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Saints Row 2

Entwickler: THQ
Publisher: THQ

Genre: Action
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 60,99 €

Systeme: PC, PlayStation 3, Xbox 360

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Als Saints Row vor zwei Jahren erfolgreich debütierte, profitierte der inoffizielle GTA-Ableger zweifelsohne davon, dass der große Bruder noch auf seine erste NextGen-Veröffentlichung wartete. Mit ähnlicher Mechanik, teils noch heftigeren Elementen im Gameplay und ausgereiften Spielmodi begeisterte das Seriendebüt seinerzeit das Publikum. Nach dem Release von GTA IV folgt nun die Härteprobe: Die Fortsetzung von Saints Row hat den Anspruch, eine Rechtfertigung für die deutliche Kampfansage zu bringen. Große Worte? Oder auch große Taten?

Meinung:
Damit der Konkurrenzkampf nicht von irgendwelchen unnützen Hindernissen beeinträchtigt wird, kann man in Saints Row 2 direkt aus dem Vollen schöpfen. Statt sich seine Gang zusammenzustellen und diese in den Slums der Großstadt zu etablieren, besitzt man nun schon eine Führungsposition in der Banden-Hierarchie. Der Unterschied: Die eigene Gang ist nach dem unfreiwilligen Ausscheiden im ersten Teil stark geschwächt und kann sich gegen die feindlichen Konstellationen kaum mehr behaupten. Doch dies soll sich nun Mission für Mission wieder einbiegen.

Neue Story, bekanntes Schema
Die Background-Story ist daher wieder bedeutsam für den eigentlichen Spielverlauf. Als Bandenchef wacht man eines Tages aus dem vermeintlichen Todesschlummer auf, flieht kurzerhand aus dem Hospital der örtlichen Vollzugsanstalt und wird schnell dazu aufgerufen, die alte Gang wieder zu neuem Glanz zu bringen. Dabei gilt es, die Konkurrenz in allen erdenklichen Bereichen zu schwächen, nach Vorliebe natürlich auch zu töten. Strategie ist hier bei weitem nicht so wichtig wie der geschickte Umgang mit der eigenen Waffe, denn wie im ersten Teil kann man sich innerhalb der Aufgaben recht frei bewegen und einzelnen Nebenhandlungen nachgehen. Wem also gerade nicht danach ist, das eigene Drogengeschäft anzutreiben oder die feindliche Pornostation auszuschalten, der kann sich auch ein brennendes Quad schnappen und in Selbstmordattentäter-Manier durch die Straßen von Stilwater sausen. Es zählt schließlich all das, was krank und abgedreht ist – und das ist eben ein entscheidender, wenn auch nicht immer positiver Unterschied zum vierten Teil von Grand Theft Auto.

Weltoffenheit einmal anders
Ein wesentlicher Unterschied zum direkten Vorgänger besteht darin, dass in Saints Row 2 bereits alle Bereiche der Stadt erreichbar sind. Kleine Rätsel hat man sich zugunsten einer noch räudigeren Action ausgespart, in der ein angemessenes Sozialverhalten schon als Schwäche ausgelegt werden könnte. Man vernichtet so ziemlich alles, was einem in den Weg kommt, nimmt überhaupt keine Rücksicht und entwickelt sich zum womöglich dreckigsten Rüpel des Videospieljahres – und dies wohlgemerkt zumeist außerhalb der regulären Missionen. Statt also nach alternativen Lösungswegen für bestimmte Missionsprobleme zu suchen, fasst man sich lieber ein Herz und nietet die Mitglieder der gegnerischen Gangs und auch so manchen Passanten skrupellos um. Pädagogisch wertvoll? Sicher nicht. Aber die fehlende Jugendfreigabe hat das Spiel ja auch nicht ohne Grund!

Spielmodi satt
Damit das Streunen durch Stilwater auch langfristig seinen Reiz behält, bringt es auch der zweite Teil von Saints Row auf eine Reihe interessanter Spielmodi. Alleine im Hauptspiel kann man in drei Stufen gegen drei unterschiedliche Gangs kämpfen und somit alleine aus der Basis quantitativ eine Menge herausschlagen – ganz zu schweigen von den zahlreichen Nebenkriegsschauplätzen, die sich hier im Minutentakt neu formieren. Aber auch der Multiplayer-Ableger hat eine Menge zu bieten, darunter vor allem ein spannender Koop-Modus im Online-Menü des Spiels.

Dies bringt nicht nur doppelt Spaß, sondern auch den Vorteil, dass man die eigentlichen Missionen nun auch mit Schützenhilfe bestehen und speichern kann. Da man weitestgehend unabhängig voneinander agiert, ist das Ganze auch noch sehr effizient. Aber auch ein umfangreicher Battle-Game ist integriert, in dem man unter anderem den bereits erprobten Zweikampf zwischen Helikopter und Sportwagen testen kann. In Strong Arm hingegen müssen beide Spieler innerhalb eines Zeitlimit komplett unterschiedliche Aufgaben erledigen, wobei man sich hier zwangsläufig über den Weg läuft. Sehr interessant, vor allem aber auch spannend und vielleicht sogar die beste Option im Multiplayer-Game.

Netter Editor
Bevor die Action jedoch starten kann, wird der eigene Charakter im handelsüblichen Editor erst einmal kreiert und ausgestattet. Neben der Optik spielen hier vor allem auch Sprache und Ausstrahlung eine Rolle. Sprache? Ja, richtig gelesen: Unser Held ist mittlerweile in der Lage, über sein Nuscheln hinaus ein paar klare Sätze zu formulieren. Und da man selbst den Slang und die Gestik manuell festlegen kann, ist diese Funktion ungleich hübscher als bei der Konkurrenz. Womit die positiven Seiten des Spiels abgedeckt wären…

Technisch nicht auf Augenhöhe
Technisch hinkt Saints Row 2 seinem augenscheinlichem Vorbild GTA IV größtenteils hinterher. Nehmen wir zum Beispiel die zahlreichen Fahrzeuge. Nicht nur dass sie meist grausig aussehen, sie lassen sich ebenso fahren. Selbst auf Ansätze von Realismus, wie man sie in GTA IV verzeichnen konnten, wurde hier vollends verzichtet. Was dazu führt, dass sich fast alle Fahrzeuge, egal ob Monster Truck oder Sportwagen ähnlich durch die Straße bugsieren lassen. Hinzu kommt noch, dass jegliches Geschwindigkeitsgefühl fehlt. Selbst Tuning-Monster tuckern scheinbar gemütlich vor sich hin.

Deckung? Was ist das?
Ebenfalls verbesserungswürdig ist die KI. Egal ob Freund oder Feind – so gut wie niemand sucht Deckung, stellt sich mitten in den Weg und wartet darauf abgeschossen zu werden. Zum Glück kann man seine Kameraden innerhalb einer gewissen Zeitspanne wiederbeleben sonst müsste man sich allein gegen die zahlenmäßig weit überlegenden Gegner wehren. Aber selbst das wäre wohl nicht allzu tragisch gewesen. Denn um in Stilwater zu sterben, muss man sich genau so dumm anstellen wie die KI-Gegner. Ansonsten reicht es hinter einer schützenden Wand zu warten bis sich die Lebensenergie wieder automatisch auflädt, um dann wieder fröhlich in die Menge zu ballern.

Nicht die hübscheste Stadt
Die Grafik führt den technischen Leidensweg eines jeden Saints Row 2-Spielers weiter. Denn nicht nur die Fahrzeuge sehen grausig aus. Dasselbe kann man auch getrost über Stilwater sagen. Abgesehen von ein paar Grafik-Highlights wie ein Nachtflug über die Metropole besteht die Stadt fast ausschließlich aus matschigen Texturen, nervigen Pop-Ups und tristen Umgebungen. Teilweise kann man minutenlang auf der Straße stehen, ohne dass ein Auto vorbeifährt. Eine wirklich lebendige Stadt wie Liberty City haben wir hier also nicht vor uns. Das merkt man spätestens dann, wenn man auf offener Straße zur Waffe greift. Kaum ein Bewohner reagiert auf diese Bedrohung. Auch die Polizei scheint das Geschehen nicht zu stören. Anders als in GTA IV kommen die Gesetzeshüter erst nach einer gefühlten Ewigkeit hinzu.

Von Run DMC bis Mozart

So ernüchternd die technische Seite von Saints Row 2 ist, beim Sound macht das Spiel alles richtig! Die Sprachausgabe ist hervorragend gelungen. Sie wurde zwar komplett in Englisch gehalten, doch wir wissen zur Genüge, dass deutsche Synchros die Atmosphäre so manches Mal zerstört haben.
Auch Soundtrack verdient Lob. Die zehn Radiosender können zwar nicht mit witzigen Discjockeys dienen, dafür bieten sie aber so ziemlich alles, was man sich nur wünschen kann. Vom 80er Jahre Rock über aktuellen R'n'B und Rap bis hin zur klassischen Musik von Beethoven, Mozart und Co. ist hier alles im Angebot.

Fazit:

stefanHinter der biederen Präsentation und schmucklosen Aufmachung verbirgt sich eines der besten Sandkasten-Spiele überhaupt. Zwar kann Saints Row 2 in Sachen Story und Größe nicht ganz mit GTA IV mithalten, doch dafür sorgen die kompromisslose Action sowie die mannigfaltigen Möglichkeiten dafür, dass es trotzdem eine echte Alternative zum Über-Konkurrenten ist.
Die Devise lautet also, Augen zu und Spaß haben oder anders gesagt Grafik vergessen und Herumballern, was da Zeug hält!




bjoernSaints Row 2
als gleichwertige Alternative zu GTA IV heranzuziehen, ist sicherlich ein Stück zu weit hergeholt, weil der THQ-Neuling auf technischer Ebene an einfach zu vielen Krankheiten leidet. Allerdings sind die Missionen sehr üppig ausgestattet und bieten dank der zahlreichen Nebenjobs einen unheimlich großen Unterhaltungswert.
Das Gameplay ist fantastisch, aber auch die zahlreichen Spielmodi sind aufgrund des hohen Grads an Abwechslung und Anspruch Garanten für langfristigen Spielspaß. Nicht zuletzt wegen der tollen Multipayer-Games sollten Fans von San Andreas und Co. nicht nur einen Blick riskieren, sondern auch eine Investition in Betracht ziehen.



Saints Row 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Bj�rn Backes

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 7.50
Sound: 9.25
Steuerung: 8.25
Gameplay: 9.00
Wertung: 8.5
  • Individuelle Charaktererstelltungen
  • Abwechslungsreiche Missionen
  • Zahlreiche Nebenjobs
  • Koop-Modus
  • Gute Sprachausgabe
  • Nervige Pop-Ups
  • Schwächen in der Optik
  • Dumme KI
  • Kein Geschwindigkeitsgefühl

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Rezension vom: 27.10.2008
Kategorie: Action
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