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Brettspiele - Mona Klecksa
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monalogo

Manchmal muss man als Künstler einsehen, dass es für den großen Durchbruch nicht reicht. In Mona Klecksa sind wir daher Fälscher, die ihr Talent dafür nutzen, mit den Gemälden anderer Leute ordentlich Kohle zu machen. Aber nur, wer dem Bild das Tüpfelchen auf dem i verpasst, wird auch bezahlt. Da unter Fälschern niemand etwas dem anderen gönnt, werden Gemälde lieber verschmiert als dass der Feind das Geld einheimst.

boardDie Farben der Hand
Mona Klecksa ist ein schnelles Kartenspiel, in dem es hauptsächlich ums Handmanagement geht. Jeder Spieler hat fünf Karten auf der Hand, die jeweils einer der im Spiel vorkommenden Farben zugeordnet sind. In der Mitte des Tisches liegt ein Stapel mit den zu malenden Gemälden, von denen die oberste bereitgelegt wird. Auf der Gemäldekarte ist angegeben, wieviele Kleckse welcher Farbe nötig sind, um das Gemälde fertig zu stellen. Als Aktion kann man entweder beliebig viele passende Farbkarten links neben das Gemälde legen, um zur Vollendung beizutragen oder eine unpassende Farbkarte rechts neben das Gemälde legen, um es zu verschmieren. Wer die letzte passende Farbkarte anlegt, vollendet das Bild und darf es umdrehen und in seine Punkteauslage legen. Wird das Gemälde vor Vollendung zum dritten Mal von einem Spieler verschmiert, bekommen seine Gegner das Bild, das nun allerdings nur noch die Hälfte wert ist.

Es gilt also zu schauen, ob man eine realistische Chance hat, ein Gemälde zu vollenden oder ob man es lieber verschmieren sollte, um den Gegner um die Punkte zu bringen. Da man immer die nächste Karte auf dem Nachziehstapel der Gemälde sehen kann, kann man außerdem planen, welche Farben zukünftig gebraucht werden. Ist der Gemäldestapel durch, endet das Spiel und die Spieler zählen ihre Punkte zusammen.

inlayTaktik? Nein danke!
Leider ist das Spiel komplett glücksabhängig. Da man keine Indizien hat, welche Farben die Gegner besitzen könnten und man auch nicht weiß, welche Farben man nachzieht, ist Planung irrelevant. In verschiedenen Partien haben wir auf unterschiedliche Arten gespielt und mal immer jede passende Karte direkt angelegt und mal versucht, ein paar Karten in der Hinterhand zu halten. Da man aber auch weniger Karten nachzieht, wenn man weniger Karten ausspielt, wiegen sich beide Arten gegeneinander auf und ließen keinen Unterschied spüren. So war es vor allem im Spiel zu zwei und zu viert (bei dem man zwei Team bilden muss) nicht viel mehr als ein langweiliges Ablegen in der Hoffnung, vor der anderen Partei die richtigen Karten auf der Hand zu haben. Das Spiel zu dritt wirkt im Gegensatz dazu eher wie die Art, auf die das Spiel auch gespielt werden soll. Hier werden flüchtige Bündnisse geschlossen, um einem Spieler, der scheinbar die richtigen Farben hat, noch eins auszuwischen und am Ende dann doch derjenige zu sein, der zumindest einen Teil der Punkte erhält, denn verschmierte Bilder müssen sich die beiden Gegner teilen. Hier kommt ein wenig spannende Intrige hinzu, auch wenn auch hier kaum Taktik bestehen kann.

Zielgruppenorientierung
Aufgrund des Artworks und des Titels muss man aber wohl auch eingestehen, dass das Spiel eher für die kleineren Spieler gedacht ist. Das Spiel ist leicht verständlich, sieht lustig aus und die Teamvariante ist für Familien gar nicht schlecht. Außerdem ist es ein Einstieg in das Prinzip des Handmanagements, das ja auch bei vielen anderen Spielen wichtig ist. Als Einstiegsdroge kann man Mona Klecksa also gut gebrauchen, für fortgeschrittene Spieler ist es aber wohl zu simpel gestrickt.

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Special vom: 20.01.2017
Autor dieses Specials: Kai Wommelsdorf
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