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Sim Simulator - Teil 122: Bus-Simulator 16
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft, doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 122: Bus-Simulator 16

Bus_Simulator_16_CoverUrsprünglich sollte der Bus-Simulator 16 bereits am 20. Januar erscheinen. Nachdem bei einem Quality-Testing jedoch noch einige technische Probleme auffielen, wurde der Release auf Anfang März verschoben. Dabei blieb es dann auch, sodass wir euch den Bus-Simulator 16 nun auch endlich im Rahmen unseres beliebten Simulator-Specials genauer vorstellen können.
Ähnlich wie beim Zweikampf Landwirtschafts-Simulator/Agrar Simulator steht auch die Bus-Simulator-Reihe in direkter Konkurrenz mit einer anderen Alltagssimulations-Reihe. Dabei hatte der Konkurrent OMSI bisher stets die Nase vorn - was sowohl den Zuspruch bei den Käufern als auch bei den Tests angeht.
Diesen Umstand will der Bus-Simulator 16 nun endlich ändern. Um dies zu schaffen, verfügt er über einige Features, mit der er die Fans von sich überzeugen will. Eines dieser Features betrifft das Modding. Der Bus-Simulator 16 ist nämlich extrem Modding-freundlich. Wer ein wenig Arbeit investiert (oder im Steam-Workshop seine Augen aufhält) kann sich so mit Hilfe von Blender und Gimp seine Busse und die Stadt ganz nach seinen Vorlieben gestalten oder gar gänzlich neue Busse und Gebäude ins Spiel integrieren. Dies ist natürlich ein wichtiges Feature und für viele sicherlich auch ein großer Pluspunkt, denn wie wir alle wissen, werkeln Simulations-Fans gerne an ihren Spielen herum.

Noch wichtiger als die Modding-Möglichkeiten, ist aber natürlich das Gameplay - und hier vor allem das Fahrverhalten der Busse. Dieses im Nachhinein noch selber zu ändern, gestaltet sich in der Regel nämlich als etwas komplizierter. Doch hier muss erst gar nicht selber Hand angelegt werden, denn das, was sich Simulator-Fans erhoffen – nämlich ein originalgetreues Fahrverhalten - wird hier direkt geboten.
Tatsächlich gibt der Bus-Simulator 16 auch hier eine durchaus gute Figur ab. Sowohl das Fahrverhalten der Busse, als auch die ganzen ingame-bedienbaren Schalter und Hebel sowie die Möglichkeit, selber Fahrkarten auszugeben, sind wirklich lobenswert. Auch die zufälligen Ereignisse, wie zum Beispiel klemmende Türen oder Spezialwünsche der Passagiere, sind allesamt gut gelungen und geben die Aufgaben, die ein echter Busfahrer in seinem Alltag erlebt, sehr gut wieder.
Nichtsdestotrotz kommt der Bus-Simulator 16 dennoch nicht ganz an OMSI 2 heran, denn wenn man den einmal zum Vergleich daneben stellt, fühlt sich dieser doch noch ein wenig besser an. Beim OMSI 2 kommt das Gewicht des Busses einfach noch besser rüber. Außerdem kann man in ihm noch mehr Sachen im Cockpit einstellen, verstellen und abstellen.

Ein weiterer Punkt, bei dem der Bus-Simulator 16 seinem Konkurrenten ein wenig hinterherhinkt, sind die Busse selbst. Zwar stehen einem hier gleich ganze sechs Busse zur Verfügung, jedoch sind davon leider nur zwei auch original lizenziert. Vier sind also "nur" originalgetreue Nachbildungen. Wirklich bemerken werden dies aber wohl nur echte Bus-Kenner, denn optisch liegen die frei erfundenen Busse durchaus auf einer Höhe mit den beiden sehr detailliert gestalteten offiziell lizenzierten MAN Lion's City-Bussen.
Ohnehin muss man sagen, dass beim Bus-Simulator 16 nicht nur die Busse, sondern auch die Stadt, durch die man fährt, wirklich gut aussehen (auch wenn man natürlich keine hochauflösenden Texturen a la GTA V oder Tom Clancy's The Division erwarten darf). Dabei wurde hier nicht etwa nur eine kurze Strecke abgebildet, sondern gleich eine ganze Stadt namens Sunny Springs mit verschiedenen Stadtgebieten. Da wäre die typische amerikanische Vorstadt, das dicht bebaute Wohngebiet, der moderne Stadtteil mit Museen, das Industriegebiet und natürlich die Innenstadt.
Alle Stadtteile wurden dabei nicht nur grundsätzlich unterschiedlich aufgebaut und gestaltet, nein, auch deren Verkehrsdichte ist unterschiedlich. Während man in der Vorstadt noch denkt, dass die Entwickler doch gerne ein bisschen mehr Verkehr hätten einbauen können, ändert sich dieser Eindruck mit der Einfahrt ins Wohngebiet prompt. Hier nimmt der Verkehr merklich zu und Fußgänger sind hier ebenfalls deutlich mehr unterwegs. Doch nicht nur die unterschiedlichen Stadtteile haben Einfluss darauf, auf wieviel Verkehr man trifft, auch die Tageszeit ist entscheidend. Morgens und am frühen Abend, also zur Rush Hour, sind deutlich mehr Autos unterwegs als mittags oder nachts. Ebenso kann es zu Baustellen kommen, die nicht nur für Staus, sondern auch für abweichende Routen sorgen oder es kommt einem ein Blaulichtfahrzeug entgegen, für das man Platz machen muss. Durch all diese kleineren und größeren Dinge wirkt die Stadt sehr organisch und lebendig, was man bei solchen Simulatoren allgemein ja leider viel zu selten erlebt.

Selbstverständlich fährt man aber nicht einfach so als Busfahrer durch Sunny Springs. Wie es sich für eine Simulation gehört, ist man auch hier stets bemüht seine eigene Firma, die man gerade von einem netten älteren Herrn abgekauft hat, (der einem zu diesem Anlass auch gleich alle grundlegenden Funktionen des Spiels beibringt) wirtschaftlich rentabel zu machen und die öffentliche Mobilität der Stadt zu perfektionieren. Um dies zu schaffen, fährt man nicht nur selber die Fahrgäste, sondern heuert auch andere Fahrer an. Diesen kann man dann Routen zuweisen, die sie dann abfahren. Wer möchte, kann aber auch Freunde zu einer Multiplayer-Partie einladen und diese die anderen Routen fahren lassen. So oder so verdient man langsam aber stetig immer mehr Geld, das man dann in neue Busse invertieren kann.



Fazit:

Von den Funktionen her ist der OMSI 2 immer noch der ungekrönte König der Bus-Simulatoren, doch der Bus-Simulator 16 ist ihm dicht auf den Fersen. Auch dieser bietet nämlich viele realitätsnahe Funktionen, sowie einige sehr interessante Features. So gibt es hier etwa eine ganze Stadt samt unterschiedlichen Stadtteilen, die für viel Abwechslung sorgen. Ebenso bietet der Bus-Simulator 16 unvorhersehbare Ereignisse und einen Multiplayer-Modus, die ebenfalls eine schöne Abwechslung darstellen. Ein großer Kritikpunkt ist hingegen, dass nicht alle Busse original lizenziert sind. Dank der Moddingfreundlichkeit kann man dieses Manko jedoch schnell selber beheben.
Insgesamt ist der Bus-Simulator 16 also eine gute Alternative zum OMSI 2 und eine Simulation, die dieses Prädikat wahrlich verdient hat.
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Special vom: 17.03.2016
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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