Family Ski
Entwickler:
Namco
Publisher:
Nintendo
Genre:
Sport
USK Freigabe:
Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis:
49,85 €
Systeme:
Wii
Inhalt:
Obwohl der Sommer noch jung ist und das Wetter hoffentlich noch besser wird, soll es Leute geben, die bereits jetzt wieder an ihren nächsten Skiurlaub denken. Wenn Du auch einer davon bist, dann hat Nintendo genau das richtige Spiel für Dich herausgebracht. In Family Ski kannst Du Dich nämlich bereits jetzt die Piste herunter schwingen.
Meinung:
Wie in Wirklichkeit gilt es auch in Family Ski sich vor der ersten Fahrt mit der richtigen Kleidung und Material (Stöcke, Skier) auszurüsten. Dafür steht Dir bereits von Anfang an eine beachtliche Auswahl an verschiedensten Designs und Farben zur Verfügung. Darüber hinaus darfst Du im Laufe des Spiels noch zahlreiche weitere Assesoires frei spielen, so dass am Ende wirklich jeder sein favorisiertes Design finden dürfte. Nachdem Du Deinen Charakter oder Mii nach Deinen Wünschen ausgestattet hast, geht es endlich auf die Piste...
Erst Skischule und dann zur Löwenspitze
Im Happy Ski Resort warten 13 Pisten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden darauf, von Dir tagsüber und auch abends befahren zu werden. Für Anfänger sollte der erste Schritt natürlich zunächst einmal in die Skischule führen. Hier erlernst Du anhand kleiner Übungen alle Manöver, die Du brauchst, um den Idiotenhügel schon bald hinter Dir zu lassen und auf anspruchsvollere Pisten wie dem Eulenhorst oder Schlangenpass zu fahren. Für absolute Experten wartet schlussendlich die Löwenspitze, die schnelle Steilhänge, schwere Kurven und bucklige Passagen vereint und so eine echte Herausforderung ist.
Actionlastiger Rätselspaß
Wie es in beliebten Skigebieten nun mal so ist, fährst Du auch im Happy Ski Resort nicht alleine die Berge hinunter. Immer wieder triffst Du auf andere Skifahrer. Neben älteren Damen und Anfängern, die als lebende Slalomstangen fungieren, gibt es auch zahlreiche Fahrer die verschiedene Aufgaben für Dich parat halten. Dies können z.B. Abfahrts- oder Slalomrennen sein, die allerdings so einfach sind, dass man sie nicht wirklich als Aufgabe bezeichnen kann. Etwas anspruchsvoller geht es zur Sache, wenn Du aufgefordert wirst, eine bestimmte Person in einem Menschenpulk zu finden. Da der Zeitrahmen dafür aber recht groß gehalten wurde, dürfte auch das kein Problem sein. Die mit Abstand witzigste und auch schwerste Aufgabe ist der Orientierungslauf. Hierbei musst Du zehn Personen ausfindig machen, die sich im ganzen Ski Resort versteckt halten können. Einzige Hilfe um die Gesuchten zu finden, sind kleine Tipps, die allerdings in Rätselform gestellt werden.
Damit Du auf der Suche nicht andauernd im Sessellift sitzen musst, kannst Du jederzeit bequem über eine Karte zu jeder Piste springen. Jedoch empfehle ich jedem mindestens einmal mit dem Sessellift den Berg hoch zu fahren. Was Du unter Deinen Füßen zu sehen bekommst, erinnert nämlich wirklich an den letzten Skiurlaub. Neben Heizern, die ohne Rücksicht auf Verluste die Piste runter rasen, sind dort auch Familien zu sehen, die ganz gemächlich herunterfahren oder Gruppen, die sich für die anstehende Abfahrt warm machen.
Kaum Abwechslung
So schön es auch sein mag, sich das rege Leben auf der Piste anzuschauen, irgendwann hat man alles gesehen. Das gleiche gilt auch für die verschiedenen Herausforderungen, die man erledigen muss. Beim ersten Mal mögen sie zwar noch ganz nett sein, doch die Anzahl an Aufgaben ist derart begrenzt, dass man oft dasselbe machen musst und alles schnell zur Routine verkommt.
Multiplayerspaß ohne Board
Zum Glück bietet Family Ski noch ein paar andere Modi. Doch um es vorwegzunehmen, auch die können einen nicht wirklich fesseln. Zum einem sind da die verschieden Rennen (Abfahrt, Slalom und Buckelpiste). Die stellen zwar selbst für erfahrene Spieler eine echte Herausforderung dar, doch sobald Du sie gemeistert hast, wird auch das schnell langweilig. Als letztes gibt es noch den Multiplayer-Modus, in dem insgesamt vier Personen an einer Konsole gleichzeitig die Berge herunter fahren können. Zwar ist dies vor allem für Partys bestens geeignet, doch leider muss man hierbei auf das größte Plus des Spiels verzichten, die Balance Board Unterstützung. Da davon aber nur eines mit der Wii synchronisiert werden kann, muss man hier wohl oder übel mit der Steuerung per WiiMote und Nunchuck vorlieb nehmen.
Balance Board Unterstützung
Das Wii Balance Board dient sozusagen als Ski-Ersatz, wodurch jede Gewichtsverlagerung mit einer Richtungsänderung gleichbedeutend ist. Fernbedienung und Nunchuck fungieren als Stöcke, mit denen Du zum Beispiel abbremsen oder auf der Stelle drehen kannst. Sobald man sich auf das sehr empfindliche Board eingestellt hat, hat man beinahe das Gefühl auf echten Skiern zu stehen. Ohne Board geht dieses Gefühl natürlich völlig verloren, wodurch das gesamte Spiel, wie gesagt, gehörig an Spaß verliert.
Wii-typischer Comiclook
Die Grafik ist wie so oft bei Wii-Spielen alles andere als realistisch. Allerdings hat man sich mit der Zeit schon so daran gewöhnt, dass das einem kaum noch negativ auffällt. Der Wii-typische Comiclook passt hervorragend zum Spiel und dürfte der Zielgruppe durchaus gefallen. Was nervt, sind die Geräusche, die die Personen von sich geben. Aber zum Glück kann man den Ton jeder Zeit ausschalten.
Fazit:
Einen echten Skiurlaub kann Family Ski zwar nicht ersetzen, doch um sehnsüchtige Momente nach Schnee und Skiern zu überstehen, ist das Spiel allemal gut. Vor allem wenn man es mit dem Balance Board spielt, fühlt man sich tatsächlich ein wenig wie auf Skiern. Leider vergeht einem der Spaß recht schnell wieder, wenn man zum X-ten Mal dieselbe Herausforderung zu erledigen hat, denn das größte Manko von Family Ski ist die fehlende Abwechslung.
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Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

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