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Battlefield V

Entwickler: Dice
Publisher: Electronic Arts

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 54,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
battlefield_V

Nachdem es bei den Shootern in den letzten Jahren in die Zukunft oder zurück in den Ersten Weltkrieg ging, versetzt uns Battlefield V wieder dorthin, wo für die Shooter-Reihe alles angefangen hat: In den zweiten Weltkrieg. Was dieser seit dem letzten WWII-Einsatz in Bad Company 2 zu bieten hat, zeigt unser ausführlicher Test.

Meinung:

Sowohl bei Call of Duty als auch der Battlefield-Reihe wurde der Singleplayermodus immer stiefmütterlicher behandelt. Letztes Jahr wollte EA dies ändern und führte in Battlefield 1 die Kriegsgeschichten ein, die mit Hilfe verschiedener Protagonisten und von realen Ereignissen inspiriert, emotionale Kriegsmomente erzählen sollten. Auch wenn es spielerisch kein Quantensprung war und man immer noch zu oft als unbesiegbare Ein-Mann-Armee unterwegs war, waren die Kriegsgeschichten durch die tolle Erzählweise und Inszenierung dennoch ein Erfolg. Folgerichtig entschloss sich EA, das Prinzip auch im nun erschienen Battlefield V zu verwenden. Der Einstieg verspricht auch wieder einiges, denn der Prolog, der einen innerhalb weniger Minuten an verschiedene Schauplätze bringt und sowohl als normaler Infanterist, als auch als Pilot und Scharfschütze in die jeweils kurzen Gefechte versetzt, ist nicht nur rasant, sondern auch inszenatorisch absolut top. Sobald man die erste richtige Story startet, sinkt die Euphorie aber leider auch drastisch ab. Zwar ist auch die Geschichte um Billy, einen Kriminellen, der aus dem Londoner Gefängnis geholt wird und als Teil des Special Boat Service eine Chance auf Wiedergutmachung erhält, toll inszeniert, doch spielerisch bekommt man hier eher den Eindruck, dass man sich in einer Trainingsmission für den Multiplayermodus befindet. Das gleiche gilt auch für die beiden weiteren Kriegsgeschichten, die einen zunächst als junge, norwegische Widerstandskämpferin, um die Befreiung unseres Landes und das Überleben unserer Familie und später als Mitglied der senegalesischen Einheit der französischen Kolonialtruppen um die Befreiung Frankreichs kämpfen lassen. Auch hier kann man sich über die Aufmachung der Geschichten wahrlich nicht beschweren, doch leider bekommt man eben auch hier den Eindruck, dass es die jeweils rund 60 Minütigen Geschichten nur gibt, damit man sich mit allen Spielmechaniken vertraut machen kann – wobei der Spielspaß immer sehr überschaubar bleibt. Ob dies bei der vierten Geschichte, die uns in die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs versetzen und Anfang Dezember kostenlos nachgereicht wird, großartig anders sein wird, möchte ich mal bezweifeln, weshalb die Kriegsgeschichten zum einmal Durchspielen zwar ganz nett sind, für all diejenigen, die sich aber vor allem im Singleplayermodus aufhalten wollen, sicherlich keinen nennenswerten Kaufgrund darstellen.

Online fängt der Spaß richtig an
Wer länger Spaß an Battlefield V haben möchte, kommt also nicht am Multiplayermodus vorbei. Leider geht EA hier den gleichen Weg wie bei den Kriegsgeschichten und bietet zum Release noch nicht den gesamten Umfang an. Bisher kann man nämlich lediglich als deutscher und britischer Soldat aufs Schlachtfeld gehen. Erst mit dem am 4. Dezember startenden, vollkommen kostenlosen Live-Service Tides of War sollen dann nach und nach neue Inhalte wie etwa weitere Fraktionen, neue Maps, Möglichkeiten der Fahrzeuganpassung, ein Übungsgelände, täglich bzw. wöchentlich wechselnde Aufträge und (Spezial)Missionen sowie der von vielen heißersehnte Battle-Royal-Modus „Firestorm“ in das Spiel Einzug halten. Bis es soweit ist, müssen wir uns aber eben erst noch mit einem abgespeckten Angebot begnügen. Wobei einem das gar nicht so schwer fällt, denn auch das macht bereits eine Menge Spaß. Einen großen Anteil daran, dass der Multiplayermodus so viel Spaß bereitet, haben natürlich die Maps. Auch wenn es davon momentan nur acht Stück gibt, also je zwei in Frankreich, Norwegen, Niederlande und Nordafrika, bieten sie doch sehr viel Abwechslung und für jeden Spielertypen etwas. Wer den Häuserkampf präferiert, wird etwa auf der Karte „Rotterdam“ fündig, die nur aus verwinkelten Straßen mit einigen Hotspots, wie etwa einem Marktplatz besteht. Wer gerne mit Panzern herumfährt oder seine Gegner mit dem Scharfschützengewehr aufs Korn nimmt, wird in „Zerstörung“ oder auch der in Nordfrankreich ansässigen Karte „Arras“ seine Freude haben. Während erstere im zerstörten Rotterdam spielt, in dem beinahe kein Haus mehr die Sicht versperrt, kann man sich auf Arras hingegen durch kleine Höfe und Rapsfelder an seine Gegner heranschleichen. In der zweiten Frankreich Map, „Verbogener Stahl“, spielt sich das Hauptgeschehen an einer zerbombten Brücke ab, an der es immer heftig zur Sache geht. Fahrzeugen wird der Fortschritt durch einen morastigen Boden erschwert, der sie beinahe dazu zwingt auf der Straße zu bleiben. In Norwegen erwarten einen die bereits aus der Beta bekannten Maps „Narvik“ und „Fjell 652“. Während man in „Narvik“ vor allem um eine Eisenbahnlinie kämpft, geht es auf der ebenfalls wunderschön verschneiten Karte „Fjell 652“ in die Höhe. Die Karte spielt nämlich auf den Bergen über Narvik und bietet vor allem für Infanteristen und Flugzeuge eine Menge Möglichkeiten. Mit dem Panzer ist hier hingegen schwer voranzukommen. Die größte Karte gibt es in Nordafrika. Deren Name ist „Hamada“ und bietet eine Menge Fläche für ausgedehnte Panzerschlachten. Aber auch Flugzeuge kommen hier voll auf ihre Kosten. Die zweite Nordafrikakarte heißt „Flugplatz“, wobei von dem nicht mehr allzu viel stehen geblieben ist, was natürlich großen Panzergefechten Tür und Tor öffnet. An manchen Stellen geht es aber auch sehr eng zu, weshalb hier auch wieder Infanteristen sehr effizient sind.

Welche Karte einem am meisten zusagt, ist natürlich wieder reine Geschmackssache. Ich fand, dass jede Map ihre Reize hat, zumal sie auch alle wunderbar und vor allem abwechslungsreich gestaltet wurden. Was mir ebenfalls positiv auffiel, war, dass keine Karte eine Fraktion bevorteilt. Alle Karten bieten stets die gleichen Startvoraussetzungen, weshalb es egal ist, auf welcher Seite man kämpft.


Miteinander lohnt sich
Wie üblich kann man sich auch dieses Mal wieder aus verschiedenen Klassen seinen Lieblingssoldaten aussuchen. Zur Auswahl stehen dabei ganz klassisch der Sturmsoldat, der neben dem Sturmgewehr zum Beispiel auch Dynamit oder eine Panzerfaust bei sich trägt, sowie der Versorgungssoldat, der zwar nur ein leichtes Maschinengewehr sein Eigen nennt, dafür die anderen Truppenmitglieder aber stets mit frischer Munition versorgt. Ebenfalls zur Auswahl steht darüber hinaus auch wieder der Sanitäter, der verletzte oder gerade niedergeschossene Kameraden ärztlich versorgt bzw. wiederbelebt, sowie der Scharfschütze, der natürlich über ein Scharfschützengewehr verfügt und obendrein Minen oder Attrappen einsetzen kann.
Die Bewaffnung und sonstige Gadgets der Klassen bieten zwar nichts Neues, dafür wurde aber wieder ein wenig an der Balance gearbeitet, wovon vor allem der Sanitäter und Versorgungssoldat profitieren. Im Vergleich zu Battlefield 1 heilt man nämlich nicht mehr automatisch, weshalb man früher oder später auf die Dienste des Sanitäters angewiesen ist. Zudem tragen sämtliche Klassen deutlich weniger Munition bei sich, wodurch die Tätigkeit des Versorgungssoldaten an Wichtigkeit dazugewinnt. Ich finde diese Änderungen gut, denn so wirken die Klassen nun nicht nur ausgeglichener, obendrein wird so auch das Zusammenspiel gefördert. Letzteres ist ohnehin etwas, was EA diesmal besonders in den Fokus gerückt hat. Wer Teil eines Squads ist, profitiert etwa von zusätzlichen Punkten, die man für Squad-Tätigkeiten erhält. Neben Feuerschutz oder Abschüssen fällt darunter auch das Wiederbeleben, was innerhalb eines Squads unabhängig von der Klasse geschehen kann. Hier kann also auch ein Scharfschütze einen gefallenen Sanitäter retten, auch wenn dies ein wenig länger dauert, als wenn es andersrum geschehen würde. Wenn man genügend Punkte gesammelt hat, schaltet man zudem noch besondere Fähigkeiten frei, wie etwa auf Seiten der Deutschen den V1-Luftschlag und bei den Alliierten den Churchill Crocodile Tank, die natürlich beide immense Auswirkungen haben. Ein weiterer Vorteil, Mitglied eines Squads zu sein, besteht im überarbeiteten Respawn-System. Als Mitglied eines Squads bekommt man nämlich nicht mehr die übliche Übersichtskarte zu sehen. Stattdessen zeigt das Spiel einem nun das Geschehen aus der Sicht eines Squad-Kameraden an, wodurch man besser entscheiden kann, ob man tatsächlich bei ihm einsteigen will oder doch lieber an einem anderen Punkt. Nervige Situationen, in denen man blindlings in ein gerade stattfindendes Feuergefecht spawnt und Sekunden später wieder auf dem Boden liegt, sind somit endlich Geschichte. Ein weiterer Vorteil der Squads ist die Kommunikation. Bisher ist es nämlich so, dass man lediglich innerhalb von Squads per Sprachchat miteinander kommuniziert. Außerhalb davon kann man sich hingegen nur mit vorgefertigten kurzen Hinweisen ausdrücken. Ob das so bleibt, möchte ich mal bezweifeln. Im Moment ist es aber ein Grund mehr, weshalb sich Squad-Arbeit auf jeden Fall lohnt.

In Deckung!

Zusätzlich zu den Klassen wurden auch die Panzer ein wenig überarbeitet. Waren sie in früheren Battlefield-Teilen schier übermächtig, ist dies nun nicht mehr der Fall. Sorge dafür trägt eine künstlich aufgelegte Trägheit, was sich darin bemerkbar macht, dass der Geschützturm nun wesentlich länger braucht um sich einzudrehen. Außerdem ist auch beim Panzer schneller die Munition verbraucht und Schäden wirken sich viel drastischer aus. Konnte man früher zum Beispiel trotz einer kaputten Kette noch relativ problemlos umherfahren, kriecht man nur noch vor sich hin und ist somit natürlich ein leichtes Ziel für eventuelle Panzerfäuste.
Was geblieben ist, ist allerdings die Zerstörungswut der Panzer. Denn nach wie vor kann man so gut wie alle Gebäude und Strukturen zerstören. Was neu ist, ist allerdings, dass Infanteristen sich neue Deckungen errichten können. Gerade dieses Feature finde ich sehr sinnvoll, da es bei längeren Gefechten ja doch des Öfteren der Fall war, dass man als Infanterist irgendwann jegliche Deckung zerschossen bekommen hat. So kann man sich aber einfach schnell in Form von Stacheldraht, Sandsäcken oder Holzverschlägen provisorisch einrichten und so wieder in Schutz gehen. Schön ist, dass man dies mit jeder Klasse machen kann. Der Versorgungssoldat kann überdies auch noch massive Panzersperren errichten und den Panzern so das Leben erschweren.

Da kommt noch mehr

An Spielmodi bietet das Spiel bisher sechs unterschiedliche Modi an. Team Deathmatch, Frontlinien, Vorherrschaft und Eroberung benötigen dabei wohl keiner sonderlichen Erklärung, schließlich sind diese schon seit langem Teil der Shooter-Reihe. Neu sind hingegen die „Großen Operationen“ und das „Letzte Gefecht“. Große Operationen stellt dabei eine Art mehrstufige Schlacht dar, bei der mehrere Ingame-Tage vergehen. Das Besondere dabei: Wer den Tag gewinnt, hat am darauffolgenden einige Vorteile, zum Beispiel in Form von mehr Nachschubtruppen.
Einen solchen Clou gibt es beim „Letztes Gefecht“ leider nicht, dennoch ist auch dieser neue Spielmodus sehr unterhaltsam geworden. Hierbei handelt es sich nämlich um ein Last-Man-Standing, wobei jeder der je 32 Spieler auf beiden Seiten nur über ein Leben verfügt. Hier ist also ein wenig Taktik gefragt, möchte man nicht sofort niedergestreckt werden. Erschwert wird das Unterfangen durch zusätzliches Artilleriefeuer, welches an den Rändern der Karte niedergeht und das Kampfgebiet so immer weiter verkleinert – also ein kleiner Vorgeschmack auf den Battle-Royale-Modus Feuersturm, der ja - wie gesagt - noch kommen wird.

Kleinere Probleme
Dass die Karten alle wundervoll aussehen, habe ich ja schon weiter oben erwähnt. Jedoch gilt dies nicht nur für die Gestaltung der Karten. Das Spiel insgesamt ist wundervoll anzusehen. Vor allem die Licht-, Explosions- und Dreckeffekte haben mir sehr gut gefallen. Schön ist auch, dass es selbst in vollen 64er Multiplayergefechten keinerlei Ruckeln oder ähnliches zu spüren gibt. Das Einzige, was ein wenig stört, sind gelegentliche Clipping-Fehler und Pop-ups, die während meiner Testphase aber zum Glück nur selten auftraten und sicherlich auch noch behoben werden. Ob dies auch für die Ladezeiten gilt, bleibt abzuwarten. Bisher wirken sie gerade auf der Xbox One doch etwas zu lang. Beim Sound gibt es solche Probleme glücklicherweise gar nicht. Ganz im Gegenteil, die Effekte hören sich alle sehr gut an und auch die Waffen klingen – so weit ich das beurteilen kann – sehr realistisch.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Mir persönlich hatte das viel gescholtene Battlefield 1 ja bereits gut gefallen. Battlefield V ist aber noch einmal um einiges besser, was weniger an der zwar gut inszenierten, schlussendlich aber nur soliden Singleplayerkampagne, sondern vielmehr am Multiplayermodus liegt. Die kleinen aber feinen Neuerungen, wie etwa die stärkere Fokussierung auf die Squads, das Balancing oder auch die Möglichkeit Deckungen zu errichten, sorgen für ein runderes Spielerlebnis, das einen nicht mehr so schnell loslässt – und später kommen dank des kostenlosen Tides of War-Services immer neue Inhalte hinzu. Trotz einiger kleinerer Grafikprobleme und den langen Ladezeiten ist Battlefield V für mich somit nicht nur das beste Battlefield der letzten Jahre, sondern auch meine Nummer 1, wenn es um Multiplayergefechte geht.

Battlefield V - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.125 Grafik: 9.00
Sound: 9.50
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.00
Wertung: 9.125
  • Actionreiche Inszenierung
  • Abwechslungsreiche Maps
  • Größere Fokussierung auf Squads
  • Deckungen selber bauen
  • Tole Soundkulisse
  • Bisher lediglich acht Maps
  • Battle-Royal-Modus wird erst später nachgereicht
  • Lange Ladezeiten
  • Ruckler, Pop-ups etc.
  • Kriegsgeschichten nur schmückendes Beiwerk ohne nennenswerten Wiederspielwert

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Rezension vom: 26.11.2018
Kategorie: Action
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