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Yooka-Laylee

Entwickler: Playtonic Games
Publisher: Team17

Genre: Jump'n'Run
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 36,99 €

Systeme: PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:

Yokaa_Laylee_Logo

Profit ist alles! So auch bei Capital B. Gemeinsam mit Dr. Quak will er deswegen sämtliche Literatur der Welt absorbieren und in puren Profit umwandeln. Doch die beiden Freunde Yooka und Laylee haben etwas dagegen.



Meinung:

Das spirituelle Sequel
Kickstarter hat sich zu einer Plattform entwickelt, um die man nicht drumherum kommt, wenn es darum geht, Geld für interessante Projekte zu sammeln. Oft genug ist dabei der Anreiz für diese eben, dass man sie nicht bei einem normalen Publisher unterbringen kann. Auch die Nostalgie ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, der oft genug mit dazu beiträgt, dass ein Spiel in Windeseile mehr als die ursprünglich vorgesehene Summe einholt. Spiele wie Mighty No. 9 oder Bloodstained haben ihren Erfolg eben dem Faktor zu verdanken, dass sie an Fans von bestimmten Spielen oder Genres appellieren, die heutzutage nicht mehr so unbedingt vertreten sind.

Auch Playtonic Games wählte den Weg über Kickstarter. Ihr Spiel Yooka-Laylee geriert sich dabei als ein spiritueller Nachfolger der N64-Games Banjo-Kazooie und Banjo-Tooie, was kein Wunder ist, da der Entwickler sich überwiegend aus Leuten zusammensetzt, die bei dem damaligen Entwickler Rare bereits an den Spielen gearbeitet haben. Auch bei der Musik sitzt unter anderem mit David Wise ein bekannter ehemaliger Rare-Komponist.

Nostalgie pur!
Das Ergebnis dieser von Fans finanzierten Nostalgie kann man seit einiger Zeit im Handel kaufen. Die gute Nachricht ist, dass es sich genauso wie die berühmten Vorbilder spielt. Leider ist das auch die schlechte Nachricht.

Das ganze Spiel atmet den Geist der Vorlagen. Das fängt schon mit dem Protagonistenduo an. Yooka ist der nette und freundliche, während Laylee ständig sarkastische und ironische Kommentare von sich gibt. Der Fakt, dass es sich dabei um eine Echse und eine Fledermaus handelt, spielt keine gewichtige Rolle. Genauso gut könnten sie, wie bei den Vorgängern, Bär und Kranich sein.

Die Gefahr der Übersättigung
Beide müssen in einer Fabrik ständig neue Seiten sammeln, um damit Bücher zu öffnen, mit denen man in neue Welten kann, in denen man auch jede Menge Sachen sammeln und auffinden kann. Federn zum Beispiel sorgen dafür, dass man bei dem Händler Howzer neue Moves kaufen kann. Das ist auch notwendig, denn ohne diese kann man teilweise bestimmte Seiten nicht einsammeln, weil man den Weg dorthin zum Beispiel nicht freimachen kann.

Ganz wie bei den Vorbildern sind die Welten riesig. Man kann jede Menge in ihnen machen und sammeln und finden. Kein Wunder also, dass man sich als Neuling schnell überfordert fühlt. Man ist es heutzutage gar nicht mehr gewohnt, so gefordert zu werden. Mit der Zeit hat man auch ein weiteres Gefühl, das der Übersättigung.

Der Moment, in dem Nostalgie nicht mehr reicht
Wer die vorherigen Absätze sich durchliest, dem wird aufgefallen sein, dass ich oft gesagt habe, dass etwas wie schon bei den Vorbildern war. Das ist auch der größte Kritikpunkt an diesem Spiel. Die Entwickler versuchen zu sehr an den Nostalgiefaktor der Fans zu appellieren und ihn quasi als Spielelement miteinzubinden. Doch darüber hinaus vergessen sie das wichtigste: Eigene Ideen! Es reicht einfach heute nicht mehr aus, sich auf alte Ideen zu verlassen und vielleicht nur den Anstrich zu verändern. Es braucht auch eigenständiges und genau das fehlt in Yooka-Laylee!

Alles in diesem Spiel fühlt sich wie ein einziges großes Augenzwinkern an. Da gibt es sogar eine Figur, die an ersten Schritte in 3D-Grafiken erinnert. Allerdings stellt sich dabei die Frage, ob das alles überhaupt sein muss, ob es nicht sein kann, dass die Entwickler vor lauter Anspielungen auf die Vergangenheit, die Gegenwart vergessen haben.

Die Kamera, die macht was sie will
Das Spiel ist nicht schlecht. Es macht Spaß. Nur ebenso hat man das Gefühl, dass wenn man die Vorbilder nur bedingt kennt, man sozusagen gearscht ist, weil einem so ein essentieller Bestandteil des Spieleerlebnisses fehlt.

Hinzu kommt auch noch eine Steuerung, die schwammig ist. Auf schmalen Pfaden entlangbalancieren gerät so zur reinsten Hölle. Aber auch die Kamera geriert sich eigenwillig und zickig. Oft genug fällt man runter, weil die Steuerung nicht so will, wie man selbst.

Da Capo, da capo!
Dabei macht das Game optisch keinen schlechten Eindruck. Die Charaktere wirken unverwechselbar und die Stages sind abwechslungsreich gestaltet. Das Spiel läuft flüssig.

Und dann ist da die Musik! Sie ist der eigentliche Höhepunkt dieses Games. David Wise sind viele unverwechselbare Tracks gelungen, die man sich auch perfekt außerhalb des Spiels anhören kann. Sie gehen einem in Mark und Bein über und lassen einen fröhlich mitgehen.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

Yooka-Laylee ist eines der am heißesten erwarteten Spiele der letzten Zeit. Doch der spirituelle Nachfolger von Rares Banjo-Kazooie-Reihe scheitert vor allem daran, dass er viel zu sehr auf den Nostalgie-Faktor setzt. Doch das ist eben nicht genug. Es fehlen eigene Ideen und wenn man die Vorbilder nicht gespielt hat, hat man das Gefühl, es entgeht einem ein Grund dafür, wieso das Spiel so heiß ersehnt war. Es ist nicht schlecht! Sieht man von der miserablen Kamera und der schwammigen Steuerung ab, überzeugt das Game durch einen fantastischen Soundtrack und riesige Levels. Doch unterm Strich ist das eben nicht genug.



Yooka-Laylee  - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.5625 Grafik: 7.75
Sound: 9.50
Steuerung: 6.00
Gameplay: 7.00
Wertung: 7.5625
  • Weckt nostalgische Gefühle
  • Super Musik
  • Viel zu tun
  • Zu viel Nostalgie
  • Zu wenig eigene Ideen
  • Schwammige Kamera und Steuerung

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Rezension vom: 05.05.2017
Kategorie: Jump'n'Run
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