RSS-Feeds
Podcast
http://www.splashgames.de/php/images/spacer.gif
In der Datenbank befinden sich derzeit 2.717 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste

Echo

Entwickler: Ultra Ultra
Publisher: Ultra Ultra

Genre: Action
USK Freigabe: Downloadspiel ohne USK-Prüfung
ca. Preis: 22,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4

Testsystem: Intel® Core™ i7-4700MQ Prozessor; Windows 8.1; NVIDIA® GeForce® GTX 780M DirectX® 11 Grafik, 16 GB Arbeitsspeicher

Anforderungen: Intel Core i3-4340 3.6 Ghz/ AMD FX-8350 4.0 Ghz oder Vergleichbar; Windows 7/8/10; NVIDIA GeForce GTX 570 - 1.28GB / AMD Radeon HD 7870 2GB oder Vergleichbar; 4GB Arbeitsspeicher

Inhalt:
echo_logo


Bei Echo handelt sich nicht etwa um einen Artikel zum mehr oder minder begehrten Musikpreis und auch Amazons Alternative zu Siri und Cortana soll nicht im Mittelpunkt dieses Textes stehen. Echo ist ein Stealth-Action-Adventure-SciFi Spiel des (noch) unbekannten Entwicklerstudios Ultra Ultra, das sich meiner Einschätzung nach einer klaren Genrezuordnung entzieht, aber einige interessante Mechanismen an Bord hat, die ich mir in einem knapp dreistündigen Spaziergang durch den mysteriösen Palast voller Klone anschauen durfte. Doch beginnen wir am Anfang: Ultra Ultra ist ein kleines Entwicklerstudio, das bisher nicht für große Blockbustertitel verantwortlich zeichnete, dessen Mitarbeiter aber maßgeblich an Hitman mitgewirkt haben. Der Stealth-Anteil des Spiels liegt also definitiv in fachkundigen Händen. Das Erstlingswerk der Kopenhagener könnte nur schwer noch ungewöhnlicher sein.

Meinung:

En
Die seltsam androgyne Hauptfigur des Spiels ist En, eine junge Frau mit weißen Haaren, die den Großteil des Spiels einen ungeheuer futuristischen Raumanzug trägt. En zählt zu einer Gruppe von Menschen, die sich die Findigen nennen und von einer als Großvater bezeichneten Autoritätsperson einem harten Training unterzogen wurden, um eben jenen sagenumwobenen Palast zu erreichen, an dem unsere Heldin mit ihrer sympathisch-pessimistischen Raumschiff-KI als einziger Begleitung gestrandet ist. Obwohl die Protagonistin ihrer Geschichte nach so etwas wie das enfant terrible der Gruppe gewesen sein dürfte, zählt sie zu den Besten und hat nicht umsonst als Einzige den mysteriösen Ort gefunden, an dem sie nichts Geringeres möchte, als jemanden das Leben zurück zu geben, dessen Persönlichkeit sie in einem roten Würfel auf dem Rücken geschnallt mit sich herumträgt. Klingt seltsam? Abwarten.

Die Videosequenzen sehen wirklich schick aus und überzeugen mit toll designten SciFi-Elementen. Das beginnt beim Raumanzug, setzt sich am Raumschiff und schließlich an dem komplett artifiziell umgestalteten Planeten fort, auf dem das Abenteuer beginnt.
Auch abseits der Videosequenzen ist die Optik beeindruckend. Die Umgebung wirkt fast überall so steril, dass man stellenweise denkt, durch ein Nvidia-Benchmark zu laufen. Im Kontext der Story ergibt das aber durchaus Sinn.

Direkt ins Geschehen… quasi
Die erste Stunde des Spiels diktiert dem Spieler eine beinahe nervtötende Langsamkeit auf, die für mich ehrlich gesagt eine harte Geduldsprobe darstellte. Es wird ein wenig geredet, aber vor allem latscht man durch endlose Korridore, beginnt Bröckchen der Hintergrundgeschichte zu verstehen und bekommt häppchenweise einzelne Spielelemente erklärt. Ich weiß nicht, ob ein viertelstündiges Tutorial in einer Art Holo-Deck des Raumschiffs nicht den gleichen Zweck erfüllt hätte und unterhaltsamer gewesen wäre.

Als Tester habe ich viel Zeit über einige Nebensächlichkeiten nachzudenken und hier muss sich Echo nicht verstecken: Die Animationen sind flüssig und wirken meist natürlich, die Beleuchtung ist stimmungsvoll (wichtiges Spielelement), das Interface ist genial in das Spielgeschehen integriert, die Steuerung (wahlweise) per Gamepad funktioniert anstandslos, die Hintergrundgeräusche und die makellos übersetzten Gespräche passen stimmig in das Gesamtbild.
Die Spannung beginnt sich aufzubauen, als in dem Palast immer wieder das Licht ausfällt. Nach jedem „Reboot“ nehmen die überall herumliegenden schwarzen Klumpen mehr und mehr menschliche Formen an, um schließlich zu unzähligen Kopien von En zu werden.

Einige Spielelemente erklärt
Echos nennt En die gruseligen Doppelgänger von sich selbst, die nach und nach den scheinbar intelligenten Palast bevölkern und ihr zu Beginn auf gruselige Weise schrittweise ähnlicher werden. Liegen zunächst einige schwarze Bröckchen auf den ansonsten blanken Marmorfliesen, erkennt man später Torsos, die sich schließlich bewegen, grobe Gesichtszüge erhalten und sich schließlich genau wie wir bewegen. Ganz genau wie wir!

Stimmen sind große Stimmgabeln, die einmal angeschlagen ein verschlüsseltes Fragment einer Geschichte liefern. Nur wenn man genug sammeln kann, lässt sich ein an bestimmten Stellen des Spiels eingeblendeter Vers entziffern.

Sonnen sind kleine auf Säulen ruhende Energieballungen, die der Spieler dazu verwenden kann die Energiereserven des Anzugs aufzufüllen. Zu Beginn verfügt der Raumanzug über nur 2 Ladebalken, sodass ein Sprung, ein Scan oder gar ein Schuss bereits die Hälfte der Ressourcen verbrauchen. Durch das Einsammeln von jeweils fünf Kristallen lassen sich aber nach und nach weitere Energiebalken freischalten.

HUD – Unser Anzug ist so hightech, dass er lebensnotwendige Informationen farblich in eine Art Sphäre um uns herum projiziert. Wenn die Echos uns wahr nehmen, sich auf uns zu bewegen odre uns gar anvisieren, erhalten wir durch farbige Felder genaue Auskunft, aus welcher Richtung uns Gefahr droht. Darüber hinaus sehen wir die uns zur Verfügung stehende Ausdauer für Sprints oder Abwehrbewegungen, bekommen Navigationspunkte und die zurückzulegende Entfernung eingeblendet und einiges mehr.

Jetzt zum Clou: Das Spiel mit der KI
Neben den soliden weiter oben beschriebenen Spielelementen ist es vor allem die vom Spieler lernende KI, die für Aufsehen bei den Spielern sorgen dürfte. Die vom Palast hergestellten Klone sind im Prinzip in der Lage alles zu tun, was wir ihnen bei Lichte betrachtet vormachen. Das ist nicht nur eine Floskel, denn was wir im Dunkeln anstellen, können die Echos nicht nachahmen, also zum Beispiel Sprinten um schnell die Position zu wechseln oder Wasser durchqueren.

Natürlich würden die nachgemachten Avatare im Verlauf des Spiels trotzdem übermächtig werden, gäbe es nicht immer wieder kurze Blackouts, nach denen die Figuren glücklicherweise nur auf ihr Kurzzeitgedächtnis zugreifen können. Nur die Tätigkeiten des letzten Zyklus stehen den unheimlichen Wesen zur Verfügung. Bin ich also während der letzten hellen Periode nur hockend durch die Gegend geschlichen und habe Replikanten erdrosselt, sollte ich nun genau aufpassen, wenn ich um Ecken gehe oder immer mal einen Blick über die Schulter… ach du Schreck. Das Spiel hat durchaus seine Schockmomente, ohne auf billige Weise erschrecken zu müssen. Die permanent vorhandene Anspannung, das Spiel aus Licht und Schatten und die seltsam robotisch anmutende Menschlichkeit der Gegner, gepaart mit einer immer verworrener daherkommenden Hintergrundgeschichte, erzeugen eine spannende Atmosphäre, in der man stets wissen möchte wie es weiter geht.

Apropos Fortschritt: Zu Beginn gibt es einige Punkte, an denen das Spiel automatisch speichert. Im späteren Spielverlauf gibt es Speicherpunkte in Form übermannshoher Portale, die, einmal betreten, den Spielstand sichern. Allzu großer Frustration soll somit vorgebeugt werden, aber ein Spaziergang ist die Tour durch den Palast dennoch nicht.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters David Weigel Das Studio aus Kopenhagen überzeugt mit tollem (Game-)Design, einem spielerischen Kniff, der vom Spieler verlangt, sich in seinen Mitteln zu beschränken, wenn er die Gegner nicht unglaublich stark werden lassen möchte, und einer Hintergrundgeschichte, die entdeckt werden möchte. Nichts desto trotz hat das Gameplay durchaus seine Längen und fordert viel Geduld vom Spieler.



Echo - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
David Weigel

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.75 Grafik: 8.00
Sound: 8.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 7.00
Wertung: 7.75
  • Tolles Gamedesign
  • Stimmungsvolle Beleuchtung
  • Interface genial ins Spielgeschehen integriert
  • Interessante Story
  • KI lernt dazu
  • Gameplay fordert Geduld

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 18.10.2017
Kategorie: Action
«« Die vorhergehende Rezension
Moero Chronicle
Die nächste Rezension »»
The LEGO Ninjago Movie Videogame
Die Bewertung unserer Leser für dieses Game
Bewertung: Keine Bewertung vorhanden
Bewertung
Du kannst dieses Game hier benoten. Wohlgemerkt soll nicht die Rezension, sondern das Game an sich bewertet werden! Du hast also dieses Game gespielt? Dann bewerte es hier. Die Benotung erfolgt mit Sternen. Keine Sterne entsprechen der Schulnote 6. Fünf Sterne entsprechen der Schulnote 1.
Schulnote 1Schulnote 2Schulnote 3Schulnote 4Schulnote 5Schulnote 6