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The Elder Scrolls IV: Oblivion (PS3)

Entwickler: Bethesda Softworks
Publisher: Ubisoft

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 60 €

Systeme: PlayStation 3

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
The Elder Scrolls IV: Oblivion versetzte vor fast genau einem Jahr die Rollenspielgemeinde auf Xbox 360 und PC in Verzückung: Die gigantische, in prächtiger Grafik präsentierte Welt von Tamriel steckte voller Quests, Gefahren und versteckter Dungeons. Zumindest für deutsche Spieler war das Erlebnis allerdings nicht ganz perfekt: Die Übersetzung, die bei einem derartigen Mammut-Spiel zugegebenermaßen kein kleines Unterfangen ist, wies einige haarsträubende Fehler auf, die den Spielgenuss trübten. Nun erscheint der Ausnahme-Titel auch für die PlayStation 3, und es stellt sich natürlich die Frage, wie die Umsetzung auf das Sony-Schlachtschiff gelungen ist.

Meinung:
Gleich vorweg: Viel hat sich erwartungsgemäß nicht geändert. Die Oblivion-Version für die PlayStation 3 enthält gleich vom Start weg die Inhalte der Erweiterung Knights of the Nine, und in technischer Hinsicht wurde in Sachen Grafik und Framerate nur leicht nachgebessert. So kann man bei den Reisen durch Tamriel eine sagenhafte Sichtweite genießen: Wenn das dynamisch wechselnde Wetter es zulässt, hat man z.B. einen herrlichen Blick aus den ersten Ausläufern der Jerall-Berge hinab auf die Kaiserstadt. Auch die Gesichter der Figuren wurden recht glaubhaft animiert, sind allerdings eher realistisch als wirklich hübsch ausgefallen. Daher sollte man zu Beginn des Spiels schon so manche Stunde mit dem Charaktereditor und seinen unzähligen Justierungsmöglichkeiten verbringen, wenn man eine halbwegs ansehnliche Figur erschaffen will.

Große, weite Welt
Die Story ist bei der PS3-Portierung natürlich ebenfalls unverändert geblieben: Während der eigene Held durch den ersten Tutorial-Dungeon aus dem Gefängnis flieht, erlebt er mit, dass der Kaiser Opfer eines Mordanschlags wird. Auch die Thronfolger werden allesamt ermordet - mit Ausnahme eines unehelichen Sohns des Kaisers, den es ausfindig zu machen und zu schützen gilt, bis er seinen Anspruch auf den Thron geltend machen kann.

Allein mit dieser Haupthandlung kann man sich gut und gerne einige Dutzend Stunden lang beschäftigen, doch daneben bietet das Spiel noch unzählige weitere große und kleine Missionen. So kann man seine Karriere in diversen Gilden und Geheimbünden vorantreiben, alle möglichen Verbrechen aufklären oder selbst begehen, in der weiten Welt umherwandern und Blumen pflücken, um aus ihnen Heiltränke zu brauen, und so weiter, und so fort - den Beschäftigungsmöglichkeiten sind in Oblivion kaum Grenzen gesetzt.

Anpassungsfähig
Oblivion passt die Stärke der Feinde und die Qualität der gefundenen Schätze dem Level des Spieler-Charakters an. Das ist Fluch und Segen zugleich: Zwar stolpert man so nie als schwächlicher Stufe-3-Barde versehentlich in die Höhle eines Level-45-Ogers, aber andererseits ist es natürlich auch unmöglich, den eigenen Helden zum unaufhaltsamen Schlachtengott hochzuzüchten, was für viele Rollenspieler ja einen gewissen Reiz ausmacht.

In Kombination mit dem actionlastigen Kampfsystem, das eher einem First-Person-"Shooter" mit Schwert und Schild gleicht, führt das dazu, dass die Kämpfe zwar sehr intensiv, aber nie wirklich leicht sind. Besonders in Unterzahl braucht man schon viel Geschick, Geduld und etwas Glück, um lebend aus den Gefechten hervorzugehen. Gerade Spieler, die die eher gemächlichen, rundenbasierten Kämpfe japanischer RPGs gewohnt sind, könnten sich hier anfangs schwertun. Immerhin kann man aber jederzeit speichern.

Wie schon im Vorgänger Morrowind erreicht der Charakter übrigens nicht durch das Sammeln von Erfahrungspunkten neue Stufen, sondern durch das Steigern der für seine eigene Klasse besonders bedeutsamen Talente - und das geschieht wiederum durch den wiederholten Einsatz selbiger. Das heißt, wer seinen Zerstörungsmagie-Skill steigern will, muss fleißig Feuerbälle werfen (oder einen teuren Trainer bezahlen). Da Art und Zahl der gesteigerten Talente auch Auswirkungen auf das Wachstum der Attribute haben, sollte man schon ein paar Gedanken in den Charakter-Ausbau investieren.

Liebes Tagebuch …
Wesentlich besser als in Morrowind ist übrigens das hervorragende Quest-Tagebuch gelungen, das genau auflistet, was bisher geschah und wo das nächste Ziel liegt. Bei dem immensen Umfang des Spiels ist diese Genauigkeit aber auch bitter nötig. Nur bei den etwas rätsel-lastigeren Nebenjobs sind die Angaben vielleicht sogar etwas zu präzise, so dass der Spieler kaum Gelegenheit bekommt, selbst darüber nachzudenken, wie und wo es weitergehen könnte.

Ein weiteres nützliches Feature des Tagebuchs ist, dass man eine Quest als "aktiv" markieren kann, was dazu führt, dass der kleine Kompass am unteren Bildrand eine komfortable Richtungsmarkierung für den nächsten Bestimmungsort verpasst bekommt. So lassen sich auch mühelos herumwandernde NPCs lokalisieren, die ihrem eigenen Tagesrhythmus nachgehen und sich z.B. nach Feierabend gerne einmal in der Taverne entspannen. Auch wenn man schnell dahinterkommt, dass diese Abläufe weitgehend einem festen Skript folgen, lässt dieser Kniff die Welt von Oblivion doch ungemein lebendig wirken.

Besser, aber nicht perfekt
Beim PC- und X360-Release von Oblivion ließ die deutsche Fassung noch sehr zu wünschen übrig: Zwar stimmte die Sprachausgabe, aber viele Bildschirmtexte waren grob fehlerhaft oder sogar überhaupt nicht übersetzt worden. Bei der PS3-Fassung wurden die gröbsten Schnitzer zum Glück ausgebügelt, aber es gibt immer noch so manche Stelle, in der ein englischer Textabschnitt aufblitzt oder die Sprachausgabe plötzlich fehlt und dabei die Untertitel unlesbar schnell vorbeirasen. Wer gute Fremdsprachenkenntnisse besitzt, kann aber die Systemsprache der PS3 auf Englisch stellen und kommt so in den Genuss der Originalfassung, die frei von derartigen Irrtümern ist und atmosphärischer wirkt, zumal die US-Sprecher noch ein wenig bessere Arbeit abliefern als die zwar soliden, jedoch nicht immer mit hundertprozentigem Einsatz agierenden deutschen Synchronkünstler.

Die orchestrale Musik von Jeremy Soule trägt die Atmosphäre des Spiels gut. Allerdings sind die Wechsel zwischen sanfter Reisemusik und den dramatischeren Klängen, die einsetzen, sobald ein Kampf droht, ein wenig zu abrupt ausgefallen. Die Soundeffekte hingegen sind makellos: Wenn der Wind schneidend um Mauerecken pfeift, sinkt beim Spieler sofort die "gefühlte Temperatur", und wenn der gerade noch rechtzeitig hochgerissene Schild unter einem gegnerischen Angriff dröhnt, vermisst man kaum noch die Rumble-Funktion des Controllers.

Fazit:
manuel.jpgMit The Elder Scrolls IV: Oblivion bekommt die PlayStation 3 endlich ein hochwertiges Rollenspiel, das allein schon durch seinen schieren Umfang Langzeitunterhaltung gewährleistet. Sony-Jünger, die bislang japanische RPG-Kost bevorzugt haben, werden sich zwar vielleicht an einigen Elementen wie den actionlastigen Kämpfen und der automatischen Levelanpassung der Gegner stören, doch das ändert nichts an der unbestreitbaren Güte dieses Spiels.

Für alle, die Oblivion schon auf PC oder Xbox 360 gespielt haben, bringt die PS3-Variante indes wenig Neues: Die Inhalte der Knights of the Nine-Erweiterung bekommt man auch für die anderen Systeme, und die leicht nachgebesserte Technik allein rechtfertigt die erneute Anschaffung wohl nicht.

The Elder Scrolls IV: Oblivion (PS3) - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Manuel Tants

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.9375 Grafik: 9.00
Sound: 8.75
Steuerung: 8.50
Gameplay: 9.50
Wertung: 8.9375
  • Lebendige, prachtvolle Spielwelt
  • Immenser Umfang
  • Interessantes Skill-System
  • Atmosphärischer Sound
  • Erweiterung gleich mit an Bord
  • Noch immer nicht perfekt lokalisiert
  • Level-Offset hat nicht nur Vorteile

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Rezension vom: 07.06.2007
Kategorie: Adventure
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Die Bewertung unserer Leser für dieses Game
Bewertung: 1 (9 Stimmen)
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