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PES 2018

Entwickler: Konami
Publisher: Konami

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 46,50 €

Systeme: PC, PlayStation 3, PlayStation 4, Xbox 360, Xbox One

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
pes_2018

In der Bundesliga rollt sein einigen Wochen endlich wieder Ball und die ersten Ergebnisse lassen auf eine spannende Saison hoffen. Doch nicht nur auf dem realen Platz wird hart um die Meisterschaft gekämpft, auch auf dem virtuellen Rasen erwartet Fußballfans ein heißes Duell. Vorlegen darf dabei dieses Jahr Konami mit PES 2018. Was dieses zu bieten hat und wie schwer sie es dem bald folgenden FIFA 18 machen, an ihnen vorbeizukommen, erfährst Du im folgenden Test.

Meinung:

Wichtig ist, was auf dem Rasen geschieht. Genauso könnte das Motto von PES lauten. Seit eh und je zaubern sie Jahr für Jahr ein Fußballfest auf den Rasen, während das Drumherum lieber gar nicht beachtet werden sollte. Das größte Manko waren und bleiben dabei die Lizenzen. Zwar hat man sich nach Borussia Dortmund, FC Barcelona und dem FC Liverpool dieses Jahr auch die Lizenzen von Inter Mailand, FC Fulham und FC Valencia sichern können und bietet zudem die komplette französische Ligue 1 und 2, die holländische Eredivise, die italienische Serie A (bis auf Juventus Turin) sowie verschiedene europäische Mannschaften (darunter auch der FC Schalke 04 und RB Leipzig) und die vollständigen Ligen aus Brasilien, Argentinien und Chil an, doch was ist das schon im Vergleich zum riesigen Lizenz-Paket, das einem EA bietet. Da können selbst die Champions League- und Europa League-Rechte nicht viel ausmachen, zumal auch hier aufgrund der fehlenden Lizenzen viele teilnehmende Mannschaften wie etwa Bayern München, Real Madrid oder Manchester United in der Champions League oder der 1.FC Köln in der Europa League nur in verfälschter Form dabei sind. Natürlich könnte man mit dem integrierten Editor alle Namen korrigieren, doch seien wir mal ehrlich, diese Mühe macht sich doch zumindest an den Konsolen niemand.

Echte Stadionatmosphäre
Bei den angebotenen Stadien ist man hingegen gut aufgestellt. Ganze 19 Stadien sind original lizenziert. Auch wenn viele dieser Stadien aus Südamerika stammen (wie z.B. die Arena Corinthians oder das Estádio do Maracanã), sind doch auch einige europäische Fußballtempel mit dabei. Ganz besonders erfreulich ist natürlich, dass auch der Signal Iduna Park vertreten ist, der sogar bis zum Spielertunnel dem Original exakt nachempfunden wurde.
Doch nicht nur das Aussehen wurde so genau wie nur möglich übernommen, auch die Stimmung, die in den Arenen herrscht, wird gut übermittelt. Wenn wir beim Beispiel des Signal Iduna Parks bleiben, hören wir etwa die original Gesänge der BVB-Fans, die extra im Stadion aufgenommen wurden. So entsteht eine authentische Stadionatmosphäre, die einen regelrecht fesselt. Dennoch gäbe es hier sicherlich noch Verbesserungspotenzial. Gerade wenn man sich die lizenzierten deutschen Mannschaften anschaut, fällt einem auf, das darunter ja der BVB und Schalke sind, also die zwei Mannschaften mit der größten Rivalität im deutschen Profifußball, bei deren Aufeinandertreffen das ohnehin schon kochende Dortmunder Stadion noch lauter wird und sich die Fans mit Choreografien und eigenen Derby-Gesängen auf den Rängen einen wahren Schlagabtausch liefern. Warum nimmt man dies nicht auf und bringt dies nicht auch ins Spiel, wenn man sich schon die Lizenzen dieser beiden Rivalen gönnt? Ich hoffe sehr, das Konami dieses Potenzial auch erkennt und uns dann spätestens im nächsten Jahr mit einer noch intensiveren Stadionatmosphäre beglückt.
Was man dann ebenfalls gleich noch mit verbessern könnte, wären die Kommentare. Marco Hagemann und Hansi Küpper wirken nämlich nicht nur emotionslos und wiederholen sich regelmäßig, oft passen ihre Kommentare auch gar nicht zum Spielgeschehen. Zum Beispiel haben sie bei einem Kopfball, den ich im Stehen ausgeführt habe, gesagt, dass mein Spieler da wunderbar in die Luft gestiegen sei oder ein Schuss, der meterweit am Tor vorbeiging, war bei ihnen ein guter Versuch.

Emotionslose Karriere
Emotionen fehlen einem leider auch in der Karriere. Anders als bei FIFA bekommt man hier nämlich keine spannende Geschichte inklusive etlicher Zwischensequenzen zu sehen, sondern wieder einmal mehr langweilige Texte, Standbilder und Zahlen. Von einer auch nur halbwegs realistischen Wiedergabe einer Fußballerkarriere kann man hier also nicht sprechen.
Wesentlich besser hat mir die Meisterliga gefallen. Zwar wirkt auch deren Darbietung sehr bieder, doch immerhin macht es Spaß, sein Team zu managen. Wer den Vorgänger kennt, wird hier sogar einige Neuerungen finden. Der wohl wichtigste ist dabei der zweite auswählbare Schwierigkeitsgrad, der vor allem Auswirkungen auf die Teamchemie und auf das Transferverhalten der anderen Teams hat. So ist es im neuen Schwierigkeitsgrad schwerer eine gute Teamchemie zu bekommen, zudem versuchen andere Teams nun häufiger Spieler abzuwerben – und zwar nicht nur Stars, sondern auch aussichtsreiche Jugendspieler. Zusammen mit den anderen Verbesserungen (man kann nun z.B. auch die Jugendteams exakter trainieren) gefällt mir die Meisterliga nun noch mal ein Stück besser.

Echtgeld als Spaß-Killer
Wenn man über die Spielmodi spricht, darf natürlich myClub nicht fehlen. Konamis Version von FIFA’s FUT-Modus will die Spieler dieses Jahr mit Legenden von sich überzeugen. Ob Michael Zorc, Norbert Dickel, Jörg Heinrich, Karl-Heinz Riedle oder Lars Ricken, um mal bei Beispiel des BVBs zu bleiben, aber tatsächlich dafür sorgen, dass man mehr Spaß mit diesem Modus hat, kann ich mir nur schwerlich vorstellen. Einer anderen Neuerung traue ich dies aber zu, denn die Möglichkeit gemeinsam mit bis zu drei Freunden ein Team zu führen, wobei das gemeinsame Team aus den besten Spielern der jeweiligen Mannschaften zusammengesetzt wird, und mit diesem zum Beispiel in einer Liga zu starten, hat schon einen gewissen Reiz. Für mich persönlich ist myClub aber dennoch nichts. Denn leider ist das größte Manko dieses Modus, die Möglichkeit sich gegen Echtgeld Spieler zu kaufen, noch immer vorhanden. Meines Erachtens wird durch diese Echtgeld-Integrierung der sportliche Erfolg heruntergestuft, schließlich kann man sich ja durch ein paar Euro einfach ein gutes Team zusammenkaufen. Fairerweise muss aber natürlich auch erwähnen, dass dieses Problem auch bei FIFAs FUT besteht und dort genauso ärgerlich ist.

Nicht nur alleine
Auch wenn man myClub meidet, hat man aber dennoch genügend Möglichkeiten gemeinsam bzw. gegen Freunde oder andere Spieler anzutreten. Am unterhaltsamsten sind dabei die nach Jahren wieder zurückgekehrten Zufallsmatches, in denen die Teams aus sämtlichen Ligen oder aus vorausgewählten Kontinenten und Ligen zusammengewürfelt werden. So oder so weiß man nie, mit welchem Team man schlussendlich antritt. Noch unterhaltsamer wird dieser Modus nur, wenn man ihn per Splitscreen vor einem Bildschirm spielt.
Wer sich nicht gerne überraschen lässt, kann natürlich auch die herkömmlichen Online-Modi auswählen, wobei vom 3-vs-3, über das Einzelspiel bis zu den mehrere Saisons andauernden Online-Ligen alles dabei ist.
Ganz egal, für welchen Online-Modus man sich entscheidet, über nervende Lags muss man sich keine Gedanken machen. Der Netzcode funktioniert nämlich wieder tadellos, und wenn doch mal ein Match aufgrund technischer Probleme abgebrochen wird, muss man kein Punktverlust befürchten.

Langsamer
Probleme gibt es auch auf dem Spielfeld kaum. Das war allerdings auch nicht zu erwarten gewesen, schließlich ist das Gameplay seit Jahren das Aushängeschild von PES. Ein kleines Problem birgt dies aber doch, denn aufgrund des schon tollen Gameplays ist es natürlich schwer, dies noch großartig zu toppen. Folgerichtig findet man dieses Jahr auch nur kleinere Verbesserungen oder Änderungen. Die Auffälligste ist dabei sicherlich der verlangsamte Spielablauf. Auch wenn ich dem zunächst skeptisch gegenüberstand, muss ich zugeben, das Konami hier genau die richtige Wahl getroffen hat. Da nicht mehr so viel Hektik herrscht, ist der Spielaufbau nun noch wichtiger geworden, was das Ganze realistischer wirken lässt. Außerdem wirkt sich das langsamere Spieltempo auch positiv auf die Sprints aus, die nun wesentlich effektiver sind. Leider bringt dies aber auch ein Problem mit sich. Als Verteidiger hat man es nun nämlich noch schwerer, an den Ball zu kommen. Da die Möglichkeiten der Abwehr ohnehin schon arg begrenzt sind, muss man beim Tackling nun also noch exakter aufs Timing achten, möchte man an den Ball gelangen. Leider ist dies aber nicht so einfach, weshalb es oft zu Fouls kommt. Spielt man gegen die KI, kann man sich wenigstens darauf verlassen, dass sie früher oder später einen Fehlpass tätigt. Ob dies nun von den Entwicklern genauso gewollt ist oder doch eher einem Fehler der KI zugeschrieben werden muss, sei mal dahingestellt – auf jeden Fall kommt man so problemlos an den Ball.

Ball abschirmen
Eine weitere sinnvolle Neuerung ist auch das Abschirmen des Balls, das nun auch in PES Einzug gehalten hat. Wie beim letztjährigen FIFA ermöglicht einem dies, das man den Ball mit dem Körper schützen und sich gegnerischen Angriffen besser erwehren kann. Leider geht dies hier aber alles automatisch vonstatten, man kann also nicht selber dem Spieler befehligen, dass man den Ball abschirmen will. Warum sich Konami für diese Variante entschieden hat, ist mir nicht ganz klar. Da es aber zumeist gut funktioniert, ist es dennoch eine gute Ergänzung.
Die weiteren Verbesserungen/Neuerungen sind hingegen nur kleinerer Natur und umfassen zum Beispiel die obligatorisch verbesserte Ballphysik oder neue Animationen und Bewegungen, wodurch das Spiel noch flüssiger ausschaut.

Gleiche Steuerung und noch immer sehr taktisch

So gut wie keine Neuerungen gibt es auch bei der Steuerung. Lediglich ein paar neue Laufwege bei Standardsituationen wurden hinzugefügt. Ansonsten spielt sich PES 2018 aber genau wie sein Vorgänger.
Dies gilt auch für die Taktik. Doch warum hätte man hier auch was verändern sollen? Schließlich konnten Taktikfüchse ohnehin schon so gut wie alles nach ihrem Belieben Einstellen und Vorschreiben. Und so ist es natürlich auch dieses Jahr wieder. Wer sich eine ausgeklügelte Taktik ausdenken möchte, hat also auch dieses Jahr wieder alle Möglichkeiten dazu.
Wo ebenfalls keine Änderungen zu bemerken sind, ist bei den Torhütern. Doch anders als bei der Steuerung und den taktischen Möglichkeiten, ist dies hier negativ zu bewerten. Denn gerade beim Herauslaufen offenbaren die Torhüter doch gravierende Probleme. Hier hätte ein bisschen Feintuning also doch sehr gut getan.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Verbesserungen und Neuerungen sind nur punktuell zu finden und bringen, wie im Fall der nun stärker wirkenden Sprints, auch manchmal Probleme mit sich bzw. wurden nicht so umgesetzt, wie man sich das vielleicht gewünscht hätte (Ballabschirmen). Nichtsdestotrotz ist PES 2018 auf dem Rasen eine tolle und realistische Fußballsimulation. Abseits davon gibt es allerdings wieder die bekannten Probleme. Es gibt zwar endlich wieder die spaßigen Zufallsmatches, aber eben auch noch immer eine langweilige Präsentation und viel zu wenige Lizenzen.
Wer damit Leben kann nicht mit seinem Lieblingsverein anzutreten und stattdessen lieber ein realistisches Gameplay genießen möchte, für den ist PES 2018 natürlich dennoch absolut empfehlenswert. Wer aber gerne mit Lewandowski, Goretzka oder Uth die Bundesliga aufmischen will, sollte eventuell doch auf unseren FIFA 18 Test warten.

PES 2018 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 8.25
Sound: 7.50
Steuerung: 8.75
Gameplay: 9.50
Wertung: 8.5
  • Realistisches Gameplay mit vielen taktischen Möglichkeiten
  • Viele kleinere Verbesserungen
  • Ball abschirmen ...
  • Tolle Atmosphäre
  • Zufallsmatches
  • Wenige Lizenzen
  • In der CL fehlen viele Top-Vereine
  • … was allerdings nur automatisch abläuft
  • Schwere Defensivarbeit
  • Langweilige Aufmachung der Karriere

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Rezension vom: 27.09.2017
Kategorie: Sport
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