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Let's Watch: Die Schöne und das Biest
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Die_Sch__ne_und_das_BiestMit der Realfilmverfilmung ihres Zeichentrick-Klassikers Die Schöne und das Biest hat Disney einen riesigen Kinoerfolg gefeiert. Allein hierzulande wurden bisher über 3,3 Millionen Besucher gezählt, womit er auf Platz zwei der erfolgreichsten Kinofilme des Jahres 2017 liegt. In den US-amerikanischen und weltweiten Kinocharts liegt der Film sogar ganz oben an der Spitze.
Obwohl ihn also so ziemlich jeder sich für ihn interessiert, im Kino angesehen haben dürfte, ist Die Schöne und das Biest ein Film, den man sich eigentlich nicht oft genug ansehen kann. Genau das kann man nun auch tun, denn kürzlich erschien der Film auf DVD, Blu-ray und Blu-ray 3D.

Die kluge und anmutige Belle (Emma Watson) lebt mit ihrem leicht exzentrischen Vater Maurice (Kevin Kline) ein beschauliches Leben, das nur durch die Avancen des Dorfschönlings Gaston (Luke Evans) gestört wird. Doch als Maurice auf einer Reise in die Fänge eines Ungeheuers (Dan Stevens) gerät, bietet die mutige junge Frau ihre Freiheit im Austausch gegen das Leben ihres Vaters an. Trotz ihrer Furcht freundet sich Belle mit den verzauberten Bediensteten im verwunschenen Schloss des Biestes an. Mit der Zeit lernt sie hinter dessen abscheuliche Fassade zu blicken und erkennt seine wahre Schönheit…

Filmkritik
Die Schöne und das Biest gehört zweifelsfrei zu den großen Disney-Klassikern (wenn es nicht sogar der größte Klassiker ist). Genau dies ist aber auch der Grund, weshalb zunächst alle skeptisch geschaut haben, als bekannt wurde, dass der Zeichentrickfilm als Realfilm neu verfilmt werden soll. Auch ich gehörte zu diesen Skeptikern, schließlich verbinde ich mit dem Film noch immer einen der schönsten Kinobesuche meines Lebens. Ich weiß noch genau, wie ich als acht-jähriger Knirps mit großen strahlenden Augen aus dem Kino kam (was wahrlich nicht bei jedem Disneyfilm den ich damals gesehen habe, der Fall war).
Wie sich zeigt, waren meine und die Skepsis aller anderen aber umsonst. Disney hat nämlich nicht versucht aus dem Klassiker etwas ganz Neues zu machen, sondern hat sich vielmehr sehr an die bekannte Vorlage gehalten. Es wurden lediglich Szenen ergänzt, so wie etwa um das längere Intro, in dem man mehr über den Fluch des Biests erfährt oder die Hintergründe zum Tod von Belles Mutter, die man hier ebenfalls erstmals erklärt bekommt. Diese neu hinzugekommenen Szenen stören aber nicht etwa, vielmehr fragt man sich, warum sie nicht schon damals dabei waren. Schließlich runden sie die ganze Geschichte ab und geben einem mehr Kontext.
Gleiches gilt auch für die neu hinzugekommen oder leicht abgeänderten Songs. Auch die passen sich hervorragend in die Geschichte ein.
Die Songs nehmen ohnehin einen großen Stellenwert ein. Denn im Grunde ist Die Schöne und das Biest ein Musical-Märchen, bei dem sehr viel gesungen wird. Das mag für den ein oder anderen zunächst etwas befremdlich sein, aber spätestens nach dem zweiten Stück will man mehr sehen bzw. hören. Das liegt zum einem eben an den tollen Texten, zum anderen aber auch an der grandiosen Inszenierung. Jedes einzelne Stück ist so toll in Szene gesetzt worden, das man geradezu verzaubert wird. Doch auch wenn mal nicht gesungen wird, ist der Anblick wahrhaft märchenhaft. Die tollen Kostüme, die grandiosen CGI-Implementierungen, die Farben, die Kamerafahrten - alles ist in sich so stimmig, wie man es nur selten erlebt hat.
Die Darsteller passen sich dieser tollen Darbietung nahtlos an. Angefangen bei der bezaubernden Emma Watson (Harry Potter), die der Zeichentrick-Belle wie aus dem Gesicht geschnitten aussieht und die unschuldige aber zugleich toughe junge Frau vom Lande perfekt verkörpert, über Dan Stevens (The Quest) als Biest bzw. Prinz Adam, Luke Evans (Der Hobbit: Smaugs Einöde, Der Hobbit 3: Die Schlacht der Fünf Heere) als Gaston, Josh Gad (Die Trauzeugen AG) als Le Fou bis hin zu Ian McKellen (Der Herr der Ringe), Emma Thompson (I Am Legend), Kevin Kline (Das Haus am Meer) und Ewan McGregor (Star Wars Episode I: Die dunkle Bedrohung, Trainspotting) als Herr von Unruh, Madame Pottine, Maurice bzw. Lumiere machen alle ihren Job exzellent - auch wenn man sie mitunter beinahe den gesamten Film über gar nicht erkennt.
Wenn man all dies zusammennimmt, versteht man, warum der Film ein so gigantischer Kinoerfolg war.

Bild & Ton
Zum Bild der Blu-ray kann man eigentlich nur eines sagen: perfekt! Tatsächlich gibt es hier nichts, aber auch wirklich gar nichts, was man auch nur ansatzweise bemängeln kann. Sei es der Kontrast, die (extra kräftigen) Farben, Schwarzwert, Schärfe, Detailzeichnung oder Plastizität – alles befindet sich auf allerhöchstem Niveau!
Gleiches gilt auch für den Sound. Zwar liegt die deutsche Tonspur im Gegensatz zur englischen nicht in DTS-HD MA 7.1, sondern „nur“ in DTS-HD MA 5.1 vor, der Unterschied ist aber kaum wahrnehmbar und beiden hören sich exzellent an. Dies gilt in erster Linie natürlich für die Qualität der Dialoge, schließlich wird hier sehr oft relativ leise gesprochen und viel gesungen. Beides ist aber kristallklar verständlich und macht deswegen richtig Spaß zuzuhören.
Die Soundabmischung ist aber so exzellent gelungen, dass sich nicht nur Gesang und die leisen Töne perfekt anhören. Selbst die wenigen actionreicheren Szenen, in denen es auch mal etwas lauter und wilder vonstatten geht, hören sich perfekt an. In diesen Szenen kann man dann auch den ebenfalls exzellenten Surroundsound in vollem Maße genießen.

Bonusmaterial

Wer sich die Blu-ray von Die Schöne und das Biest kauft, darf sich über ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Angebot an Extras erfreuen, über die sich Disney augenscheinlich viele Gedanken gemacht hat. Dies fällt bereits ganz zu Anfang der Extras auf, denn dort hat man die Option den Film mit „Liedtexten zum Mitsingen“ anzuschauen. Bei einem Film, bei dem die Musik einen so wichtigen Part einnimmt, finde ich das eine sehr schöne Idee. Nicht ganz so außergewöhnlich, aber ebenfalls eine nette Idee, ist sich zudem den „Film mit Ouvertüre“ (ca. 3 min.) ansehen zu können.
Die restlichen Extras sind allesamt Featurettes, die vor allem Einblick in die Produktion des Films gewähren.
Einen ganz frühen Blick dort hinein bietet einen „Zauberhafte Drehbuchlesung“ (ca. 14 min.). Hier ist nämlich tatsächlich das erste Zusammentreffen der Darsteller mit den Machern des Films festgehalten worden und zeigt deren teils grandiose Reaktion auf das Drehbuch.
Bei „Ein zeitloses Märchen in neuem Gewand“ (ca. 27 min.) handelt es sich hingegen um ein eher klassisches Making-of, in dem es etwa um die Kostüme, Tänze, Animation oder auch proben geht.
„Die Frauen hinter Die Schöne und das Biest“ (ca. 5 min.) widmet sich ganz den Frauen, die an der Produktion des Films großen Anteil hatten.
In „Vom Song zur Filmszene: Die Musical-Sequenzen“ (ca. 13 min.) geht es, wie der Name bereits erahnen lässt, um die großen Gesangsparts des Films. Im Genauen geht es um die Lieder „Belle“, „Sei hier Gast“, „Gastons Lied“ und „Die Schöne und das Biest“ und wie diese für den Film neu arrangiert wurden, ohne sich dabei zu sehr von den Originalen zu entfernen. Besonders interessant ist hierbei „Sei hier Gast“, das zeigt wie schwer und langwierig es ist, wenn eine Szene fast ausschließlich am Computer generiert wird.
Musikalisch geht es auch beim „Erweiterten Song“ (ca. 4 min.) zu. Hierbei handelt es sich nämlich um den im Film herausgeschnittenen Song „Days in the Sun“. Wieso der Song im fertigen Film nicht zu sehen ist, erklärt einen kurz Regisseur Bill Condon.
Noch mehr herausgeschnittenes Material gibt es in „Zusätzliche Szenen“ (ca. 6 min.) zu sehen.
In „Ein neuer Song mit Celine Dion“ (ca. 3 min.) spricht die kanadische Grammy Award-Siegerin über ihr Lied aus dem 1991 erschienen Die Schöne und das Biest-Zeichentrickfilm und wie dieser Song ihr ganzes Leben begleitete und welche Freude sie verspürte, nun wieder einen Song eingesungen haben zu dürfen.
Abgerundet werden die Extras vom Musikvideo „Beauty and the Beast“ (ca. 4 min.) von Ariana Grande und John Legend sowie dem dazu passenden „Making of“ (ca. 2 min.).

Insgesamt erwartet einen also knapp eine Stunde Bonusmaterial, das, wie ich finde, sehr interessant ist. Trotzdem ist es schade, das es keinen Audiokommentar gibt – das wäre noch die Kirsche auf der Sahne gewesen.


Fazit:
Die Schöne und das Biest ist grandios! Das gilt sowohl für den Film als auch für die Blu-ray. Der Film überzeugt mit fantastischen Bildern und Kostümen, tollen Kamerafahrten und ebenso gelungenen Songs!
Die Blu-ray bietet hingegen technisch alles, was dieses Medium zu Leisten in Stande ist. Das Bild ist in allen Belangen auf Referenzniveau und der Sound perfekt abgemischt. Hinzu kommt ein schönes Paket an Bonusmaterial, dem nur ein Audiokommentar fehlt, um ebenfalls perfekt zu sein.
Für Disney-Fans und alle, die auf märchenhafte Filme stehen oder sich den Film nach ihrem Kinobesuch einfach noch einmal ansehen wollen, sei es allein, mit der Familie, dem Partner oder einfach nur einer guten Freundin, stellt Die Schöne und das Biest also einen absoluten Pflichtkauf dar!


Originaltitel: Beauty and the Beast
Darsteller: Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans, Josh Gad, Ian McKellen, Emma Thompson, Kevin Kline, Ewan McGregor, u.a.
Regisseur(e): Bill Condon
Veröffentlichung: 10. August 2017
Studio/Verleih: Walt Disney
Spieldauer: 129 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ab 6 Jahren

Wer jetzt Interesse daran hat, sich Die Schöne und das Biest zu kaufen, kann dies u.a. über Amazon machen. Den Film gibt es dabei ab 12,99 Euro auf DVD, Blu-ray und Blu-ray 3D.
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Special vom: 15.08.2017
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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