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Monster Energy Supercross - The Official Videogame

Entwickler: Milestone
Publisher: bigben Interactive

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 49,90 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:
monster_energy_logo

Das italienische Entwicklerstudio Milestone untermauert ein weiteres Mal seine Stellung als Motorradspiel-Schmiede. Nachdem zuletzt die MXGP an der Reihe war, widmet man sich diesmal der spektakulären Monster Energy AMA Supercross-Serie.

Meinung:

Hierzulande ist die Monster Energy AMA Supercross-Serie weitestgehend unbekannt. Dabei stellt die in den USA heimische Rennserie die beste Motocross-Serie der Welt mit den besten Fahrern der Welt dar. Im Gegensatz zum herkömmlichen Supercross, wird die Monster Energy Supercross-Serie ausschließlich auf künstlichen Strecken in 17 Stadien, wie dem Angel Stadium in Anaheim oder dem Mercedes-Benz Stadium in Atlanta, ausgetragen.
Wie es sich für ein offizielles Spiel zu einer Meisterschaft gehört, dürfen wir im Spiel natürlich all diese Kurse befahren. Und nicht nur das: Auch die original lizenzierten Fahrer der 240er East und West sowie 450er-Klasse samt ihren Teams und Motorrädern treffen wir an. Wer schon immer gegen Mike Alessi, Jason Anderson, Blake Baggett, Aaron Plessinger oder Zach Osborne antreten oder gar in ihre Haut schlüpfen wollte, ist hier also genau richtig.

Das kommt mir doch bekannt vor

Damit haben wir die größte Änderung gegenüber den vorherigen Milestone Motorrad-Spiel MXGP3 eigentlich auch schon aufgezählt. Spielerisch unterscheidet sich Monster Energy Supercross – The Official Videogame nämlich kaum von dem vorhergegangenen Spiel.
Es ist ganz offensichtlich, dass sich der Entwickler bei seinem vorhergegangenen Motocross-Spiel in vielerlei Hinsicht kräftig bedient hat. So fühlt sich die Fahrphysik genauso an, wie bei MXGP3, weshalb sie auch diesmal wieder recht anspruchsvoll wirkt. Bis man den Dreh raus hat, wie man optimal über die Hubbel fährt, Vorder- und Hinterradbremse für die Kurvenfahrten nutzt, sein Gewicht verlagert und sich bei den Sprüngen richtig querlegt und anschließend landet, dauert es seine Zeit - selbst wenn man es sich mit einem Automatikgetriebe, der automatischen Gewichtsverlagerung oder einer schwächeren KI etwas leichter macht. Gerade Letzteres ist ohnehin so eine Sache. Denn selbst in dem einfachsten Schwierigkeitsgrad fahren die 22 KI-Gegner immens körperbetont und zwingen einen mit allerlei Remplern oft zu Fall. Zwar gibt es für solche Situationen eine Rückspulfunktion, nerven tut es trotzdem. Das integrierte Tutorial hilft einem bei diesem Problem ebenfalls nicht weiter – zumal das ohnehin eher rudimentär ausgefallen ist. Mit der Zeit bekommt man aber immer mehr Gefühl, wie man mit seinem Motorrad und den Computer-Gegnern umgehen muss, und spätestens stellen sich auch irgendwann die ersten Erfolge ein.
Profis dürfte all dies natürlich keine Probleme bereiten und dürften sich deswegen stattdessen den Kopf über das optimale Setup zermartern. Denn selbstverständlich ist es auch möglich sein Bike in so gut wie allen nur erdenklichen Dingen ganz nach den eigenen Vorlieben einzustellen. Aber Vorsicht! Hier sollte man wirklich wissen, was man macht. Denn wenn man unbedarft Federhärte, Getriebeübersetzung, Vorspannung und was es nicht noch alles gibt, einfach nach gut Glück verstellt, kann man sich das Leben noch schwerer machen. Denn all dies hat tatsächlich auch spürbare Auswirkungen auf das Fahrverhalten des Bocks.

Auch das kennen wir
Mit der Fahrphysik, der Steuerung und Setupmöglichkeiten ist es mit der Ähnlichkeit zu MXGP3 aber noch lang nicht getan. Wer das Motocross-Spiel seinerzeit gespielt hat, dem werden auch die Anpassungsmöglichkeiten des eigenen Fahrers und Motorrads nur allzu bekannt vorkommen. Auch hier hat Milestone nämlich offensichtlich einfach auf die Copy & Paste-Taste gedrückt. Zumindest kommt mir die Tatsache, dass man sich und seine Maschine mit zahllosen offiziell lizenzierten Klamotten und Teilen ausstatten kann und diese nicht nur optischer Natur, sondern auch gewisse Vorteile, die sich auf der Piste bemerkbar machen, mit sich bringen, sehr bekannt vor. Auch das man sich all die Klamotten und Teile erst durch Preisgelder, Levelaufstiege und ähnlichen freischalten bzw. freikaufen muss, ist für alte Milestone-Veteranen nichts Neues.

Noch mehr Recyling
Wer glaubt, dass der italienische Entwickler damit genug Recycling betrieben hätte, hat sich getäuscht. Denn auch bei den Spielmodi kommt einem alles sehr vertraut vor. Egal ob Einzelrennen, Zeitfahren, Meisterschaften oder Onlinerennen - auch das kennt man bereits aus dem schon oft genannten anderen Motocross-Titel.
Und auch am Herzstück des Spiels, der Karriere, hat sich nichts geändert. Nach wie vor gilt es hier sich mit dem eigens erstellten Fahrer von der kleinsten in die größte Klasse vorzuarbeiten, Sponsoren zu gewinnen und deren Vorgaben für zusätzliches Geld zu erfüllen.
Die Präsentation des Ganzen könnte dabei kaum langweiliger ausfallen. Wer sich erhofft hat, endlich in seinem eigenen Motorhome rumlaufen zu dürfen, muss bitter enttäuscht werden. Wie bei allen anderen Milestone-Motorradrennspielen haben die Italiener auch hier auf jegliches drum herum und damit auf jegliche Atmosphäre verzichtet und Reihen ein Rennen nach dem anderen an. Einzig und allein eventuelle Siegerehrungen (wenn man das denn als solches bezeichnen möchte), Menüs und ewig lange Ladezeiten unterbrechen das Dauer-Fahren. Einziger Lichtblick sind die Kommentare von Ralph Sheheen, der in der Tat auch die offizielle Stimme der Monster Energy AMA Supercross-Serie ist, und uns immer mit ein paar flotten Sprüchen zum neuen Event begrüßt.

Endlich Stimmung
Dass sie es mit der Atmosphäre besser können, beweisen die Entwickler bei den Rennen. Sobald man am Start steht und wartet, dass das Gitter mit der grünen Ampel nach unten schnellt, kommt echtes Motocross-Feeling auf. Die Zuschauer johlen, die Motoren knattern und im Zielsprung wird ein prächtiges Feuerwerk abgefeuert. Das Beste: Nicht nur die Atmosphäre ist dann richtig gut, auch optisch dreht das Spiel mit den Rennen mehr als nur einen Gang auf. Zwar können die Motorradmodelle nicht mit den viel polygonreicheren Automodellen eines DiRT oder Forza Horizon mithalten, dennoch sehen sie sehr ordentlich aus. Absolutes Highlight ist aber der Untergrund. Der verändert sich mit jedem Durchfahren nämlich in Echtzeit, weshalb sich mit fortlaufender Rennzeit richtige Spuren bilden können, die einen das ohnehin schon schwere Rennfahrerleben noch zusätzlich erschweren. Man darf sich quasi nie zu sicher sein und muss sich mit jeder Durchfahrt auf immer neue Gegebenheiten einstellen. Noch extremer wird dies, wenn man unter freiem Himmel unterwegs ist, denn hier kann es zusätzlich auch noch regnen, wodurch der Untergrund auch noch matschig und rutschig wird.

Überraschung
Beinahe unerwartet weiß Monster Energy Supercross - The Official Videogame ganz zum Schluss dann doch noch mit einer waschechten Neuerung zu überraschen. Im Gegensatz zu allen bisherigen Milestone Motorrad-Spielen kann man sich hier nämlich eigene Strecken zusammenbasteln. Der dazu eingeführte Strecken-Editor ist dabei kinderleicht zu bedienen. Einfach die vorgefertigten Streckenteile wie gewünscht zusammenfügen und schon kann man über seine eigene Strecke heizen. Wem das trotz alledem zu langwierig ist, kann natürlich auch auf von der Community erbaute Kurse zurückgreifen. So oder so sehen die Kurse überraschend homogen und nicht etwa wie aus einem Baukasten zusammengesetzt aus - wirklich löblich. Einen Wermutstropfen gibt es aber leider auch hier zu vermelden. Denn wie so ziemlich alles in dem Spiel hat man auch auf den Strecken-Editor nicht von Anfang an freien Zugriff, sondern muss ihn sich erst durch das Erreichen eines bestimmten Levels freischalten. Da dies in der Regel aber schnell geschehen sollte, ist dies nicht ganz so tragisch.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Monster Energy Supercross – The Official Videogame ist wahrlich kein Innovations- Monster. Vieles kommt einem bereits aus MXGP3 bekannt vor. Leider betrifft dies nicht nur die Spielmodi, sondern auch die happige Fahrphysik. Bis man als Neuling den Dreh raus hat, wie man sein Bike über die Piste manövriert, dauert es seine Zeit, und selbst dann macht einem die aggressive KI das Leben schwer. Ebenfalls übernommen wurde leider die lieblose Darbietung der Karriere, die so einfach nicht mehr Up-to-Date wirkt. Auf der anderen Seite besticht das Spiel aber durch seinen sich stets veränderten Untergrund sowie durch sein großes Zufriedenheitspotenzial. Denn wenn man einmal aller Widrigkeiten zu trotz dann doch erfolgreich ist, ist man richtiggehend stolz – man muss allerdings viel Geduld aufbringen, denn der Weg dorthin ist steinig und schwer.

Monster Energy Supercross - The Official Videogame - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.75 Grafik: 7.00
Sound: 6.00
Steuerung: 7.00
Gameplay: 7.00
Wertung: 6.75
  • Offizielle Lizenz mit sämtlichen Strecken und Fahrern
  • Untergrund verändert sich mit jeder Durchfahrt
  • Viele einstellbaren Hilfen
  • Große Setup-Möglichkeiten
  • Ordentliche Fahrphysik
  • Für Einsteiger nicht gerade leicht
  • Aggressive KI
  • Rudimentäre Tutorials
  • Gelegentliche Ruckler (in den von uns getesteten Xbox One- und Switch-Versionen)
  • Langweilig gestaltete Karriere

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Rezension vom: 27.02.2018
Kategorie: Sport
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