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Let's Watch: Playmobil: Der Film
Let_s_watch


Playmobil_Der_Film_CoverPlaymobil: Der Film
wird am 27. Dezember als DVD und Blu-ray erscheinen. Wir durften uns die Blu-ray bereits jetzt genauer anschauen und geben euch hier unsere Eindrücke wieder.

Als ihr jüngerer Bruder Charlie plötzlich in das magische, animierte PLAYMOBIL® Universum verschwindet, muss sich Marla auf das Abenteuer ihres Lebens begeben, um ihn wieder nach Hause zu bringen. Auf ihrer unglaublichen Reise durch neue aufregende Welten, trifft Marla sehr unterschiedliche, schräge und heldenhafte Weggefährten, darunter den durchgeknallten Foodtruck-Besitzer Del, den unerschrockenen und charmanten Geheim-Agenten Rex Dasher, einen treuen, liebenswerten Roboter, eine ebenso witzige wie gute Fee und viele mehr. Im Laufe ihres spektakulären Abenteuers erkennen Marla und Charlie, dass man alles im Leben schaffen kann, wenn man an sich glaubt!

Filmkritik
Playmobil gilt für viele ab einem bestimmten Alter als „LEGO für Babys“ und hat nie dessen Coolnes-Faktor erreicht. Dennoch traute sich auch Playmobil dieses Jahr mit einem eigenen Film auf die große Leinwand – wohl auch aufgrund der Hoffnung, einen ähnlichen Erfolg an den Kinokassen erreichen zu können wie LEGO mit ihrem LEGO: The Movie. Verständlicherweise wurden, ganz wie beim Spielzeug, auch bei den Filmen schnell Vergleiche gezogen – und das nicht ganz zu Unrecht. Schließlich haben beide Filme einiges gemeinsam, sind dabei aber dennoch grundverschieden.

Bereits der Anfang unterscheidet sich sehr deutlich vom LEGO-Film. Playmobil: Der Film startet nämlich als Realfilm, in dem Marla seit dem Tod ihrer Eltern auf ihren kleinen Bruder Charlie aufpassen muss. Natürlich kommt es zwischen den beiden immer wieder zu Spannungen, die eines Abends dazu führen, dass Charlie aus dem Haus verschwindet und sich auf eine Spielzeugmesse schleicht, auf der er sich sein Lieblingsspielzeug (natürlich Playmobil) anschaut. Dort passiert dann das Unglaubliche: Auf einmal erstrahlt ein helles Licht, das Charlie direkt in das Playmobil-Universum verfrachtet. Marla, in großer Sorge um ihren Bruder, ereilt das gleiche Schicksal. So findet auch sie sich plötzlich in der Spielzeugwelt wieder, in der sie sich direkt auf die Suche nach ihrem Bruder macht.

Wie beim LEGO-Film ist auch die Spielzeugwelt von Playmobil gänzlich am PC entstanden und sieht mit seinem Plastik-Look tatsächlich wie eine zum Leben erweckte Playmobil-Welt aus. Mit den Playmobil-typischen Einschränkungen nehmen es die Filmemacher rund um Regisseur Lino DiSalvo (Bolt: Ein Hund für alle Fälle) dabei aber offensichtlich nicht so genau. Denn nach einer kurzen Eingewöhnungsphase können sich die Geschwister hier im Prinzip genauso bewegen wie im realen Leben. Einschränkungen, die durch die Bauart der Figuren eigentlich normal wären, fallen einem hier nicht auf.
Leider ist dies nicht das Einzige, was einem am Playmobil-Film negativ auffällt. Gerade wenn man LEGO: The Movie als Vergleich zu Rate zieht, fallen einem einige Dinge auf, die LEGO wesentlich besser gemacht hat. Da war zum Beispiel die Story und die Einbindung der LEGO-Produkte. Natürlich waren diese auch dort sehr oft im Bild, allerdings stand immer die Geschichte im Vordergrund, die zudem auch noch gut erzählt wurde. Bei Playmobil: Der Film wirkt es hingegen eher so, als ob hier die Vermarktung der Produkte im Vordergrund stand und erst dann eine vorhersehbare und lediglich für Kinder unterhaltsame Geschichte drumherum gebaut wurde. Spannung oder gar Tiefgang (den der LEGO-Film tatsächlich hatte), gibt es hier gar nicht, stattdessen werden lieber bei jeder Gelegenheit die unterschiedlichen Spielsets der Firma präsentiert.

Es gibt aber auch durchaus Lichtblicke: So sind zum Beispiel einige der zahlreichen Songs sehr hörenswert und dann wären da auch noch die deutschen Synchronsprecher. Allen voran Matthias Schweighöfer (You are Wanted) als Geheimagent Rex Dasher, aber auch Christian Ulmen (Tatort, jerks.) als Del, Ralf Schmitz (7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug) als Kaiser Maximus, Oliver Kalkofe (Der Wixxer) als Schwarzer Ritter und sogar die eigentlich aus dem Musikgeschäft stammenden Betarice Egli und Michael Patrick Kelly als Die gute Fee bzw. Bloodbones sowie das frühere deutsche Ski-Ass Felix Neureuther als Eskimo, machen ihre Arbeit sehr gut und sorgen für zahlreiche lustige Momente.

Bild & Ton
Obwohl der Film ein Mix aus Live Action und Animations-Film ist, ist das Bild jederzeit tadellos. Denn sowohl die realen als auch die am PC generierten Szenen überzeugen allesamt mit einer tollen Bildschärfe, die selbst in den realen Szenen zahlreiche Details erkennen lässt, einem knackigen Schwarzwert und kräftigen, farbenfrohen Farben, wobei die vom PC stammenden Animationssequenzen naturgemäß noch etwas bunter daherkommen.
Beim Sound gibt es ebenfalls nichts auszusetzen. Sowohl die englische Original- als auch die deutsche Tonspur kommen in einem tadellosen DTS-HD Master Audio 5.1-Ton daher, die beide für einen guten Surround Sound sorgen und es dank des ebenfalls gut eingesetzten Basses auch an den richtigen Stellen etwas krachen lassen. Die Abmischung ist dabei in jeder Sekunde hervorragend, sodass auch die zahlreichen Dialoge und Musikstücke hervorragend klingen und jederzeit verständlich sind.

Bonusmaterial
Wenn man die Extras öffnet, fallen einem zunächst einmal die ganzen Interviews mit den deutschen Synchronsprechern auf. Insgesamt gibt es sechs Interviews (mit Matthias Schweighöfer, Christian Ulmen, Michael Patrick Kelly, Ralf Schmitz, Beatrice Egli und Felix Neureuther), die alle zwischen 5 und 6:20 Minuten gehen und zusammen eine Laufzeit von 31:22 Minuten haben.
Neben den Interviews erwarten einen zudem noch zwei Making-ofs, wobei sich das mit 11:02 Minuten längere der beiden um die Live Action-Szenen kümmert und Blicke hinter die Kamera gewährt. Das zweite, rund dreieinhalb Minuten lange Making-of dreht sich hingegen ganz um die Animationen und zeigt wie diese am PC entstanden sind.
Wer gerne nochmal alle Musikstücke des Films hören möchte, kann dies in der Playlist machen, wobei es hier aber leider nicht möglich ist, einzelne Stücke auszuwählen. Wer einen bestimmten Song haben möchte, muss sich also durch das 17:31 Minuten lange Special spulen.
Zum Abschluss gibt es dann noch wie gewohnt den offiziellen deutschen Kinotrailer (2:23 Minuten), sodass man insgesamt ein schönes Paket an Extras bekommt, das den Filmabend gekonnt abrundet.


Fazit:
Es ist offensichtlich, dass Playmobil versucht hat, den Erfolg von LEGO und dessen LEGO: The Movie zu kopieren. Allerdings ist es bei dem Versuch geblieben, denn anstatt eines charmanten Films mit einer tollen Story und schöner Plastik-Welt erlebt man hier mehr oder weniger einen 100-minütigen Werbefilm, in dem die Playmobil-Produkte wichtiger wirken als eine auch nur halbwegs gut erzählte Story. Das einzige, was dafür sorgt, dass man überhaupt Spaß verspürt, sind die deutschen Synchronsprecher, die ihren Job allesamt sehr gut machen. Auch die Blu-ray selbst weiß mit ihrer Technik zu überzeugen. Sowohl Bild als auch Ton sind tadellos und die Extras interessant. All das ändert aber nichts daran, dass hier wirklich nur junge oder hartgesottene Playmobil-Fans zugreifen sollten.


Originaltitel: Playmobil – The Movie
Darsteller: -
Regisseur(e): Lino DiSalvo
Veröffentlichung: 27. Dezember 2019
Studio/Verleih: Concorde Home Entertainment
Spieldauer: 100 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ab 0 Jahren

Wer jetzt Interesse daran hat, sich Playmobil: Der Film zu kaufen, der kann dies u.a. über Amazon machen. Den Film gibt es dabei ab 14,99 Euro auf DVD und Blu-ray.

Copyright: © Concorde Home Entertainment


Special vom: 11.12.2019
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
Kategorie: Special
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