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Anthem

Entwickler: BioWare
Publisher: Electronic Arts

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 43,94 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:

Anthem_Logo

Die Hymne der Schöpfung ist ein mächtiges Artefakt, das ständig die ganze Welt verändert. Auf diesem Planeten existieren viele verschiedene Lebensformen, wie zum Beispiel die Menschen, die sich gegen diverse Feinde erwehren müssen. Dabei werden sie von den sogenannten Freenlancern unterstützt, die sich in ihren fliegenden Rüstungen in den Kampf stürzen.

Doch vor zwei Jahren scheiterten die Freelancer bei einem Versuch, die neuesten Auswirkungen der Hymne aufzuhalten. Viele verloren damals ihr Leben und das Vertrauen in die Wächter schwand. Jedoch werden sie jetzt mehr denn je benötigt, da das Dominion, eine feindliche Macht, die Kontrolle über die Hymne der Schöpfung erlangen will und dafür ist ihnen jedes Mittel recht.


Meinung:

Ob das was wird?
Als Anthem angekündigt wurde, herrschte eine gewisse Skepsis in der Fangemeinschaft vor. Schließlich erschien die Programmierung eines Online Looter Shooters konträr zu dem, was den Entwickler Bioware bislang ausmachte: Nämlich gute Rollenspiele, die den Spieler dank ihrer Story in den Bann zogen.

Hinzu kam ebenso die Tatsache, dass das Genre bereits schon von Destiny beherrscht wurde, auch wenn, zugegebenermaßen, jenes Game einiges seiner Strahlkraft durch den missglückten Launch von Teil 2 verlor. Trotzdem war die Hürde für Biowares Titel immer noch hoch.

Aller Anfang ist leicht
Die ersten Minuten von Anthem sind dabei zum Glück alles andere als misslungen, aber sie können auch nicht vollends überzeugen. Der Spieler wählt das Geschlecht des Spielcharakters aus und das Gesicht, welches die Figur besitzen soll. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind hierbei begrenzt, was vor allem im Vergleich zu früheren Spielen von Bioware enttäuscht.

Danach ist erstmal ein Tutorial an der Reihe, in dem die grundlegende Steuerung und Story kennengelernt wird. Erst wenn das überstanden ist und man freie Hand hat, kann sich auch entscheiden werden, welche Javelin gesteuert werden soll. Vier Klassen dieser Iron Man-artigen Rüstungen stehen dabei zur Verfügung.

Eine Qual der Wahl sollt ihr haben
Der Standard ist der Ranger, der vor allem durch seine Vielfältigkeit auffällt. Der Colossus ist hingegen ein wahrer Tank, mit einem hohen Defensivwert ausgestattet, aber dafür auch schwerfällig in der Bewegung. Storm ist nicht die X-Men-Figur, teilt sich allerdings mit dieser die Fähigkeit, das Wetter zu kontrollieren. So lassen sich unter anderem Feinde einfrieren, die dann mit einem gewaltigen Blitz vom Himmel gegrillt werden. Der Interceptor ist auf Heimlichkeit und Schnelligkeit ausgelegt. Wenn ein Gegner ihn bemerkt, ist es meistens schon zu spät.

Die Wahl sollte gut überlegt sein, da auf den ersten Stufen nicht gewechselt werden kann. Erst ab dem sechsten Erfahrungslevel ist es auch möglich, in eine andere Klasse reinzuschnuppern.

Fliegen ist schöner
Allen Javelins gemein ist, dass sie fliegen können. Der Spieler springt in die Luft, drückt eine bestimmte Taste und schon zünden die entsprechenden Düsen. Mehr oder weniger elegant wird so durch die vielfältige Umgebung geflogen, wobei es aufzupassen gilt, da die Antriebsdüsen überhitzen können, was jedoch jederzeit im Auge behalten werden kann. Zum Glück lässt sich der Antrieb auch im Flug abkühlen, entweder, indem er mit Wasser in Berührung kommt, oder indem ein Sturzflug durchgeführt wird. Das Fliegen ist dabei der Aspekt des Games, der am meisten Spaß macht.

Abgesehen davon lässt Anthem zu wünschen übrig. Es wirkt an vielen Stellen unausgegoren und nicht überzeugend. Es gibt viele Probleme, die am Ende dafür sorgen, dass das Spiel sein Potential nicht ausgeschöpft hat.

Oh, hey, wieder spontan auftauchende Feinde. Hatten wir ja noch nie! /Ironie
So ist zum Beispiel das Missionsdesign langweilig geworden. Im Prinzip werden einzelne Punkte auf der Karte abgeklappert und dort jedes Mal auftauchende, verschiedene Gegner bekämpft. Das Umgebungsdesign ist zwar gut geraten, kann aber nicht davon ablenken, dass dieses Gameplay auf Dauer zu monoton ist.

Noch schlimmer ist das Endgame, das extrem grindlastig wurde. Um das Finale zu sehen, müssen verschiedene Challenges absolviert werden, die noch dazu aus diversen längeren Einzelteilen bestehen. So wird man kreuz und quer durch die Karte geschickt, um zum Beispiel eine vorgegebene Anzahl an bestimmten Feinden zu eliminieren. Wesentlich schlimmer ist dabei auch die Tatsache, dass die Droprate von gutem Loot grottig ist. Rare oder legendäre Objekte fallen seltener, als es dem Game gut tut.

Die Gruppe macht's
Es ist jetzt nicht so, dass Anthem keinen Spaß macht. Im Gegenteil: Wenn der Spieler in einer gut sortierten Gruppe unterwegs ist, wird er auch gut unterhalten. Doch das machen erneut Kleinigkeiten kaputt, wie beispielsweise die langen Ladezeiten, die noch dazu gehäuft auftreten. Es kann einfach nicht sein, dass der Spieler wiederholt warten muss, bis er vom Fort Tarsis, das der Ausgangspunkt des Games ist, endlich auf der Welt angekommen ist. Oder dass die Ladezeiten zu jeder unpassenden Gelegenheit auftauchen, wie beispielsweise beim Respawnen nach einem Tod.

Jedes Mal, wenn die Weltkarte zu sehen ist, stehen diverse Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Möchte der Spieler einer Storymission nachgehen? Oder doch eher ein freies Spiel wagen, in dem er frei über die Welt reisen und zum Beispiel Ressourcen grinden kann? Allerdings hat letzteres den Nachteil, dass man sich hier mit erstaunlich wenig Mitspielern auf einer Karte wiederfindet. Spontan gemeinsam Missionen anzugehen ist schwierig, wenn sich die vier potentiellen Mitspieler über die Karte verstreuen.

Eine Story zum Einschlafen
Noch schwieriger ist es, den Weg zu finden. Falls man nicht in einer Hauptmission ist, in der das nächste Ziel automatisch angezeigt wird, lassen sich keine eigenen Marker setzen oder Wegpunkte ansteuern, was das Orientieren erheblich erschwert.

Leider kann die Story ebenfalls nicht mithalten. Selbst im Vergleich zu Mass Effect Andromeda, bei dem bereits die Geschichte alles andere als optimal war, kann die Story von Anthem nicht überzeugen. Sie wirkt flach und viele Figuren, mit denen interagiert wird, schon fast leblos. Die Dialogoptionen wirken hierbei eher wie ein Nachgedanke, da sie spürbar keine Auswirkungen auf das Spielgeschehen haben, was für Bioware sehr untypisch ist.

Wenn man Haupt- und Nebenfiguren anhand des Aussehens unterscheiden kann
Merkwürdig wirkt ebenso die Grafik. Die Welt an sich mit ihren vielfältigen Designs kann überzeugen, doch was die Darstellung der Charaktere angeht, bekleckert sich Anthem nicht mit Ruhm. Während die Hauptfiguren großartig animiert sind, wirken die Nebencharaktere längst nicht so detailreich. Auch die Animationen von diesen wirken limitiert, was für einen starken Kontrast zu den Hauptcharakteren sorgt.

Musikalisch ist das Game jedoch exzellent. Der Soundtrack ist sehr gut geworden und braucht sich vor anderen Bioware-Spielen nicht zu verstecken. Die Synchronarbeit kann ebenfalls überzeugen, da die Sprecher einen guten Job machen.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen Ich hätte es mir wirklich gewünscht, dass Anthem gut geworden wäre. Doch das Endergebnis ist enttäuschend. Trotz guter Ansätze sind viele Details nicht überzeugend. Die limitierten Animationen der Nebenfiguren, das Fehlen eigener Marker und das sehr grindlastige Endgame sind nur ein paar Beispiele, wieso Biowares Titel so ein Reinfall ist. Es ist schade, aber letzten Endes ist ein Interessent besser beraten, sich das Game noch nicht zu holen. Eventuell werden zukünftige Patches viele Probleme lösen. Destiny hat das schließlich gut vorgemacht.

Anthem - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.625 Grafik: 8.00
Sound: 9.00
Steuerung: 8.50
Gameplay: 5.00
Wertung: 7.625
  • Als Javelin fliegen
  • Gemeinsam mit anderen kämpfen
  • Endgame zu grindlastig
  • Nebenfiguren wirken im Vergleich zu Hauptcharakteren lieblos dargestellt
  • Enttäuschende Geschichte

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Rezension vom: 12.03.2019
Kategorie: Action
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