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Meridian: New World
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Meridian: New World

meridian1Das Genre der Echtzeitstrategiespiele ist heutzutage dünn gesät, und die wenigen verbliebenen Entwickler wie Blizzard oder Relic lassen sich immer sehr viel Zeit mit neuen Spielen und Add-Ons. In Zeiten von Indiegames und Crowdfunding kehren aber auch fast vergessene Genres wieder zurück auf den Bildschirm. Umso erstaunlicher ist es, dass Ede Tarsoly Meridian: New World fast alleine auf die Beine gestellt hat.

Meridian: New World wird viele Genreliebhaber an Klassiker wie das längst mit wehenden Fahnen untergegangene Command & Conquer erinnern. Das Spiel, das im Early-Access-Programm von Steam läuft, spielt sich nämlich richtig Old-School.

Meridian wurde für die Kolonisation ausgewählt. Ein erdähnlicher Planet, der jedoch keine Fauna zu beherbergen scheint. Gerade als Commander Daniel Hanson die Erkundungsmission beenden und zur Erde zurückkehren will, erhält die Crew einen mysteriösen Notruf von einer Frau, die über einen Virus redet. Da so etwas nicht gerade günstig für eine Kolonisation ist, entschließt man sich zu bleiben und dem nachzugehen. Dabei trifft die Crew auf feindlich gesinnte Kräfte, die über eine Technik zu verfügen scheint, die der eigenen sehr ähnlich und teils sogar weiter entwickelt ist. Heilende KI-Einheiten, die auf der Erde noch nicht über den Prototypen-Status herausgekommen waren, beispielsweise. Hat man der Crew wirklich alles erzählt? Gab es noch eine zweite Mission? Spielt jemand ein Spiel mit ihnen? Gibt es gar einen Verräter an Bord?

meridian2Die Geschichte von Meridian wird durchaus spannend erzählt, die Missionen folgen der Story. Man wählt seine Einheiten aus und klickt mit Rechts dahin, wohin sie gehen sollen bzw. auf das, was sie angreifen sollen. Drohnen mit Minenmodul können dabei Shardium abbauen, das man zum Produzieren neuer Einheiten und Gebäude braucht. Die eigene Basis wird von Geschützen verteidigt, die wiederum werden von Kraftwerken versorgt. Alles sehr durchdacht und eben Old-School. Die Grafik sieht dafür aber sehr schick aus.

Als alles überwachender Kommandant hat man übrigens zusätzliche Möglichkeiten, ins Geschehen einzugreifen. den Anfang macht ein einfacher Heal, mit dem man eine Einheit wieder hochpäppeln kann. Durch Erfahrungspunkte steigt man auf und kann Punkte in einem Talentbaum (und somit  seine Schwerpunkte) setzen. Neue Fähigkeiten wie der Area Heal helfen etwas im Kampf, aber machen überlegtes Vorgehen natürlich nicht obsolet.

meridian3Die Missionen haben Checkpoints, bei denen aber nicht neu gestartet wird, wenn man mal stirbt und auswählt, dass man die Mission wiederholen möchte. Vielmehr muss man den letzten Autosave laden, damit man fortsetzen kann. Auch im Skirmish-Modus, in dem man sich bisher nur gegen KIs und nicht gegen menschliche Mitspieler behaupten kann, hatte ich Schwierigkeiten. Da habe ich anscheinend Gebäude so eng zusammen gesetzt, dass einzelne Einheiten keinen Weg mehr aus dem Basisgebiet fanden, bzw. kein Shardium mehr abbauen konnten. Man kann aber in Fabriken usw. einstellen, an welcher Stelle die Einheiten entstehen sollen, das kann auch ein Stück weiter weg sein. Natürlich kann sich bis zum Release noch einiges ändern, schließlich dient Early Access auch dazu, Anregungen aus der Community zu erhalten.

Nicht ganz so toll wie die Missionen wirken die Story-Zwischenspiele auf dem Raumschiff. Die Umgebung sieht hier nicht so toll wie auf dem Planeten aus. Hier steuert man seinen direkten Untergebenen per Mausklick, was auch nicht so flott von der Hand geht wie auf den Strategie-Karten. Will man mit anderen Crewmitgliedern reden, die Kampfsimulation oder Datenbanken nutzen, muss man sich immer in einen bestimmten Kreis hineinstellen, damit die Auswahl erscheint. Das könnte noch ein wenig besser sein. Ansonsten verraten Musik, Videosequenzen und die englische Sprachausgabe aber nicht, dass hier kein Studio am Werk war.

Fazit:
michael_neuWer Old-School-Echtzeitstrategie und SciFi mag, sollte sich Meridian: New World mal ansehen. Am 28. August will Headup Games die Retail-Version in den realen und virtuellen Regalen stehen haben, auf Steam dürfte das Endprodukt schon etwas früher zu haben sein. Wer jetzt den Early Access wählt, bekommt dann natürlich auch das Update auf die finale Fassung.

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Special vom: 22.05.2014
Autor dieses Specials: Michael Hambsch
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