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Kurz vorgestellt: Heavenly Sword
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Heavenly_SwordDie Liste von verkorksten Videospielverfilmungen ist lang: Dead or Alive, Doom, Tekken oder Far Cry sind nur einige Beispiele von Spielverfilmungen, bei denen man wirklich schon ganz großer Fan oder masochistisch veranlagt sein muss, um diese "Werke" auch nur ansatzweise gut zu finden. Seit einiger Zeit gesellt sich ein weiterer Film zu dieser illustren Gruppe hinzu. Die Rede ist von der Verfilmung des PS3-Exklusivtitels Heavenly Sword.

Schon die Tatsache, dass Heavenly Sword überhaupt auserkoren wurde, um daraus einen Film zu machen, ist eine mutige Entscheidung. Klar war das Spiel, welches 2007 eines der frühen PS3-Exklusivspiele war, kein schlechtes Spiel, aber dafür war weniger die Story als die gute Action verantwortlich. Storytechnisch war es hingegen eher blass und wenig tiefgreifend.
Dies macht sich natürlich auch im Film bemerkbar, denn dieser übernimmt, bis auf eine Ausnahme, die Story des Spiels:
Die Macht der Götter verspricht für den entfesselt zu werden, der das Heavenly Sword sein Eigen nennt. Doch das Land ist von Kriegen zerrissen und Frieden kann nur dann einkehren, wenn eine wiedergeborene Gottheit das Schwert in den Händen hält. Der Stamm von Kriegerin Nariko hat die himmlische Waffe Jahrtausende lang geschützt. Nun muss sie es an dem kriegerischen König Bohan vorbei seinem rechtmäßigen Eigentümer überbringen und auf einer abenteuerlichen Reise spektakuläre Kämpfe bestehen.

Ebenso überraschend wie die Wahl des zum Film gemachten Spiels ist auch die Veröffentlichung jenes. Schließlich sind mittlerweile sage und schreibe 9 Jahre vergangen, seit Heavenly Sword für die PlayStation 3 erschienen ist.
Diese, nennen wir es mal, Verzögerung, hat aber einen Grund, denn es ist nicht so, dass sich der Regisseur Gun Ho Jang vor ein oder zwei Jahren plötzlich daran erinnerte, dass es ja mal ein Spiel namens Heavenly Sword gab und es eine gute Idee wäre, dazu nun einen Film zu machen. Nein, die Pläne für einen Film sind bereits 2008 entstanden. Allerdings kam dann die Weltwirtschaftskrise (der eine oder andere mag sich erinnern) in die Quere und plötzlich war kein Geld mehr da, um den Film zu realisieren. Jahre später hat man die Pläne dann doch wieder aufgegriffen, jedoch für ein wesentlich kleineres Budget.

Dies sieht man dem Film aber leider auch in nahezu jeder Sekunde an, denn leider mutet das Werk an, als ob man die Rendersequenzen aus dem Spiel einfach zusammengesetzt hätte. Qualitativ ist dies ehrlich gesagt auf dem untersten Niveau und im Jahr 2016 kaum noch zu ertragen. Da helfen leider auch die zahlreichen spektakulären Kämpfe nicht wirklich weiter. Ebenso misslungen ist auch die englische Synchronisation. Für die wurden zwar eine Menge Synchronsprecher der Spielvorlage engagiert, doch was nutzt das, wenn die Synchro nicht mit den Mundbewegungen zusammenpasst? Wenn man sich den Film auf Deutsch anschaut, hat man diese Probleme nicht, denn die deutsche Synchro ist seltsamerweise wesentlich besser gelungen.



Fazit:

Das storytechnisch nicht viel los sein wird, war mir aufgrund meiner Kenntnisse des Spiels von vornherein klar. Dass der Heavenly Sword-Film aber auch technisch ein derartiges Desaster sein würde, ist dann aber doch sehr enttäuschend. Die Rendergrafik sieht einfach nur veraltet aus und die (englische) Synchro passt kaum zu den zu sehenden Mundbewegungen. Da helfen leider auch die zahlreichen intensiven Kämpfe nicht - Heavenly Sword gesellt sich in die Riege der misslungenen Spielverfilmungen.

Wer trotzdem Interesse daran hat, sich Heavenly Sword zu kaufen, findet den Film u.a. auf Amazon für einen Preis von 12,99 Euro (Blu-ray) bzw. 9,99 Euro (DVD).
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Special vom: 17.04.2016
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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