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Kurz vorgestellt: Proteus
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Was macht ein Videospiel aus? Die Story? Die Grafik? Die Möglichkeiten, die es einem gibt? Die Quests die man gestellt bekommt? Für viele wird genau das ein Spiel ausmachen. Doch was ist, wenn ein Spiel all dies nicht bietet? Ist es dann kein Spiel? Wenn das so wäre, dann wäre Proteus kein Spiel. Denn dieser Indie-Titel hat keines voll all dem genannten.

Doch was macht man in Proteus dann überhaupt, wenn es keine Aufgaben zu erledigen und keine großartigen Möglichkeiten bietet? Im Prinzip läuft man rum. Und zwar in einer offenen, für jedes Spiel zufällig generierten Pixel-Art-Welt und schaut sich um. Hört sich langweilig an? Mag sein, ist es aber mitnichten.

Ed Key und David Kanaga lassen einen nämlich eine Welt erleben, die es so nicht gab. Die Grafik erinnert einen dabei zwar eher an seelige Zeiten, dennoch entfaltet sie von der ersten Sekunde an eine ganz eigene Faszination. Hier sind hohe Berge, große flache Täler mit reichlich Bäumen und Tiere von denen man manchmal nicht genau weiß, was sie darstellen sollen. Und all das wird mit sphärischen Klängen untermalt, auf die der Spieler Einfluss hat. Sowohl jede Berührung eines Baums, Steins, Tieres oder was auch immer hat genauso einen neuen Ton zur Folge wie der aktuelle Standort an dem man sich gerade befindet. Wenn man sich im Tal befindet, erklingt Klänge voller Leben. Auf dem Gipfel des höchsten Berges sind diese hingegen erloschen und man hört eine beinahe gespenstische Stille.

Die Reise über diese ungewöhnliche Insel ist aber nicht unendlich. Die Länge von Proteus ist mit den Jahreszeiten gekoppelt. Wenn der Schnee fällt und der Winter anbricht endet nicht nur das Jahr sondern auch die Reise. Vorher darf man aber noch miterleben wie das grüne Blattlaub im Herbst tief Rot wird und danach völlig von den Bäumen fällt oder wie Insekten nach und eingehen. Auch das Wetter ändert sich mit den Jahreszeiten natürlich. Im Sommer ist alles hell erstrahlt, im Herbst grau und Nass und im Winter verschneit.

Obwohl es also wirklich keine Story oder tiefgreifenden Gameplayelemente gibt, ist Proteus dennoch ein Titel der für viel Aufsehen sorgt. Wie kein anderer wirft er nämlich die Frage auf ob Spiele auch Kunst sein können. Viel mehr als beobachten kann man hier nämlich nicht – und was unterscheidet das dann noch zum Beispiel von einem Besuch im Museum?

Proteus gibt es für ca. 10€ bzw. 10$ auf Steam oder im Humble Store direkt auf der Proteus-Homepage. Im PSN-Store gibt es die leicht erweiterten Versionen für PS3 und PS Vita, die auch Trophäen(!) unterstützen. Auf der Vita kann man z.B. Inseln auf Basis des aktuellen Standorts (als Berechnungsgrundlage) erzeugen lassen, auf der PS3 nach dem aktuellen Datum und der Zeit.

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Special vom: 18.06.2014
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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