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Let's Watch: American Gods - Staffel 1
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American_Gods_CoverBisher konnten hierzulande nur Amazon Prime Video-Besitzer in den Genuss von American Gods kommen. Dies änderte sich am 27. Juli aber, denn jetzt brachte StudioCanal die komplette erste Staffel der Serie auf DVD und Blu-ray heraus. Und so können nun auch alle die den VOD-Service nicht abonniert haben, die hochgelobte Fantasy-/Drama-Serie schauen.

Kurz nachdem Shadow Moon (Ricky Whittle) aus dem Gefängnis entlassen wird, trifft er auf den geheimnisvollen Mr. Wednesday (Ian McShane). Eine schicksalhafte Begegnung, die sein ganzes Leben verändert. Verfolgt vom tragischen Tod seiner Frau Laura (Emily Browning) nimmt Shadow einen Job als Wednesdays Bodyguard an. Schnell findet er sich in einer verborgenen, magischen Welt wider, die er nicht versteht … Ein Welt, in der die alten Götter an ihrer zunehmenden Bedeutungslosigkeit leiden, weil neue Götter wie Technologie und Medien immer weiter an Einfluss gewinnen. Mr. Wednesday versucht deshalb, die alten Gottheiten in dem Kampf zu vereinen, um den alten Ruhm wieder herzustellen. Shadow Moon hingegen fällt es auf dem Roadtrip quer durch Amerika schwer, diese neue Realität und seinen Platz in ihr zu akzeptieren.

Filmkritik

Bei keinem Roman der jüngeren Vergangenheit wurde wohl so sehr eine Verfilmung erwartet, wie bei American Gods. Schließlich verbindet der von Neil Gaiman geschriebene Roman Fantasy, Mystery, Science-Fiction und Horror so gekonnt miteinander, dass der Roman nicht nur in all diesen Genres Preise einfahren konnte, sondern auch regelrecht nach einer Verfilmung schrie. Ganz so kam es dann aber doch nicht. Denn anstatt den Megabestseller in einen Film zu quetschen, entschied man sich daraus eine TV-Serie zu machen. Als Macher wurden dafür Bryan Fuller und Michael Green auserkoren, die ihr Können bereits mit Star Trek: Deep Space Nine, Pushing Daisies, Hannibal (Fuller), Sex and the City, Green Lantern, Alien: Covenant (Green) und Heroes (Fuller und Green) mehrfach unter Beweis stellten.
Wie sich zeigte, waren alle drei Entscheidungen goldrichtig, denn was die beiden in Zusammenarbeit mit Amazon Prime Video erschufen, ist wahrlich bemerkenswert.

Obwohl ich an dieser Stelle Ewigkeiten über die Geschichte schreiben könnte, möchte ich dies nicht tun. Meiner Meinung nach sollte nämlich jeder die Geschehnisse von der ersten bis zur letzten Sekunde selber erleben – und zwar ganz unvoreingenommen. Darum werde ich hier auch nicht genauer auf die Geschehnisse eingehen und mich stattdessen auf andere Aspekte der Serie konzentrieren. So etwa auf die Tatsache, dass sich die Serie zwar natürlich an den Bestseller von Neil Gaiman hält, dessen Geschichte aber noch ein wenig ausmalt. Verwässert wird die Story deswegen aber nicht, vielmehr wird im Vergleich zur Romanvorlage genauer auf bestimmte Personen und Geschehnisse eingegangen oder durch ganz neue Inhalte – auch gerne mit Bezug auf aktuelle Geschehnisse – ausgebaut. Obwohl die Macher sich so jede Menge Zeit lassen, um jeden neu hinzugekommenen Charakter vorzustellen, kommen einem die Geschehnisse nie langatmig vor. Ganz im Gegenteil. In jeder einzelnen der insgesamt acht Folgen passiert dermaßen viel, dass man schon allein deswegen Probleme hat, wirklich alles zu verarbeiten. Zudem kommt noch hinzu, dass man nach manchen Szenen gar nicht weiß, wie und wo man sie einzuordnen hat. Was sich hier nach einem echten Overkill anhört, ist in Wirklichkeit aber wirklich sehr gut und verführt einen nahezu immer weiter zu gucken.

Das man dies möchte liegt aber nicht nur an der Geschichte, sondern auch an der Aufmachung der Serie. Hierbei ist nicht nur das Geschehen selber, das mit seiner vielen Nacktheit, offen zur Schau gestellten Homosexualität, Sex, Brutalität und einer Menge Blut, für eine US-Amerikanische TV-Serie doch eher ungewöhnlich anmutet, gemeint, sondern eben auch der optische Stil. Der wirkt nämlich teilweise wie ein Drogentrip voller Neonlichter. Doch auch wenn es mal normal zugeht (sofern man das bei dieser Serie überhaupt behaupten kann), ist das Gezeigte schön in Szene gesetzt. Lediglich bei den Special Effects gibt es immer wieder Schwankungen. Manche sehen wirklich grandios aus, andere wirken hingegen etwas billig.

Woran es nichts zu meckern gibt, ist der Einsatz der Musik. Die unterstreicht das Gesehene sehr oft nämlich nicht nur, sondern setzt gar einen Kontrast zu dem, was gerade auf dem Bildschirm geschieht.
Bleiben zuletzt noch die Darsteller. Bei denen ist es leider so, das sie oft gar nicht ihr Bestes aufbieten müssen. Dies liegt an der bereits erwähnten, oft ausufernden Brutalität, gegen die selbst Quentin Tarantino vor Neid erblasst. Dennoch gibt es natürlich auch hier zumindest einen der herausragt. Dabei handelt es sich um Ian McShane (John Wick), der den mysteriösen Mr. Wednesday perfekt verkörpert.

Bild & Ton
Das Bild der Blu-ray ist tadellos. Allen voran wissen hier natürlich die kräftigen Neonfarben zu begeistern. Aber auch der Schwarzwert, Kontrast, Schärfe und Detailgrad genügen höchsten Ansprüchen. Körnungen oder andere störenden Faktoren findet man dabei nicht.
Beim Ton liegen sowohl die deutsche als auch die englische Tonspur im DTS HD-Master Audio 5.1 vor und hören sich brillant an. Die Abmischung ist nahezu perfekt und vermittelt eine sehr gute Räumlichkeit, die sich sowohl in den Actionszenen als auch während der leisen Dialogen sehr gut anhört.

Bonusmaterial
Auf den vier Blu-rays sind insgesamt über zwei Stunden Bonusmaterial enthalten. Ein absolutes Highlight erwartet einen dabei schon auf der ersten Blu-ray. Auf der ist nämlich das San Diego Comic-Con Panel Special, in dem sich Macher und Darsteller der Serie gut 50 Minuten lang den Fragen der Fans stellten.
Auf den restlichen drei Discs sind dann noch Interviews mit Bruce Langley (Technical Boy), Ian McShane (Mr. Wednesday), Ricky Whittle (Shadow Moon) und Emily Browning (Laura Moon) sowie die fünf Featurettes „Das Buch vs. Die Serie“, „ Die neuen Götter“, „Die alten Götter“, „Das Phänomen ‚American Gods‘ “ und „Neil Gaiman über die Entstehung von ‚American Gods‘ “ zu finden.
Als weitere Extras liegen dem Schuber noch sechs Postkarten mit Abbildungen der Charaktere, sowie ein 24 Seiten langes Booklet mit kurzen Vorstellungen der wichtigsten Charaktere, einem Episodenguide und einem Interview mit dem Autor Neil Gaiman bei.
Ein sehr schönes Paket, das einen echten Mehrwert zur VOD-Fassung darstellt und deswegen auch für alle, die die Serie bereits über Amazon Prime Video gesehen haben, einen Kauf interessant macht.


Fazit:
Die erste Staffel von American Gods ist ein echtes Erlebnis. Die mysteriöse, spannende und actionreiche Story, gepaart mit einer audiovisuellen Brillanz muss man einfach gesehen haben. Und warum sollte man dies mit dieser Blu-ray Collection und nicht etwa auf Amazon Prime Video machen? Ganz einfach, weil die Blu-ray Collection über zwei Stunden Bonusmaterial sowie ein 24-Seitiges Booklet und Postkarten verfügt, das das Erlebnis erst so richtig abrundet. Zudem ist das Bild der Blu-ray noch mal einen Tick besser als die der VOD-Fassung.
Wer die Serie noch nicht kennt, sollte sich diese Blu-ray Collection also keinesfalls entgehen lassen – ansonsten würde man eine der besten Serien der letzten Jahre verpassen!


Originaltitel: American Gods – Season 1
Darsteller: Gillian Anderson, Emily Browning, Cloris Leachman, Ian McShane, Pablo Schreiber, u.a.
Regisseur(e): Guillermo Navarro, Floria Sigismondi, David Slade, Craig Zobel
Veröffentlichung: 27. Juli 2017
Studio/Verleih: StudioCanal
Spieldauer: 480 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ab 16 Jahren

Wer jetzt Interesse daran hat, sich American Gods – Staffel 1 zu kaufen, kann dies u.a. über Amazon machen. Den Film gibt es dabei ab 22,99 Euro auf DVD, Blu-ray und Blu-ray Steelbook (exklusiv bei Amazon).
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Special vom: 09.08.2017
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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