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Sim Simulator - Teil 11: New York Bus - Die Simulation
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New_York_Bus___Die_SimulationTeil 11: New York Bus - Die Simulation

Mit New York Bus - Die Simulation versuchen UIG Entertainment bzw. die TML Studios das zweitwichtigste Verkehrsmittel des Big Apple in Szene zu setzen. Doch leider ist es nur beim Versuch geblieben.

Bevor wir zu UIGs oder besser gesagt TML Studios unrühmlichen Versuch kommen, zunächst einmal ein paar Fakten über das Buslinien-Netz von New York – im Spiel erfährt man darüber nämlich nichts. Genau wie die berühmte Subway werden auch die Busse von New York von der MTA (Metropolitan Transportation Authority) betrieben.
Insgesamt gibt es mehr als 4000 Busse auf mehr als 200 Strecken, die in allen fünf Stadtteilen New Yorks fahren. Bei diesen Zahlen ist es kaum verwunderlich, dass man an fast jeder Straßenecke auf eine Bushaltestelle trifft und je nach Linie höchstens 15 Minuten auf einen Bus warten muss.
Die Fahrt mit einem Bus in New York ist im Vergleich zu deutschen Großstädten preiswert. Egal wie weit man fährt, jede Fahrt kostet 2,50$ (in Köln könnte man für den Preis gerade mal drei Haltestellen weit fahren).

All dies wird in UIGs New York Bus - Die Simulation allerdings nicht beachtet. Ohnehin hat das Spiel wenig bis gar nichts mit einer Simulation zu tun. Im Grunde genommen geht es einzig und alleine darum, in einer vorgegebenen Zeit alle gelb markierten Haltestellen zu erreichen. Auf die Straßenverkehrsordnung, einen Fahrplan oder ähnliches muss ich dabei nicht achten. Ebenso wenig muss ich mich um besondere Bremsen, die Belüftung oder irgendetwas Busspezifisches konzentrieren. Einzig und alleine die Türen muss ich öffnen und schließen.

Passend zu dieser "Detailgenauigkeit" ist es auch wenig überraschend, dass man seinen Bus auch nur aus einer Außenperspektive steuern darf. Eine Cockpitansicht, wie sie bei Simulationen ansonsten üblich ist, gibt es hier nicht. In Anbetracht der Grafik ist das vielleicht aber auch besser. Denn abgesehen vom Bus, den man gutmütig als nochmals in Ordnung bezeichnen könnte, sieht der Rest einfach nur schlecht aus. Die Häuserschluchten haben dabei ungefähr genauso viel mit New York zu tun wie Hoffenheim mit einem Traditionsverein. Die Passagiere bewegen sich nicht nur wie Zombies, sie scheinen auch tatsächlich welche zu sein. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum sie alle gleich aussehen sollten. Und die paar Autos, die sich außer uns noch auf der Straße befinden und den realistisch simulierten Verkehr darstellen sollen, fahren einem gerne mal ungebremst ins Heck - was sofort mit einer abmahnenden Texteinblendung, die suggeriert, dass man selber am Unfall schuld war, bestraft wird.

New_York_Bus___Die_Simulation_Screen1Ohnehin scheint das Spiel nicht auf der Seite des Spielers zu sein. Ab dem mittleren Schwierigkeitsgrad (der sich nur in der Anzahl der anzufahrenden Haltestellen vom niedrigsten unterscheidet) erhält man mit eindrucksvoller Regelmäßigkeit die Frage, ob man seinen Führerschein im Lotto gewonnen hätte und wird, egal wie schnell und vorsichtig man unterwegs war, mit null Sternen abgestraft (wodurch man die nächste Mission nicht freigespielt bekommt).

Liebe Leute von UIG Entertainment – die nachfolgenden Sätze bitte nicht persönlich nehmen. Ihr könnt ja schließlich nichts dafür, dass die TML Studios (die in anderen Simulatoren schon gezeigt haben, dass sie das Metier verstehen) so einen Murks vollbracht haben!
Dennoch muss ich sagen, auch wenn es mir wirklich leid tut, dass New York Bus - Die Simulation niemandem zu empfehlen ist. Mit einer Simulation hat das Ganze ohnehin nichts zu tun. Doch das wäre ja gar nicht mal so schlimm, wenn es ansonsten wenigstens in Ordnung wäre. Doch das Spiel ist obendrein auch noch hässlich, langweilig und mit Fehlern nur so gespickt. Wer wirklich mal eine Busfahrt durch Manhattan unternehmen möchte, soll sich lieber bei YouTube umschauen, dort gibt es bestimmt irgendwo ein Video, in dem man eine Busfahrt miterleben kann. New York Bus - Die Simulation kann man auf jeden Fall vergessen.


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Special vom: 07.04.2013
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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