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Brettspiele - Risiko Transformers: Die Invasion der Decepticons
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risiko_transformers_spielschaufenster_box_01_csNachdem wir in unserem Kartenspiel-Special zuletzt bereits das TopTrumps Transformers-Spiel vorgestellt haben, ist diesmal ein klassisches Brettspiel an der Reihe, das die Transformers ebenfalls als Thema hat.

Neben Monopoly und Cluedo ist Risiko das dritte Spiel im Bunde, das wohl jeder kennt und irgendwann schon einmal gespielt hat oder sogar besitzt. In dem Brettspiel, das Anfang der 1950er Jahre vom französischen Filmregisseur Albert Lamorisse erfunden wurde, geht es darum, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Dies ist auch in Risiko Transformers: Die Invasion der Decepticons im Grunde genommen das Ziel – nur das hier die Geschichte um eine Invasion der Decepticons erweitert wurde und man diese auf Seiten der bösen Roboter entweder erfolgreich abschließen oder sie als Autobots an der Seite der Menschen verhindern muss. Das Spielziel bleibt aber immer das selbe – egal welche Seite man nun gewählt hat, man muss entweder die ganze Welt oder auch nur bestimmte der insgesamt 42 Gebiete (je nachdem für welche Variante man sich entscheidet) einnehmen, um das Spiel so für sich zu entscheiden.

Spielvorbereitungen
Bevor der Kampf um die Erde los geht, müssen aber zunächst noch ein paar Vorbereitungen getroffen werden.
Als allererstes muss natürlich das Spielbrett auf den Tisch gelegt werden. Dann werden die Energon-Marker in die entsprechende Leiste und die Territorien und Power-Karten auseinander sortiert und gut gemischt. Je drei der Power-Karten werden dann an jeden Spieler ausgeteilt. Außerdem werden noch fünf weitere Energon-Marker auf fünf Territorien verteilt, die durch das Ziehen von fünf Territorien-Karten ermittelt werden.
Danach suchen sich die Spieler aus, ob sie als Decepticons oder Autobots spielen wollen, wobei einer der Spieler aber auf jeden Fall die Autobots wählen muss. Zu guter Letzt wird dann noch je eine menschliche Spielfigur auf jedes Territorium gestellt. Diese dienen sozusagen als menschliche Streitkraft, die versuchen die Erde vor den außerirdischen Eindringlingen zu beschützen.

Spielablauf
Nun sind alle Vorbereitungen erledigt und der Kampf um die Erde kann beginnen. Als erstes ist dabei der Spieler links neben dem Autobots-Spieler an der Reihe danach folgen alle anderen im Uhrzeigersinn. Im ersten Zug können alle Spieler fünf Einheiten ins Spiel bringen (danach sind es dann immer drei). Später kommen dann noch für jeden kontrollierten Kontinent zusätzliche Einheiten hinzu. Die Decepticons müssen aber auf jeden Fall stets aus einem der vier Startpunkte aus anfangen. Der Autobots-Spieler kann seine Figuren hingegen in jedes vom Menschen kontrollierten Territorium stellen.

Außerdem haben alle Spieler auch noch die Möglichkeit Territorien-Karten gegen Einheiten zu tauschen. Die Territorien-Karten erhält man, wenn man Territorien besitzt. Im Fall der Decepticons müssen sie dafür ein Gebiet der Menschen oder Autobots erobern. Als Autobot gewinnt man ein Territorium hingegen indem man ein von den Decepticons kontrolliertes Gebiet (zurück-)erobert, aber nicht wenn man ein von Menschen (oder un-)kontrolliertes Gebiet betritt.
Auf jeder Territorien-Karte sind ein oder zwei Sterne abgebildet. Um nun Einheiten gegen Karten eintauschen zu können, benötigt man allerdings eine bestimmte Anzahl an Sternen (mindestens zwei). Wenn man also nur eine Karte mit einem Wert von einem Stern besitzt, kann man keine Einheiten eintauschen und muss warten bis man ein weiteres Territorium erobert. Je mehr Sterne man hat, desto mehr Einheiten erhält man natürlich auch. Das Sammeln von Sternen lohnt sich also, wobei bei einer Anzahl von 10 Sternen aber auf jeden Fall eingetauscht werden muss. Man kann also nicht unendlich viele Sterne sammeln um dann etliche Einheiten auf einmal ins Spiel zu bringen.
Auf Seiten der Decepticons gibt es zudem noch die Besonderheit, dass sie für menschliche Sklaven bei jedem Zug eine neue Einheit bekommen. Sklaven erhalten die Decepticons indem sie die von Menschen kontrollierten Gebiete einnehmen, wobei die besiegten menschlichen Spielfiguren dann außerhalb des Spielbretts neben die eigene Armee gestellt werden.

Zu guter Letzt können die Spieler außerdem auch noch Power-Karten einsetzen. Diese müssen, je nachdem welche Anweisungen auf ihnen abgedruckt sind, entweder sofort oder aber auch erst später, während der Kampfphase, genutzt werden.
Zu beachten ist, dass die Power-Karten nicht immer nur positive Auswirkungen haben. Manche Karten können eine Streitkraft auch durchaus massiv schädigen und so eventuell sogar einen Kampf zu Ungunsten des Karten-Nutzers entscheiden.

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Wenn alle Spieler ihre Einheiten gesetzt, Karten eingetauscht und Power-Karten eingesetzt haben, geht es in die Kampfphase über. Hierbei muss wiederum beachtet werden, dass Decepticons schon in einen Kampf verwickelt werden, wenn sie auch nur in eines von Menschen gehaltenen Gebiet kommen.
Ansonsten gilt, dass jeder Spieler angrenzende Territorien angreifen kann, wobei natürlich Autobots nur von Decepticons beherrschte Gebiete angreifen können – die Menschen sind ja schließlich ihre Verbündeten.
Am Einmarsch teilnehmen können so viele Einheiten wie man will (zumindest wenn genügend am angrenzenden Territorium stehen). Ein Transformer (sei es auf Seiten der Autobots oder der Decepticons) muss aber auf jeden Fall im Ausgangsgebiet als Wächter stehen bleiben. Lediglich die Menschen (die vom Autobots-Spieler mitgezogen werden) können Territorien komplett verlassen. Der Kampf selber wird durch Würfeln ausgefochten. Dabei würfelt der Angreifer für jede Einheit die angreift mit einem schwarzen Würfel – wobei maximal aber nur drei schwarze Würfel genutzt werden können, selbst wenn man mit sechs Einheiten angreift.
Der Verteidiger würfelt seinerseits mit den roten Würfeln – wobei hier das Maximum bei Zweien liegt. Also auch wenn man mit drei, vier oder fünf Einheiten ein Territorium verteidigt, würfelt der Spieler nur mit zwei roten Würfeln.
Nachdem beide Spieler zeitgleich ihre Würfel geworfen haben, werden die jeweiligen Würfel nach der Anzahl ihrer Augen sortiert (von hoch zu niedrig) und die jeweils höchsten Würfel miteinander verglichen. Wenn der Angreiferwürfel eine höhere Augenzahl hat als die des Verteidigers, wird eine verteidigende Figur vom Spielbrett genommen. Wenn allerdings Gleichstand besteht oder die Augenzahl des roten Würfels höher als die des schwarzen ist, wird hingegen eine angreifende Figur weggenommen. Wenn mit mehreren Würfeln geworfen wurde, wird dieses Prozedere wiederholt. Wenn der Angreifer alle verteidigenden Einheiten besiegt hat, gewinnt er das Territorium und erhält die entsprechende Territorien-Karte. Außerdem darf er weitere Territorien angreifen. Sollte der Angreifer einen Kampf verlieren, ist sein Spielzug beendet und er darf nicht weiter angreifen.

Ist die Kampfphase abgeschlossen, geht es in die Versetzphase über. In dieser dürfen alle Spieler ihre Truppen versetzen. Jedoch kann jede Spielfigur immer nur eine Grenze überwinden, sprich nur in ein über Land- oder Seeweg angrenzendes (und selbst kontrolliertes) Territorium vorrücken. Sollte sich kein eigenes Territorium in unmittelbarer Nähe befinden, kann dieser Trupp nicht bewegt werden.

Sobald jeder Spieler seinen Zug beendet hat, wird noch ein Balken vom Energon-Meter entfernt. Dies geschieht bei Abschluss jeder Spielrunde. Um ihn wieder zu füllen müssen die Spieler die fünf Energon-Balken, die man am Anfang des Spiels in den Territorien verteilt hat, aufsammeln. Man muss sie aber nicht gleich zum Auffüllen einsetzen, sondern kann sie auch eine gewisse Zeit sammeln und dann gleich mehrere Balken wieder auffüllen.
Wenn der Energon-Meter vollständig leer ist, ist das Spiel beendet und derjenige hat gewonnen, der die meisten Territorien für sich behaupten konnte. Wenn jemand schon vorher sämtliche Territorien bzw. Kontinente erobern konnte, wird das Spiel direkt beendet und derjenige ist Sieger.

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Spielvarianten und Verarbeitung
Richtige Varianten gibt es bei Risiko Transformers: Die Invasion der Decepticons nicht. Allerdings kann man vorm Start des Spiels selber festlegen ob nur eine bestimmte Anzahl an Territorien erobert werden muss oder ähnliches. Dies macht den Spielablauf ein bisschen flexibler und mitunter auch kürzer.

Die Verarbeitung des Spiels ist, wie schon bei den anderen beiden Klassiker-Varianten von Winning Moves, die wir hier vorgestellt haben, sehr gut. Leider gibt es aber wieder nur Plastikspielfiguren und das Spielbrett hätte sicherlich auch die ein oder andere Transformers-Grafik mehr gut vertragen. Dafür ist die Aufmachung des Spielkartons aber wirklich sehr hübsch. Darauf abgebildet sind nämlich einige der klassischen Transformers, sowie der Slogan der ersten Transformers-Reihe "More than meets the Eye!" („Mehr als man auf Anhieb erkennen kann!“) – für echte Transformers-Fans sicherlich ein ganz großer Pluspunkt und ein echter Hingucker.

Fazit:

Mit Risiko Transformers: Die Invasion der Decepticons hat Winning Moves einmal mehr eine sehr gute Variante eines Klassikers erschaffen, das das Thema durch seine zahlreichen grafischen und spielerischen Anpassungen gut aufgreift, ohne dabei das klassische Risiko-Spielgefühl zu zerstören. Wer noch nie eine Partie Risiko gespielt hat, wird zwar aber sicherlich ein paar Runden brauchen, um die Spielregeln vollständig zu verinnerlichen. Doch die Mühe, wenn man es überhaupt so nennen möchte, lohnt sich. Mit jeder Runde macht das Spiel nämlich mehr Spaß, wodurch Risiko Transformers: Die Invasion der Decepticons nicht nur für Fans der außerirdischen Roboter ein klasse Spiel darstellt.

Kaufen könnt ihr Risiko Transformers: Die Invasion der Decepticons z.B. hier bei Amazon.

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Special vom: 23.05.2015
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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