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Forza Horizon 4

Entwickler: Turn 10 Studios
Publisher: Microsoft Game Studios

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 63,99 €

Systeme: PC, Xbox One, Xbox One X

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
forza_4_logo

Nachdem das Horizon-Festival zuletzt in Australien Station machte, treffen sich die Rennsportbegeisterten zur vierten Ausgabe im altehrwürdigen Vereinigten Königreich. Ob die Rennsport-Party auch im eher biederen UK so viel Spaß bereitet wie zuletzt, erfährst Du in unserem Test.

Meinung:

Die Forza Horizon-Reihe gilt als der coole Bruder des stocksteifen Forza Motorsport. Das war drei Teile lang so und bleibt es auch beim vierten. Dem alten Konzept ist Entwickler Turn 10 auch diesmal treu geblieben und verpackt die verschiedenen Rennevents in eine coole Party mit wummernden Beats, knalligen Farben und viel Pyrotechnik. Auch dem Mix aus arcadigem und simulationsähnlichem Fahrgefühl, das wieder von der ersten Sekunde an nicht nur eine Menge Spaß bereitet, sondern auch vollkommene Kontrolle über sämtliche Gefährte erlaubt, ist man treu geblieben.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter
Da man all das aber auch schon in den ersten drei Teilen der Reihe hatte, musste man sich zwangsläufig irgendetwas Neues einfallen lassen. Das hat Turn 10 auch tatsächlich getan, und zwar auf erfreulich kreative Art. Denn anstatt das Szenario einfach nur in eine neue Gegend zu verschiffen (auf das wir später noch mal genauer eingehen werden) oder, wie es sonst gerne mal gemacht wird, die Karte ins Unermessliche aufzublähen, hat man sich Seitens der Entwickler etwas ganz anderes einfallen lassen und dem Spiel Jahreszeiten verpasst. Diese wechseln wöchentlich, sobald man den Einstieg in das Forza Horizon Festival geschafft und somit auch vollen Zugang zur Online-Spielwelt hat, die man sich mit anderen Fahrern aus aller Welt teilt. In erster Linie sorgen die verschiedenen Jahreszeiten für optische Abwechslung. Im Frühling bekommt man die ersten Sonnenstrahlen und aufkeimenden Blumen zu sehen. Sobald der Sommer eingeläutet wird, erstrahlt das südliche Schottland rund um Edinburgh in wundervollsten Sonnenstrahlen und in voller Blütenpracht. Im Herbst wird es dunkler, nebliger und vor allem regnerischer und im Winter liegt auf den Wiesen, Hügeln, Dächern und kaum befahrenen Straßen eine Schneedecke.
Die Wechsel sehen wirklich fantastisch aus und sorgen für viel optische Abwechslung und – zumindest im Winter – sogar dafür, dass man sich wie in einer neuen Spielwelt vorkommt. Denn wenn plötzlich alle Orientierungspunkte unter der dichten Schneedecke verschwimmen, kann man, egal wie oft man die Strecke schon gefahren ist, schon mal die Orientierung verlieren.

Das ist aber nicht der einzige Einfluss aufs Gameplay, den die wechselnden Jahreszeiten mit sich bringen. Denn gerade die immer wieder unterschiedlichen Straßenbedingungen sollen auch dafür sorgen, dass man sich stets an neue Gegebenheiten gewöhnen muss. Leider fällt dieser Einfluss für meinen Geschmack aber zu gering aus. Es ist zwar durchaus so, dass man bei regennasser oder verschneiter Straße ein wenig mehr herumrutscht, aber einen wirklich spielentscheidenden Unterschied macht das nicht aus.

Unzählige Rennen
Die Jahreszeiten bringen aber nicht nur immer anders aussehende Landschaften und Witterungsbedingungen mit sich, mit ihnen starten auch immer neue Events. Diese sind zeitgebunden und verschwinden mit dem Einbruch einer neuen Jahreszeit wieder von der Karte. Dies betrifft nicht nur Rennevents, sondern auch Scheunenfunde. Denn auch davon gibt es pro Jahreszeit immer einen. Wer sich den nicht entgehen lassen möchte, sollte sich also beeilen.
In Sachen Rennmodi gibt es im Vergleich zum vorherigen Teil nichts wirklich Neues. Wie gehabt gibt es wieder Radarfallen, Rabatt- und Belohnungsschilder und unterschiedliche Rennserien, wie etwa die Straßenrennen, Offroad-Rennen oder Straßenszenen, die passende Rennen beinhalten. In Straßenrennen fährt man zum Beispiel sehr oft Rundkurse, während man in der Offroad-Klasse hingegen vor allem Querfeldeinrennen meistern und in der Straßenszene sein Können in Drift- oder Dragraces unter Beweis stellen muss. Je nach Rennserie steigt man im Rang auf, wodurch wiederum neue Rennen sowie eine Belohnung freigeschaltet werden. Diese können entweder ein bisschen Ingame-Währung, Autos, Klamotten oder Bewegungen/Sprüche sein, mit denen man mit anderen Fahrern interagieren kann. Zudem erhält man immer wieder sogenannte Wheelspins, also Glücksräder, bei denen man ebenfalls die genannten Boni gewinnen kann. Einfluss darauf, was man gewinnt, hat man allerdings nicht, sodass es wirklich reine Glückssache ist, ob man den teuren Supersportwagen oder doch wieder nur irgendeine lächerliche Hupe ergattert. Erfreulich ist allerdings, dass es diesmal keine Mikrotransaktionen gibt. Wer dennoch das teure Auto haben möchte, muss also sparen und sich dieses entweder beim virtuellen Autohändler oder in einer Auktion kaufen.

#Forzathon
Neben den herkömmlichen Rennevents, die man entweder Solo, im Koop oder gegen andere Spieler austragen kann, gibt es noch ein paar spezielle Events. So spielt man auf dem Weg zur Shared World zum Beispiel die altbekannten Sonderrennen frei, bei denen man etwa gegen einen Zug oder ein Luftkissenboot antritt. Diese Rennen sind nicht nur aufgrund ihrer Gegner ein echtes Highlight, sondern auch, weil sie besonders spektakulär in Szene gesetzt worden. Schade ist allerdings, dass es davon insgesamt gerade einmal fünf Stück gibt.
Als Ersatz gibt es die sogenannten Forzathon-Events, die nach dem Freischalten der Shared World zugänglich sind. Die Forzathon-Events starten zu jeder vollen Stunde an einem anderen Ort und zielen auf eine gute Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmern ab, ansonsten kann man die hier gestellten drei Herausforderungen nicht meistern. Alleine wäre es nämlich unmöglich, die gewünschte Weite bei den Sprüngen oder die Zielgeschwindigkeit bei den Blitzern zu erreichen. Nur wenn genügend Spieler mitmachen, können die jeweils eingefahrenen Ergebnisse zusammengenommen den Zielwert erreichen. Als Belohnung für die Mühe erhält man Forzathon-Punkte, die man wiederum im Forzathon-Shop gegen neue Autos oder Klamotten eintauschen kann. Natürlich ist es aber nicht nur hier möglich, kooperativ (oder wahlweise auch gegeneinander) zu fahren. Wie schon erwähnt ist dies im Grunde in jedem Rennen möglich und die Spielwelt teilt man sich ohnehin. Wer denkt, dass man dabei andauernd irgendwelchen Trollen ausgeliefert ist, die ihren Mitspielern durch Crashs den Spaß nehmen wollen, dem sei gesagt, dass man in der offenen Spielwelt das eigene Auto jederzeit „durchsichtig“ machen kann, sodass andere Autos einfach hindurchfahren und Trollen somit erst gar keine Chance gegeben wird, das Spiel zu verderben. Um mit jemanden zu kommunizieren, zum Beispiel um ihn auf ein Rennen einzuladen, gibt es verschiedene Chateinstellungen, die ganz einfach per Druck auf eine der vier Richtungstasten ausgelöst werden. So kann man sich auch ohne Sprache mit wildfremden Leuten zu Rennen verabreden.

Ein Traum für Autoliebhaber
Beinahe genauso üppig wie die Anzahl der Rennen ist auch die Anzahl an Autos ausgefallen. Über 450 voll lizenzierte Modelle warten hier nur darauf, ausgefahren zu werden. Die Auswahl reicht vom kleinen Abarth 595 essessse über Alltagsautos wie etwa dem Audi S1, BMW M3 oder Ford Focus RS bis hin zu Sport- und Supersportwagen wie zahlreichen Ferraris, dem Hennessey Venom GT oder dem McLaren Senna, und bietet damit so gut wie alles, was sich das Auto-Fanherz nur wünschen kann. Selbstverständlich gehören da auch die äußerst beliebten SUVs, einige legendäre Oldtimer wie etwa der 1954er Jaguar XK120 SE und echte Exoten wie der Local Motors Rally Fighter dazu.
Das Beste daran ist aber nicht einfach die schiere Anzahl an verschiedenen Autos oder dass sie ihren realen Vorbildern äußerlich alle bis ins kleinste Detail nachempfunden wurden. Das wirklich Beeindruckende ist, dass auch die Cockpits der Autos allesamt dem Original so gut wie nur möglich nachempfunden wurden. Wer will, kann hier also tatsächlich einen Blick auf die Armaturen von Autos werfen, die man sonst nicht einmal im Fernsehen zu sehen bekommt.
Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat ist, dass sich die Autos auch allesamt anders fahren. Zwar ist die Fahrphysik insgesamt arcadiger als bei einem Forza Motorsport und die Unterschiede sind deswegen innerhalb der Autoklassen nicht ganz so gravierend. Dennoch spürt man selbst bei den Kleinwagen jedes Mal einen kleinen Unterschied – und wenn es nur eine Nuance ist. Dass die Steuerung insgesamt tadellos und schnell von der Hand geht, hat ja bereits löbliche Erwähnung gefunden. Wenn überhaupt, dann könnte man also das fehlende Schadensmodell kritisieren. Doch dass es nicht mehr als eine zerbrochene Windschutzscheibe gibt, liegt wohl eher an den Verträgen mit den Autoherstellern als an den Entwicklern. Wenn sie es dürften, würden sie auch hier sicherlich etwas Tolles zaubern.

Schottland mit kleinen Schönheitsfehlern
Neben den Autos ist auch die neue Landschaft, durch die man hier nach Herzenslust brettert, absolut fantastisch. Wer schon einmal im südlichen Schottland war, wird die Hecken, die groben Steinmauern und das Aussehen der Häuser sofort wiedererkennen. Selbst an das Wild wurde gedacht. All das ist eine wahre Augenweide und lädt geradezu ein, die Welt auch einmal im Bummeltempo zu erkunden – denn zu erkunden gibt es hier eine Menge.
Ganz perfekt ist die Technik aber leider nicht. Denn so schön alles aussieht, ab und an ärgern kleine Ruckler. Zum Glück traten diese kurzen Aussetzer aber nicht während der Rennen, sondern nur dann auf, wenn ich nach dem Rennen wieder in die geteilte Spielwelt eintauchte. Ebenso ärgerlich sind die langen Ladezeiten, die man vor allem beim Starten des Spiels hinnehmen muss.

Rein gar nichts auszusetzen gibt es hingegen beim Sound. Ausnahmsweise sind hier aber mal nicht die Motorengeräusche das Highlight, obwohl sich diese auch durchweg sehr gut anhören. Das eigentliche Highlight sind die Radiosender und hier im speziellen deren Moderatoren. Ich kann nur empfehlen, jeden Einzelnen von ihnen einmal anzuhören, denn die Sprüche, die sie von sich geben, sind nicht nur einmal absolut hörenswert!

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Mit Teil Vier haben Turn 10 eine grundsolide Weiterentwicklung ihrer Forza Horizon-Reihe veröffentlicht, die sich – mal abgesehen von etwaigen Rucklern und den langen Ladezeiten – keine groben Schnitzer erlaubt. Im Gegenzug mangelt es aber eben an großen Neuerungen. Die sich abwechselnden Jahreszeiten sehen zwar eindrucksvoll aus, bringen aber nicht die gewünschte spielerische Veränderung mit sich. Gleiches gilt im Prinzip auch für die Forzathon-Wettbewerbe, die zwar auch ganz unterhaltsam sind, aber auch nicht wirklich Weltbewegendes darstellen.
Das alles ändert aber rein gar nichts daran, dass Forza Horizon 4 wieder ein absolut erstklassiges Rennspiel geworden ist, das sowohl in Sachen Umfang, als auch Optik, Sound, Fahrphysik und nicht zuletzt Steuerung nahezu alles perfekt macht und für unzählige Stunden sehr viel Spielspaß garantiert.

Forza Horizon 4 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.625 Grafik: 9.50
Sound: 9.50
Steuerung: 10.00
Gameplay: 9.50
Wertung: 9.625
  • Riesiger Fuhrpark
  • Unzählige Rennen und Events
  • Wechselnde Jahreszeiten sehen sehr hübsch aus
  • Jederzeit zwischen Solo- und Online-Rennen wechselbar
  • Keine Mikrotransaktionen
  • Gelegentliche Ruckler und lange Ladezeiten
  • Keine spielerischen Neuerungen
  • Wechselnde Jahreszeiten haben zu wenig spielerischen Einfluss

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Rezension vom: 17.10.2018
Kategorie: Sport
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