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Sim Simulator - Teil 112: Train Simulator 2016
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft. Doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 112: Train Simulator 2016
TS2016Er gehört mittlerweile zum festen Inventar dieses Specials. Die Rede ist von Dovetails Train Simulator, den wir nun bereits im dritten Jahr in Folge vorstellen. Nach dem 2014er und 2015er ist nun also die 2016er-Version an der Reihe und wie immer fragen sich Zug-Fans natürlich, was sie erwarten dürfen.

Die Frage ist ganz einfach zu beantworten: jede Menge Zug-Action. Denn genau darum geht es im Train Simulator 2016 schließlich – sich in den Führerstand zu setzen und Züge über real existierende Stecken zu befördern. Ganz so einfach, wie es sich anhört, vermag es dann doch nicht zu sein, denn beim Train Simulator handelt es sich seit jeher um eine echte Simulation und so verhält es sich natürlich auch dieses Jahr wieder. Und obwohl er als ein recht einsteigerfreundlicher Simulator gilt, braucht man doch ein gewisses Know-How, um ihn spielen zu können.

Dieses Know-How eignen wir uns in der Academy an, die hier als Tutorial dient. Dies tut sie auch sehr gewissenhaft, denn in den zahlreichen einzelnen Herausforderungen wird einem so gut wie alles, was es an Wissenswertes zur Steuerung oder Features gibt, erklärt (nur die Geschwindigkeitsbeschränkungen, denen man sehr häufig über den Weg fährt, werden einem seltsamerweise nicht erklärt). In Anbetracht dessen, dass es sich beim Train Simulator 2016 eben um eine echte Simulation handelt, ist dies natürlich nicht so verkehrt. Allerdings muss man schon allein für die Academy eine Menge Zeit mitbringen. Vor jeder einzelnen Herausforderung, ja sogar vor jedem noch so kleinen Erklärtext (die zudem nicht immer sauber ins Deutsche übersetzt wurden), gibt es nämlich eine Ladepause, die das Ganze noch mehr in die Länge zieht.
Dank des neuen Fahrassistenzsystems, das einem auch während der Fahrt genauestens anzeigt, was man als Nächstes machen muss, kann man, wenn man es denn gar nicht erwarten kann, die Academy aber zur Not auch auslassen und sich direkt den echten Szenarien widmen.

Hier erwartet einen dann so ziemlich alles, was man sich im Zugverkehr vorstellen kann. Seien es Fahrten im Berufsverkehr, bei dem man den Fahrplan einhalten muss, oder immer schwerere Güter mit immer längeren Zügen zu transportieren – im Train Simulator 2016 ist dies alles enthalten. Die einzige Beschränkung gibt es bei den Loks und den Strecken, denn wie immer sind im Spiel nur jeweils eine Handvoll davon enthalten – diese sind dafür aber umso spektakulärer.
Als Routen stehen dieses Mal drei Stück zur Auswahl: Sherman Hill, die Riviera Line und die linke Rheinstrecke Köln - Koblenz. Alle drei Strecken bieten dabei nicht nur verschiedenste und teils spektakuläre Tallandschaften an, bei denen es einem schwerfällt sich überhaupt auf die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren, sondern auch verschiedene, zur Strecke passende Züge, mit denen man die jeweiligen Strecken abfahren kann.



Auf der linken Rheinstrecke Köln - Koblenz sind dies natürlich Züge bzw. Loks der Deutschen Bahn. Um genau zu sein, darf man hier mit der DB BR 155, BR 146.2, BR 101 und der BR 294 fahren.
Die beschauliche Riviera Line, die nicht etwa an der berühmten französisch-italienischen Küste, sondern an der englischen Riviera zwischen Exeter und Kingswear verläuft, darf man mit der GWR (Great Western Railwail) Castle Class, Grange Class, King Class, Hall Class und der Pannier Tenderlok befahren.
Obwohl all diese Loks sicherlich ihren Reiz haben, sind die Loks, die man auf der Sherman Hill-Strecke fahren darf, aber dennoch am spektakulärsten. Passend zum amerikanischen Standort (die Sherman Hills-Strecke verläuft zwischen Cheyenne und Laramie im Bundesstaat Wyoming), dürfen wir hier riesige US-Schlachtrösser bewegen. Dabei sticht die Union Pacific Gasturbinenlok unter der schon imposanten ES44AC, SD70M, SD40-2 und SW10 noch heraus. Vor allem da es sich hier um die dritte Generation von Pacific Unions Gasturbinenloks handelt (die von 1958 bis 1961 ausgeliefert wurden), die mit unglaublichen 8500 PS (auf Meereshöhe konnte die Turbine sogar eine Maximalleistung von 10.000 PS erzeugen, der Generator war jedoch auf 8500 PS ausgelegt) noch heute zu den Loks gehört, in denen einer der leistungsfähigsten Antriebe, die je in ein einzelnes Schienenfahrzeug installiert wurden, untergebracht ist. Somit ist die Lok wirklich etwas ganz Besonderes und Teil der US-amerikanischen Zug-Geschichte. Gemein haben alle Züge ihre unglaubliche Detailverliebtheit, die nicht nur äußerlich, sondern auch im Inneren bis zum Führerstand geht. Hier ist wirklich jeder Knopf und jeder Hebel genau da, wo er auch in der echten Lok zu finden ist.

Wie immer ist die eben genannte Auswahl aber lang noch nicht alles, was das Spiel zu bieten hat. Wer sich den Train Simulator 2016 kauft, erhält für ein halbes Jahr jeden Monat eine Reihe kostenloser Add-ons. Zudem sind alle bereits erhältlichen Add-ons, also auch die für den Train Simulator 2015, kompatibel. Ebenso ist auch wieder der Steam Workshop integriert, in dem sogar einige kostenlose Strecken und Szenarien zum Download angeboten werden. Und wer mehr Abwechselung bei den Strecken haben möchte, kann sich diese mit Hilfe der ebenfalls wieder integrierten Editoren selber erstellen. Diese sind trotz des großen Umfangs und den vielen Werkzeugen, die sie bieten, nach kurzer Eingewöhnungszeit sogar recht simpel zu bedienen. Dadurch können auch Neulinge sich relativ schnell eigene Strecken erbauen.

Ein ganz besonderer Leckerbissen für alle Zug-Enthusiasten dürfte zudem der nagelneue Railfan-Modus sein. Dieser bringt nämlich das beliebte Trainspotting in die virtuelle Welt des Train Simulator 2016. Hier kann man aber nicht nur die Züge beim Befahren der detailreichen Strecken beobachten, sondern auch die Zeit anhalten und die Züge aus allen nur erdenklichen Blickwinkeln beschauen und sogar aufnehmen. Das macht den Train Simulator 2016 endgültig zur absoluten Pflicht für jeden Eisenbahn-Fan! Unbedingt kaufen muss man sich das Spiel übrigens nicht. Besitzer des Train Simulator 2015 können diesen nämlich ganz einfach kostenlos auf die 2016er-Version updaten. Jedoch erhält man dann nicht sämtliche neue Features und Inhalte. Die gibt es dann doch nur wenn man sich die Vollversion des Train Simulator 2016 für knapp 30 Euro kauft.
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Special vom: 08.10.2015
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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