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Railway Empire

Entwickler: Gaming Minds
Publisher: Kalypso Media

Genre: Simulationen
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 49,95 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
railway_empire_logo

Das der geistige Vater von Railway Empire das von Sid Meier erfundene Railroad Tycoon ist, lässt sich kaum verleugnen. Doch das ist ja nicht das Schlechteste, schließlich hat das Aufbau-Strategiespiel/Wirtschaftssimulation seinerzeit vielen Spielern viel Spaß bereitet. Bleibt nur zu hoffen, dass Railway Empire dies genauso gelingt.

Meinung:

Aufbaustrategie/Wirtschaftssimulations-Fans dürften Publisher Kalypso vor allem von deren Tropico-Reihe her kennen. In ihrem neusten Spiel schlüpfen wir aber weder in die Haut von El Presidente, noch leben wir auf irgendeiner kleinen Karibikinsel. Railway Empire ist nämlich in den USA des frühen/mittleren 19. Jahrhunderts angesiedelt, also zu jener Zeit, in der Nordamerika gerade von der Ost- zur Westküste hin durch die Eisenbahn erschlossen wurde und so überhaupt erst dafür sorgte, dass Städte wie Oklahoma City oder Kansas City florieren und die Vereinigten Staaten in der Folgezeit zu dem wurden, wie wir sie kennen.

Aufbau eines eigenen Imperiums

Wer sich mit der Geschichte der USA ein wenig auskennt, wird wissen, dass das Erschließen des mittleren Westen bis hin zur Westküste alles andere als ein Kinderspiel war. Nicht nur die Natur und Topografie stellten Hindernisse dar, auch konkurrierende Eisenbahngesellschaften, erschwerten sich den Weg gen Westen zusätzlich.

All dies findet auch in der fünfteiligen Kampagne von Railway Empire seinen Platz. Starten tun wir hier natürlich an der Ostküste, wo wir zunächst einmal ein Grundgerüst für unser Unternehmen aufbauen müssen. Zu diesem Zweck gilt es zunächst, die hier vorhandenen Städte durch Schienen miteinander zu verbinden. Allerdings sollte man dabei auch die Wirtschaft nicht vernachlässigen. Jede Stadt hat nämlich besondere Bedürfnisse. Um diese zu erfüllen, sollte man deswegen auch die umliegenden Rinder- und Baumwollfarmen, Steinbrüche und andere Rohstoffquellen mit Bahnhöfen versorgen und so ans Schienennetz anbinden. Ist dies erledigt, kauft man sich eine Lokomotive, von denen wir in den folgenden beinahe 100 Jahren, die wir hier miterleben, nach und nach immer stärkere und moderne freischalten können, und erstellen eine Zuglinie, bei der wir noch einstellen können, was genau transportiert werden soll. Sollen nur Personen von A nach B gebracht werden oder auch Post? Oder teilen wir die Waggons auf und bringen so etwa auch Stahl von Grand Rapids nach Chicago, wo es dann weiterverarbeitet wird? All dies kann man durch ein einfaches Menü auswählen, das sich selbst mit den begrenzten Möglichkeiten eines Controllers gut steuern lässt. Wenn wir die Städte mit allen Gewünschten versorgen, florieren sie recht schnell und wir können in ihnen neue Industriegebäude errichten, die nicht nur für einen steten Warenfluss sorgen, sondern uns obendrein auch noch Geld einbringen.

Nicht so einfach wie es sich anhört

So einfach, wie sich der Aufbau des eigenen Unternehmens anhört, ist es natürlich nicht. Denn bereits zum Start haben wir es mit Konkurrenzunternehmen zu tun, die ihrerseits ein Schienennetz aufbauen. Sollten wir mit unserem in eine „ihrer“ Städte kommen, melden sie sich sogleich zu Wort und drohen uns, sollten wir nicht schleunigst wieder verschwinden. Dass diese Drohungen keine leeren Hülsen sind, erfahren wir spätestens, wenn eine unserer Loks sabotiert wurde. Natürlich können wir den Spieß auch umdrehen und sie unsererseits mit engagierten Saboteuren behindern. Neben Saboteuren kann man aber natürlich auch herkömmliche Eisenbahnmitarbeiter, wie etwa Zugbegleiter oder Wachpersonal anheuern, die alle bestimmte Vorteile mit sich bringen. Einfach so sollte man sein Personal aber nicht anheuern. Denn jeder Einzelne verfügt über einen eigenen Charakter und wenn sich zwei Personen nicht grün sind, kann dies zu Zugausfällen führen.
Weniger risikoreich, dafür aber wesentlich kostspieliger, ist der Aktienmarkt, in dem wir Aktien der Konkurrenzunternehmen kaufen und sie so irgendwann gänzlich übernehmen können.

Schienen verlegen und Personal anheuern

Mit jedem Kilometer gen Westen spielt zu der harten Konkurrenz zudem auch noch die Topografie eine immer wichtigere Rolle. Obwohl es eigentlich ganz einfach ist Schienen zu verlegen – hierfür müssen wir nämlich nur Stadt A mit Stadt B verbinden und den Bau anschließend bestätigen – sehen wir uns plötzlich großen Hügel- oder gar Bergketten gegenüberstehen. Auch hier könnte man zwar theoretisch einfach drüber hinweg oder mithilfe von Tunnels, die automatisch generiert werden, hindurchbauen, jedoch kostet das natürlich eine Menge Geld. Zudem sind die Lokomotiven zu Anfang noch sehr schwach, weshalb sie größere Steigungen nur beschwerlich oder gar nicht bewältigen können. Aus diesem Grund müssen wir hier etwas genauer hinschauen und unsere Schienen so verlegen, dass sie nicht nur möglichst wenig Steigung aufweisen, sondern eben auch möglichst günstig sind.
Nicht sparen sollte man hingegen an Versorgungstürmen und Rangeiermöglichkeiten. Ersteres ist immens wichtig, da die Lokomotiven zwischendurch mit Wasser versorgt werden müssen, weil sie ansonsten gar nicht erst an ihr Ziel gelangen. Zweiteres ist hingegen nur dann wichtig, wenn man die Option, dass sich Züge nicht gegenseitig behindern, eingestellt hat. Hat man dies jedoch aktiviert, muss man dafür sorgen, dass immer Ausweichstellen mit den dazugehörigen Signalen zur Verfügung stehen. Wenn dies nicht der Fall ist, können die Züge sonst nicht aneinander vorbeifahren und bleiben stehen.
Auf diese Weise gehen wir so lang vor, bis wir auch das letzte Städtchen an unser Schienennetz angeschlossen und unser Unternehmen so irgendwann zu einem wahren Imperium entwickelt haben.

Weitere Modi, aber leider kein Multiplayer
Wem der Konkurrenzkampf und den Blick aufs Geld bei dem Errichten seines eigenen Zugunternehmens zu stressig ist, kann wahlweise auch den Modellbau-Modus auswählen, in dem man einfach ohne Rücksicht aufs liebe Geld oder konkurrierende Unternehmen drauf los bauen kann. Einen Multiplayer-Modus gibt es hingegen leider nicht. Dabei wäre das Wetteifern gegen menschliche Widersacher sicherlich sehr interessant gewesen. Dafür gibt es aber noch den Szenarien-Modus, in dem wir bestimmte Herausforderungen meistern müssen – natürlich mit dem Druck der KI-Konkurrenz im Nacken.
Zu guter Letzt gibt es zudem noch das freie Spiel, in dem wir alle Parameter, wie Startkapital, Region, Anzahl an Konkurrenten und Schwierigkeitsgrad, selber festlegen können und uns so zufällig erstellten Herausforderungen versuchen.

Hübsche Grafik, nervende Hintergrundmusik
Egal ob nun Kampagne oder Modellbau-Modus, die Grafik, die man dabei zu Gesicht bekommt, ist immer recht ansehnlich. Absolutes Highlight sind hierbei natürlich die Lokomotiven, die ihren realen Vorbildern detailreich nachempfunden wurden. Auch der Blick aus dem Führerstand ist absolut empfehlenswert. Wenn man mit den Augen des Lokführers über die Weiten blickt und dabei immer wieder Städte an sich vorbeihuschen sieht, macht sich schon eine Art von Fernweh breit. Die meiste Zeit wird man allerdings von oben auf die Karte schauen. So hat man nicht nur den besten Überblick, sondern auch die einzige Möglichkeit Städte anzuwählen und Schienen zu verlegen. Doch selbst dieser Blick ist sehr hübsch, denn auch von weiter oben lassen sich nette Details beobachten. Grafisch haben die Entwickler also gute Arbeit geleistet.
Dies gilt mit Abstrichen auch für den Sound. Positiv zu erwähnen sind hier sicherlich die Zuggeräusche, die sich alle authentisch anhören, zumindest soweit ich das beurteilen kann. Auch die deutsche Synchronisation ist gelungen. Was mich hingegen bereits nach wenigen Minuten gestört hat, war die Hintergrundmusik. Die war mir nicht nur zu langweilig, sondern wiederholte sich auch immer wieder. Zum Glück kann man sie aber problemlos abstellen. Dies habe ich auch schnell genutzt und habe mir stattdessen eine eigene Eisenbahn-Playlist in Spotify erstellt.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert
Selbst für jemanden, der kein ausgesprochener Eisenbahn-Fan ist, ist Railway Empire ein Blick wert. Denn hinter den Ganzen hübschen Lokomotiven steckt ein hervorragendes Aufbau-Strategiespiel/Wirtschaftssimulation, dass einen zwar viele Möglichkeiten bietet sein eigenes Eisenbahn-Imperium aufzubauen, es dabei aber schafft, einen nicht direkt zu erschlagen. Das Einzige was bedauerlich ist, ist der fehlende Multiplayer-Modus. Der hätte dem Spiel noch mal einen besonderen Pfiff verliehen. Doch auch so sollte sich jeder Genre-Interessierte Kalypso's Railway Empire auf jeden Fall einmal ansehen. 




Railway Empire - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8 Grafik: 7.50
Sound: 7.00
Steuerung: 9.00
Gameplay: 8.50
Wertung: 8
  • Über 40 authentische Lokomotiven
  • 100 Jahre Eisenbahn-Geschichte
  • Einfache Bedienung (auch mit Controller)
  • Übersichtliche Menüs
  • Verschiedene Spielmodi
  • Kein Multiplayer-Modus
  • Karte umfasst leider nicht ganz Nordamerika
  • Nervende Hintergrundmusik

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Rezension vom: 02.02.2018
Kategorie: Simulationen
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