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Final Fantasy Tactics A2: Grimoire of the Rift

Entwickler: Square Enix
Publisher: Koch Media

Genre: Handheld
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 40,00 €

Systeme: DS

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Der junge Luso freut sich auf nichts mehr als auf die Sommerferien. Doch bevor er endlich die Schule verlassen kann, bekommt er als Strafarbeit für seine ganzen Versäumnisse im letzten Schuljahr das Aufräumen der Schulbibliothek aufgebrummt. Doch statt die Sache schnell hinter sich zu bringen, blättert er neugierig in einem alten Buch, das ihn mit einem Zauber in das magische Land Ivalice bringt. Um wieder nach Hause zurückzufinden, muss Luso eine Menge Abenteuer bestehen und viele Kämpfe ausfechten.

Meinung:
Die Grundidee zu Final Fantasy Tactics A2: Grimoire of the Rift ist beim besten Willen weder neu noch besonders detailliert ausgearbeitet. Auch fällt auf, dass – wie schon bei den anderen Final-Fantasy-Spielen für den Nintendo DS – die Charaktere der angestrebten jungen Zielgruppe angepasst sind. Auf den langjährigen Final-Fantasy-Spieler wirkt das ein wenig lieblos, da doch gerade diese Reihe sich normalerweise durch wunderbare Geschichten mit Hintergrund ausgezeichnet hat. Der Mangel an Story erklärt auch das Fehlen von Zwischensequenzen, die bei Revenant Wings und Ring of Fate so gut gelungen waren, dass sie den Spieler in Entzücken versetzten.

Aber da es sich bei Grimoire of the Rift um ein Taktikspiel handelt, bei dem die Story doch eher zweirangig für den Spieler ist, hält man sich nicht lange mit Schmollen auf und stürzt sich statt dessen lieber gleich ins Kampfgetümmel. Die gesamte Geschichte wird ohne Sprachausgabe, aber dafür mit gut übersetzen Textelementen erzählt. Luso erscheint in Jylland, einem Teil von Ivalice, direkt auf dem Schlachtfeld und hinter ihm ragt eine angriffslustige Cockatrice auf. Nur dadurch, dass sich der Junge spontan einem anwesenden Clan anschließt, überlebt er den Angriff des riesigen Hühnervogels.

Tagebuchschreiber
Zu den Klängen stimmungsvoller Instrumentalmusik in der gewohnt hohen Final-Fantasy-Qualität macht sich Luso zusammen mit dem Clan auf um herauszufinden, wie er wieder nach Hause kommen kann. Schnell wird klar, dass das geheimnisvolle Tagebuch an seiner Seite der Schlüssel für die Heimkehr ist: Erst wenn genügend Abenteuer in diesem verzeichnet sind, ist eine Rückkehr möglich. Und das ist Grund, um sich kopfüber in jedes herannahende Gemetzel zu stürzen.

Kneipengänger

Wie es sich für eine fantastische Welt gehört, befindet sich die Jobvermittlung in der Taverne. Beim lokalen Wirt bekommt der Abenteurer eine Übersicht über die aktuellen Missionen. Rätselhafte und amüsante Aufträge bringen Luso und seinen Clan dazu, kreuz und quer über die Landkarte zu flitzen, um die diversen Aufgaben zu bewältigen. Dabei reicht die Palette von einfachen Botengängen über Jobs als Leibwächter, Handwerker oder Unterhaltungskünstler bis zum Niedermetzeln ganzer Monstertruppen – und bei über 300 Missionen, von denen einige mehrfach spielbar sind, geht einem die Arbeit so schnell nicht aus.

Wo ist die Falle?
Auf detailliert gestalteten Kampfgebieten prügeln sich die liebevoll ausgearbeiteten Figuren mit unterschiedlichen Monstern. Das ist zwar schön anzusehen, leider ist die isometrische Karte weder dreh- noch zoombar. Da kann es schnell mal passieren, dass der Spieler bei den verschiedenen Büschen und Höhenunterschieden eine Falle übersieht und seiner Figur unabsichtlich einigen Schaden zufügt. Zum Glück kann man fast jeden Zug (solange der Charakter nicht in eine Falle tritt) so lange zurücknehmen, bis man die ideale Position für den perfekten Angriff gefunden hat. Dadurch wird Grimoire of the Rift besonders anfängerfreundlich. Erleichtert wird der Einstieg in das taktische Spielvergnügen auch noch durch eine einfache und übersichtliche Menü-Handhabung – und eines zu Beginn recht geringen Schwierigkeitsgrads, der sich nur langsam steigert. Professionelle Taktiker dürfen zu Beginn des Spiels einen höheren Schwierigkeitsgrad einstellen, um gleich richtig loszulegen.

Das oberste Gesetz
Jeder Clan untersteht einem Richter, der zu Beginn des Kampfes eine Regel aufstellt, die es einzuhalten gilt. „Keine Feuerangriffe“ oder „Keine Itemnutzung“ lassen sich ja noch ganz einfach einhalten, aber manche der Gesetze beziehen sich auf Handlungen, die dem Zufall überlassen sind. Kritische Treffer zum Beispiel kann der Spieler nicht beeinflussen, aber trotzdem gibt es Kämpfe, bei denen diese nicht erlaubt sind. Diese willkürlichen Verbote sorgen immer wieder für Frustmomente. Das wird aber dadurch ausgeglichen, dass man den ganzen Kampf hindurch seine verstorbenen Clanmitglieder wieder beleben darf und am Ende der siegreichen Schlacht Bonusgegenstände erhält.

Waffenschmiede
Wie bei den Final-Fantasy-Spielen inzwischen üblich, ist es überlebenswichtig möglichst viele Items in die Finger zu bekommen. Nur mit einer großen Auswahl kann man viele verschiedene Waffen bauen. Doch das Zusammenbasteln der Kriegsgeräte aus den Fellen, Hörnern, Wolle und ähnlichen Dingen, die von Monstern zurückgelassen werden, ist nur der erste Schritt zu einer gut gefüllten Waffenkammer. Hat man zum Beispiel ein neues Schwert erschaffen, geht das nicht automatisch in den Besitz des Clans über, sondern muss erst noch im Geschäft gekauft werden.

Diese Waffen bieten aber nicht nur größere Schlagkraft für den Charakter sondern auch die Möglichkeit neue Fähigkeiten zu lernen. Gesteuert wird das über die verschiedenen Berufsgruppen. Der Dieb zum Bespiel kann je nach Waffe nicht nur Gil-Klau, sondern auch Item-Klau und den Diebstahl der verschiedenen Schätze erlernen. Hat ein Charakter eine Fertigkeit gemeistert, bleibt ihm die auf Dauer erhalten. Will man also einen möglichst vielseitig einsetzbaren Charakter haben, sollte man ihn langfristig mit den unterschiedlichsten Waffen ausstatten bis er alle Fähigkeiten seiner Berufsgruppe gelernt hat.

Berufswechsel
Auch der Wechsel zwischen den Berufsgruppen ist möglich, wobei nicht jede der sieben Rassen jeden Beruf ausüben kann. Bei insgesamt 57 Berufen bieten sich allerdings genügend Möglichkeiten zur Verbesserung der Kämpfer. Um am Ende nicht mit einer Horde Superhelden dazustehen, ist der Einsatz der Spezialfähigkeiten im Kampf allerdings beschränkt und man muss sich gut überlegen, welche Truppenzusammenstellung für eine gelungene Taktik geeignet ist.

Touchscreen? Wozu?
Auch wenn die Steuerung von Grimoire of the Rift sowohl mit dem Stylus als auch mit den Tasten hervorragend funktioniert, gibt es eigentlich keinen Grund den Touchpen wirklich einzusetzen. Das Spiel nutzt leider in keiner Weise die Möglichkeiten, die der Touchscreen des Nintendo DS bietet, und kann bequem komplett über die Knöpfe gesteuert werden.

Nur noch …
...ein Kampf, nur noch eine Mission bewältigen, nur noch diese Fähigkeit meines Soldaten meistern… diese Gedanken beherrschen den Spieler von Grimoire of the Rift das ganze Spiel hindurch. Trotz einer wenig ausgearbeiteten Geschichte gibt es so viel reizvolle Aufgaben, dass es beinah unmöglich ist aufzuhören. Über 300 Missionen und fast 60 Berufsgruppen sorgen für viel Abwechslung, wobei dieses Spiel sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Taktiker genügend Herausforderungen bietet.

Fazit:
constanze.jpgMit Final Fantasy Tactics A2: Grimoire of the Rift hat Square Enix sicher nicht den Innovationspreis gewonnen aber es trotzdem geschafft, den Spieler für viele Stunden an die Konsole zu fesseln.
Grafik und Sound kommen in der gewohnten hohen Qualität daher und auch über die Steuerung kann man sich nicht beschweren. Leider fehlt ein dreh- und kippbares Kampffeld, um eine bessere Übersicht zu gewährleisten.
Trotz der mangelnden Komplexität der Hintergrundgeschichte überzeugt Grimoire of the Rift durch seine liebevolle Aufarbeitung. Über 300 abwechslungsreiche Missionen und 57 verschiedene Berufsgruppen bieten eine Menge Motivation, um den Nintendo DS so schnell nicht wieder aus der Hand zu legen.

Final Fantasy Tactics A2: Grimoire of the Rift - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Konstanze Tants

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 8.75
Sound: 8.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.25
Wertung: 8.5
  • Großer Umfang
  • Hoher Suchtfaktor
  • Abwechslungsreich
  • Einfache Handhabung
  • Liebevolle Grafik
  • Kaum Handlung
  • Unübersichtliche Perspektive in den Kämpfen
  • Zum Teil unfaire Handicaps in der Schlacht

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Rezension vom: 17.07.2008
Kategorie: Handheld
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