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Let's Watch: Sing
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Let_s_watch


sing_coverDie tierischste Castingshow der Welt kann man nun auch endlich auf dem heimischen Sofa genießen, denn Sing ist jetzt auf DVD, Blu-ray sowie Digital erhältlich.

Um sein vor dem Ruin stehendes Theater zu retten, veranstaltet der unbeirrbar optimistische Koala Buster Moon den ultimativen Gesangswettbewerb für neue Talente: Rosita, eine gestresste Mutter von 25 Ferkeln, setzt alles daran, ihre innere Diva zum Vorschein zu bringen. Hinter dem pi(e)kanten Äußeren von Punk-Rock-Stachelschwein Ash verbirgt sich eine wundervolle Stimme und der junge Gangster-Gorilla Johnny sieht endlich die Chance, den Fängen seiner kriminellen Familie zu entkommen.

Filmkritik
Castingshows sind also nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei den Tieren in der Welt von Sing beliebt. Oder sind es doch eher die 100.000 Dollar, die Hunderte von Tieren zum Vorsingen ziehen? Ganz egal, was es schlussendlich ist, Fakt ist, dass Regisseur Garth Jennings mit Sing einen familienfreundlichen Animationsfilm erschaffen hat, der gerade im ersten Drittel Vollgas gibt. In den ersten 20-30 Minuten werden nämlich nicht nur alle wichtigen Charaktere vorgestellt, man bekommt auch direkt etliche Songs zu hören. Gerade wenn das erste Casting läuft und die Tiere Teile bekannter Popsongs vortragen, ist dies nicht nur ein Fest für die Ohren, sondern auch ungemein unterhaltsam, denn hier bekommt man doch so manch skurrilen Auftritt zu sehen. Ich sage nur: drei Katzen, die japanische Popsongs trällern!
Danach wird das Tempo ein wenig langsamer, was aber nicht bedeutet, dass es dadurch langweiliger wird. Auch wenn es fortan mehr um die eigentliche Geschichte geht, kommt der Spaß dabei nie zu kurz. Ein Gag entwickelt sich dabei als immer wiederkehrender Running-Gag: zu jeder sich ergebenden Möglichkeit verliert Miss Crawly, eine uralte Echsendame die als Moon's Assisstentin in dessen Büro arbeitet, ihr Glasauge - vollkommen bescheuert aber jedes Mal ungemein lustig! Am Ende erwartet einen dann nochmal ein würdiges Finale, bei dem die Hauptcharaktere dann auch endlich ganze Lieder von sich geben dürfen. Damit sich diese auch gut anhören, haben die Macher die Songs nicht nur gekonnt neu arrangiert, sondern die Hauptcharaktere auch von Darstellern einsprechen lassen, die auch Wissen, wie man singt. Im englischen Original hört man zum Beispiel Scarlett Johansson, Matthew McConaughey, Reese Witherspoon, Seth MacFarlane und Taron Egerton. In der deutschen Fassung nicht minder bekannte Leute wie Alexandra Maria Lara, Stefanie Kloß, Klaas Heufer-Umlauf, Olli Schulz oder Daniel Hartwich.
Die Charaktere, die die Stars eingesprochen haben, überzeugen aber nicht nur durch ihre Gesangseinlagen. Sie sind auch allesamt wundervoll ausgearbeitet, weshalb sie einem auch noch für lange Zeit (gut) im Gedächtnis bleiben.

Bild & Ton

Das Bild ist, wie es bei Animationsfilmen auch üblich sein sollte, sehr gut. Im Prinzip gibt es nichts, was man hier bemängeln könnte. Eher ist sogar das Gegenteil der Fall, denn im Vergleich zu anderen Animationsfilmen ist der Detailgrad, den man hier bewundern darf, nochmal auf einer ganz anderen Stufe angesiedelt. Am besten lässt sich das wohl am Fell der Tiere sehen, an dem man beinahe jedes Haar einzeln zählen kann. Aber auch die kräftigen Farben, der Schwarzwert, der Kontrast und die Plastizität gehören zum Besten, was man bis dato gesehen hat.
Das gleiche gilt im Prinzip auch für den Sound. Dass die Synchronisationen sowohl im Englischen als auch im Deutschen ausgezeichnet sind, habe ich ja bereits erwähnt. Dass sich beide dank Dolby Atmos 7.1 auch perfekt anhören, habe ich bisher aber noch nicht erzählt. Doch genau das ist hier der Fall. Richtig zur Geltung kommt der Sound natürlich während der Gesangseinlagen. Aber auch wenn mal nicht gesungen wird, hört sich Sing grandios an. Ich möchte hier nicht zuviel verraten, aber es gibt eine Szene im Film, die einen wahrhaft umhaut und denken lässt, dass man inmitten des Chaos steckt. Es lohnt sich also die Boxen ein wenig aufzudrehen!

Bonusmaterial

Passend zum tollen Film und dessen grandioser technische Darbietung, präsentiert sich Sing auch in Sachen Extras vorbildlich. Neben drei Kurzfilmen samt dazu passendem Making of, liegen auf der Blu-ray auch noch Featurettes bei. Neben einem Making of, das die Schnittarbeiten am Film zeigt, sind hier auch die Profile der Figuren zu finden. Diese sind ungemein lustig und ein echtes Highlight! Da bei einem Film übers Singen natürlich auch die Musik nicht zu kurz kommen darf, gibt es zum Abschluss zudem noch Musik- bzw. Lyrikvideos, die zum Mitsingen animieren und besonders den jüngeren Zuschauern sicherlich viel Spaß bereiten.



Fazit:
Mit Sing hat Gart Jennings einen herrlich bunten Familien-Animationsfilm erschaffen, der mit seinen wundervollen Songs zum Mitsingen animiert und einfach gute Laune macht. Doch nicht nur der Film an und für sich weiß zu gefallen. Auch die Blu-ray gibt sich keinerlei Blöße. Sei es die Technik, die sowohl bei der Optik als auch beim Sound zum Besten überhaupt gehört oder die Extras - die Blu-ray weiß einfach in allen Bereichen zu überzeugen. Wer Animationsfilme mag, kommt an Sing also nicht vorbei!


Originaltitel: Sing
Darsteller: Daniel Hartwich, Alexandra Maria Lara, Klaas Heufer-Umlauf, Stefanie Kloß, Olli Schulz, Iris Berben u.a.
Regisseur(e): Garth Jennings
Veröffentlichung: 06. April 2017
Studio/Verleih: Universal Pictures Germany
Spieldauer: 108 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Wer jetzt Interesse daran hat, sich Sing zu kaufen, kann dies u.a. über Amazon machen. Den Film gibt es dabei ab 14,96 Euro auf Blu-ray, 3D blu-ray, DVD sowie Digital.
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Special vom: 10.04.2017
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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