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Stromausfall: WASD-Magazin, Ausgabe 15
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wasd_15Es ist mal wieder soweit. Seit ein paar Tagen steht die nunmehr 15. Ausgabe des WASD Magazins, dem Bookazine für Gamingkultur, in ausgewählten Händlerregalen bzw. auf der offiziellen Seite zum Kauf bereit.

Dieses Mal wird die „Gameskultur“ dabei so groß geschrieben, wie noch nie zuvor. Passend zum großen Hauptthema „Schön - Ästhetik und Computerspiele“, ist nämlich erstmals exklusiv auf einem Gaming-Magazin ein Top-Model zu sehen. Und zwar nicht irgendeines, sondern mit Papis Loveday eines der bekanntesten und erfolgreichsten Männermodels überhaupt. Wie es dazu kam, dass er das Cover ziert, ist im ausführlichen Interview mit Loveday nachzulesen. Hier erfährt man dann auch, was ihn mit Games verbindet und noch vieles mehr. Auch wenn man ansonsten nichts mit Haute Couture und der Welt der Models zu tun hat, ist dieses Interview wirklich absolut lesenswert, denn es zeigt, dass beileibe nicht alle Top-Models (und die, die es werden wollen) arrogant und zickig sind.

Neben diesem Ausflug in eine für Gamer ansonsten eher unbekannte Welt, wird das Hauptthema auch in anderen zahlreichen Varianten angegangen. Bei vielen der Essays geht es dabei vor allem um die Grafik – was sich ja nun mal auch anbietet. Nicht nur einmal wird dabei die Pixelgrafik als Thema aufgegriffen, so etwa bei Sebastian Standtkes Essay „Vignetten im Pixelgewand“, wo der hauptberufliche Systemanalytiker und Freizeit-Blogger (Gamejamcurator) über und mit Adam Le Doux schreibt/redet, der in seinen Bitsy-Spielen ausschließlich Pixelwelten nutzt.
Ebenfalls über die Grafik schreibt Maurice Alain Hagelstein. Allerdings geht es in seinem Artikel „Echt Schön“ nicht um altbackene Pixelgrafik, sondern um die immer realistischere Grafik und die Frage, ob Realismus in Games überhaupt etwas Schönes ist oder ob man damit immer wieder Richtung Uncanny Valley schreitet.
Lukas Meschik geht genau den entgegengesetzten Weg. Anstatt sich um die immer schöner und realistischer werdenden Spiele zu kümmern, machte er sich auf die Suche nach dem hässlichsten Spiel der Welt. Wie sein achtseitiges Essay und die dort vorzufindenden Screenshots beweisen, gibt es davon mehr als genug, weshalb seine Suche auch nicht gerade einfach war.
Die für 3sat und das ZDF arbeitende Videospiel-Journalistin Valentina Hirsch verbindet „Schön“ ebenfalls mit der Grafik. Allerdings erinnert sie sich daran zurück, wie groß der Unterschied früher zwischen Intros/Cutscenes und der tatsächlichen Spielegrafik war.
Christian Huberts geht das Thema hingegen komplett anders an. Er zeigt uns nämlich auf, dass Videospiele erzählen oft extrem kitschige Geschichten, die selbst die kitschigsten Filme, wie etwa Winnetou, blass aussehen lassen. Wer also glaubt, bei Red Dead Redemption 2 ein cooles Western-Abenteuer erlebt zu haben, sollte sich den Artikel lieber nicht durchlesen, denn hier wird diese Illusion gründlich zu Nichte gemacht.
Ein besonderes Highlight ist der „Infoporn – The Ultimate Male NPC Companion Beauty Pageant“, in dem Eugen Pfister und Lukas Daniel Klausner bekannte männliche Videospielcharaktere nach ihrer Schönheit bewertet haben. Wer es in die Top 10 geschafft hat und wer (ihrer Ansicht nach) der Allerschönste ist, wird hier aber natürlich nicht verraten.
Ebenso wenig möchte ich verraten, was den Leser sonst noch für tolle Essays über das Thema „Schön – Ästhetik und Computerspiele“ erwarten – schließlich möchte man beim Lesen ja auch überrascht werden. Man kann aber auf jeden Fall sicher sein, dass auch die zahlreichen anderen Essays das Thema abwechslungsreich angehen und ausnahmslos interessant zu lesen sind.

Weniger überraschend ist hingegen, dass es neben den zahlreichen Essays zu dem Hauptthema auch wieder die regelmäßigen Kolumnen gibt. So ist zum Beispiel auch die beliebte Rubrik „Mein Leben in Spielen“ Teil der 15. WASD-Ausgabe. Diesmal schreibt hier Sportfreunde Stiller-Drummer und -Texter Florian Weber über die bedeutsamsten Spiele seiner Jugend. Wie man erfährt gehört dazu etwa das 1982 erschienene Artillery Duel, aber auch The Great Giana Sisters.
Ein absolutes Highlight jeder WASD-Ausgabe ist das „Quartett der Videospiele“, das auch diesmal selbstverständlich wieder vorzufinden ist. Im bereits 13. Teil dieser Serie dreht sich diesmal alles um die Skandale zwischen Oktober und November 2016. Obwohl der Zeitraum recht eng eingegrenzt ist, findet man hier doch überraschend viele und große Skandale. So fielen in den Zeitraum etwa die Ankündigung von Bethesda, ihre Testmuster nur noch einen Tag vor dem jeweiligen Release zu verschicken, oder der Streik der US-Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA und Theatergewerkschaft AEA, um für Videospielproduktionen Residuals nachzuverhandeln. Gerade dieser Streik sorgte nicht nur in der Welt der Videospiele für reichlich Furore, sondern zog sich durch die gesamte Medienbranche.
Ebenfalls immer wieder gern gesehen ist die „Spielwiese“, in der sich Autoren allen möglichen Themen zuwenden können. In diesem Fall ist hier der dritte und abschließende Teil von Lana Polanskys Serie über die Verwendung des Begriffs “Empathie“ in Spielen, von seiner Anwendung in Wissenschaft und Forschung über seine Anziehungskraft auf Marketingabteilungen und Wirtschaftseliten bis hin zu seiner Funktion in Kunst und Kultur, zu lesen. Der dritte Teil beschäftigt sich dabei speziell um die Frage, ob Entwickler überhaupt auf die Empathie von Spielern setzen sollten oder ob es sinnvoller ist, sie auf einer anderen emotionalen Ebene anzusprechen. Obwohl das Thema etwas sperrig wirkt, ist es doch sehr interessant und sorgt dafür, dass man sich auch selbst hinterfragt, ob man bei einem Spiel überhaupt einmal wirklich Empathie für einen Charakter oder sonstiges empfunden hat. Ein wirklich toller Artikel, dessen erste zwei Teile ebenfalls absolut zu empfehlen sind.


Fazit:
Mit Ausgabe 15 unterstreicht das WASD-Magazin mal wieder seine Einzigartigkeit im Rahmen der Videospielmagazine. Nicht nur, dass es als erstes Videospielmagazin überhaupt exklusiv ein waschechtes Top-Model auf dem Cover hat – wie mein kleiner Einblick in die neue WASD zeigt, erwartet den Leser zudem auch diesmal wieder ein toller Mix aus Artikeln, die das sehr interessante Thema „Schön – Ästhetik in Computerspiele“ in ganz unterschiedlicher Weise angehen – mal geht es um die Grafik, mal um die Geschichte. Wer gerne über den herkömmlichen Videospiele-Tellerrand hinausschaut, wird hier wieder seine Freude haben.


Kaufen kann man die aktuelle, sowie alle älteren Ausgaben der WASD, für 15,90 Euro auf der offiziellen WASD-Website. Wer die Herausgeber besonders unterstützen möchte, kann auch die Förderausgabe für 19,90 Euro kaufen.
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Special vom: 12.07.2019
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
Kategorie: Special
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