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Star Wars: Battlefront 2

Entwickler: Dice
Publisher: Electronic Arts

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 57,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
battlefront_2

Vor dem Release von Star Wars: Battlefront 2 gab es einen riesigen Shitstorm, woraufhin EA pünktlich zum Release einige Änderungen vorgenommen hat. Wie wirken sich diese aus und was gibt es zu Battlefront 2 abseits des Shitstorms zu sagen? Unser Test zeigt es Dir.

Meinung:

Der Shitstorm
Für alle, die in den letzten Wochen hinter dem Mond gelegt haben, hier zunächst noch mal in Kurzform der Grund des wohl größten Shitstorms, den es in den letzten Jahren in der Videospiel-Branche gab.
Wie die Mehrheit der Spiele ist es auch in Battlefront 2 so, dass man zu Anfang nur eine kleine Auswahl an Charakteren zur Verfügung hat, weitere müssen erst mit Credits freigeschaltet werden. Ähnlich ist es bei den Fähigkeiten, nur dass diese hier mit Star-Cards freigeschaltet werden. Diese sogenannten Star-Cards kann man allerdings nicht gezielt kaufen, sondern ausschließlich über Lootboxen. So weit, so normal könnte man nun meinen. Schließlich gehören Lootboxen ja spätestens seit diesem Spieleherbst zum „guten Ton“. Weshalb also plötzlich dieser Shitstorm? Bei Battlefront 2 ist das Spezielle, dass die Star-Cards quasi darüber entscheiden, ob man in den Matches erfolgreich ist oder nicht. Manche Karten sind nämlich dermaßen mächtig, dass selbst Anfänger mit ihrer Hilfe ohne große Mühe Profis abschießen. Das Problem: Eigentlich war es geplant das man die Lootboxen und somit auch die Star-Cards nicht nur über die im Spiel verdienten Credits, sondern auch mit gegen Echtgeld, kaufen konnte – was für viele natürlich nach Pay2Win roch (ganz abgesehen davon, das sich EA zudem auch noch der Anschuldigung des Glücksspiels konfrontiert sah). Nachdem bekannt wurde das dieses System so nicht nur in den vorherigen Betatests, sondern eben auch im fertigen Spiel zum Einsatz kommen sollte, ist die Gamergemeinde auf bekannte Weise auf die Barrikaden gegangen. Wie es scheint auch mit Erfolg. Denn mit dem offiziellen Erscheinen des Spiels verkündete EA, dass man die Echtgeld-Transaktionen abschalten würde, wie es dann auch geschehen ist. Ist das Ganze jetzt aber tatsächlich ein Sieg der Gamergemeinde oder wollte der Publisher (vielleicht sogar aufgrund Drucks seitens Disney?) der schlechten PR ein Ende setzen? Schließlich erscheint ja bald der neue Star Wars-Film im Kino, da möchte Disney natürlich jegliche negative Presse im Zusammenhang mit dem Sternen-Universum vermeiden (wobei allerdings die Frage ist, ob der Shitstorm zum Spiel überhaupt irgendwelche spürbaren Auswirkungen an der Kinokasse gehabt hätte). Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Fakt ist, dass die Echtgeld-Transaktionen nun nicht möglich sind. Ebenso Fakt ist aber auch, dass sie wiederkommen werden. Das hat EA nämlich schon angekündigt. Nur auf welche Weise sie wieder eingesetzt werden, dass ist nicht bekannt. Möchte man einfach Gras über die Sache wachsen lassen und dann wieder genauso weitermachen, wie es eigentlich geplant war? Oder setzt man sich hin und überlegt sich einen für Spieler aus als Publisher fairen Weg? Die Zeit wird es zeigen.

Das Spiel
Damit kommen wir jetzt aber endlich zum eigentlichen Grund dieses Tests, nämlich dem Spiel. Hier ist die größte Neuerung auf jeden Fall der Kampagnen-Modus, der im ersten Battlefront-Spiel noch schmerzlich vermisst wurde. So können wir diesmal als imperiale Elite-Agentin Iden Versio die Geschehnisse nach der Zerstörung des Todessterns in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ hautnah miterleben. Zur Story selber möchte ich hier nichts verraten, schließlich soll diese jeder für sich selber erfahren. Zudem würde jeder Satz einen Großteil der Kampagne verraten, denn lang ist diese nicht gerade ausgefallen - nach vier bis fünf Stunden sieht man hier tatsächlich schon wieder den Abspann. Was ich verraten kann, ist das die Charaktere, allen voran Iden, leider sehr blass bleiben. Selbst in Anbetracht der kurzen Spielzeit wäre eine bessere Charaktervorstellung und Entwicklung sehr erfreulich gewesen. Dasselbe kann man im Prinzip aber auch zur gesamten Story sagen. Auch hier hätte etwas mehr Tiefgang sehr gutgetan. Stattdessen baute man aber lieber einen Storytwist ein, der von Anfang an vorhersehbar ist, sowie Einlagen bekannter Helden, die sinnloser nicht sein könnten. Bestes Beispiel hierfür ist wohl Luke, den man auch kurzzeitig spielen darf. Doch anstatt wie ein Held zu agieren, dient er hier eher als Kammerjäger – was ich damit meine, wird jeder selber sehen. Ebenso wird jeder selber erleben, dass der spielerische Anspruch auf ein Minimum reduziert ist. Im Grunde ist es eine virtuelle Schießbude, bei der sich die Gegner oft erst gar nicht wehren.
Man soll mich hier aber bitte nicht missverstehen, der Story-Modus macht nichtsdestotrotz eine Menge Spaß. Es ist einfach immer wieder in cooles Erlebnis, wenn man Teil der Star Wars-Saga ist, zumal das Ganze grafisch fantastischen inszeniert ist. Noch nie zuvor sah ein Star Wars-Spiel dermaßen gut aus.

Der Multiplayer-Modus
Das Herzstück des gesamten Spiels ist aber zweifelsfrei der Multiplayer-Modus. Dies merkt man schon allein daran, dass es zwar auch einen Ko-op Modus gibt, dieser aber erstens nur ganz wenige Credits ausspuckt (wofür diese genutzt werden, erkläre ich gleich) und zweitens auch noch auf ein paar Runden pro Tag begrenzt ist. Der Spieler soll also quasi zum Multiplayer-Modus geführt werden. Und wenn man sich den einmal anschaut, ist das ehrlich gesagt auch gar keine schlechte Idee. Die Entwickler haben hier nämlich offensichtlich auf die Kritik, die beim Vorgänger aufkamen, gehört, und bieten nun endlich Szenarien aus sämtlichen bisher veröffentlichten Filmen an. So gibt es nun zum Beispiel eine Karte auf dem Wasserplaneten Kamino, auf dem man sich ein Gefecht mit der Klonarmee der alten Republik liefert oder man kämpft auf dem zweiten Todesstern. Zudem gibt es auch Kämpfe in der Rebellenbasis auf Yavin 4, Yakku, Hoth, in den belebten Straßen von Mos Eisley auf Tatooine, Endor, der Starkiller-Basis aus Episode 7, Naboo, Ryloth, Kashyyk und Takodana. Obwohl die Auswahl also bereits Recht groß ist und so erst einmal keine Langeweile aufkommen solle, hat EA bereits weitere Maps angekündigt. Die sollen dann erfreulicherweise sogar kostenlos erhältlich sein.

Das Gameplay im Multiplayer-Modus
Spielerisch erwartet einen in den Multiplayer-Gefechten im Grunde das Gleiche wie beim Vorgänger, lediglich kleine Nuancen würden verbessert bzw. ergänzt. Im Sternenjäger-Angriff gilt es nun etwa nicht mehr, wie bei den später für Battlefront 1 erschienenen DLCs, einfach das gegnerische Team mit Jägern, Bombern, Abfangjägern und Heldenschiffen (wie zum Beispiel Boba Fetts Slave I, dem Millenium Falken oder Kylo Rens Kommandoshuttle) auszuschalten, sondern mehrstufige Ziele zu erfüllen. Dies kann zum Beispiel das Angreifen bzw. Verteidigen einer Basis sein, in der das endgültige Ziel der Kern im Reaktorinneren ist.
Darüber hinaus gibt es natürlich noch einige weitere Modi wie der klassische Team-Deathmatch-Modus „Blast“; den „galaktischen Angriff“, in dem sich ebenfalls zwei Teams um die Vorherrschaft auf einer Map streiten; dem Strike-Modus, der wohl am besten mit dem Battlefield 1 bekannten Rush-Modus zu vergleichen ist; oder Helden vs. Schurken, der wohl selbsterklärend ist – bei diesem Angebot dürfte wohl für jeden das passende dabei sein.

Die Klassen
Was alle Modi vereint, ist, dass man sich in der Regel aus einer Handvoll Klassen seine bevorzugte auswählen und mit dieser auf das Schlachtfeld ziehen kann. Die Klassen ergänzen sich dabei und sind bereits jetzt relativ gut ausbalanciert. Angriffssoldaten sind die Allrounder, die von allen etwas können und mit einem Lasergewehr ausgestattet sind. Schwere Truppler sind hingegen mit einer durchschlagskräftigeren Waffe sowie Einsatzschilden unterwegs. Der Spezialist ist der Fernkämpfer unter den Klassen und nimmt seine Gegner mit einem Schwarzach Übungswehr aufs Korn. Zudem verfügt er über ein Radar, mit dem er seinen Mitspielern die Position der Gegner anzeigen kann. Ganz neu ist der Offizier, der nicht nur Buffs austeilen, sondern auch stationäre Geschütze aufstellen kann. Zudem gibt es natürlich auch wieder einige Helden der hellen und dunklen Seite, wie etwa Luke und Leia Skywalker, Rey, Darth Vader, Boba Fett und Iden Versio – um mal ein paar Beispiele zu nennen.

Die Star-Cards

Trotz der (vorübergehend) abgeschafften Echtgeld-Transaktionen sind die Star-Cards natürlich weiterhin elementarer Bestandteil des Online-Spiels. Die Star-Cards werden dabei dafür genutzt, die drei Fähigkeiten, die jeder Charakter aufweist, anzupassen. Natürlich passen aber nicht alle Star-Cards auf jeden Charakter (deswegen auch der Vorwurf des Glücksspiels). Wenn man aber tatsächlich Glück hat und genügend Karten für seine Charakterklasse bekommt, kann man seinen Charakter so sogar relativ gut spezialisieren. Ich spiele zum Beispiel gerne mit dem schweren Truppler und habe ihn dank der passenden Karten so weit spezialisiert, dass er mit Ionentorpedo und Ionengeschütz jedes Fahrzeug nach wenigen Schüssen zerstören kann.

Das Freischalten
Eine weitere Neuerung in den Online-Matches sind die Kampfpunkte, die man für so gut wie jede Aktion erhält. Wenn man genügend dieser Punkte gesammelt hat, kann man mit ihnen besondere Unterstützung anfordern und steuern. So kann man etwa an das Geschütz eines AT-ATs oder aber natürlich einen der bereits erwähnten Helden spielen. Im Prinzip gilt hier: Je mehr Punkte man hat, desto stärker die Unterstützung.
Leider gibt es dabei aber zwei große Probleme. Das Erste: Wenn ein starker Spieler eine starke Unterstützung spielt, ist es für das gegnerische Team praktisch unmöglich zu gewinnen. Gerade wenn es sich dabei etwa um Luke oder Darth Vader handelt, denn die Laserschwert-Helden bzw. Schurken wirken momentan noch etwas overpowert, was in der Hand eines ohnehin starken Spielers natürlich nicht die beste Kombination ist und recht frustrierend sein kann.
Das zweite Problem: Die meisten Helden und Schurken muss man erst mit Credits freispielen. Zwar hat EA im Zuge der Echtgeld-Streichung auch die Preise für die Helden und Schurken um satte 75 % reduziert, dennoch ist es so, dass man etliche Runden spielen muss, um genügend der rar gesäten Credits einzuspielen. Denn im Gegensatz zu den Kampfpunkten orientiert sich die Anzahl der Credits nicht an den eigenen Aktionen, sondern ausschließlich an der Dauer eines gespielten Matches. Dieses System ist doppelt ärgerlich, da man über die Credits nicht nur Helden und Schurken, sondern auch die Lootkisten kauft. Um sich seinen Lieblingshelden bzw. Schurken leisten zu können und sich dabei auch noch die ein oder andere Lootkiste zu gönnen (schließlich möchte man in den Matches nicht vollkommen unterlegen sein), kommt man am grinden also nicht vorbei.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Trotz der massiven Änderungen seitens EA zum offiziellen Verkaufsstart von Star Wars: Battlefront 2, ist noch immer nicht alles optimal. Gerade das Credits-System fällt immer noch negativ auf, weil es grinden quasi unumgänglich macht. All dies ist sehr ärgerlich, da das Spielerlebnis wirklich toll ist. Klar, die Storykampagne ist kurz und bietet eine vorhersehbare Geschichte, dennoch ist es ein cooles Gefühl, Teil der Sternensaga zu sein.
Das Hauptaugenmerk liegt aber ohnehin auf den Online-Schlachten. Und auch wenn hier neben der Freischaltungs-Mechanik noch einige weitere Dinge nicht optimal sind, (Helden- und Schurken wirken zu stark) machen die Online-Schlachten eine Menge Spaß. Es ist halt doch noch mal etwas anderes, wenn man in einem Battlefield oder CoD mit irgendeinem Soldaten auf irgendeinem Schlachtfeld, oder hier eben mit einem Sturmtruppler in einer der ikonischen Star Wars-Szenerien kämpft.
Bleibt zu hoffen das EA die bestehenden Probleme noch behebt und sich in Sachen Echtgeld-Transaktionen ein für alle Seiten faires System ausdenkt. Wenn dies der Fall ist, kann Battlefront 2, trotz aller vorhergegangener Kritik, zu einem der besten Shooter überhaupt werden. Atmosphärisch gehört es bereits jetzt dazu!


Hinweis:
Natürlich werden wir genau beobachten, in welcher Weise EA die Echtgeld-Transaktionen wieder ins Spiel integriert, und werden uns ggf. die Freiheit nehmen, den Test und die Wertung dementsprechend noch einmal anzupassen.

Star Wars: Battlefront 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.1875 Grafik: 9.00
Sound: 8.50
Steuerung: 8.00
Gameplay: 7.25
Wertung: 8.1875
  • Tolle Star Wars-Atmosphäre
  • Schöne und Detailreiche Schauplätze
  • Deutsche Synchro mit den Originalsprechern aus den Filmen
  • Viele Online-Maps aus allen Filmen
  • Interessantes Star-Cards-Prinzip
  • Kampagne zu kurz
  • Story der Kampagne vorhersehbar und Charaktere bleiben blass
  • Grinden zum freischalten
  • Manche Helden/Schurken wirken zu stark

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Rezension vom: 01.12.2017
Kategorie: Action
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