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Injustice 2

Entwickler: NetherRealm Studios
Publisher: Warner Bros. Interactive

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 47,90 €

Systeme: PlayStation 4, Xbox One

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Injustice_2_Logo

Sobald bekannte Superhelden aus dem Marvel- oder DC-Universum am Werk sind, läuft es wie geschmiert. Das gilt nicht nur für Kinofilme, sondern auch für Videospiele. Kein Wunder also, das sich NetherRealm dazu entschlossen hat, dem Beat 'em Up Injustice - Gods Among Us einen zweiten Teil zu spendieren. Wer denkt, dass sie damit nur Kohle machen wollen, irrt aber gewaltig. Denn wie sich zeigte, ist Injustice 2 eines der besten Beat 'em Ups der letzten Jahre - mindestens.

Meinung:


Bereits das erste Injustice-Spiel hat viel Lob eingefahren. Vor allem der Storymodus hatte es Kritikern und Fans angetan, schließlich ist es ein guter Storymodus in diesem Genre noch lang keine Selbstverständlichkeit. Klar das der Storymodus deswegen auch im zweiten Teil nicht fehlen darf.
Diesmal stellt uns Entwickler NetherRealm vor die Aufgabe, Brainiac aufzuhalten, der den Plan hegt, die gesamte Erde zu vernichten. Um dies zu verhindern schlüpfen wir in die Rolle von insgesamt 28 DC-Superhelden, darunter namenhafte Charaktere wie Batman, Superman, Wonder Woman oder The Flash aber auch eher unbekannte Typen wie etwa Darkseid oder Blue Beetle. Welchen dieser Superhelden wir in den Story-Kämpfen spielen dürfen, wird uns dabei stets vorgegeben. Genau dies ist aber auch die Herausforderung. Denn jeder Charakter spielt sich anders, so das man sich immer umgewöhnen muss - und das, obwohl es im Prinzip lediglich drei unterschiedliche Angriffsvarianten, sowie Konter und Ausweichmanöver gibt. Doch dank eines ausgeklügelten System, das durch Hinzunahme von Richtungstasten, sowie Länge des Knopfdruckes zahlreiche unterschiedliche Manöver und Kombos auf den Bildschirm zaubert und grundsätzlich verschiedene Kampfstile, Tempo und Kampfdistanzen der Charaktere, wird aus diesem zunächst sehr simpel anmutenden Beat 'em Up, ein überraschend tief gängiges und taktisches Spiel. Wer hier erfolgreich sein will, muss nicht nur seinen Kämpfer und dessen Vor- und Nachteile genauestens kennen, sondern auch den Gegner.

Keiner zu stark oder schwach
Bei all dem zeigt sich, das Entwickler NetherRealm genau weiß, was sie tun. Nicht nur das die Kollisionsabfrage (bis auf ein paar Aussetzer) und die Tastenerkennung nahezu perfekt sind, auch das Balancing unter den einzelnen Charakteren ist hervorragend. Zumindest ich konnte während der Testphase keine Kämpfer ausfindig machen, die nun besonders stark oder besonders schwach sind. Mit der richtigen Taktik, kann man jeden Gegner mit jedem Kämpfer besiegen.
Zur richtigen Taktik gehört natürlich auch der richtige Einsatz der Umgebung und vor allem der Super-Angriffe. Wie der Name schon sagt, sind letztere Aktionen, die nur mit einer voll aufgefüllten Super-Leiste zu initiieren sind. Sie sind besonders wirkungsvoll und ziehen dem Feind im Idealfall knapp ein Fünftel seiner gesamten Lebensenergie ab. Wenn man den Super-Angriff zum richtigen Zeitpunkt einsetzt, kann er also selbst einen als verloren geglaubten Kampf noch umdrehen. Man muss aber auch wissen, das der Gegner solchen Super-Angriffe nicht schutzlos gegenüber steht. Wenn dieser (oder man selbst, je nachdem auf welcher Seite man steht), zur richtigen Zeit blockt, kann er den Angriff stoppen und der Super-Angriff verpufft. Aus diesem Grund sind die normalen Spezialangriffe manchmal der effektivere Weg. Diese ziehen dem Gegner zwar nicht so viel Energie wie die Super-Angriffe und ebenfalls blockbar, benötigen im Gegensatz zum Super-Angriff aber nur einen Teil der Super-Leiste und können deswegen wesentlich öfters eingesetzt werden, was einen möglichen Block nicht ganz so ärgerlich macht.
Ein weiterer Punkt, für den man die Super-Leiste taktisch einsetzen kann, sind die Konflikte. Diese sind besonders dann empfehlenswert, wenn man nur noch wenig Lebensenergie sein eigen nennt. Denn wenn man einen solchen Konflikt für sich entscheidet, kann man entweder Lebensenergie zurückgewinnen oder einen zumindest einen extra Schadensbonus hinzugewinnen. Entschieden werden die Konflikte, die immer cineastisch in Szene gesetzt werden, dabei durch den Einsatz der einzelnen Super-Leisten-Teile. Wer mehr Balken-Teile, von denen es maximal vier gibt, einsetzt, der gewinnt. Im Prinzip ein simples System, das einen Kampf im Ernstfall aber komplett drehen kann und so stets für spannende Kämpfe sorgt.

Taktik statt Button mashing

Wie Du siehst, gibt es also doch so einige Kniffe, die man zunächst erlernen muss. Mit simplem Button mashing kommt man hier also nicht sehr weit.
Letzteres gilt natürlich nicht nur für den rund 8 bis 9 Stunden langen Story-Modus, sondern auch für sämtliche anderen Spielmodi, wovon Injustice 2 noch eine ganze Menge zu bieten hat. Für Einzelspieler dürfte dabei das Multiversum am interessantesten sein. Das Multiversum ist dabei das Injustice 2-Pendant zu den Türmen aus Mortal Kombat X und bietet nicht nur tagtäglich neue Herausforderungen, sondern auch stets besondere Ziele und Modifikationen. Diese können eher herkömmlich sein und einen zum Beispiel verbieten, spezielle Angriffe zu nutzen. Sie können aber auch direkten Einfluss aufs Kampfgeschehen haben und beispielsweise die Arenen ständig kippen lassen oder einem Kontrahenten plötzlich Lebensenergie abziehen. Die Möglichkeiten hierbei sind wirklich vielfältig und sorgen deswegen für viel Abwechslung und Action.
Natürlich muss die Mühe, die man sich hierbei gibt, auch ordentlich belohnt werden. Und wie ginge das wohl besser als mit Loot? Genau richtig gelesen, Injustice 2 bietet auch Lootkisten, hier Motherboxes genannt, an, mit dessen Inhalt man die Charaktere individuell gestalten kann. Die Inhalte der Motherboxen (die es generell nach jedem Kampf gibt, unabhängig vom Modus) sind dabei wie üblich in verschieden Kategorien von Bronze bis Diamant unterteilt und sorgen bei jedem Charakter für ein frisches Aussehen. Das Besondere ist allerdings etwas anderes. Darüber hinaus stärken sie mitunter nämlich auch deren Fähigkeiten. So gibt es zum Beispiel Gegenstände, die die Stärke oder die Verteidigung verbessern.
Wer eine höhere Chance auf gute Gegenstände haben möchte, sollte sich einer Gilde anschließen. Wenn man in einer solchen ist, hat man nämlich nicht nur die Gelegenheit spezielle Gilden-Multiversen zu betreten, sondern eben auch die Chance noch ein paar zusätzliche Motherboxen zu bekommen. Ob dies geschieht oder nicht, hängt dabei von den Ergebnissen der gesamten Gilde ab. Wer sich nicht auf eine Gilde verlassen möchte, kann sich aber auch zusätzliche Motherboxen gegen Echtgeld kaufen. Gerade dies wird in Zukunft wohl noch genauer beobachtet werden müssen. Schließlich können die Motherbox-Gegenstände auch in den Multiplayer Ranglisten- und herkömmlichen Multiplayermatches eingesetzt werden. Und wenn hier in Zukunft durch erkaufte Boni unfaire Vorteile entstehen sollten, wäre dies natürlich sehr ärgerlich. Bisher macht es aber den Anschein, als ob die Entwickler auch hier eine gute Balance gefunden hätten und kein Pay-to-Win ermöglicht wird.
Wer mal keine Lust hat, selber aktiv zu werden, aber dennoch spannende Kämpfe sehen möchte, kann den KI-Kampfsimulator auswählen. Hier lässt man drei Charaktere gegen drei Charaktere eines anderen Spielers antreten. Das eigene Eingreifen ist dabei auf das Verteiler von 60 Punkten beschränkt, die, je nach Verteilung, den ungefähren Kampfstil der KI bestimmen. Sollen die Kämpfer speziell die Umgebung nutzen oder vor allem auf Kombos setzen? Mit der richtigen Punkteverteilung kann man dies im Vorhinein bestimmen. Obwohl so durchaus abwechslungsreiche Matches entstehen und man sich sogar den ein oder anderen Trick noch abschauen kann, macht dieser Modus aber doch nur bedingt Spaß. Selber Kämpfen ist da doch wesentlich unterhaltsamer.

Auch die Grafik überzeugt
Spielerisch kann Injustice 2 also weitestgehend überzeugen - wenn man mal von der etwas zu starken KI, die einem selbst auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad gehörige Probleme bereitet, absieht. Technisch ist das Spiel sogar noch besser aufgestellt. Gerade was die Optik angeht, macht kein anderer Genre-Vertreter Injustice 2 etwas vor.
Das optische Highlight sind dabei ganz sicher die Zwischensequenzen der Storykampagne, in denen dann auch die tolle Synchro zu tragen kommt. Doch auch im eigentlichen Kampfgeschehen kann sich das Spiel mehr als sehen lassen. Zwar wird nicht alles aus der genutzten Unreal Engine 4 raus geholt, doch sowohl Kämpfer und deren Animationen als auch die 12 Arenen sehen beeindruckend aus. Die Arenen sehen aber nicht nur gut aus, sie besitzen auch allesamt über fiese Fallen, die man im Kampf einsetzen kann. In der Festung der Einsamkeit kann man zum Beispiel ein Banner entfernen, was Eisbrocken zum abstürzen bringt. In der Bar können wir hingegen betrunkene Gäste auf unseren Feind schleudern.
Der besondere Clou an den interaktiven Elementen ist aber, das sie nicht mit jedem Charakter gleich funktionieren. Ein gutes Beispiel hierfür sind etwa ein Terminal, das von manchen Charakteren als eine Art Bombe genutzt werden kann, von anderen aber nur als Sprungbrett. Auch hier lohnt sich also rumprobieren aus.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Bereits das erste Injustice hatte Kritiker als auch Fans gleichermaßen begeistert. Demnach war es keine Selbstverständlichkeit, das NetherRealm dies mit Injustice 2 nochmals schaffen würde. Doch wie sich nun zeigt, haben es die sogar geschafft, den sehr guten Erstling nochmal zu übertrumpfen. Angefangen bei der hübscheren Grafik, über das verbesserte Gameplay, die unterhaltsame Storykampagne, den abwechslungsreichen Multiversum-Modus, die spannenden Online-Matches bis hin zu den Mother-Boxes, die einen gekonnt zum weiterspielen motivieren - Injustice 2 schafft es in so gut wie allen Bereichen seinen Vorgänger hinter sich zu lassen.
Aus diesem Grund kann mein Fazit auch noch folgt lauten: wer Fan von Beat 'em Ups ist, darf sich Injustice 2 auf keinen Fall entgehen lassen!

Injustice 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.8125 Grafik: 8.50
Sound: 8.75
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.00
Wertung: 8.8125
  • 28 gut ausbalancierte DC-Helden
  • Umfangreicher Story-Modus
  • Gute Steuerung
  • Tolle Inszenierung
  • Taktisches Gameplay
  • Kollisionsabfrage ganz selten etwas problematisch
  • KI etwas zu stark

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Rezension vom: 07.06.2017
Kategorie: Action
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