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Astroneer

Entwickler: System Era Softworks
Publisher: System Era Softworks

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 27,99 €

Systeme: PC, Xbox One

Inhalt:
astroneer_logo

Gerade zum Start in die Early-Access-Phase im Oktober 2016 wurde Astroneer sehr oft mit No Man's Sky verglichen. Kein Wunder, schließlich war die Enttäuschung über das über alle Maßen gehypte Weltraum-Abenteuer noch ganz frisch und die verärgerten Spieler erhofften sich nun in Astroneer die Ziele ihrer Wünsche.
Seitdem hat sich aber vieles getan: nicht nur dass No Man's Sky nach etlichen Patches und Updates doch noch zu einem richtig guten Spiel geworden ist, es wurde mit der Zeit auch immer klarer, dass Astroneer nicht vorhat No Man's Sky zu kopieren und seinen eigenen Weg gehen wird. Welcher Weg dies ist, kann man sich nun ansehen, denn seit ein paar Wochen ist die Release-Version erhältlich. Auch wir waren gespannt und haben uns einmal in die Tiefen des Weltalls begeben.

Meinung:

In Astroneer strandet man ganz zu Anfang auf einem fremden Planeten. Wieso, weshalb, warum wird einem zuvor in einem kleinen Introvideo gezeigt, allerdings tut dies nichts weiter zu Sache. Viel wichtiger ist, was wir dann auf dem Planeten anstellen. Das oberste Ziel heißt dabei natürlich, den Planeten wieder zu verlassen. Jedoch haben sich die Rakete und unser Shuttle getrennt, weshalb wir die Rakete überhaupt erst einmal finden müssen. Der Weg dorthin ist allerdings alles andere als einfach. Zunächst müssen wir nämlich unser Überleben sichern. Mit unserem Shuttle als Dreh- und Angelpunkt errichten wir deswegen zunächst eine kleine Basis. Mithilfe von sogenanntem Gemisch, das glücklicherweise in beinahe jeder der prozedural generierten Welten in unserer Reichweite lagert, erstellen wir Sauerstoffverbindungen, mit denen wir uns auch weiter vom Shuttle entfernen können, ohne Gefahr zu laufen zu ersticken. So können wir dann die Umgebung erkunden und weitere Rohstoffe, die auf und in dem Planeten auf uns warten, abbauen. Dies geschieht stets mit unserem Rucksack, der eine Art Staubsauger ist und alles in sich hineinpackt, auf das wir zielen – zumindest so lange noch Platz in ihm ist.

Schicke Form des Interfaces
Ob der Rucksack voll ist oder nicht ist aber leicht zu erkennen, denn eine Sache, die mir sehr gut gefallen hat, ist, dass man den Inhalt des Rucksacks stets im Blick hat und dazu nicht erst extra ein Menü öffnen muss. Alle Rohstoffe stecken quasi an unserem Rucksack fest, und wollen wir mit ihnen interagieren, ziehen wir sie einfach vom Rucksack weg. Das funktioniert gerade mit dem Controller zwar etwas hakelig, ist aber dennoch eine schöne Art des Interfaces.
Mit den so gewonnenen Rohstoffen können wir dann nach und nach unsere Basis ausbauen. Zunächst baut man verschieden große 3D-Drucker, mit denen wir dann wiederum andere Gerätschaften und Gebäude herstellen können. Für spätere Geräte benötigt man aber nicht nur die natürlichen Rohstoffe, sondern muss diese zunächst weiterverarbeiten. So kommt man irgendwann nicht mehr daran vorbei etwa einen Schmelzofen zu erbauen, in dem wir uns Eisen schmelzen können. Welche Rohstoffe dazu benötigt werden, wird einem ebenfalls ganz komfortabel angezeigt.

So entspannend, dass man die Zeit vergisst
Auf diese Weise errichten wir uns also nach und nach eine immer größere Basis und bauen verschiedene Tools und sogar Fahrzeuge, mit denen wir uns fast autonom von unserer Basis auf die Suche nach der Rakete machen können. Wenn wir diese gefunden haben, können wir uns dann auf den nächsten Planeten begeben – wenn wir denn wollen. Man kann nämlich ebenso gut auf dem ersten Planeten bleiben und diesen weiter erforschen, denn genau darum geht es bei Astroneer. Anders als bei No Man's Sky geht es hier im Grunde genommen einzig und alleine ums Entdecken. Handel mit Außerirdischen, irgendwelche seltsamen Storyschnipsel, Lebensformen, die uns nach dem Leben trachten oder gar Raumschiffschlachten gibt es hier nicht.
Was sich für manchen vielleicht langweilig anhören mag, strahlte für mich eine eigenartige Faszination aus. Man ist dermaßen entspannt beim Erkunden der farbenfrohen Low-Poly-Spielwelt, die Berge, Schneelandschaften, weitläufige Höhlen und noch vieles Weitere bietet, dass man dabei ganz die Zeit vergisst. Mir ist es während der Testphase tatsächlich mehr als ein Mal passiert, dass ich irgendwann erschrockenen feststellen musste, dass schon wieder drei Stunden vergangen sind, obwohl ich eigentlich doch nur eine spielen wollte. Was gehörig zu diesem Erkundungsgefühl beiträgt, ist, dass man den Großteil der Möglichkeiten, die das Spiel bietet, selbst herausfinden muss. Es gibt zwar ein Tutorial, doch das ist erfreulicherweise recht klein ausgefallen und erklärt einem wirklich nur das Wichtigste. Alles andere muss man selbst herausfinden (oder schaut es im integrierten Lexikon nach).

Koop-Modus, der noch nicht viel Sinn macht
Noch mehr Spaß macht das Erkunden und Errichten mit Freunden. Allerdings ist der Koop-Modus momentan nur auf dem PC wirklich sinnvoll. Bisher gibt es nämlich noch keine Chat-Funktion, weshalb man wohl über übel andere Wege der Kommunikation nutzen muss, was sich auf dem PC nun einmal wesentlich einfacher gestaltet, als auf den Konsolen. Es bleibt aber zu hoffen, dass diese Funktion, genau wie Multiplayer-Server, irgendwann nachgereicht wird. Da die Entwickler aber bereits jetzt einige weitere Features angekündigt haben, bin ich mir ganz sicher, dass auch das auf ihrer Agenda stehen wird.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert Kein riesiger Hype, keine leeren Versprechungen. Im Gegensatz zu No Man's Sky wurde Astroneer während seiner Early-Access-Phase grundsolide weiterentwickelt und ist nun, zum offiziellen Verkaufsstart, ein wunderbar entspannendes Spiel, das einen sofort in seinen Bann zieht. Das Erforschen der wundervollen Low-Poly-Welt, das Einsammeln von Ressourcen und selbst zu entdecken, was man mit ihnen anstellen kann, ist dermaßen befriedigend, dass man aufpassen muss nicht vollkommen die Zeit zu vergessen. Dabei ist das noch nicht einmal das ganze Spiel, denn bereits jetzt haben die Entwickler weitere Features angekündigt, die es einem dann wahrscheinlich noch schwerer machen werden, sich vom Spiel zu trennen.

Astroneer - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.625 Grafik: 8.00
Sound: 7.00
Steuerung: 7.50
Gameplay: 8.00
Wertung: 7.625
  • Wunderschöne Low-Poly-Grafik
  • Viel Freiraum
  • Wunderbar beruhigend
  • Übersichtliches Interface
  • Man muss vieles selbst entdecken
  • Keine Multiplayer-Server
  • Keine Chat-Funktion
  • Controller-Steuerung anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig
  • Keine richtige Story

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Rezension vom: 29.03.2019
Kategorie: Adventure
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