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Stromausfall - Assassin's Creed: Black Flag
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Assassin's Creed: Black Flag

Assassins_Creed_Black_Flag_CoverBereits zum zweiten Mal kümmern wir uns in unserem Stromausfall-Special um ein Buch der Assassin's Creed-Reihe. Das hat natürlich auch seinen Grund, denn passend zum Erscheinen des neuesten Videospiel-Abenteuers ist auch der neueste Roman rund um die Assassinen-Gilde herausgekommen. Wie immer ist dieser als eine Art Erweiterung zum Spiel angedacht, und so ist es nur logisch, dass sich auch in Assassin's Creed: Black Flag genau wie im gleichnamigen Spiel alles um Edward Kenway, den Vater von Haythem und Großvater von Connor, dreht.

Wie schon in Assassin's Creed: Forsaken - Verlassen bekommen wir die Geschichte wieder aus der Ich-Perspektive erzählt. Dass wieder dieser Erzählstil gewählt wurde ist aber wenig überraschend, schließlich war wieder derselbe Autor am Werk. Dieser nennt sich Oliver Bowden, heißt in Wirklichkeit aber Anton Gill, war früher BBC- und NDR-Radiomoderator und ist als Autor in aller erster Linie als Sachbuchautor bekannt (das bekannteste Werk dürfte Titanic: The Real Story of the Consrtuction of the World's Most Famous Ship sein).

In Assassin's Creed: Black Flag schreibt er diesmal also über das Leben von Edward Kenway, den Sohn eines Wollhändlers der vom schnellen Gold und einem Leben auf Hoher See träumt. Dieser Traum wurde aber lange Zeit nicht erfüllt, schließlich muss er den Eltern helfen. Erst als der Hof seiner Eltern angegriffen wird, sieht er seine Chance gekommen und tauscht das Leben mit seiner Familie mit dem auf Hoher See ein.

Dort wird er schnell zu einem der tödlichsten Freibeuter seiner Zeit und kann so auch seinen zweiten Traum, den nach Gold, erfüllen. Doch Gier, Ehrgeiz und Verrat sind seine ständigen Begleiter auf See und als der Beweis einer perfiden Verschwörung ans Licht kommt, die sein ganzes Leben zu zerstören droht, folgt er dem Ruf nach Vergeltung und wird so in den schon seit Jahrhunderten andauernden Kampf zwischen Templern und Assassinen hineingezogen.

Wie erwähnt wird all dies aus der Perspektive von Kenway selber beschrieben, so dass man sich wie in einer Erzählung fühlt, die einem vom Protagonisten persönlich geschildert wird. Dadurch wird eine Intensität geschaffen die einen schon im vorhergegangenen Roman von der ersten Sekunde an fesselt.
Zudem erfährt man auch wieder viele Dinge über den Hauptprotagonisten, die man im Spiel nicht erfahren hat, wodurch man viele Dinge die einem im Spiel noch unklar waren, plötzlich ganz anders wahrnimmt.

Leseprobe
"Nichts ist lauter als der Schuss eines Lafettengeschützes. Vor allem, wenn es in allernächster Nähe abgefeuert wird. Es ist, als würde man aus dem Nichts von einer Faust getroffen, von einem Unsichtbaren, der einen zermalmen wollte. Als versuchte die bloße Luft ringsum einen zu zermalmen. Und man ist sich nicht sicher, ob es eine Täuschung der Augen ist, so geschockt und benommen ist man von dem Knall, oder ob die Welt wirklich erbebt. Aber das ist wahrscheinlich ohnehin egal. Der Schuss schlägt irgendwo ein. Schiffsplanken zersplittern, reißen Männern Arme und Beine ab. Andere Männer schauen an sich hinunter, erkennen in den paar Sekunden, die ihnen bis zum Tod noch bleiben, dass ihnen der halbe Körper weggeschossen wurde, und fangen an zu schreien. Unmittelbar nach dem Schuss hört man nichts außer dem Knirschen des beschädigten Schiffsrumpfs und dem Geschrei der Toten und Sterbenden. Wie gut man darauf reagiert, hängt davon ab, wie nah man dran ist. Ich würde nicht behaupten, dass man sich jemals daran gewöhnt, an den Schuss eines Lafettengeschützes, daran, wie er ein Loch in die Welt reißt. Aber der Trick besteht darin, sich schnell wieder zu fangen genauer gesagt besteht er darin, sich schneller wieder zu fangen als der Feind. Wir befanden uns vor der Küste Kubas, auf Höhe von Kap Buena Vista, als die Engländer angriffen. Wir nannten sie Engländer auf der Brigantine, obgleich Engländer auch das Gros unserer eigenen Mannschaft ausmachten und ich selbst Engländer war, von Geburt und im Herzen. Aber als Pirat zählte das nicht. Man war ein Feind Seiner Majestät (King George hatte die Nachfolge von Queen Anne angetreten), ein Feind der Krone. Und damit war man ein Feind der Marine Seiner Majestät. Wenn wir also Segel in Sicht! hörten, die rote Flagge am Horizont ausmachten und eine Fregatte, auf deren Decks Gestalten hin und her rannten, mit Schaum vor dem Bug durch das Wasser auf uns zupflügen sahen, dann riefen wir: Die Engländer greifen an! Die Engländer greifen an! , ohne groß auf das kleine Detail unserer eigenen Nationalität zu achten. Wir waren zu sehr damit beschäftigt, am Leben zu bleiben...."

Fazit:
stefanAssassin's Creed: Black Flag ist die ideale Ergänzung zum gleichnamigen Spiel. Man erfährt viel Interessantes über den Hauptcharakter, das man im Spiel nicht erfahren hat, und sieht so einige Dinge, die im Spiel passiert sind ein wenig anders. Um den Roman genießen zu können muss man aber nicht unbedingt Besitzer des Assassinen/Piraten-Abenteuers sein. Auch ohne Vorkenntnisse erlebt man in Assassin's Creed: Black Flag ein spannendes Abenteuer, das einen von der ersten Seite an fesselt.
Wer also noch ein Geschenk sucht und der zu Beschenkende entweder großer Assassin’s Creed-Fan ist, oder gerne liest und auf Piratenabenteuer steht, dann ist dieser Roman sicherlich mehr als nur eine Überlegung wert.

Zu erwerben gibt es Assassin’s Creed: Black Flag für 14,95 Euro in jedem gut sortierten Buchhandel, bei Amazon oder direkt bei Panini Comics.
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Special vom: 11.12.2013
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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