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Kurz vorgestellt: Aku no Hana - Die Blumen des Bösen
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Aku_no_Hana_CoverPremiere bei SplashGames! Das erste Mal wollen wir euch hier einen Anime vorstellen. Grund dafür ist die Veröffentlichung des ersten Aku no Hana - Die Blumen des Bösen Mediabooks – eine Anime-Serie, die dem klassischen Anime-Klischee so gar nicht entsprechen möchte.

Das Aku no Hana - Die Blumen des Bösen auf dem gleichnamigen Manga von Shuzo Oshimi basiert, ist natürlich alles andere als besonders. Doch die Quelle, die er dabei als Inspiration nutzte, ist schon sehr außergewöhnlich. Als Inspiration nutzte er nämlich das Buch "Die Blumen des Bösen" oder Le Fleurs de Mal von Charles Baudelaire. Dabei handelt sich nicht um irgendein x-beliebiges Buch, sondern um ein Gedichtband das von 1857 bis 1868 in drei Fassungen erschienen ist und um Großstadtmenschen und dessen Ennui, einer mit Widerwillen, Unlust und Verdruss verbundenen Entfremdung gegenüber dem Dasein handelt.

Die Blume des Todes hat den Macher von Aku no Hana aber nicht nur inspiriert, er hat den Gedichtband auch zum wichtigsten Punkt des Mangas bzw. nun Animes gemacht. Der Gedichtband ist nämlich die Lieblingslektüre des Hauptprotagonisten Takao Kasuga. Takao ist ein literaturbegeisterter Oberschüler, der in seine Mitschülerin Nanako Saeki verschossen ist. Da Takao aber eher ein schüchterner Typ ist, würde er sich aber natürlich nie trauen sie anzusprechen. Als die Klasse mal wieder Sportunterricht hat, entdeckt er neben einem Schrank die Sportsachen seiner großen Liebe und entschließt sich sie zu klauen. Allerdings wird er dabei von einer anderen Mitschülerin, Sawa Nakamura, dabei beobachtet. Sawa nutzt dieses Wissen für ihre Zwecke aus und erpresst Takao. In diesem fängt dabei plötzlich das Böse in seinem Inneren zu keimen und schon bald entsteht zwischen Takao und den beiden Mädchen eine fesselnde Dynamik, in der nicht nur seine Liebe zu Nanako hinterfragt.



Für einige mag die Story zunächst etwas wirr sein, schließlich wird einem zum Beispiel nicht erklärt, warum Takao die Sportsachen seiner Angebeteten klaut. Dennoch ist Aku no Hana - Die Blumen des Bösen sehr sehenswert. Denn dieser Anime ist ein surrealer, düsterer, anspruchsvoller, ja schon fast Art-House-esquer Anime, dessen Story sich langsam entwickelt und sich dadurch von der großen Masse an Animes deutlich hervorhebt.

Dies macht er aber nicht nur durch seine Geschichte, sondern auch durch die Art, in der er gezeichnet wurde. Aku no Hana wurde nämlich im Rotoskopie-Verfahren gezeichnet (bei dieser Art des zeichnen werden zuerst Szenen mit realen Darstellern gedreht und diese später wie bei einer Blaupause Einzelbild für Einzelbild abgezeichnet) und unterscheidet sich so auch optisch deutlich von den herkömmlichen Animes. Im Gegensatz zum klassischen Anime -Stil (z.B. extrem große Augen), auch Moe genannt, wirkt Aku no Hana wesentlich realistischer. So gibt es mehr Details und auch die Emotionen der Charaktere können viel besser vermittelt werden. Zudem fehlt es auch an der oft überzeichneten und kunterbunten Welt. Denn auch hier setzt Aku no Hana - Die Blumen des Bösen auf Realismus und zeigt einen, passend zur düsteren Story eher in tristen grau gehalten. Dies mag für so manchen Anime-Fan etwas befremdlich sein, für Genreneulinge, wie ich es zugegebenermaßen auch einer bin, ist dieser Zeichenstil aber ideal um nicht direkt von der japanischen Art erschlagen zu werden.

Ein Punkt, der bei Animes immer heiß diskutiert wird, ist die Synchronisation. Für echte Fans gibt es nichts anderes als das japanische Original. Nichtsdestotrotz besitzt die Blu-ray bzw. DVD natürlich auch über eine deutsche Synchro. Und die ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Die Sprecher passen alle perfekt zu den Charakteren und machen ihre Arbeit gekonnt. Die Musik passt ebenfalls sehr gut und schafft es die Grundstimmung zu unterstützen.

Nicht minder wichtig wie die Synchronisation sind natürlich auch die Extras, die die Blu-ray bzw. DVD neben den ersten sieben Folgen (insgesamt gibt es 13) der Anime-Serie mit sich bringt. Zu aller erst wäre hier das Mediabook zu erwähnen, als das die Blu-ray daherkommt. Zudem gibt es ein schön gestaltetes Cover. Im Innenteil des Mediabooks ist neben der Blu-ray auch ein 56 Seiten starkes Booklet, dass wie ein echter Manga natürlich "von hinten" gelesen werden muss) in dem neben zahlreichen Erläuterungen zu jeder einzelnen Folge auch jeweils ein paar Seiten des Mangas gezeigt werden. Und zu guter Letzt gibt es auf der Blu-ray/DVD auch noch Trailer zu drei anderen Animes, die ebenfalls über KAZÉ herausgebracht wurden (Hamatora, Nisekoi und Space Dandy).

Fazit:
Aku no Hana - Die Blumen des Bösen – Mediabook Vol. 1
ist alles andere als ein typischer Anime. Dies gilt nicht nur für die surreale, düstere, ja teilweise sogar anspruchsvolle (aber leider auch langsam in Fahrt kommende) Story, sondern auch für den Zeichenstil. Anstatt überzeichneter Charaktere und einer kunterbunten Welt bekommt man hier einen tristen, realistischen Stil zu sehen. Für den ein oder anderen eingefleischten Anime-Fan mag all dies etwas befremdlich sein. Für Neulinge in diesem Genre ist diese Art der Darstellung aber genau richtig, denn so wird man nicht direkt von dem ansonsten doch gerne überdrehten Stil überfahren. Wer sich langsam an das Phänomen Anime antasten möchte, oder einfach mal eine andere, dunklere Art des Animes erfahren möchte, sollte bei Aku no Hana - Die Blumen des Bösen also unbedingt zugreifen!

Wer jetzt Interesse daran hat, sich Ako nu Hana - Die Blumen des Bösen - Mediabook Vol. 1 zu kaufen, kann dies direkt auf der Site von KAZE Deutschland oder bei Amazon machen. Aku no Hana - Die Blumen des Bösen - Mediabook Vol. 1 gibt es dabei entweder auf Blu-ray oder  DVD für 35 bis 47 Euro.
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Special vom: 29.08.2015
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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