oder eine Person, mit der man reden muss, fehlt. Da hilft leider nur neuladen und hoffen, dass der letzte Speicherpunkt nicht allzu weit entfernt ist.

Speichern? Unmöglich!
Denn leider ist das mit dem Speichern auch so eine Sache. Manuelles Speichern ist zwar im Prinzip möglich, doch oft genug bin ich auf Stellen gestoßen, an denen ich nicht zwischendurch sichern konnte und stattdessen mich darauf verlassen musste, dass der letzte Autospeicherpunkt nicht zu weit entfernt liegt, denn das ist leider eine ziemlich riskante Angelegenheit. Mal liegt das letzte Autosave perfekt, ein anderes Mal allerdings zu weit zurück. Oft genug hatte ich die Situation, dass ich ein gutes Stück zu laufen hatte, ehe ich wieder an der Stelle war, an der ich zuletzt aufgehört hatte.

Leider stößt man auch immer wieder auf Gegner, die einen förmlich one-shotten können, die Attacken draufhaben, bei denen man nur zusehen kann, wie sie einen treffen und man nichts dagegen machen kann. Und dann heißt es Finito und man darf den letzten Speicherstand neuladen.

Was für eine Mannschaft!
Das ist insofern schade, als dass das Spiel durchaus seine Momente hat. Die Crew, die man um sich versammelt, wird wunderbar lebendig dargestellt. Die Asari PeeBee spricht und denkt schnell und ist ein extrem unabhängiger Geist. Oder der Kroganer Nakmor Drak, der über 1400 Jahre alt ist und schon einiges gesehen und mitgemacht hat. Wie auch in den vorherigen Spielen kann man im Laufe der Zeit sich mit den einzelnen Crewmitgliedern unterhalten und auch flirten bzw. Beziehungen aufbauen. Das geschieht schon erstaunlich frühzeitig im Spiel.

Im Kampf ist die Kontrolle über die Kameraden beschränkt. Man kann ihnen befehlen, bestimmte Positionen zu halten, doch anders als noch in der ersten Trilogie ist es nicht möglich, sie auszurüsten. Man kann "nur" entscheiden, welche Fähigkeiten gelevelt werden. Genauso vermisst man eine Bewaffnung des Nomads, so heißt das Fahrzeug, mit dem ihr euch auf den Welten umherbewegen könnt.

Wenn Taten Konsequenzen haben
Das Dialogsystem wurde kräftig überarbeitet. Vorbei sind die Zeiten, in denen man eindeutig eine positiv, neutrale oder negative Antwort geben kann. Jetzt fallen diese deutlich flexibler aus. Man kann logisch oder emotional agieren oder auch anders. Doch teilweise fragt man sich wirklich, welche Auswirkungen diese haben, denn bis auf bestimmte Stellen, an denen man entsprechende Entscheidungen treffen muss, hat dies gefühlt keine Konsequenzen.

Anders hingegen die Aktionen, die man unternimmt. Jede davon wirkt sich aufs Spiel aus, sogar im kleinsten Rahmen. So macht es sich während eines Gesprächs auf dem Prologplaneten spürbar bemerkbar, ob man diese Welt ausgiebig erforscht hat und natürlich werden die Konsequenzen dieser Entscheidung im Laufe des Spiels immer bedeutsamer und wichtiger. Man merkt, dass diese sofort zum Tragen kommen, was für viel Spaß sorgt.

Die tragenden Säulen des Spiels
Allerdings muss man auch sagen, dass das Spiel hauptsächlich durch die Sidequests lebt, durch die Nebenaktivitäten, die man überall machen kann. Die Hauptstory kann nicht ganz überzeugen, was vor allem an den Kett liegt, deren Aktivitäten und Machenschaften sehr an die Kollektoren und Reaper erinnern. Nur halt noch durch einen pseudoreligiösen Ansatz erweitert.

Damit kommen wir zur Grafik. Die ist der ganz große Schwachpunkt des Spiels. Es gibt Momente, in denen sie überzeugen kann. Das Design der Spielewelt ist großartig geworden. Aber dann gibt es Augenblicke, in denen es deutlich lagt. Oder die leidigen Gesichter. So hat der weibliche Ryder-Charakter Glubschaugen und einen Froschmund. Ein anderes Mal starrt PeeBee in eine vollkommen andere Richtung, nur nicht auf einen selbst, obwohl man direkt vor ihr steht. Die Gesichtsanimationen sind nicht überzeugend, was im Prinzip ein No Go ist, angesichts eines Spiels der Jetztzeit. Glaubt man dem Internet, dann liegt das daran, dass diese outgesourcet wurden, womit klar ist, dass die Spielewelt die Lektionen aus dem Bosskampfdebakel bei Deus Ex: Human Revolution nicht gelernt hat.

Dafür ist die Musik großartig geworden. Sie braucht sich nicht vor der aus der originalen Mass Effect-Trilogie zu verstecken. Vor allem der Titelsong, den man im Startmenü hört, ist ein Markenzeichen des Spiels.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen Ich bin ein Fan der originalen Mass Effect-Trilogie und ich hatte durchaus Spaß mit Mass Effect: Andromeda. Doch gleichzeitig muss ich auch betonen, dass es jede Menge Aspekte gibt, die mir den Spaß etwas trüben. Die missratene Speicherfunktion, Gegner, die einen one-shotten können, eine eher uninteressante Hauptstory und natürlich die vielen Bugs. Das alles stört! Trotzdem habe ich durch die vielen Charaktere, das Wiedersehen mit alten Bekannten und den Sidequests genug Spaß, um zu hoffen, dass bald ein Andromeda 2 herauskommt. Verdient hätte das Spiel es.

Mass Effect: Andromeda - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.9375 Grafik: 7.00
Sound: 9.00
Steuerung: 8.50
Gameplay: 7.25
Wertung: 7.9375
  • Viel zu tun
  • Charmante Crew
  • Sehr guter Soundtrack
  • Sachen werden nicht geladen
  • Spürbare Lags
  • Gegner, die einen one-shotten können
  • Hauptstory eher uninterssant

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Rezension vom: 04.04.2017
Kategorie: Rollenspiele
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