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Sim Simulator - Teil 121: American Truck Simulator
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft, doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 121: American Truck Simulator
american_truck_coverDass Triple AAA-Spiele des Öfteren verschoben werden, dürfte jedem Gamer nur allzu bekannt sein. Dass aber ein Simulator verschoben wird – und das nicht nur einmal - ist allerdings etwas Seltenes. Und doch ist genau dies beim American Truck Simulator geschehen. Ursprünglich sollte der inoffizielle Nachfolger des Euro Truck Simulator 2 bereits Ende 2014 erscheinen, doch der tschechische Entwickler SCS Software brauchte wohl noch ein wenig Zeit mehr und verschob den Release immer wieder um ein paar Monate. Nun, knapp 1 1/2 Jahre später, ist es dann doch endlich soweit: der American Truck Simulator erblickt das Licht der Welt und ist für jedermann im Laden und auf Steam erhältlich. Auch wir haben uns natürlich sofort hinter das Steuer gesetzt und sagen euch in diesem Teil unseres Simulator-Specials, ob sich das Warten gelohnt hat und was euch erwartet.

Rein vom Gameplay her ist dies zumindest nichts Neues, denn das Spielerische wurde genauso 1:1 vom Euro Truck Simulator übernommen, wie auch die Menüs und Hubs. Folgerichtig geht es auch im American Truck Simulator darum, sich zunächst als Angestellter, später als Chef, sein eigenes Transportunternehmen aufzubauen und verschiedenste Waren und Güter termingerecht zu liefern. Am Anfang sind dies noch relativ unspektakuläre Dinge, doch nach und nach schaltet man sich weitere Fähigkeiten frei, mit denen man weitere Güter und besondere Fahrten, wie z.B. Gefahrgut, Schwertransporte oder auch extra lange Touren, ausführen darf. Diese bringen natürlich mehr Geld ein, womit man sich dann wiederum neue Trucks leisten kann. Oder man heuert Fahrer an, denn auch das ist natürlich wieder möglich. Leider sind diese aber nach wie vor nur in tabellarischer Form vorhanden. Tatsächlich herumfahren sieht man sie also leider nie.

Dafür fährt man selber aber zur Genüge durch die Gegend und die ist natürlich auch die große Neuerung gegenüber dem Euro Truck Simulator. Im American Truck Simulator fährt man durch gänzlich neu erschaffene Landschaften, die durch die typischen Charakteristika auch tatsächlich sofort als USA zu erkennen sind. Besonders imposant sind die aktuell 30 enthaltenen Städte, die sich auf die bisher enthaltenen Staaten Kalifornien und Nevada aufteilen (später kommen dann noch Arizona und wahrscheinlich weitere Staaten hinzu). Nicht nur, dass sie im Vergleich zum Euro Truck Simulator wesentlich größer daherkommen, nein, sie wirken nun auch nicht mehr wie aus dem Setzkasten zusammengebaut, sondern sehen nun wesentlich mehr wie ihre realen Vorbilder aus. Insbesondere fällt dies natürlich bei bekannten Städten wie z.B. San Francisco auf, wo nicht nur die typischen Cable Cars herumfahren, sondern auch zahlreiche Gebäude, ja, sogar ganze Straßen sehr gut nachgebildet wurden.

Ebenfalls sehr gut nachgebildet wurden auch die Trucks, die natürlich auch diesmal wieder offiziell lizenziert wurden. Diesmal darf man, ganz dem Setting gemäß, die riesigen Ami-Trucks aus dem Hause Kenworth und Peterbilt ragen. Wie immer geht dies, wenn man denn möchte, über das schnöde Lenken hinaus und so darf man beispielsweise auch mit verschiedenen Getriebearten fahren. Die einzigen zwei Punkte, die dabei negativ aufgefallen sind, ist zum einem, dass man das Radio nicht im Cockpit bedienen kann (dafür kann man aber Internetradiosender hören oder eigene Songs integrieren) und zum anderen, dass es kein Schadensmodell gibt. Selbst wenn man mit vollem Tempo einen Unfall baut, ist kein Kratzer zu sehen. Das ist wirklich bedauerlich und hätte die Immersion noch ein wenig erhöht.

Ansonsten gibt es aber nichts zu bemängeln. Selbst der gigantische Spritverbrauch der riesigen Trucks wurde originalgetreu nachgebildet und sorgt dafür, dass man alle naselang tanken muss, wenn man nicht liegen bleiben und für teuer Geld abgeschleppt werden möchte.

Ebenfalls gelungen ist auch die auf 7.500 Exemplare streng limitierte Collector's Edition. Für ein paar Euro mehr bekommt man hier nämlich nicht nur zusätzlich ein schönes Wendeposter und einen Sticker, sondern auch ein metallisches 1:87 US Truck-Modell inkl. Anhänger im American Truck Simulator-Design. Für wahre Truck-Fans sicherlich ein nennenswertes Plus.



Fazit:
Das Warten hat sich schlussendlich also gelohnt. Auch wenn einem spielerisch nichts Neues geboten wird, sorgen das neue Setting und die unglaublich detailliert nachgebildeten, riesigen Ami-Trucks doch für frischen Wind im Truckerleben und der American Truck Simulator wird Fans des Euro Truck Simulators von der ersten Sekunde an in seinen Bann ziehen.
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Special vom: 14.02.2016
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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