Splashpages  Home Games  Rezensionen  Rezension  L.A. Noire
RSS-Feeds
Podcast
http://www.splashgames.de/php/images/spacer.gif
In der Datenbank befinden sich derzeit 2.884 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste

L.A. Noire

Entwickler: Team Bondi
Publisher: Rockstar Games

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 34.90 €

Systeme: PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:
l.a._noire_logo

Nach knapp sechs Jahren darf Detektive Cole Phelps wieder auf Ermittlungsarbeit gehen. Allerdings nicht wie erhofft in neuen Fällen, sondern noch mal in dieselben. Allerdings wurden diese für Xbox One (X), PS4 (Pro) und Switch nicht nur aufgehübscht, sondern auch um ein paar Dinge ergänzt.

Meinung:

Als L.A. Noire 2011 für die Xbox 360 und PS3 erschien, setzte es neue Grafik-Maßstäbe. Gerade die Gesichter und Gesichtsanimationen sorgten dank gänzlich neuer MotionScan-Technologie für reihenweise offener Münder. Durch die aufwendige Technik konnte man tatsächlich Emotionen in den Gesichtern ablesen.
In der nun veröffentlichten Remaster-Version sehen die Gesichter sogar noch besser aus. Doch nicht nur die Gesichter und Mimiken profitieren von der grafischen Überarbeitung, die auf der Xbox One X und PS4 Pro sogar 4K-Auflösung und HDR bietet. Auch das Los Angeles der 1940er, in dem Cole Phelps seinen Job nachgeht, sieht noch Mal deutlich besser aus, als es ohnehin schon war. Wer das Original kennt, wird sofort merken, dass sämtliche Texturen schärfer sind und die Autos nicht nur noch mehr glänzen, sondern auch schmutzig werden, wenn man mit ihnen im Regen durch Matsch fährt. Der Regen und sämtliche anderen Wettereffekte wurden ebenfalls überarbeitet, genauso wie die Beleuchtung und Raucheffekt. Außerdem kann man einige neue Palmen am Straßenrand erkennen – da schaltet man gerne Mal den neuen Foto-Modus an und nimmt ein paar Panorama-Bilder auf.

Hübsch aber leblos

Obwohl man L.A. Noire durch all dies sein Alter keinesfalls mehr ansieht und es sich selbst vor ganz neuen Spielen nicht verstecken muss, bleibt jedoch ein Problem der Originalfassung bestehen. Denn leider sieht das virtuelle Los Angeles nach wie vor sehr leer aus. Es fahren zwar Autos vorbei und es gibt es auch ein paar Passanten, doch im Vergleich zu einem GTA 5, wirkt L.A. Noire doch erschrecken leblos. Ich hätte mir sehr gewünscht, das auch hier etwas nachjustiert worden wäre, doch das ist leider nichts er Fall.
Selbiges hätte ich mir auch für die Steuerung gewünscht. Denn während Switch-Spieler sich über eine nagelneue und toll funktionierende Touchscreen-Steuerung freuen dürfen, müssen Xbox One (X)- und PS4 (Pro)- Besitzer nach wie vor mit der etwas hakeligen Steuerung vor lieb nehmen, die bereits beim Original für Kritik sorgte.
Dafür gibt es aber immerhin auf allen Systemen zwei neue Kameraperspektiven, die dem Spiel auch sehr gut tun. Während die Panorama-Kamera für mehr Übersicht sorgt, fühlt man sich mit dem ebenfalls neu hinzugekommenen Blick über die Schulter mehr ins Spiel integriert und nicht mehr so, als ob man als Außenstehender zusehen würde.

Spielerisch das Gleiche
Rein vom Spielerischen hat sich nichts getan – was natürlich bedeutet, dass auch die negativen Punkte des Originals wieder vorhanden sind. Denn so cool es ist, als Cole Phelps in das verruchte Los Angeles der 40er Jahre einzutauchen und dem spannenden Krimi, der hier erzählt wird, zu folgen, Beweise zu sammeln und die Verdächtigen lediglich anhand ihrer Aussagen und Mimik im Verhör zu überführen, so uninspiriert wirken manche Gameplay-Elemente. Die Kämpfe und Schießereien wirken eher wie Füllmaterial – Taktik oder Geschick ist hier nicht gefragt. Auch die Tatsache, dass sich das Gameplay immer wieder wiederholt, tat und tut dem Spiel nicht gut. Wie cool wäre es, wenn man zum Beispiel nicht nur Hinweise finden müsste, sondern sie auch, wie bei den letzten Sherlock Holmes-Spielen, durch Deduktion zusammenbringen müsste oder zum Lösen eines Rätsels Mal ein Minispiel eingestreut wäre?

Aufs kleinste Detail achten

Der Grund, weshalb mir L.A. Noire trotzdem spielerisch gefiel und es auch diesmal wieder tut, sind die Verhöre - in denen die Optionen im Vergleich zum Original übrigens geändert wurden. Anstatt „Wahrheit“, „Anzweifeln“ und „Lüge“, wählt man nun zwischen „Guter Cop“, „Böser Cop“ und „Beschuldigen“ aus. Das ist im Grunde aber nur eine kosmetische Änderung, denn am Ablauf der Verhöre ändert dies nichts und somit auch nichts daran, dass es noch immer ein tolles Erlebnis ist, wenn man die Verdächtigen etwas fragt, und man genau auf ihre Reaktion achten muss, ob sie die Wahrheit sagen oder nicht. Dabei muss man konzentriert sein, denn manchmal verraten sich die Verdächtigen nur durch ganz kleine Bewegungen, wie etwa dem Zucken eines Auges. Ist man sich sicher, dass der Gegenüber nicht die Wahrheit spricht, kann man ihn mit Beweisen überführen. Liegt man richtig, hat man entweder den Täter gestellt oder erhält zumindest neue Informationen.
Nach Abschluss eines Falles erhält man dann noch eine Sterne-Wertung, mit der man allerdings nur neue Outfits oder Autos für Cole freischaltet. Zudem erhält man je nach Wertung auch noch sogenannte Intuitionspunkte, mit denen man sich an späteren Tatorten Beweise anzeigen lassen oder auch Mal eine falsch gestellte Frage zurücknehmen kann – wirklich brauchen tut man all dies aber nicht, weshalb es einem auch nicht leidtun würde, wenn dies nicht im Spiel enthalten wäre. Alles andere als überflüssig sind die fünf DLCs, die hier direkt mit enthalten sind und das ursprüngliche Spiel um gute fünf Stunden verlängern.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Optisch hat sich das Remastered auf jeden Fall gelohnt. Dank der Überarbeitung muss sich L.A. Noire selbst vor ganz neuen Spielen nicht verstecken. Auch schön ist, dass alle veröffentlichten DLCs enthalten sind und das Krimi-Feeling war und ist ohnehin grandios. Schade ist hingegen das die Steuerung auf Xbox One (X) und PS4 (Pro) nicht überarbeitet wurde. Dennoch ist diese Remaster-Version für mich persönlich eine der besten überhaupt.

L.A. Noire - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.875 Grafik: 8.00
Sound: 8.00
Steuerung: 7.50
Gameplay: 8.00
Wertung: 7.875
  • Tolles Remastered inkl. aller DLCs
  • Grandiose Mimik
  • Spannende Befragungen
  • Tolles L.A. der 1940er
  • Switch-Version mit Touchsteuerung
  • Einfache Faustkämpfe und Schusswechsel
  • Steuerung auf Xbox One und PS4 hakelig
  • Spielablauf wiederholt sich
  • Keine Deduktion oder ähnliches
  • Leblose wirkende Spielwelt

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 08.12.2017
Kategorie: Action
«« Die vorhergehende Rezension
Demon Gaze II
Die nächste Rezension »»
Elex
Die Bewertung unserer Leser für dieses Game
Bewertung: Keine Bewertung vorhanden
Bewertung
Du kannst dieses Game hier benoten. Wohlgemerkt soll nicht die Rezension, sondern das Game an sich bewertet werden! Du hast also dieses Game gespielt? Dann bewerte es hier. Die Benotung erfolgt mit Sternen. Keine Sterne entsprechen der Schulnote 6. Fünf Sterne entsprechen der Schulnote 1.
Schulnote 1Schulnote 2Schulnote 3Schulnote 4Schulnote 5Schulnote 6