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Sim Simulator - Teil 126: Geopolitical Simulator 4: Power & Revolution
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft, doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 126: Geopolitical Simulator 4: Power & Revolution

Geopolitical_Simulator_4In diesem Simulator-Special geht es normalerweise vorwiegend um Alltags-Simulationen, in denen man sich zum Beispiel beim Zugfahren oder als Kranfahrer versuchen darf. Es gibt aber auch andere Arten von Simulationen, die versuchen, wirklich wichtige Berufe (ohne die des Bauern, Zugführers oder Gabelstapelfahrers herabzusetzen) und Themen in einer Simulation darzustellen. Genau so einen wollen wir euch in diesem Teil unseres Simulator-Specials vorstellen.

Bei dem Simulator, den wir euch dieses Mal vorstellen wollen, handelt es sich um den Geopolitical Simulator 4: Power & Revolution, der einem, wie der Name schön verrät, die Möglichkeit gibt, einmal die Geopolitik selber in der Hand zu halten. Für viele mag dies für eine Simulation eher ein schwieriges Thema sein, da Politik allgemein ja nicht gerade als zugänglich gilt. Wie also soll das Ganze dann erst in einem Spiel funktionieren, ohne dass man vorher den Focus, den Spiegel und die Welt am Sonntag von vorne bis hinten liest und für mindestens eine Woche jeden Abend die Tagesschau guckt, um zumindest ein klein wenig davon zu verstehen, was in dem Spiel abgeht?
Doch keine Bange, um diese Simulation spielen zu können (und auch noch Spaß daran zu haben) muss man sich nicht erst großartig vorbereiten.
In den rund 20 Missionen werden zwar real existierende, aktuelle Themen wie etwa die US-Präsidentschaft, der Brexit, die Ukraine-Krise oder der Krieg gegen den Terror thematisiert, sie werden einem aber auch immer gut erklärt, sodass man auch ohne Vorkenntnisse weiß, worum es geht (obwohl man das ja eigentlich sowieso wissen wollte).

Leicht zugänglich ist die Simulation deswegen aber noch lange nicht, denn abgesehen von ein paar (sich wiederholenden) Videosequenzen und einer potthässlichen Karte der aktuellen Region, klickt man sich vor allem durch Menüs, Tabellen und Texteinblendungen, die manchmal dermaßen verschachtelt sind, dass man kaum durchblickt. Zudem fehlen so manches Mal doch rudimentäre Informationen, wie etwa die Info, wo sich eine andere Stadt, mit der man gerade etwas verhandelt, befindet.
Die Darbietung des Ganzen ist passend zum eher nüchternen Thema also recht dröge geraten. Allerdings geht es hier nun einmal vor allem um Zahlen und Daten und wie sollte man die sonst (mehr oder weniger) übersichtlich darstellen? Hier muss man also ein paar Kompromisse zwischen Gameplay und Grafik eingehen - doch für Simulation-Fans und erst recht Politikinteressierte, dürfte das ja nichts Neues sein.
Dafür bekommt man im Gegenzug aber auch eine Simulation, die diesen Titel wahrhaft verdient hat. Das Spiel versucht nämlich so ziemlich alle Aspekte, die es in der Politik gibt, miteinzubeziehen. Dazu gehören neben Gesetzen und Budgetregulierungen natürlich auch außenpolitische Beziehungen, Konflikte mit Koalitionspartnern oder der Opposition, militärische Krisen, Wahlkämpfe, Natur- und Hungerkatastrophen sowie viele weitere Punkte. Manche dieser Punkte werden zwar nur oberflächlich angekratzt und es braucht seine Zeit, bis man durch alles durchsteigt, dennoch finde ich es bemerkenswert, dass die Entwickler all dies ins Spiel gepackt haben und so zeigen, um was sich Politiker so alles kümmern müssen.

Die Macher haben aber nicht nur darauf geachtet, die politischen Möglichkeiten möglichst realistisch wiederzugeben. Auch bei der Darstellung der politischen und wirtschaftlichen Situation der einzelnen Länder wurde auf ein größtmögliches Maß an Realismus gesetzt. So haben die Entwickler für jedes einzelne Land jede Menge (zumindest realistisch wirkende) Daten und Parameter integriert, die die aktuelle Situation der Länder aufzeigen und sogar direkten Einfluss auf das Spielgeschehen haben, denn welche Aufgaben einen in einer der Missionen genau erwarten, hängt auch davon ab, mit welchem Land man spielt. In jeder Mission kann man sich nämlich aus einer Reihe verschiedener Länder aussuchen, welches man spielen möchte (insgesamt sind im Spiel so gut wie alle in der UN anerkannten Länder enthalten). Da jedes Land andere Voraussetzungen hat, sind die Aufgaben und auch die Schwierigkeit stets unterschiedlich.



Der Geopolitical Simulator 4: Power & Revolution setzt also in möglichst vielen Aspekten auf Realismus, nur bei der Darstellung der Politiker und Parteien verzichtet man bewusst darauf und hat die Namen zumindest ein wenig abgeändert. Warum man sich für diesen Weg entschieden hat, dürfte klar sein: Man möchte irgendwelche rechtlichen Probleme vermeiden. Dennoch ist es nicht so, dass die Namen völlig aus der Luft gegriffen sind, denn wenn einem statt Donald Trump ein Ronald Drump den Weg ins Weiße Haus vermiesen möchte, weiß man natürlich trotzdem, um wen es sich handeln soll.

Insgesamt ist der Geopolitical Simulator 4: Power & Revolution also eine gelungene Politik-Simulation, die zwar hier und da ein wenig umständlich daherkommt, dafür aber wirklich ein großes Spektrum des politischen Tuns gut widerspiegelt. Wer sich für Politik interessiert und sich gerne durch Menüs und Tabellen arbeitet, wird mit dieser Simulation also sicherlich seine Freude haben!
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Special vom: 27.06.2016
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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