RSS-Feeds
Podcast
http://www.splashgames.de/php/images/spacer.gif
In der Datenbank befinden sich derzeit 374 Specials. Alle Specials anzeigen...
Specials Eventspecials

Sim Simulator - Teil 133: Transport Fever
«  ZurückIndexWeiter  »
simsimulator

Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft. Doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 133: Transport Fever
Transport_Fever_CoverBereits 2014 veröffentlichte das Indie-Studio Urban Games mit Train Fever einen geistigen Nachfolger zum legendären Transport Tycoon. Das Spiel war wahrlich nicht schlecht und konnte mich voll von sich überzeugen, wie unsere damalige Vorstellung im Rahmen dieses Specials beweist. Anscheint hat der Entwickler aber dennoch noch ein paar Verbesserungsmöglichkeiten gesehen und deswegen kräftig am Nachfolger gearbeitet. Dieser ist nun unter dem Namen Transport Fever erschienen und natürlich wollen wir euch wissen lassen, was dieser für Neuerungen zu bieten hat.

Das Grundlegende Gameplay ist auf jeden Fall schon mal unangetastet geblieben. Genau wie in Train Fever gilt es auch in Transport Fever eine möglichst lukrative Logistik-Infrastruktur aufzubauen. Dies beschränkt sich aber nicht nur auf den Zugverkehr, der aber auch diesmal wieder das Zugpferd des Ganzen darstellt, sondern beinhaltet auch den Flug-, Schiffs- und Straßenverkehr. Zu diesem Zweck gibt es in Transport Fever auch über 165 verschiedene Züge, Flugzeuge, Schiffe, Busse, LKWs, Straßenbahnen und sonstige Beförderungsmittel. Der Clou dabei ist, dass dies nicht nur moderne Flugzeuge, Schiffe und Fahrzeuge sind, sondern die letzten 160 Jahre der Logistik-Geschichte repräsentiert werden. Denn hier startet man tatsächlich im Jahr 1850 und arbeitet sich langsam aber sicher bis in die Gegenwart vor.
Was Simulations-Fans begeistern wird: der Großteil der Fahrzeuge sind dabei originalgetreue Nachbildungen echter Schiffe, Züge, Flugzeuge, etc., die es zu der jeweiligen Zeit tatsächlich gab bzw. natürlich noch gibt. Auf den Schienen fängt man zum Beispiel mit der Baldwin' Six-Wheels Lokomotive an, arbeitet sich dann langsam aber sich er über die PLM 220 C127, die Milwaukee Road Class EP-2, die Pioneer Zephyr Railcar und die Class 1042 Lokomotive bis in die aktuelle Zeit vor, wo man dann u.a. die GE P42 DC oder den Dualstox über die Schienen fahren lassen kann.
Bei den Fahrzeugen startet man hingegen mit der Pferde- und Postkutsche. Später darf man dann natürlich auch hier immer modernere Fahrzeuge nutzen wie den Opel Blitz, das Ford Model 77, Peterbilt 359 oder den Freightliner Cascadia. Gleiches gilt natürlich auch für die Busse. Auch hier startet man mit dem ersten Bus überhaupt (Landauer) und endet irgendwann mit den Bussen, die man auch heute noch kennt, wie etwa dem Volvo 5000 oder dem RTC Wrightbus.
Bei den Straßenbahnen (von der Steam Tram bis zur BE 5/6 Cobra), bei den Schiffen (GD Wilhelm I bis MS Graf Zeppelin) und den Flugzeugen (man startet mit der 1920er Junkers F 13, geht über die Boeing 737 und kommt im Jahr 1988 beim Airbus A320 an), ist dieser Wandel, von der Frühzeit des jeweiligen Transportmittels bis zur modernen, ebenfalls mit zahlreichen unterschiedlichen Modellen aus vielen verschiedenen Ländern sehr gut nachempfunden.

Endlos verbessern
Als Spielmodi bietet Transport Fever zwei unterschiedliche Modi an: das Endlosspiel und die Kampagne.
Im Endlosspiel startet man, wie weiter oben schon mal erwähnt, im Jahr 1850 und muss die Infrastruktur in einer europäischen oder amerikanischen Region, die natürlich an den jeweiligen typischen Fortbewegungsmitteln leicht zu erkennen sind, aufbauen. Dabei müssen die Bedürfnisse der unterschiedlichen Städte, die auf den Karten zu finden sind und der logische Aufbau von Transportketten beachtet werden. Denn nur, wenn man diese erfüllt und beachtet, entwickeln sich die Städte langsam aber sicher weiter. Damit für genügend Abwechslung garantiert ist, muss man dabei nicht nur immer mit der Zeit gehen und selber darüber entscheiden, mit welchen Transportmitteln man arbeiten möchte, sondern kann sich auch immer auf neuen Maps versuchen. Neben vorgefertigten Karten, kann man sich seine Karte nämlich auch zufällig generieren lassen.

Historisch realitätsnahe Herausforderungen
Im Kampagnenmodus erwarten einen zwei unterschiedliche Kampagnen, wobei eine auf einer europäischen und die andere auf einer amerikanischen Map spielt. Beide Kampagnen beinhalten mehrere Missionen, die jeweils in einen bestimmten historischen Kontext des 19. und 20. Jahrhunderts eingebettet sind und einen vor viele realitätsnahe Herausforderungen stellen. In einer Aufgabe liegt es zum Beispiel in den Händen des Spielers, beim Bau des Panamakanals zu helfen. In einer anderen Mission muss man hingegen als Erster einer Fluggesellschaft gründen oder einen Abschnitt der ersten transkontinentalen Eisenbahn in Amerika bauen. Zur Lösung einer Aufgabe gibt es immer unterschiedliche Wege, so dass man durchaus ein wenig Freiraum hat, wie man die Ziele erreichen möchte. Insgesamt dauern die beiden Kampagnen ungefähr 20 Stunden, wobei die Spieldauer zwischen den beiden Kampagnen 50:50 aufgeteilt ist.

Gleisbauarbeiten
Das wichtigste Werkzeug des gesamten Spiels wird bei jedem früher oder später das Gleiskonstruktionswerkzeug sein, denn ohne Züge kommt man trotz aller Möglichkeiten nicht aus. Aus diesem Grund sei dieses Werkzeug auch noch mal besonders zu erwähnen. Im Prinzip funktioniert das Verlegen der Gleise sehr intuitiv, da eigentlich nur wenige Mausklicks benötigt werden. Allerdings gilt dies nur auf Topf ebenen Flächen. Sobald eine Unebenheit in der Landschaft auftaucht, kommen Probleme auf. Dann erhält man nämlich andauernd die Nachricht, dass die Steigung zu groß sei. In diesem Fall muss man ein wenig herumexperimentieren, um dennoch die gewünschte Route einhalten zu können. Alles andere funktioniert jedoch problemlos, wozu neben dem Bau von Weichen, Gleiswechsel, Parallelgleise, Oberleitungen, Bahnübergänge, sowie Brücken und Tunnels auch das errichten und Managen von Signalen gehören, infolgedessen auch das automatische Befahren der Strecken tadellos funktioniert.

Viele schöne Details
All das macht, trotz des kleinen Terrainproblems, schon riesig Spaß. Noch unterhaltsamer wird es allerdings durch die Grafik. Die ist nämlich im Vergleich zum Vorgänger noch mal verbessert worden, was man vor allem an den zahlreichen Details in den Städten sieht. Es ist wirklich eine wahre Freude mit anzusehen, wie sich die Städte mit der Zeit drastisch verändern. Am besten sind aber die 165 Fahrzeuge gelungen, wobei hier wirklich auf eine möglichst hohe Authentizität geachtet wurde. Trotz all dieser Details und später recht hohen Anzahl an Fahrzeugen, läuft das Spiel im normalen Tempo absolut flüssig. Bei gesteigerter Spielgeschwindigkeit kann es, je nach PC, aber durchaus auch mal zu Rucklern kommen. Schlimm sind diese aber nie.



Fazit:
Wer unser Simulator-Special schon länger verfolgt, wird wissen, dass wir hier schon ein paar Wirtschafts-Simulationen vorgestellt haben. Von all denen gefällt mir Transport Fever momentan aber am besten. Das liegt zum einem natürlich am fordernden Wirtschaftssystem, aber zu einem Großteil auch im Simulations-Aspekt. Denn hier wird nicht nur die Wirtschaft über 1 1/2 Jahrhunderte simuliert, sondern auch das Transportwesen. Zu diesem Zweck wurden über 150 originalgetreu nachgebildete Fortbewegungsmittel ins Spiel integriert, die Freunde von Flugzeugen, Schiffen, LKWs und vor allem von Zügen eine Menge Spaß bereiten werden.
Wer eine mehr als gelungene Mischung aus Wirtschafts- und Frachtsimulation sucht, ist bei Transport Fever also genau beim richtigen Spiel gelandet!
«  ZurückIndexWeiter  »


Special vom: 11.11.2016
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
Weitere Seiten innerhalb dieses Specials können über das seitliche Menü links oben aufgerufen werden.
Zurück zur Hauptseite des Specials