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Ridge Racer 7

Publisher: Sony Computer Entertainment

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 61,95 €

Systeme: PlayStation 3

Inhalt:
Wenn es auf dieser Welt eine Sache gibt, auf die man sich verlassen kann, dann ist das der Umstand, dass zur Markteinführung einer neuen Sony-Konsole auch ein frisches Ridge Racer-Spiel in den Startlöchern steht. Der Launch der PS3 macht da natürlich keine Ausnahme, und so gibt es nun mit Ridge Racer 7 den jüngsten Vertreter der arcadelastigen, aber keineswegs anspruchslosen Drifter-Serie, der die altbekannte Formel weiter verfeinert und um behutsame Neuerungen ergänzt.

Meinung:
Der Kern des Spiels ist aber gegenüber den Vorgängern selbstredend unverändert geblieben: Noch immer geht es darum, mit dem eigenen Wagen Rennen zu gewinnen, indem man möglichst geschickt um Kurven schliddert, wodurch sich der Nitro-Tank auffüllt. Der Drift lässt sich in Ridge Racer 7 einleiten, indem man beim Einlenken in eine Kurve kurz vom Gas geht und dann gleich wieder beschleunigt. Danach rutscht der Wagen fast wie auf Schienen um die Ecke, und man muss nur noch am Ende der Kurve die Wagenfront wieder auf die folgende Gerade ausrichten. Was hier so einfach klingt und Simulationspuristen die Nase rümpfen lässt, bietet bei aller Künstlichkeit dennoch seinen ganz eigenen Reiz, und man braucht ein wenig Übung, um die Slides wirklich optimal durchzuführen.

Die Suche nach Luftlöchern
Außerdem sind die Fahrzeuge in drei Kategorien eingeteilt: "Sanfte" Drifter lassen sich nur mühsam querstellen, finden dafür am Ende der Kurve schnell wieder die Traktion. Bei "dynamischen" Wagen ist genau das Gegenteil der Fall, und die "Standard"-Autos stellen den goldenen Mittelweg dar und sind als Allrounder besonders für Einsteiger geeignet. Hinzu kommt noch, dass der Zeitpunkt des Nitro-Einsatzes wohlüberlegt sein will, denn im Optimalfall brennt der Tank direkt vor einer Kurve aus - wer dann noch mit dem Schwung des Boosts durch die Biegung rutscht, sammelt besonders schnell wieder neues Nitro.

Als Neuerung gibt es in Ridge Racer 7 außerdem das Windschattenfahren, das den Rennen zusätzliche taktische Tiefe gibt. Auch die ohnehin schon recht stark fahrenden Computergegner machen eifrigst Gebrauch von dieser Technik, so dass es in den fortgeschritteneren Wettbewerben nur mit ausgeprägter Kenntnis von Strecke und Fahrzeug möglich ist, einen Sieg zu erringen.

Rabatt für Freunde
Ridge Racer 7 führt eine Tuning-Komponente in die Serie ein, die allerdings bei weitem nicht das Ausmaß der letzten Need for Speed-Titel erreicht. Immerhin lässt sich die Leistung der Autos in diversen Kategorien verbessern, und auch eine Handvoll Aerodynamik-Teile und Felgen stehen zur Auswahl. Um die Komponenten kaufen zu können, gewinnt man in den Rennen Geld. Außerdem bekommt man bei Renn-Erfolgen Ansehenspunkte, die dafür sorgen, dass nach und nach neue Wettbewerbe für immer schnellere Fahrzeugklassen freigeschaltet werden.

Ganz nebenbei steigt auch der gute Ruf bei den Fahrzeug- und Teileherstellern, je öfter man ihre Gerätschaften in den Rennen einsetzt. Wird die Bindung zu einem Zulieferer besonders eng, bekommt man Rabatte beim Einkauf und letztendlich sogar exklusive Geschenke wie etwa neue Lackfarben, Sonderfahrzeuge oder Spezial-Tuningteile, die z.B. die Effektivität des Fahrens im Windschatten verbessern.

Breaking News
Wie bereits erwähnt, lassen sich die Drifts in Ridge Racer 7 sehr leicht durchführen, was auch der präzisen Steuerung zu verdanken ist. Nur die Bremse ist im Prinzip überflüssig, da man die Kurven ja am besten mit Höchstgeschwindigkeit im Slide durchquert. Die Nitro-Ladungen lassen sich über die Trigger-Tasten mühelos in drei Stufen auslösen. Auch eine Nutzung des Tiltsensors zum Lenken und Schalten ist möglich, allerdings funktioniert diese Option nicht besonders gut, so dass man besser beim Standard-Setup bleiben sollte. Die Menüs sind weitgehend sinnvoll aufgebaut und weisen einen leicht futuristischen Schick auf, der noch davon unterstützt wird, dass permanent "News-Ticker" durchs Bild laufen, die Bestzeiten und fiktive Meldungen aus der Spielwelt bringen.

Im Netz
Zum modernen Look passt auch, dass das Spiel sich sofort nach dem Start automatisch mit dem Internet verbindet und sich von dort die aktuellsten globalen Rundenrekorde sowie Interviews mit besonders erfolgreichen Online-Spielern holt. Damit stehen die diversen Online-Rennmodi, bei denen man u.a. durch Parallel-Driften mit dem Teamgefährten Nitro dazugewinnt, nahezu gleichberechtigt neben der umfangreichen Solo-Karriere. In Zukunft will Namco zudem zusätzliche Offline-Renn-Events zum Download anbieten; zur Zeit ist ein derartiges Angebot allerdings nur im japanischen PlayStation Store verfügbar. Als Minispiel für den Ladebildschirm hat Namco diesmal übrigens den Shooter-Klassiker Xevious aus dem Jahre 1982 reaktiviert.

Die Gegend kenne ich doch ...
Die Fahrzeuge weisen gestochen scharfe Texturen und überzeugende Spiegelungen im Lack auf. Wie immer handelt es sich bei ihnen aber nicht um Umsetzungen realer Autos, sondern um Produkte der altbekannten, Ridge Racer-internen Firmen wie Kamata, Danver und Gnade, die zudem Sponsoren-Aufkleber mit reichlich Namco-Bezug tragen: Neben Dig Dug und Klonoa tritt dabei u.a. fast die gesamte SoulCalibur-Belegschaft namentlich auf. Wer schon den X360-exklusiven Vorgänger gespielt hat, wird übrigens die meisten der 21 Rennstrecken bereits kennen, denn fast alle Kurse waren bereits in Ridge Racer 6 enthalten - schade, dass Namco hier so eklatantes Daten-Recycling betreibt. Immerhin haben die Strecken hübsche Texturen und eine beeindruckende Fernsicht zu bieten, sie wirken dabei allerdings auch stets ein wenig steril.

"Super, du bist Letzter!"
Zu den Markenzeichen der Ridge Racer-Spiele gehört die Musik, die natürlich auch im siebten Teil der Reihe erneut aus dem Techno- und Trance-Bereich stammt und so ähnlich auch am Freitagabend aus so manchem Golf GTI zu hören ist. Ob man solche Beats erträgt, ist ganz eindeutig Geschmackssache, aber immerhin passt der Musikstil recht gut zum futuristischen Ambiente des Spiels. Das gilt auch für die beiden "DJs", die jede Aktion des Spielers während der Rennen mit Kommentaren begleiten.

Vor allem die weibliche Stimme erinnert mit ihrer nicht immer der Situation angemessenen Überdrehtheit etwas zu sehr an gewisse "Geiz"-Werbespots, und viele der Sprüche klingen auf Deutsch ein wenig peinlich. Um die englischen Kommentare zu hören, die immerhin eine Nuance cooler wirken, muss man die Spracheinstellungen der PS3 in der Systemsteuerung verändern. Die Motorengeräusche sind akzeptabel, unterscheiden sich aber bei den unterschiedlichen Fahrzeugen zu wenig voneinander.

Fazit:
manuel.jpgRidge Racer 7 modifiziert das bewährte Spielprinzip nur behutsam, doch die Neuerungen wie das Windschattenfahren und der rudimentäre Tuning-Bereich stellen allesamt sinnvolle Ergänzungen dar. Obendrein gelingt es dem Spiel hervorragend, seine eigene, futuristische Driftracer-Welt atmosphärisch dicht darzustellen, wozu auch die permanente Online-Anbindung und die eigentlich völlig nutzlosen News-Ticker in den schicken Menüs beitragen.

Arcade-Rennspiel-Fans - vor allem diejenigen, die den direkten Vorgänger auf der Xbox 360 nicht gespielt haben und sich somit nicht an der Wiederverwertung der Strecken stören - werden mit Ridge Racer 7 sicher viel Freude haben, denn bis man alle Fahrzeuge und Tuning-Teile freigeschaltet hat, vergehen Dutzende von Stunden.

Ridge Racer 7 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Manuel Tants

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8 Grafik: 8.25
Sound: 7.00
Steuerung: 8.25
Gameplay: 8.50
Wertung: 8
  • Gewohnt gutes Drift-Racing
  • Windschatten sorgt für mehr taktische Tiefe
  • Stattlicher Umfang
  • Ausgeprägte Online-Anbindung
  • Konsequent futuristisches Styling
  • Strecken-Recycling
  • Stil der Hintergrundmusik ist Geschmackssache
  • Etwas zu perfekt fahrende KI

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Rezension vom: 07.04.2007
Kategorie: Action
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