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Lords of the Black Sun
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Lords_of_the_Black_Sun_1Mit Lords of the Black Sun ist jetzt via Steam Early Access ein weiteres Spiel herausgekommen, das sich am besten als Civilization im All bezeichnen lässt. Veröffentlicht wird das Game von Iceberg Interactive, die mit Horizon bereits ein ähnliches Game herausbrachten.

Auf seiner Webseite bezeichnet sich das Spiel als episches und komplexes, rundenbasierendes 4X-PC-Strategiespiel, das im All platziert ist. Insgesamt acht verschiedene Rassen erwarten einen, die unterschiedliche Präferenzen haben. Die Commatus-Republik zum Beispiel war früher versklavt, konnte sich jedoch daraus befreien. Sie verfügen über einen hohen Intellekt, der sich besonders gut zur Forschung macht. Andererseits sind sie miserable Händler und Fremden gegenüber etwas misstrauisch. Auch die Terraner sind intelligent, pflanzen sich allerdings weniger schnell fort als andere Spezies.

Und so kann man sich im All fortbewegen, es erforschen, Kolonien gründen und sich zwischen drei verschiedenen Forschungszweigen entscheiden. Jetzt ist das alles andere als neu. Man kennt es schon unter anderem aus der legendären Master of Orion-Reihe. Was also macht den Faktor aus, der Lords of the Black Sun von den ähnlichen Games hervorhebt?



Lords_of_the_Black_Sun_2Es sind die inneren Vorgänge. Denn wiederholt gibt es Ereignisse, die die Gesellschaft im Inneren verändern. Man kann als oberster Vertreter seines Volks diverse Politikentscheidungen treffen. Wie zum Beispiel das Experimentieren an lebendigen Subjekten oder das Erlauben von außerirdischen Immigranten. Die Commatus-Republik ist letzteren auf Grund seiner Vergangenheit sehr skeptisch gegenüber. Und es kann im Laufe des Games passieren, dass die Stimmung irgendwann so weit umschlägt, dass die Mehrheit außerirdische Siedler deutlich ablehnt. Jetzt muss man sich entscheiden: Ignoriert man es, auf Kosten der eigenen Beliebtheit? Oder akzeptiert man die öffentliche Meinung und riskiert damit, die außerirdische Gemeinschaft vor den Kopf, oder was immer für ein Körperteil dem entspricht, zu stoßen?

Es sind solche nicht einfachen Entscheidungen, die dem Game etwas Eigenständiges geben. Was auch bitter notwendig ist, denn den Rest hat man in der einen oder anderen Form bereits schon mal gesehen. Und zwar, leider muss man sagen, in Besser.

Da gibt es zum Beispiel die Option, eigene Raumschiffe zu erstellen. Zwar existieren viele Module, die man erforschen und einbauen kann. Doch die meisten Hüllen haben ein äußerst restriktives Gewichtslimit. Deshalb wird man nicht viel Möglichkeiten haben, sich austoben zu können.

Lords_of_the_Black_Sun_3Auch stört es, dass die jeweiligen Übersichten an Tiefe vermissen lassen. Es gibt diese zwar, doch wenn man zum Beispiel wissen will, wieso man auf einmal in einer Runde über 4000 Credits eingenommen hat, es aber vergisst nachzugucken, hat man ein Problem. Denn es wird nur jeweils die letzte Runde finanziell aufgeschlüsselt.  Ebenso was die Auswirkungen eurer Forschungen angeht, müsst ihr euch auf eine kurze Beschreibung verlassen. Auch hier vermisst man eine gewisse Tiefe.

Generell fühlt sich das Spiel steriler an als Horizon oder andere Genrevertreter. Denn bis auf den Auswahlbildschirm wird man nie wieder die selektierte Spezies im Laufe des Spiels zu Gesicht bekommen. Falls ein Ereignis stattfindet, zeigt das Bild mehr als oft Menschen! Was besonders dann befremdlich wirkt, wenn man eine Rasse auswählte, die definitiv nicht humanoid ist.

Und die Musik? Schwankt bedenklich zwischen durchschnittlich und nervig. Es gibt Melodien, die man bestens ignorieren kann. Andere Tracks hingegen nerven sofort nach wenigen Sekunden.

Aktuell ist Lords of the Black Sun ein ordentliches, aber nicht überragendes Strategiespiel. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich das noch bis zum Release ändern wird.
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Special vom: 24.08.2014
Autor dieses Specials: Götz Piesbergen
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