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Sim Simulator - Teil 146: Hunting Simulator
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft. Doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 146: Hunting Simulator
Hunting_SimulatorObwohl die Jagd nach wie vor nicht jedermanns Sache ist, erfreuen sich Jagdsimulationen doch immer größerer Beliebtheit. Kein Wunder also, wir mit Hunting Simulator von Publisher Bigben Interactive und Entwickler Neopica bereits den nächsten Vertreter dieses Genres in unserem Simulator-Special begrüßen dürfen.

Das grundsätzliche Spielprinzip eines Jagdsimulators ist schnell erklärt: Man geht vorzugsweise im Wald auf Pirsch und versucht eine möglichst imposante Trophäe zu schießen.
An diesem Prinzip ändert natürlich auch der Hunting Simulator nichts. Und doch versucht er sich von der Konkurrenz abzuheben. Gelingen soll dies nicht nur durch die Plattform, schließlich gibt es auf den Konsolen bisher eher wenige Simulationen, sondern auch durch den Umfang, der tatsächlich nicht schlecht klingt. Zunächst einmal stehen einem gleich drei Spielmodi zur Wahl, die Kampagne, die Freie Jagd und der Multiplayermodus. In Letzteren können wir mit bis zu drei anderen Spielern auf Jagd gehen und uns an Missionen versuchen. Im freien Modus stellt und das Spiel hingegen vor keinerlei Aufgaben. Hier können wir ganz nach Belieben vorgehen und jagen, was uns vor die Flinte kommt.
Der interessanteste Modus dürfte allerdings der Kampagnenmodus sein. Dieser ist mit seinen 111 Missionen nämlich nicht nur gewaltig, sondern bietet uns auch die Möglichkeit, unser Waffen- und Gadgets-Arsenal aufzustocken. Denn nur wer die anfallenden Missionen erfolgreich abschließt, bekommt nach und nach Zugriff auf die insgesamt 17 Waffen und 50 Ausrüstungsgegenstände. Dieses Vorgehen ist wirklich sehr motivierend, wenn da nicht das Problem wäre, das einem erst im Nachhinein offenbart wird welche Waffe oder welches Gadget man freigeschaltet hat. Wer also unbedingt Waffe XY haben möchte, muss Glück haben, die richtige Mission zu erwischen. Ansonsten ist die Kampagne aber sehr gelungen, schließlich lässt sie einem so ziemlich alles erleben, was das Spiel zu bieten hat – was wie gesagt nicht wenig ist. Neben der beachtlichen Anzahl an Missionen, Waffen und Ausrüstungsgegenständen wären dies noch 37 Tierarten, von Nieder- und Standwild in den Ebenen über Großwild bis hin zu Wasservögeln, 12 gewaltige Jagdreviere in Nordamerika und Europa in Europa und Nordamerika, eine Bullet-Cam, dynamisches Wetter und einen Tag-/Nachtzyklus. Zudem bietet einem das Spiel die Möglichkeit entweder mit einem männlichen oder weiblichen Charakter sowie aus der First- oder Third-Person-Perspektive auf Jagd zu gehen.

Am Umfang gibt es also nichts zu beanstanden. Doch wie verhält es sich bei der Jagd? Schließlich soll eine Jagdsimulation diese so exakt wie nur möglich wiedergeben. Leider tut dies der Hunting Simulator aber nur bedingt. Während das Spurenlesen und Anschleichen wirklich gelungen sind, verhalten sich die Tiere doch alles andere als realistisch. Das liegt zum einem an Bugs, die dafür sorgen, dass die Tiere plötzlich im Erdboden verschwinden, zum anderen aber auch an deren KI. Die schafft es nämlich nicht, die Tiere ins sichere Dickicht zu lotsen, weshalb sie entweder schnurstracks auf uns zulaufen oder einfach auf einer Lichtung stehen bleiben. Besonders lustig wird es bei dem Einsatz von Lockstoffen. Dieses scheint nämlich sehr stark zu sein und sämtliche gesuchten Tiere aus dem Wald anzulocken. Das machen andere Jagdsimulationen auf dem PC doch etwas besser.
Gleiches gilt auch für das Schießen. Im Gegensatz zu anderen Genrevertretern muss man sich hier keinerlei Gedanken über den Einfluss von Wind oder gar dem Rückstoß machen, beides ist nämlich einfach nicht vorhanden.

Ein weiterer Punkt, bei dem der Hunting Simulator leider etwas hinterher hängt, ist die Grafik. Grundsätzlich sieht die zwar ganz ansprechend aus, doch leider verwandelt sich das Gras bereits nach kurzer Distanz zu einer einzigen Textur. Ob das nun am System, sprich der Xbox One oder doch an den Entwicklern liegt, kann ich leider nicht beurteilen. Auf jeden Fall nagt es doch ein wenig an der Atmosphäre. Dabei kann die eigentlich überzeugen, wenn man von den etwas schwachen Gewehrsounds absieht. Die Umgebungs- und Tiergeräusche sind aber wirklich schön anzuhören und vermitteln schon das Gefühl im Wald zu stehen. Zudem ist auch die Räumlichkeit gegeben, so dass man tatsächlich eruieren kann, aus welcher Richtung das Geräusch kam.



Fazit:

Prinzipiell ist es sehr schön, das man nun auch auf den Konsolen auf Jagd gehen kann. Noch schöner wäre es allerdings gewesen, wenn dies noch ein bisschen realistischer vonstattengehen würde. Gerade das Verhalten der Tiere ist doch etwas seltsam. Nichtsdestotrotz macht Hunting Simulator durchaus Spaß und ist für jeden Konsolero-Jäger sicherlich ein Blick wert.
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Special vom: 09.07.2017
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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