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NHL 19

Entwickler: Electronic Arts
Publisher: Electronic Arts

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 64,99 €

Systeme: PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
nhl_19_logo

Während sich die echten NHL-Teams noch auf den Saisonstart am 04.10. vorbereiten, wird auf dem virtuellen Eis schon wieder hart um den Puck gekämpft. Denn wie jedes Jahr brachte EA auch dieses Jahr wieder kurz vor der Saisoneröffnung ihren neuen NHL-Ableger heraus. Um heraus zu finden, was Eishockeyfans in NHL 19 erwartet und was für eine überraschende Neuerung Einzug in das Spiel gehalten hat, haben wir uns unsere Schlittschuhe angezogen und uns auf's Eis gewagt.

Meinung:

Im letzten Jahr überraschte EA die NHL-Fans mit einem neuen Spielmodus. Der arcadige 3-vs.-3-Modus „Threes“ sorgte für kurzweiligen Spielspaß, in dem sogar die Maskottchen der NHL-Teams gegeneinander antreten konnten. Dieser Modus, der neben Online-, Offline- und Koop-Spielen auch eine Singleplayer-Kampagne beherbergte und auf Anhieb viele Fans gewinnen konnte, ist auch dieses Jahr wieder mit dabei - diesmal sogar in zwei Varianten.
Denn neben dem erwähnten normalen Threes-Modus gibt es nun auch den Threes Drop-in-Modus, in dem man jederzeit in laufende Spiele einsteigen kann. Zu finden ist dieser neue Modus, in dem es natürlich auch wieder actionreiche 3-gegen-3-Spiele gibt, in der ebenfalls nagelneuen „World of CHEL“. Hierbei handelt es sich um eine Art Hubwelt für Freunde des Arcade-, aber insbesondere des Online-Eishockeys. Denn neben dem Threes Drop-in-Modus, der nur online spielbar ist, kann man sich hier auch jederzeit am Pro AM-Modus versuchen, in dem man ebenfalls arcadige 3-gegen-3-Spiele austrägt, hier allerdings gegen 36 Mannschaften, die aus aktuellen und früheren NHL-Spielern bestehen.
Wem das immer noch nicht genug ist, der kann in der World of CHEL nun auch die beliebte EA Sports Hockey League (EASHL) starten und versuchen, den eigenen Club an die Spitze der Rangliste zu spielen, oder den ganz neuen NHL ONES-Modus testen. Letzterer ist ein ganz besonderer Arcade-Spaß. Denn hier treten zwar auch drei Spieler an, jedoch spielt jeder für sich alleine und versucht, innerhalb von drei Minuten so oft wie nur möglich in das einzige vorhandene Tor zu treffen und sich so zum täglich wechselnden Champion küren zu lassen. Da es hier ansonsten keinerlei Regeln gibt, ist dieser Modus besonders actiongeladen.
EA hat all diese Modi nicht umsonst in eine neue Hub-Welt zusammengefügt. Der Clou an der ganzen Sache ist, dass man sämtliche hier vorzufindenden Spielmodi mit einem einzigen, eigens zu diesem Zweck erstellten Spieler spielt. Für diesen sammelt man nach und nach Erfahrungspunkte, mit denen man dann etwa Geschwindigkeit, Deck-Fähigkeit oder was auch immer verbessert. Darüber hinaus gibt es insgesamt 42 verschiedene Perks, aus denen man aber immer nur drei auswählen kann, um dem virtuellen Spieler gewisse Vorteile verschaffen. Nicht fehlen dürfen die obligatorischen Lootboxen (hier Eishockeybeutel genannt), die knapp 1.000 neue Klamotten und Ausrüstungsteile beherbergen, mit denen man den Spieler individualisieren kann. Erfreulicherweise kann man diese aber nicht mit Echtgeld kaufen und ohnehin dienen sie ausschließlich dem Aussehen.

Nicht nur Arcade
Wer mit Arcade-Action nichts am Hut hat und stattdessen realistisches Eishockey erleben will, für den hat NHL 19 auch wieder einiges zu bieten. Und wenn ich einiges sage, meine ich einiges. Sage und schreibe zehn Modi, die dem Simulationsanspruch gerecht werden, stehen zur Auswahl. Alle aufzuzählen würde dementsprechend den Rahmen dieses Tests sprengen, weshalb ich die selbsterklärenden Modi wie etwa das schnelle Spiel, den Online-Versus-Modus, Draft-Champions oder auch die Saison-, Playoff- und Shootout-Modi hier einmal außen vor lasse und mich stattdessen den drei wichtigsten Spielmodi und ihren Neuerungen widme.

Be-a-Pro
Anfangen möchte ich dabei mit dem Be-a-Pro-Modus. Auch wenn man noch immer keine Story wie etwa in FIFA oder Madden erleben darf, bietet der Karrieremodus doch immerhin ein paar kleine Neuerungen. So kann man den selbst erstellten Spieler (der nur hierfür dient und mit dem Charakter in World of CHEL nichts zu tun hat) auf dem Weg von der heimischen kanadischen Liga hin zum Topstar der großen NHL nun wesentlich besser den eigenen Ansprüchen anpassen. Sprich, man kann die verdienten Fähigkeitenpunkte nun ganz nach Belieben verteilen und die Fähigkeiten des Spielers so exakt an den eigenen Spielstil anpassen. Ansonsten gestaltet sich die Karriere aber genauso, wie man es aus dem Vorjahr kennt.

Franchise
Gleiches gilt auch in großen Teilen für den Franchise-Modus. Wie gehabt übernimmt man hierbei alle Geschicke eines Teams, wobei man entweder eine klassische Karriere (man startet in der Vorsaison), Expansion Draft mit 32 Teams und Standardkadern oder Expansion Draft mit 32 Teams und eigenen Kadern startet. Die einzige wirklich nennenswerte Verbesserung, die im Franchise-Modus wartet, ist die Möglichkeit, Scouts nun nicht mehr nur in eine Region zu schicken, sondern auch einzelne Teams oder gar Spieler beobachten zu lassen. Dies ist zwar ein sehr interessantes Feature, aber wohl eher für Eishockey-Cracks, die wissen, welche Spieler sie denn genauer kennenlernen möchten. Otto-Normal-Spieler werden sich in Angesicht der unzähligen Spieler und Teams, die man so beobachten kann, wohl hingegen etwas überfordert fühlen, mal ganz abgesehen davon, dass diese Art des Mikronamagements auch eine ganz schöne Zeit in Anspruch nimmt.

Hockey Ultimate Team
Zum Abschluss der Spielmodi möchte ich noch ein paar Worte zu dem Modus loswerden, der für viele mittlerweile zum Herzstück des gesamten Spiels geworden ist, der Hockey Ultimate Team-Modus. In NHLs Pendant zum FIFA Ultimate Team-Modus gilt es auch diesmal wieder, sich aus zufällig zusammengewürfelten Decks und geschickten Zukäufen ein konkurrenzfähiges und gut harmonisierendes Team zusammenzustellen. Echte Neuerungen sucht man hier leider vergebens, was auch bedeutet, dass es nach wie vor auch die Möglichkeit gibt, die begehrten Decks nicht nur mit dem im Spiel erspielten Geld, sondern auch mit Echtgeld zu bezahlen (das gern genutzte Wort „Mikrotransaktionen“ vermeide ich absichtlich. Denn in Anbetracht des Angebots, gleich 99,99 Euro für ein Paket auszugeben, ist das Wort „Mikro“ hier wohl ziemlich unangebracht). Jeder muss natürlich selbst wissen, was er mit seinem Geld anstellt, jedoch finde ich es nach wie vor sehr ärgerlich, dass man sich so einen großen Vorteil verschaffen kann und diejenigen benachteiligt werden, die über nicht so viel Geld verfügen oder einfach nicht einsehen, zusätzlich zu den Kosten des Spiels noch einmal extra Geld auszugeben. Deshalb hoffe ich doch sehr, dass sich EA irgendwann etwas anderes einfallen lässt und entweder auf Pay-2-Win verzichtet oder es zumindest fairer gestaltet.


Neues auf dem Eis
Kommen wir nun zu etwas Erfreulicherem, nämlich dem Geschehen auf dem Eis. Das war bereits im letzten Jahr sehr gut und wurde dieses Jahr sogar noch ein wenig verbessert. Gelungen ist dies unter anderem durch die komplett neu entwickelte Real Player Motion-Technologie, dank derer die Eislauf- und Bewegungsanimationen realistischer wirken und die obendrein für eine verbesserte, weil genauere, Steuerung sorgt. Ein weiterer Punkt, an dem die Entwickler im Laufe des vergangenen Jahres gearbeitet haben, ist die KI, die nun variabler agiert, sowie die Schiedsrichter. Die pfeifen jetzt nämlich ein paar Fouls mehr, als man es sonst gewohnt war. Vor allem bei ungenauen Poke-Checks muss man nun immer befürchten, einen Spieler auf die Bank geschickt zu bekommen. Dies finde ich eine sehr sinnvolle Veränderung, da so das Gestocher bestraft und im Gegenzug taktischeres Vorgehen belohnt wird. Ansonsten gibt es auch hier wenig bis gar keine Veränderungen.

Auch für Rookies
Toll ist, dass EA auch an die Neulinge denkt. Da im kompletten Simulations-Modus der Einstieg doch arg schwer geraten würde, gibt es neben einem ausführlichen Trainings-Modus, der vom Hockey Team Canada präsentiert wird, auch viele Einstellungsmöglichkeiten, um die für sich perfekte Herausforderung einzustellen. Obendrein gibt es zudem noch verschiedene Steuerungsmöglichkeiten, die nicht nur eine vereinfachte Check-Steuerung erlauben, sondern auch eine noch vereinfachtere Variante aus NHL 94 zur Auswahl stellt. So dürfte wirklich jeder, egal ob Profi oder vollkommener Rookie, die für sich passende Herausforderung und Steuerung finden.

Ab auf den See

Zu guter Letzt kommen wir auf die Grafik zu sprechen, wobei es auch hier kaum etwas Neues zu berichten gibt, abgesehen von den neu hinzugekommenen zugefrorenen Seen, auf denen man u.a. im Threes-Modus spielt und die mit ihrer idyllischen Umgebung eine wundervolle Abwechslung zu den Hallen bieten. Dabei hätte vor allem das Publikum in den Hallen sicherlich mal eine kleine Aufhübschung verdient. Doch leider blieb dies auch in diesem Jahr wieder aus. Dafür können aber die Spieler und insbesondere ihre Gesichter wieder überzeugen. Wer sich im Eishockey auskennt, wird die allermeisten Spieler auf Anhieb erkennen. Natürlich kann dies in Anbetracht des riesigen Lizenzpaketes nicht für jeden einzelnen Spieler gelten. Immerhin gibt es neben der namensgebenden NHL noch 13 weitere nordamerikanische sowie europäische Ligen, darunter die DEL, sowie 21 Nationalmannschaften und diverse All-Star-Teams. Doch zumindest die Spieler der NHL-Teams sind alle wundervoll getroffen. Dass man die NHL-Spieler auf Anhieb wiedererkennt, trägt natürlich, neben der grandiosen Stadionatmosphäre, den realistischen Einblendungen sowie den tollen Kommentatoren, auch seinen Teil dazu bei, dass NHL 19 wie schon seine Vorgänger über eine tolle Atmosphäre verfügt, die den Gamer quasi mitten in eine Halle eines NHL-Teams versetzt.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Für Eishockeycracks stellt NHL 19 wieder einen absoluten Pflichtkauf dar. Zwar gibt es nur wenige Neuerungen, die sind aber alle sinnvoll und erhöhen nicht nur den schon bei NHL 18 hohen Spielspaß, sondern steigert auch den Realismus-Anspruch. Gerade durch die neue Real Player Motion-Technologie wirkt der virtuelle Sport so realistisch wie noch nie.
Zu bemängeln ist natürlich der nach wie vor vorhandene Pay-2-Win-Aspekt im Hockey Ultimate Team-Modus, der all denjenigen, die kein weiteres Geld ausgeben wollen, etwas den Spaß raubt. Zum Glück gibt es ja aber noch zahlreiche andere Spielmodi, sodass Freunde des winterlichen Sports sicherlich dennoch viel Freude am Spiel haben werden.

NHL 19 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5625 Grafik: 8.00
Sound: 8.50
Steuerung: 9.00
Gameplay: 8.75
Wertung: 8.5625
  • World of CHEL
  • Riesiges Lizenz-Paket
  • An jeden Spielertyp anpassbar
  • Tolle Stadionatmosphäre
  • Viele Spielmodi
  • Hockey Ultimate Team-Modus mit Pay-2-Win-Komponente
  • Fans hätten eine Aufhübschung vertragen können
  • Keine großen spielerischen Neuerungen
  • Noch immer kein Story-Modus

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Rezension vom: 01.10.2018
Kategorie: Sport
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