RSS-Feeds
Podcast
http://www.splashgames.de/php/images/spacer.gif
In der Datenbank befinden sich derzeit 374 Specials. Alle Specials anzeigen...
Specials Eventspecials

Sim Simulator - Teil 55: ADAC: Die Simulation
«  ZurückIndexWeiter  »

Teil 55: ADAC: Die Simulation

ADAC_CoverIn den letzten Monaten machte der ADAC vor allem durch Skandale auf sich aufmerksam. Da kam heraus, dass die Wahl des Autopreises "Gelber Engel" schon seit Jahren manipuliert war, ein Hubschrauber zur Trocknung eines Fußballplatzes genutzt wurde, der Präsident einen Rettungshubschrauber für private Zwecke genutzt hat und sich der Sohn einer Führungskraft gar in den Urlaub hat fliegen lassen, weil er seinen regulären Flug verpasst hat.
Nun möchte der berühmteste Automobilclub Deutschlands endlich wieder für positive Schlagzeilen sorgen – und mit was könnte das besser gehen, als mit einem Simulator, der einem das harte Leben eines Gelben Engels hautnah miterleben lässt?

ADAC_Screen1Der am 24. Mai 1903 gegründete Allgemeine Deutsche Automobilclub ist zwar nicht Deutschlands ältester (das ist der 1897 in Berlin gegründete Mitteleuropäische Motorwagenverein) aber mit knapp 18,9 Millionen Mitglieder (durch die ganzen Skandale sind es mittlerweile wieder ein paar weniger geworden) der größte und einflussreichste Automobilclub.
Am bekanntesten ist der ADAC natürlich durch seinen Pannendienst, der einem selbst auf der abgelegensten Landstraße zur Hilfe kommt. Allerdings kümmert sich der ADAC um noch mehr. So ist er zum Beispiel auch im Motorsport sehr engagiert und sorgt sich da nicht nur um den Rennsportnachwuchs sondern trägt auch viele Rennserien und Veranstaltungen aus, wie etwa die ADAC GT Masters oder das weltberühmte 24 Stunden Rennen auf der "Grünen Hölle", dem Nürburgring.

In ADAC: Die Simulation geht es aber ausschließlich um den Pannendienst, auch Gelbe Engel genannt. Dabei muss man aber nicht nur gestrandete Autos reparieren, sondern sich gleich um eine ganze Pannenhilfe-Zentrale kümmern. Das Aufgabenfeld ist folgerichtig auch dementsprechend groß: Es gilt Pannenhelfer zu ihrem Einsatzort auszusenden, die Einsatzfahrzeuge auf Vordermann zu halten, sein Personal zu schulen und weiterzubilden und natürlich die Flotte an Einsatzfahrzeugen anwachsen zu lassen.

Der Dreh- und Angelpunkt bei dieser Sache sind die Mitglieder. Denn nur wenn man von denen genügend hat, erhält man die Möglichkeit all die Dinge zu machen, die oben aufgezählt wurden. Und wie bekommt man Mitglieder? Natürlich in dem man ihnen bei ihren Pannen hilft. Dies macht man allerdings nicht selber, sondern die Mitarbeiter, die man anhand einer Karte zu ihren Einsatzorten lotst. Wichtig dabei ist, dass man auch immer auf den Benzinstand des Einsatzfahrzeugs achtet. Denn was wäre peinlicher, als ein Gelber Engel der selber Hilfe braucht?
Die Welt in der man seine, bzw. in denen die Kollegen ihre Einsätze fahren, ist zunächst arg beschränkt. Doch mit ansteigender Mitgliederzahl ändert sich auch dies. Denn nach und nach werden die vier Regionen und deren einzelnen Bezirke freigeschaltet, so dass es irgendwann zu einem wahren Klickmarathon wird, seine Kollegen zu den Einsätzen zu lotsen. Und wenn man irgendwann anstatt einem Fahrzeug dann auch noch gleich drei (später schaltet man zum Beispiel noch den Rettungshubschrauber oder auch ein Abschleppfahrzeug frei) durch die Regionen führen muss ist die Sehnenscheidenentzündung schon so gut wie vorprogrammiert.

ADAC_Screen2Eine wahre Wohltat sind da die Einsätze, die man selber ausführen darf. Ja, auch dies ist in ADAC: Die Simulation möglich – natürlich aber auch nur dann wenn man in einer Region genügend Mitglieder zusammen hat. Wenn dies der Fall ist, kann man ganz einfach mit einem Klick aufs Telefon zum ausgewählten Außeneinsatz springen. Eine Fahrt dorthin ist nicht notwendig.
Am Einsatzort zeigt sich dann meist das gleiche Bild: Eine verzweifelte Frau/ein verzweifelter Mann steht vor ihrem/seinem liegengebliebenen Auto (das auf dem Standstreifen/an der Seite/in der Einfahrt einer völlig leergefegten Autobahn/Straße steht) und weiß nicht weiter. Unsere Aufgabe ist es nun erst einmal herauszufinden was überhaupt kaputt ist. Um dies zu schaffen befragen wir die Frau/den Mann, die/der aber leider kaum nützliche Hinweise darauf geben kann. Zumindest glaube ich, dass selbst der beste Gelbe Engel mit der Aussage: “eben fuhr er noch und dann ist das Auto einfach stehen geblieben” nicht viel anfangen kann. Ein paar kleine Hinweise entlocken wir dem/der Hilfesuchenden dann aber doch, und so können wir zumindest erahnen, was eventuell Schuld an der Misere hat. Um diese zu lösen müssen wir nun im Motorraum, im Inneren des Fahrzeugs oder an Licht bzw. Blinkern die Ursache herausfinden und beheben. Dafür benötigt man aber zum Glück keine Ausbildung zum Automechaniker. Denn auch wenn man keine großartigen Autokenntnisse hat und man zum Beispiel nicht genau weiß, wo sich der Keilriemen befindet, sind die Aufgaben kein Problem. Alle Teile sind, wenn man mit der Maus drüber fährt, genau beschriftet und mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten gekennzeichnet. Wenn man also gar nicht weiter weiß klickt man sich einfach einmal durchs Auto.
Sonderlich empfehlenswert ist diese Herangehensweise aber nicht. Denn auch wenn man keine Zeit im Nacken hat, gilt es doch die Aufträge so schnell wie möglich bzw. mit so wenigen Schritten wie möglich zu erledigen. Schließlich gibt es am Ende eines jeden Auftrags eine Bewertung. Wenn man mit dieser nicht zufrieden ist, kann man den Auftrag aber zur Not auch einfach nochmal angehen und sich etwas geschickter anstellen.

ADAC_Screen3Grafisch bekommt man herkömmliche Simulator-Kost präsentiert. Das heißt im Klartext, dass das Hauptaugenmerk wieder auf die offiziell lizenzieren ADAC-Fahrzeuge und -Helikopter gelegt wurde. Alles andere wirkt im Vergleich dazu doch sehr detailarm.

Trotzdem dürfte auch ADAC: Die Simulation sicherlich wieder einige Freunde finden. Denn auch wenn das Gameplay nicht so abwechslungsreich ist, wie man sich das vielleicht gewünscht hätte, und die Grafik auch nicht das Schönste ist, was man in der Welt der Simulationen gesehen hat, macht das Reparieren der Fahrzeuge doch Spaß und obendrein lernt man auch noch was über Autos. Schade ist nur, dass die eigenen Außeneinsätze eher rar gesät sind und man meist nur die Übersichtskarte der Gebiete zu sehen bekommt.

«  ZurückIndexWeiter  »


Special vom: 19.06.2014
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
Weitere Seiten innerhalb dieses Specials können über das seitliche Menü links oben aufgerufen werden.
Zurück zur Hauptseite des Specials