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MotoGP 18

Entwickler: Milestone
Publisher: Milestone

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 48,95 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One, Xbox One X

Inhalt:
motogp_18_logo

Die MotoGP-Saison ist im vollen Gange und wird bisher von Marc Marquez dominiert. Drei Siege und insgesamt 5 Podiumsplätze in sieben Rennen bedeuten die ungefährdete WM-Führung. Wer es spannender haben möchte, kann das Geschehen nun selbst in die Hand nehmen. Seit einigen Tagen ist nämlich die aktuelle Version des offiziellen Videospiels zur Motorrad-Weltmeisterschaft erschienen, selbstverständlich wie immer entwickelt und herausgebracht von Milestone.

Meinung:

Wie bei jedem anderen Sport- oder in diesem Fall besser gesagt Rennspiel, das im jährlichen Turnus erscheint, schaut man natürlich auch bei MotoGP 18 zunächst einmal, was es Neues gibt. Anders als bei zahlreichen anderen Sport- oder Rennspielen, muss man hier aber nicht lange danach suchen. Wer den Vorgänger gespielt hat, wird nämlich mit Freude feststellen, dass kräftig an einem der größten Kritikpunkte der letzten Jahre – der Grafik – gewerkelt wurde. Nun erstrahlt auch das Motorradrennspiel endlich mit der aktuellsten Unreal-Engine und wenn ich erstrahlen sage, dann meine ich das auch so – zumindest bei den Motorrädern. Diese verfügen nun nämlich über wesentlich mehr Details. Allerdings macht es den Anschein, als ob sich Milestone etwas zu sehr auf die Motorräder konzentriert hätte oder einfach noch nicht die Möglichkeiten der Engine voll ausschöpfen konnte, denn wenn man seinen Blick einmal vom Motorrad abwendet, sieht man doch einiges, was noch besser gegangen wäre. So sehen zum Beispiel die Zuschauer leider noch immer recht matschig aus und auch die Tatsache, dass Objekte erst mit deutlicher Verspätung erscheinen bzw. deren Texturen erst kurz vor dem Erreichen des Spielers aufploppen, ist nicht gerade schön anzusehen. Außerdem könnten die Strecken mehr Details vertragen. Es ist zwar schön und lobenswert, dass deren Layouts nun exakter als je zuvor nachgebaut wurden, doch abseits des Asphaltbandes herrscht noch immer zu viel Leere. Ich hoffe sehr, dass dies spätestens beim nächsten MotoGP-Titel besser gerät. Wenn wir schon bei Wünschen sind, dann würde ich mir auch wünschen, dass Milestone die Wassereffekte besser hinbekommt. Es ist zwar auch hier schön, dass es wechselnde Wetterbedingungen gibt, die sich auch tatsächlich auf das Fahrverhalten der Motorräder auswirken. Noch schöner wäre es aber eben gewesen, wenn dabei auch die Strecke so schön nass werden würde, wie man es von anderen Rennspielen mittlerweile gewohnt ist.
Insgesamt sieht MotoGP 18 aber trotzdem sehr viel besser aus als seine Vorgänger. Eines hat sich aber verschlechtert, denn durch die neue Engine ist leider die Bildrate der von uns getesteten Konsolenversion auf 30fps gesunken, was sich natürlich direkt beim Geschwindigkeitsgefühl auswirkt. Nun hat man einfach nicht mehr wie sonst das Gefühl, tatsächlich mit über 300 Sachen über die Strecke zu heizen. Gerade alten MotoGP-Veteranen dürfte es nun teilweise wie in Zeitlupe vorkommen.

Nicht nur Auswirkungen auf die Grafik
Natürlich hat die neue Engine nicht nur Auswirkungen auf die Grafik, auch die Physik ist davon betroffen - oder sagen wir sollte betroffen sein, denn leider sind die Verbesserungen in dieser Hinsicht nur marginal. Am ehesten merkt man dies noch bei nassen oder feuchten Strecken, auf denen man nun mehr herumrutscht. Das Problem, dass die KI-Fahrer wie auf Schienen daherfahren - egal ob im Trockenen oder bei Nässe - wurde hingegen nicht gelöst. Nach wie vor ist es mitunter frustrierend mit anzuschauen, wie die KI-Kontrahenten schnurstracks und ohne ein einziges Problem auf der Ideallinie herumrasen. Fehler oder gar Ausfälle sind nur ganz selten zu beobachten. Ebenso fehlt es den KI-Fahrern noch immer an Bewegungen, denn nicht nur, dass sie perfekt auf der Ideallinie fahren, sie sitzen auch immer perfekt auf ihren Motorrädern. Wer schon Mal ein MotoGP-Rennen im Fernsehen gesehen hat, weiß, dass dies alles andere als realistisch ist und selbst ein Marc Marquez manchmal ein Bein zur Unterstützung heraushält oder ähnliches. All dies ist hier nicht zu beobachten. Dafür darf man die Fahrer nun aber vor dem Start in der Startaufstellung und nach dem Rennen im Parc fermé und auf dem Podium sehen. Was man dort zu sehen bekommt, ist allerdings nicht ganz so schön. Man kann die Fahrer zwar erkennen, dennoch sehen sie alles andere als detailliert aus. Richtig gruselig sind aber die Gridgirls, die aussehen, als würden sie aus Plastik bestehen. Auch hier wurde also das Potenzial der Engine in vielerlei Hinsicht nicht ansatzweise ausgenutzt.

Noch mehr verschenktes Potenzial

Verschenktes Potenzial erkennt man aber nicht nur bei der Grafik und Physik, dieses Problem zieht sich leider wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel. So auch durch den Karrieremodus, der nach wie vor das Herzstück des gesamten Spiels darstellt. Positiv zu vermerken ist, dass der Kampf vom Red Bull Rookies Cup über die Moto3 und Moto 2 bis an die Spitze der MotoGP wirklich Spaß bereitet und auch das Weiterentwickeln der eigenen Maschine durchaus interessant ist. Was die Freude trübt, ist hingegen die Art und Weise, wie die Karriere präsentiert wird. Wenn man nicht gerade in einem Rennwochenende steckt oder eine der insgesamt über 30 Zwischensequenzen gezeigt bekommt, erblickt man nur ein langweiliges Menü, in dem man in die Fahrzeugentwicklung gelangt, E-Mails und fiktive Social Media-Einträge lesen, sowie sich den Kalender und die aktuelle Fahrertabelle und die Statistiken über den eigenen Fahrer ansehen kann. Dass sie es wesentlich besser können, zeigen die Entwickler an den Rennwochenenden. Hier wird nämlich nicht nur, wie bereits kurz erwähnt, zum Beispiel das Podium gezeigt, sondern ganz am Anfang des Wochenendes auch ein schönes Video, das den aktuellen Austragungsort zeigt.

Mehr als nur die Karriere
Wem eine Karriere zu lang ist, der kann auch einzelne Grand Prix, Zeitrennen oder eine eigene Meisterschaft fahren oder sich Online gegen menschliche Gegner messen. Nicht fehlen darf zur heutigen Zeit auch der eSport, der hier wieder mit der beliebten MotoGP eSport Championship vertreten ist, wenngleich die neue Saison noch nicht begonnen hat. Für Statistikfans werden zudem noch sämtliche Statistiken des eigenen Fahrers in der MotoGP ID festgehalten.
Neulingen empfehle ich als aller erstes aber den Gang zu den Tutorials, in denen einem alles Wichtige beigebracht wird. Wer danach noch kein Profi-Niveau erreicht, was bei der Kürze der Tutorials höchstwahrscheinlich ist, kann auch in jedem Offline-Spielmodus das Spielgeschehen auf sein Niveau abstimmen, wozu nicht nur das Können der KI-Fahrer angepasst werden kann, sondern auch zahlreiche Fahrhilfen zur Verfügung stehen. Da die Einstellungen hier wirklich vielfältig sind, sollte jeder das richtige Maß an Herausforderung für sich finden.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Der Wechsel auf eine neue Engine war sicherlich der richtige Schritt. Allerdings scheint es so, als ob die Macher diese erst noch zu beherrschen lernen müssen, weshalb MotoGP 18 eher als Übergangsausgabe anzusehen ist. Spätestens dann müssen die Pop-ups, die Gesichter der Fahrer, der Wassereffekt auf den Strecken, die verringerte Framerate und die ganzen anderen kleinen Dinge, die jetzt noch nicht optimal sind, aber behoben sein.

MotoGP 18 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots
















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.125 Grafik: 7.00
Sound: 7.25
Steuerung: 7.25
Gameplay: 7.00
Wertung: 7.125
  • Offizielle Lizenzen der Moto3, Moto2 und MotoGP
  • Endlich mit neuer Engine
  • Verbesserte Grafik
  • Verbesserte Fahrphysik im Nassen
  • Schöner Blick in die Startaufstellung und auf das Podium
  • Neue Engine noch nicht voll ausgenutzt
  • Pop-ups
  • Langweilig präsentierter Karrieremodus
  • Kein Splitscreen-Modus
  • Nur noch 30fps auf den Konsolen

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Rezension vom: 27.06.2018
Kategorie: Sport
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