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X-Blades

Entwickler: Zuxxez Entertainment
Publisher: Zuxxez Entertainment

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 49,99 €

Systeme: PC, PlayStation 3, Xbox 360

Testsystem: Core Duo E2180, 2GB Ram, ATI Radeon HD3870 512MB, WinXP

Anforderungen: 2.0 GHz, 512 MB Ram, Kompatibel mit Pixel-Shader 2.0, 3.000 MB Festplattenspeicher, Windows XP (SP2) / Vista

Inhalt:
Das man als Schatzjäger nicht einfach jedes Artefakt angrabschen sollte, hat schon Indiana Jones eindrucksvoll erfahren, als er in Folge dessen von einer meterhohen Steinkugel durch einen alten Mayatempel verfolgt wurde. Vielleicht hat Ayumi, die Protagonistin aus X-Blades, den Film aber auch weitergeschaut und gesehen, dass man solchen tödlichen Fallen entkommen kann, um am Ende das wertvolle Sammlerstück in den Händen zu halten. Dummerweise wurde sie in ihrem Fall mit einem finsteren Fluch belegt, der sich nicht so einfach wie eine rollende Steinkugel abhängen lässt.

Meinung:
X Blades heißt der Titel aus dem Hause Topware Games. Schon auf dem Cover wird man mehr oder weniger verführerisch von der außerordentlich leicht bekleideten Heldin des Spiels angelächelt. Die freche Schatzjägerin verfolgt einzig und allein das Ziel seltene Artefakte zu bergen und für Bares zu veräußern. Ayumis Fluch verschlägt sie auf einen scheinbar einsame Insel, doch schon nach ein paar Schritten ist sie alles andere als allein. In den kommenden Stunden schnetzelt man sich nämlich Hack'n'Slay typisch durch wahre Hundertschaften von Monstern.

Der Schatzjäger von heute
Der Eingangs erwähnte Dr. Jones ist intelligent und charmant. Im Sektor der Videospiele bekam er Mitte der Neunziger weibliche Konkurenz in Form von Lara Croft. Auf sie trafen auch die Merkmale von Indiana Jones zu, nur war sie anfangs übertrieben in ihrer Weiblichkeit gezeichnet. Ayumi ist jugendlich, leichtsinnig und frech. Nebenbei dürfte sie mit zu den freizügigsten Videospielheldinen der Geschichte gehören. Der Schatzjäger von heute mag es anscheinend luftig, den vielmehr als einen String plus BH und Arm- und Beinschienen trägt die Gute nicht. Was aber in den Welten der beiden erstgenannten "Archäologen" schlicht lächerlich wirken würde, funktioniert bei X-Blades, welches keinerlei Anspruch auf ein einigermassen ernsthaftes Szenario stellt, wunderbar. 

Monsterhorden filetieren
Ayumi weiß sich gegen die bösen Gegner glücklicherweise mehr als gut zur Wehr zu setzen. Neben ihren zwei Klingen, die auch gleichzeitig als Pistolen herhalten – eine im asiatischen Raum anscheinend sehr beliebte Waffenkombination – , ist sie auch im Umgang mit der Magie vertraut. 
Der Schwertkampf artet zunächst in wildem Mausgeklicke aus. Mit der Zeit lernt man einige wenige Spezialangriffe, die eine bestimmte Eingabekombo benötigen. Trotz des hohen Spieltempos hätten hier ein paar anspruchsvollere Angriffsmanöver nicht geschadet. Im Fernkampf und im Kampf per Magie fokusiert Ayumi automatisch das sich vor ihr befindende Ziel. Auch bei mehreren möglichen Zielen ist man in der aufkommenden Hektik so durchaus in der Lage, auf bestimmte Gegner mit der Maus zu zielen. 

Spiel mit dem Feuer
Im Laufe des Spiels kann Ayumi Zaubersprüche im Tausch gegen Seelen erlernen. Jeder erschlagene Gegner gibt Seelen frei, die von der Heldin automatisch eingesammelt werden. Hat man genügend Seelen gesammelt, um einen Zauber zu kaufen, legt man diesen auf eine von vier möglichen Aktionstasten. Hat man später mal mehrere Zauber zur Verfügung, kann man diese natürlich bequem austauschen. Um Magie zu wirken, benötigt Ayumi Rage, welche sie hauptsächlich durch Angriffen mit ihren Schwertern oder durch Treffer, die sie selbst einstecken muss, erlangt. Rage baut sich aber nicht nur durch das Wirken von Zaubern ab, sondern auch mit der Zeit von alleine. Man sollte in der Hitze des Gefechtes also immer eine Auge auf seine Rageleiste haben, um die mächtigen und effektvoll inszenierten Zauber wirken zu können.

Farbtrip

Kann sich noch jemand an das Spiel Incoming erinnern? Dieser effektgeladene Arcade Shooter reizte seiner Zeit 1998 die damals aktuellen 3D-Beschleuniger vollkommen aus und zauberte ein Feuerwerk an Licht- und Explosionseffekten auf den Monitor. X-Blades gibt sich ebenso wenig bescheiden und geizt nicht mit Licht- und Überblendeffekten. Teilweise werden speziell die Überblendeffekte so dermassen übertrieben, dass man nur noch weiß gleißende Flächen sieht. 
Ganz im Animestil eines Dragonballs lösen einige Zauber kurze Animationen aus. Sei es, dass Ayumi beim Feuersturm anfängt zu glühen oder das Erdbeben alles in Slowmotion versetzt. Alles ist mit stylischen Kamerafahrten und passenden Effekten inszeniert. 

Sprung in der Platte
In Sachen Gameplay darf man nicht zu viel erwarten: 99 Prozent des Spiels laufen immer gleich ab. Man betritt ein Areal, die Ausgänge werden verschlossen und nun wollen alle anstürmenden Gegner erledigt werden. Diese sind zum Großteil strohdoof und rennen einfach gegen Ayumi an. Fies sind Feinde, die aus der Luft angreifen, da diese mit den Schwertern nur sehr schwer zu erlegen sind. Zwar ist es kein Problem, diese mit den Pistolen vom Himmel zu holen, allerdings erhält man so keine Rage. Alle paar Level kommen extra große Bossgegner, die in der Regel nicht so einfach zu verwunden sind. 
Das Design der Areale und der Monster ist ganz nett, aber nicht herausragend. Meistens ist man in alten Ruinen oder Gemäuern unterwegs. In den wenigen Momenten, in den man nicht kämpft, muss man Fallen ausweichen oder ganz einfache Sprungpassagen meistern. Diese sehr kurzen Abschnitte sind aber in keinster Weise mit einem Prince of Persia zu vergleichen.

Ein einfacher Grund
Die nette Hintergrundsgeschichte wird in vorgerenderten Szenen im Cell Shading Look erzählt. Schade ist, dass der Cell Shading Look nicht auch im eigentlichen Spiel verwendet wurde, hätte er doch noch zum Animestil beigetragen. Die Zwischensequenzen werden mit schnellen, schwungvollen Kamerafahrten gezeigt, die sehr gut zum eigentlichen Spielgeschehen passen. Hierbei ist lobend die gelungene deutsche Synchronisierung zu erwähnen. Man hat erfreulicherweise aber auch die Möglichkeit das Spiel in unterschiedlichen Sprachversionen zu installieren. 
Eine epische Story sollte man von dem Spiel allerdings nicht erwarten, dafür sind die wenigen handelnden Figuren einfach zu zweidimensional.

Hör auf mein Kommando
Hack'n'Slay Spiele sind im Grunde typische Konsolenspiele, die man mit einem Gamepad wunderbar steuern kann. Aber auch die Steuerung mit Maus und Tastatur geht ziemlich gut von der Hand.
Ayumi reagiert gut auf die gewünschten Kommandos, lediglich ans Springen muss man sich erst gewöhnen, da sie hierbei eher schwebt und bei längeren Drücken der Sprungtaste auch in der Luft stehen und weiterkämpfen kann.

Fazit:
sebastianEins vorweg: Leute die Animes zu bunt und übertrieben finden, werden X-Blades hassen. Leute die von X-Blades ein Action-Adventure im Stile eines God of War erwarten, werden enttäuscht sein. X-Blades ist nun mal einfach ein Hack'n'Slay Spiel im bunt poppigen Animestil und will auch gar nicht mehr sein. Kompromissloses Dauerschnetzeln steht hier auf dem Programm, was selbst einen Kratos erschöpfen würde.
Das Spiel ist recht schnell durchgespielt, lebt aber dann davon, es auf einem höheren Schwierigkeitsgrad noch einmal zu versuchen. Genreneulinge können ihren Spaß haben. Auch wenn das Spielprinzip auf Dauer äußerst monoton ist, halten die manchmal allerdings effektüberladene Grafik, die gute Inszenierung und das hohe Spieltempo einen bei der Stange.

X-Blades - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Sebastian Köller

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.5625 Grafik: 7.75
Sound: 7.25
Steuerung: 8.25
Gameplay: 7.00
Wertung: 7.5625
  • Schnelles Gameplay
  • Effektvolle Grafik
  • Auf Dauer monotones Gameplay

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Rezension vom: 16.02.2009
Kategorie: Action
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Die Bewertung unserer Leser für dieses Game
Bewertung: 1.5 (4 Stimmen)
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